1.1. Die körpereigene Bildung von Vitamin D
Kurz und knapp erklärt – Wie funktioniert der Calcium- und Phosphatstoffwechsel?
Bei diesem Vorgang handelt es sich um den sogenannten Knochenstoffwechsel. Das Vitamin D ist in diesem körpereigenen Prozess unabdingbar, da es die Aufnahme von Calcium aus dem Darm ins Blut fördert. Damit ermöglicht es die Einlagerung von Calciumkristallen in unsere Knochen. Dies sorgt für Stabilität des Knochengewebes und Unterstützung der Knochendichte.
Unser menschlicher Körper benötigt vor allem für die Stabilität von Knochen und Zähnen neben Calcium auch das überaus wichtige Vitamin D. Es sorgt für die Regulierung unseres Calcium- und Phosphatstoffwechsels, beeinflusst unsere Muskelkraft und spielt in vielen weiteren Stoffwechselvorgängen eine wichtige Rolle.
Daher ist ein gesunder Vitamin-D-Spiegel nicht nur im höheren Alter wichtig, um die Knochenstabilität zu unterstützen, sondern ist auch im Kindesalter und während des Wachstums unbedingt notwendig.
Beim Vitamin D handelt es sich um ein fettlösliches Vitamin, welches wir in fettreichen, tierischen Lebensmitteln, wie beispielsweise Fisch vorfinden und damit über die Nahrung konsumieren können. Unabhängig davon erfolgt die Aufnahme von 80 bis 90 % unserer Vitamin-D-Versorgung über die körpereigene Bildung in der Haut, während wir uns im Freien und bei Sonnenlicht aufhalten.
1.2. Die Einnahme von Vitamin D zur Prophylaxe

Bevor Sie mit der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln beginnen, sollten Sie Ihren derzeitigen Vitamin D Wert über ein Blutbild bestimmen lassen.
Generell sollten ausschließlich Kinder im Wachstumsprozess und auf Empfehlung des Arztes oder auch Senioren und Menschen aus Risikogruppen ein geeignetes Vitamin-D-Präparat zur Prophylaxe einnehmen.
Leiden Sie beispielsweise unter einer Histaminintoleranz oder anderen gesundheitlichen Beschwerden, ist es in jedem Fall sinnvoll einen Arzt zu konsultieren, da Sie möglicherweise auf ein verschreibungspflichtiges Vitamin-D-Präparat angewiesen sind.
Mit einer Aufnahme von Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel können Sie die nachfolgend genannten Prozesse im Körper unterstützen:
- Erhaltung von gesunden Knochen, Zähnen und der Muskelfunktion
- Unterstützung des Immunsystems, auch bei Kindern
- fördert ein altersgerechtes Wachstum und eine gesunde Knochenentwicklung bei Kindern
- Verringerung von Sturzgefahr und Knochenbrüchen, die durch Muskelschwäche oder instabile Knochen hervorgerufen werden, vorallem bei älteren Menschen
Achtung: Zu hoch dosierte Vitamin-D-Präparate können nicht nur schädliche Nebenwirkungen, sondern in besonders schlimmen Fällen auch Nierenschäden hervorrufen. Daher sollten Sie vor einer Selbstmedikation oder generell einer Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln Ihre Blutwerte bestimmen oder sich von einem Arzt oder Apotheker beraten lassen.
1.3. Die tägliche Einnahme von Vitamin D für Senioren

Nicht nur Senioren, sondern auch Menschen von Risikogruppen sollten eine zusätzliche Einnahme von Vitamin D mit Ihrem Arzt besprechen.
Experten empfehlen, dass Sie spätestens mit Erreichen des 60. Lebensjahres mit der täglichen Einnahme von Vitamin-D-Präparaten beginnen sollten, um eine ausreichende Versorgung sicherzustellen.
Für den Fall, dass Sie im höheren Alter sich seltener im Freien oder sich altersbedingt generell weniger in der Sonne aufhalten, ist das Supplementieren mit Vitamin D äußerst sinnvoll. Studien haben gezeigt, dass man damit nicht nur einer Osteoporose, sondern auch Stürzen und Brüchen, die durch schwache Knochen und Muskeln hervorgerufen werden, vorbeugen kann.
1.4. Erhöhter Vitamin-D-Bedarf während der Schwangerschaft
Sie erwarten oder wünschen sich ein Kind? Dann sollten Sie sich Ihren Vitamin-D-Spiegel genauer unter die Lupe nehmen. Ein ausgewogener Anteil von Vitamin D im Körper verringert nicht nur die Risiken für eine Schwangerschaftsdiabetis. Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft nicht unter Vitamin-D-Mangel litten, haben zudem ein geringeres Risiko für Zahnschmelzdefekte oder weniger die Veranlagung zu ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung).
Vitamin D ist nicht nur für die Mutter selbst, sondern auch in der Wachstumsphase des Fötus überaus wichtig. Ein möglicher Vitamin-D-Mangel kann nicht nur eine Frühgeburt, sondern auch Wachstumsstörungen oder angeborene Fehlbildungen hervorrufen.
Sollte Ihr Kind bereits auf der Welt sein, brauchen Sie sich auch hier keine Sorgen zu machen. Eine umfangreiche Vitamin-D-Prophylaxe für das erste Lebensjahr, in dem Ihr Säugling die Sonne unbedingt meiden sollte, gilt bei den meisten Kinderärzten inzwischen als Standard.