Kollagen ist ein Strukturprotein, das in Knorpeln, Sehnen, Bändern und Knochen vorkommt. Bei der Verdauung werden die Kollagenpeptide in Aminosäuren wie Glycin, Prolin und Hydroxyprolin zerlegt. Diese wiederum dienen dem Körper als Bausteine für die Bildung von neuem Kollagen für Haut und Gelenke, Sehnen, Bänder und Knorpel. Die aufgenommenen Aminosäuren können dabei aber nicht gezielt in die Gelenke gelangen.
Für Gelenke sind folgende Kollagentypen relevant:
- Kollagen Typ I kommt vor allem in Sehnen, Bändern, Knochen und Haut vor.
- Kollagen Typ II ist der vorherrschende Typ im Gelenkknorpel.
- Kollagen Typ III findet sich unter anderem in Haut, Gefäßen und elastischem Bindegewebe und tritt häufig gemeinsam mit Typ I auf.
Produkte mit Kollagen Typ I, II und III enthalten häufig alle drei Varianten, einige Präparate liefern aber hauptsächlich hydrolysiertes Kollagen Typ I und III. Andere Varianten enthalten wiederum gezielt denaturiertes oder nicht denaturiertes UC-II-Kollagen. Darüber hinaus gibt es noch sogenannte bioaktive Kollagenpeptide, welche speziell als Kollagen für Knorpel gedacht sind und den Knorpelstoffwechsel beeinflussen. Die nachgewiesene Wirkung lässt sich aber nicht pauschal auf alle bioaktiven Nahrungsergänzungsmittel übertragen.
Studien liefern durchaus Hinweise darauf, dass oral eingenommenes Kollagen bei Gelenkschmerzen die Beschwerden geringfügig verbessert. Die Ergebnisse unterscheiden sich jedoch stark nach Kollagenform, und Dosierung und nicht alle Studien kommen zu demselben Ergebnis.
Achtung: Kollagen-Nahrungsergänzungsmittel garantieren keine zuverlässige Wirkung. Sie ersetzen daher auch keine medizinische Behandlung bei plötzlich auftretenden oder chronischen Gelenkschmerzen. In diesem Fall sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.