Bauart und Bedienung: Kompakt und Platzsparend
Gasthermen gibt es als Stand- oder Wandgeräte. Die Standthermen haben mehr Platzbedarf und werden häufig im Hausanschlussraum oder im Keller positioniert. Im Vergleich zu der bodenstehenden Gastherme ist die wandhängende Therme ein kompaktes, platzsparendes Gerät. Es lässt sich bequem im Gäste-WC oder in einer Nische einbauen. Selbst mit Speicher nehmen die Wandthermen nur wenig Raum in Anspruch.
Die Bauform der Therme sagt auch etwas über das Design und die Bedienbarkeit aus. Einige sehen fast wie ein Wandschrank aus, andere verfügen über ein auffälliges Display oder einen großen Speicher. Mit übersichtlichen Bedienelementen ist eine simple Einstellung oder Programmierung möglich. Zudem erleichtert sich durch die gute Erreichbarkeit der Bauteile die Wartung.
Heizwert- und Brennwerttechnik: Kilowatt, Brennwert oder Heizwert
Die Leistung der Therme lässt sich an der Leistungsangabe ablesen, beispielsweise 24 kW, sowie am Heizwert und Brennwert. Bei der Heizwertangabe geht es um die Wärmemenge, die bei der Verbrennung nutzbar ist (ohne Kondensation). Bei der Nutzung von Erdgas liegt der Heizwert im Bereich zwischen 9 und 10,4 kWh/m³. Bei dem Brennwert ist auch die Wärmenutzung durch Kondensation bzw. Wasserdampf möglich. Damit fällt der Brennwert im Vergleich zum Heizwert etwa 10 % höher aus, er liegt also bei 9,5 bis 11,5 kWh/m³.
Energieeffizienz bzw. Wirkungsgrad: Für eine optimale Nutzung
Die Differenz zwischen Heiz- und Brennwert definiert den Wirkungsgrad, wobei der Heizwert die Grundlage bildet. Das bedeutet, dass der Wirkungsgrad oft bei über 100 % liegt. Besitzt eine Therme den Wirkungsgrad 100%, dann bedeutet das, dass der Brennwert lediglich ca. 90 % hat. Um den Brennwert optimal auszunutzen, kommt die Therme auf einen Wirkungsgrad von über 110 %.
Sauerstoffzufuhr: Abhängig von der Raumluft oder nicht
Der Betrieb von Gasthermen ist raumluftabhängig oder raumluftunabhängig möglich. Hier geht es um die Art der Sauerstoffzufuhr, die für die Verbrennung nötig ist. Bei älteren Geräten erfolgt eine direkte Zuführung des Sauerstoffs aus der Raumluft. Das heißt, dass für den raumluftabhängigen Betrieb ein entsprechender Sauerstoff-Nachschub sichergestellt sein muss. Es gibt fest definierte Vorschriften, um eine zuverlässige Versorgung mit Verbrennungsluft zu gewährleisten.
Der raumluftunabhängige Betrieb funktioniert hingegen über eine spezielle Leitung. Gas-Brennwertthermen verfügen über zweischalige Abgasleitungen. Die Fachleute sprechen von dem Rohr-in-Rohr-System. Hier kommt die Verbrennungsluft durch die äußere Hülle in die Therme, während das innere Rohr für die Abgasableitung zuständig ist. Für die Gasthermen mit dieser Funktionsweise gibt es keine speziellen Anforderungen in Bezug auf die Aufstellung und Luftzufuhr. Zudem sind diese Modelle durch die verbesserte Verbrennungstechnik sparsamer.

Diese Gastherme von VIESSMANN lässt sich über ein Touch-Display einfach bedienen.