Ratgeberübersicht
  1. Bei welchen Krankheitsbildern kommt eine Venensalbe zum Einsatz?
  2. Wann ist eine Venensalbe sinnvoll?
  3. Wie wendet man Venensalbe am besten an?
  4. Wie können Sie die Wirkung einer Venensalbe optimieren?
  5. Was sagen Tests zu Venensalben?
  6. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Venensalbe-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Eine Venensalbe wird besonders oft bei Krampfadern angewendet.
  • Es gibt jedoch auch andere Venenerkrankungen, bei denen diese Salbe hilfreich sein kann.
  • Besonders bewährt haben sich dabei pflanzliche Venensalben.

Venensalbe-Test
Acht von zehn Menschen in Deutschland leiden laut Angaben des Johanniter-Krankenhauses in Duisburg-Rheinhausen an Problemen mit den Venen. Diese Zahlen nannten die Fachärzte anlässlich des 20. Venentags. Mehr noch: Rund fünf Millionen Bundesbürger sind von einem chronischen Venenleiden betroffen.
In vielen Fällen bringt eine Venensalbe diesen Betroffenen spürbare Linderung ihrer Beschwerden. In unserer aktuellen Kaufberatung 2025 werfen wir von WELT.de einen Blick auf gängige Typen und unterschiedliche Kategorien von Venensalbe. Wir betrachten Tests zu Venensalbe und haben einige Tipps zur Venengesundheit für Sie. So können Sie eine für Sie geeignete Venensalbe kaufen.

1. Bei welchen Krankheitsbildern kommt eine Venensalbe zum Einsatz?

Wer den Begriff Venenleiden hört, denkt höchstwahrscheinlich auch sofort an das Wort Krampfadern. Das ist auch richtig, immerhin sind diese die bekannteste Form der Venenerkrankungen. Deshalb wird eine Venensalbe bei Krampfadern auch besonders häufig eingesetzt. Aber es gibt darüber hinaus noch einige andere Krankheiten, bei denen eine Venencreme hilfreich sein kann.

Venensalbe im Test: Venen Aktiv Balsam von Abtei in einer 125-ml-Tube mit weißem Schraubverschluss liegt auf einem braunen Karton.

Eine Venensalbe, wie von Abtei hergestellt, kann schwere Beine entlasten und kühlend und entspannend wirken.

Diese haben wir von WELT.de für Sie in einer übersichtlichen Tabelle zusammengefasst:

Venenerkrankung Symptome
Besenreiser
  • Besenreiser, medizinisch Teleangiektasien, sind sichtbare Äderchen unter der Haut der Beine
  • dabei handelt es sich um kleine, erweiterte oberflächliche Beinvenen
  • zunächst sind diese Besenreiser nur wenige Zentimeter lang
  • sie können sich aber wie ein Geflecht über große Hautpartien ausbreiten
  • dieses Geflecht sieht aus wie ein Reisigbesen und hat den Besenreisern den Namen gegeben
  • sie können erste Anzeichen einer chronischen Venenerkrankung sein.
Venenentzündung
  • eine Venenentzündung wird medizinisch als Phlebitis bezeichnet
  • dabei ist die Wand einer oberflächlichen Vene entzündet
  • diese Entzündung kann in einer intakten Vene auftreten
  • häufiger jedoch kommt sie in einer Krampfader vor
  • wird die Venenentzündung nicht behandelt, kann daraus eine Thrombose entstehen
Venenschwäche
  • medizinisch heißt die Venenschwäche venöse Insuffizienz
  • von diesem Krankheitsbild spricht man, wenn das Venensystem der Beine schlecht funktioniert
  • das bezieht sich auf die Fähigkeit, sauerstoffarmes Blut zielgerichtet zum Herzen zu transportieren
  • Ursache für diese Erkrankung sind erweiterte Venen
  • diese sorgen dafür, dass sich die Venenklappen nicht mehr schließen können
Krampfadern
  • der medizinische Begriff für Krampfadern heißt Varizen
  • auch diese entstehen, wenn die Venenklappen nicht mehr schließen
  • dadurch versackt das Blut in den Venen
  • das wiederum übt Druck auf die Venenwand aus
  • diese verlieren ihre Elastizität
  • das macht sich an der Hautoberfläche durch die typischen Krampfadern bemerkbar

Während eine Venenentzündung vergleichsweise selten ist, tauchen Krampfadern bei vielen Frauen, aber auch Männern, deutlich häufiger auf: In Deutschland geht man davon aus, dass rund 20 Prozent der Bundesbürger in ihrem Leben Krampfadern bekommen.

2. Wann ist eine Venensalbe sinnvoll?

Auch heute noch gelten Krampfadern primär als kosmetisches Problem. Das allerdings ist falsch. Dadurch, dass die geöffneten Venenklappen das Blut nicht mehr richtig transportieren können, wird das gesamte Gefäßsystem über die Gebühr belastet. Als Folge davon kann es zu einer Thrombose kommen. Auch offene Beine oder Ekzeme sind Risikofaktoren.

Im Gegensatz zu Krampfadern gelten Besenreiser als gesundheitlich harmlos. Das stimmt jedoch nur bedingt: Treten die Besenreiser vermehrt an den Knöcheln auf, kann das ein Hinweis auf eine Venenschwäche sein, die sich später in Krampfadern äußert.

Da Krampfadern also keineswegs harmlos sind, ist es sinnvoll, eine Venensalbe bei Krampfadern zu benutzen – aber auch, bevor diese auftreten. Denn Krampfadern kündigen sich an: Einer der häufigsten Vorboten der Krampfadern sind dabei die sogenannten „schweren Beine“.

Schwere Beine: die Symptome

Schwere Beine machen sich durch eine Vielzahl an Symptomen bemerkbar, die vor allem im Sommer oder nach einem Tag auftreten, an dem Sie viel gesessen haben. Dazu gehören Kribbeln in den Beinen, Schmerzen in den Beinen und geschwollene Knöchel.

Eine 125-ml-Tube von Abtei steht auf ihrem weißen Schraubverschluss inklusive Venensalbe im Test auf einem Boden vor einem Verkaufsregal.

Venensalben enthalten verschiedene Wirkstoffe. Bei dieser Salbe von Abtei stellt Rosskastanienextrakt die Basis dar.

Spätestens dann, wenn bei Ihnen diese Symptome auftreten, sollten Sie über eine Venensalbe als Unterstützung nachdenken. Hilfreich ist eine Venensalbe bei Besenreisern ebenfalls. Ein Venen-Gel bei Besenreisern sollten Sie vor allem dann in Erwägung ziehen, wenn diese an den Knöcheln auftreten.
Mittlerweile haben etliche Erfahrungen überdies den Nutzen von Venensalbe bei einer Venenentzündung erwiesen. Eine Venensalbe bei Venenentzündungen hilft nämlich dabei, die schmerzhaften Symptome zu mildern.
Ein wenig anders verhält es sich mit einer Venensalbe bei Thrombose. Hier sollten Sie eine Kombination von Venensalben für die Beine vornehmen: Die klassische Venensalbe bei Thrombose lindert die Schmerzen, eine Salbe für die Beine mit Heparin dagegen verdünnt das Blut.
Bei pflanzlichen Venensalben haben sich vor allem vier unterschiedliche Wirkstoffe als besonders effektiv erwiesen, die wir von WELT.de Ihnen hier vorstellen:

Inhaltsstoff Wirkung
Arnika
  • dieser Wirkstoff wird auch bei Prellungen und Verstauchungen angewendet
  • Arnika lindert Schmerzen
  • gleichzeitig hemmt der Naturstoff Entzündungen
Kampfer
  • Kampfer kurbelt die Durchblutung an
  • diese natürliche Ingredienz wirkt zudem entzündungshemmend
  • auch gegen das Kribbeln und den Juckreiz bei schweren Beinen hilft Kampfer
Rosskastanie
  • Eine Venensalbe mit Rosskastanie stärkt die Venenwände
  • darüber hinaus festigt sie das Gewebe
  • Rosskastanie in der Venensalbe entwässert überdies
Weinlaub
  • Eine Venensalbe mit Weinlaub dichtet venöse Blutgefäße ab
  • dadurch hilft sie gegen das Versacken des Bluts
  • außerdem verhindert sie Flüssigkeitsansammlungen in den Beinen

3. Wie wendet man Venensalbe am besten an?

Erfahrungen mit Venensalbe haben gezeigt, dass diese ihre vielseitigen Wirkungen am besten entfalten kann, wenn Sie die Venencreme möglichst zweimal am Tag benutzen, am besten morgens und abends. Dabei ist es wichtig, dass Sie die Venensalbe dünn auf den jeweiligen Hautbereichen auftragen und dann sorgfältig einmassieren. Dabei beginnen Sie am Knöchel und arbeiten sich langsam in Richtung Oberschenkel hoch.

Im Sommer ist es eine Wohltat für schwere, müde Beine, wenn Sie die Venensalbe oder das Gel Ihrer bevorzugten Marke im Kühlschrank aufbewahren und erst zum Eincremen hinausnehmen. Damit wird die Venensalbe besonders kühlend.

Wenden Sie Ihre Venensalbe kontinuierlich an, werden die positiven Wirkungen nicht lange auf sich warten lassen, die wir von WELT.de hier für Sie zusammengefasst haben:

    • Die Durchblutung wird angekurbelt
    • Die Venenwände werden gestärkt
    • Das Kribbeln in den Beinen lässt nach
    Die Kapillargefäße werden kräftiger
Venensalbe-Besenreiser

Besenreiser können ein erstes Anzeichen von Venenschwäche sein

Diese Wirkung einer Venensalbe können Sie verstärken, in dem Sie selbst für Ihre Venengesundheit aktiv werden. So ist es sinnvoll, eine kühlende Venensalbe stets dabei zu haben, sodass Sie diese beim ersten Anzeichen von schweren Beinen als Soforthilfe benutzen können. Doch auch darüber hinaus gibt es einiges, was Sie tun können, damit Ihre Venen besser arbeiten.

4. Wie können Sie die Wirkung einer Venensalbe optimieren?

Zunächst sollten Sie so weit wie möglich vermeiden, allzu lange am Stück zu sitzen oder zu stehen. Dass sich das bei vielen Berufen nicht vermeiden lässt, liegt allerdings auf der Hand. Hier hilft es aber, wenn Sie regelmäßig einige gymnastische Übungen durchführen: Dazu heben Sie abwechselnd Fußspitze und Ferse an, während Sie stehen oder sitzen. Bei einer anderen Venen-Übung lassen Sie die Ferse am Boden und heben mehrmals die Fußspitze an. Auch die sogenannte Zehenstand-Übung lässt sich leicht in den Alltag integrieren. Stellen Sie sich dafür hin und heben Sie bei beiden Füßen gleichzeitig die Ferse an.

Venensalbe-Rosskastanie

Sportarten wie Laufen sind gut für die Venengesundheit

Sportliche Betätigung ist für die Venengesundheit ebenfalls ein Muss und kann die Wirkung einer pflanzlichen Venensalbe verstärken. Als besonders geeignet haben sich dabei Nordic Walking, Radfahren oder Laufen erwiesen. Auch Wassergymnastik oder Aqua Jogging sind bei Venenleiden hilfreich. Das Wasser nämlich erzeugt dabei einen natürlichen Kompressionsdruck und entlastet so die Venen.

5. Was sagen Tests zu Venensalben?

Getestete Venensalbe, Venen Aktiv Balsam von Abtei befindet sich in einer 125-ml-Tube mit weißem Schraubverschluss auf einem hellen Bodenbelag.

Venensalben sind in unterschiedlichen Konsistenzen erhältlich. Dieser Balsam von Abtei zieht besonders schnell in die Haut ein.

Zwar hat die Stiftung Warentest bisher noch keinen Test von Venensalben durchgeführt, sodass wir Ihnen keinen Testsieger bei Venensalben präsentieren können. Allerdings finden Sie Tests zu Venensalben vielfach im Netz, darunter auf Gesundheitsportalen. Im Vergleich von Venensalbe in unserer Tabelle können Sie dann die Salbe für die Venen finden, die Ihren Wünschen am nächsten kommt.

6. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Venensalbe-Tests bzw. -Vergleichen suchen

6.1. Wo kann man Venensalbe kaufen?

Da Venensalbe rezeptfrei verkauft wird und nicht zu den klassischen Arzneimitteln zählt, können Sie Venensalbe in der Apotheke ebenso kaufen wie in der Drogerie oder ganz unkompliziert mit unserer Vergleichstabelle im Netz. Dabei haben Sie heute die Wahl zwischen verschiedenen Herstellern. Dazu gehören Weleda und Antistax, aber auch Ratiopharm, Kräutermax, Variofix oder Abtei. Darüber hinaus können Sie, beispielsweise von Wala, auch homöopathische Venensalbe kaufen. Bei der Fülle von Anbietern finden Sie mit Sicherheit die beste Venensalbe für Ihre Bedürfnisse.

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6.2. Darf man Venensalbe in der Schwangerschaft anwenden?

Das ist – sofern Sie keine Allergie gegen einen der Inhaltsstoffe haben – nicht nur problemlos möglich, sondern in vielen Fällen sogar sinnvoll. Bedingt durch den veränderten Hormonhaushalt und die natürliche Gewichtszunahme werden die Venen nämlich geschwächt, zumal sie auch bis zu 40 Prozent mehr Blut pumpen müssen als bei einer nicht schwangeren Frau. Da kann eine Venensalbe eine gute Unterstützung sein.

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6.3. Was kostet eine Venensalbe?

Venensalbe-Krampfadern

Von Krampfadern sind nicht nur ältere Menschen betroffen

Das kommt ein wenig auf den Hersteller, aber auch auf die Inhaltsmenge an. Eine günstige Venensalbe bekommen Sie bereits ab etwa 6 Euro pro 100 ml, andere Arten liegen um die 10 Euro.

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6.4. Kann man Venensalbe auch selbst herstellen?

Das können Sie tatsächlich, und zwar mit Rosskastanien-Tinktur, Olivenöl, Lanolin und Bienenwachs. Allerdings gibt es dabei durchaus Vor- und auch Nachteile:

    Vorteile
  • Sie kennen die Inhaltsstoffe
  • Sie können die Venensalbe mit Aromazusätzen anreichern
  • bei der Herstellung bestimmen Sie die Dosierung
    Nachteile
  • sie brauchen Zeit für die Herstellung
  • die Zutaten wie Rosskastanienextrakt sind vergleichsweise teuer
  • die Aufbewahrung in einem Tiegel ist weniger hygienisch
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6.5. Gibt es weitere Anwendungsgebiete für Venensalbe?

Wenn Sie sich für einen Venensalbe mit hohem Arnika-Anteil entscheiden, können Sie diese Creme auch als Soforthilfe bei Blutergüssen einsetzen. Arnika enthält Polysaccharide, die den Abtransport des Blutes ankurbeln. Zudem wirkt Arnika schmerzstillend.

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