Ratgeberübersicht
  1. Wie funktionieren Augentropfen?
  2. Welche Kaufkriterien sind bei Augentropfen entscheidend?
  3. Welche Augentropfen empfehlen Tests im Internet für Kinder und Kontaktlinsenträger?
  4. Wie werden Augentropfen richtig angewendet?
  5. Weitere Fragen und Antworten von Kunden, die nach Augentropfen-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Augentropfen fungieren als künstliche Tränen bzw. Tränenersatzmittel, indem sie die Augenoberfläche befeuchten und den natürlichen Tränenfilm ergänzen.
  • Dünnflüssige Augentropfen helfen bei trockenen Augen, während dickflüssigere bei sehr großer und chronischer Trockenheit länger haften.
  • Achten Sie zudem auf Konservierungsstoffe und auf die Eignung der Augentropfen für Ihre Beschwerden.

Augentropfen im Test: Frau gibt Augentropfen ins Auge.

Augentropfen können trockene, gereizte oder allergiebedingt tränende Augen lindern. Welche Augentropfen Sie konkret benötigen, hängt von der Art Ihrer Beschwerden ab. Bei trockenen Augen sind frei verkäufliche Benetzungstropfen in der Regel ausreichend – bei bakteriellen Infektionen sollten Sie sich vom Arzt antibiotische Augentropfen verschreiben lassen.

Neben dem Anwendungsgebiet spielen beim Kauf auch die Wirkstoffe, die Viskosität und die Konservierung der Augentropfen eine Rolle. Als Kontaktlinsenträger oder bei chronisch trockenen Augen sollten Sie die Wirkstoffe ebenfalls genauer beachten. Unsere Kaufberatung unterstützt Sie dabei, die besten Augentropfen für Ihre Bedürfnisse zu finden.

1. Wie funktionieren Augentropfen?

Augentropfen fungieren als künstliche Tränen bzw. Tränensersatzmittel, indem sie direkt auf die Augenoberfläche gegeben werden. Sie stabilisieren oder ergänzen den natürlichen Tränenfilm und versorgen die Augenoberfläche mit Feuchtigkeit. Darüber hinaus schützt der Tränenfilm die Hornhaut und verhindert, dass die Augenoberfläche austrocknet.

1.1. Welche Arten von Augentropfen unterscheiden Tests im Internet?

Worin sich verschiedene Augentropfen im Vergleich unterscheiden, verrät Ihnen unsere Tabelle:

Typ Eigenschaften und Anwendungsgebiet
Benetzungstropfen
  • bei trockenen und gereizten Augen
  • ergänzen bzw. stabilisieren den Tränenfilm
  • häufig Hyaluron enthalten
Antiallergische Augentropfen
  • bei allergischen Reizungen, z. B. Heuschnupfen
  • enthalten meist Antihistaminika zur Linderung von Juckreiz
  • Mastzellstabilisatoren können vorbeugen
  • sollten möglichst frei von Konservierungsstoffen sein
Gel-Augentropfen
  • zähflüssige Konsistenz und längere Verweildauer im Auge
  • oft als Augentropfen für sehr trockene Augen empfohlen
  • können die Sicht kurzzeitig beeinträchtigen
Antibiotische Augentropfen
  • zur Behandlung von Infektionen
  • töten Bakterien ab und hemmen deren Wachstum
  • enthaltene Wirkstoffe, z. B. Ofloxacin oder Gentamicin
  • nur auf Rezept erhältlich
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1.2. Welche Wirkstoffe sind in Augentropfen enthalten?

In der Regel enthalten die meisten Augentropfen Hyaluronsäure. Diese kann Wasser binden und bilden einen feuchtigkeitsspendenden Film auf dem Auge. Auf der Verpackung kann sie auch als Natriumhyaluronat angegeben sein. Je höher die Konzentration und Viskosität, desto länger verbleibt die Flüssigkeit auf dem Auge.

Darüber hinaus werden oftmals Hypromellose, Carmellose, Carbomer, Glycerin oder Lipide eingesetzt. Lipidhaltige Präparate sind insbesondere dann sinnvoll, wenn die fetthaltige äußere Schicht des Tränenfilms gestört ist und die Tränenflüssigkeit dadurch schnell verdunstet. Dexpanthenol oder Vitamin A sind ebenfalls oft enthalten.

Euphrasia-Augentropfen enthalten Auszüge aus echtem Augentrost und werden vor allem bei gereizten Augen empfohlen. Meist sind diese in praktischen Einzeldosen verpackt.

Achtung: Bei starken Rötungen, Schmerzen, Lichtempfindlichkeit oder eitrigem Ausfluss sowie lang anhaltenden oder chronischen Beschwerden sollten Sie diese medizinisch abklären lassen.

Augentropfen im Test: Augentropfen-Verpackung mit sichtbaren Inhaltsstoffen auf einer Holztreppe.

Augentropfen enthalten meist zwischen 0,1 und 0,3 % Natriumhyaluronat. Je höher der Anteil, desto höher die Viskosität.

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2. Welche Kaufkriterien sind bei Augentropfen entscheidend?

Welche Augentropfen Sie kaufen sollten, hängt zunächst von Ihren Beschwerden ab. Entscheidend sind darüber hinaus enthaltene Konservierungsstoffe, die Konsistenz der Tropfen sowie ihre Verpackung.

2.1. Wofür werden die Augentropfen benötigt?

Die wichtigste Frage ist, welche Art Augenbeschwerden Sie haben. Für gelegentlich trockene Augen sind Benetzungstropfen oder Hyaluron-Augentropfen vollkommen ausreichend. Bei ausgeprägter Trockenheit oder Sicca-Syndrom empfehlen sich spezielle Augentropfen für sehr trockene Augen mit höherer Viskosität oder Gel-Augentropfen, die länger auf der Oberfläche verbleiben. Allergie-Augentropfen bei Heuschnupfen oder Hausstaub enthalten gezielte Wirkstoffe gegen allergische Beschwerden. Diese finden Sie entsprechend rezeptfrei in der Apotheke.

Bei einer Bindehautentzündung sollte die Ursache zunächst geklärt werden. Neben bakteriellen gibt es auch virale Bindehautentzündungen, welche in der Regel über Schmierinfektionen übertragen werden. Bei einer Bindehautentzündung sind Antibiotika-Augentropfen nicht wirksam, da antibiotische Augentropfen lediglich bei bakteriellen Erregern helfen. Bei einer Bindehautentzündung können Augentropfen die Symptome lindern, indem sie abschwellend und beruhigend wirken, während das Immunsystem den Virus bekämpft.

Achtung: Einige Formen der Bindehautentzündung, z. B. die Augengrippe (Keratoconjunctivitis epidemica, ausgelöst durch Adenoviren), sind extrem ansteckend und daher nach Laborbefund meldepflichtig.

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2.2. Sollten Augentropfen Konservierungsstoffe enthalten?

Besonders bei regelmäßiger oder langfristiger Anwendung sollten Sie darauf achten, dass Ihre Augentropfen keine Konservierungsstoffe enthalten. Konservierungsmittel sorgen zwar für eine längere Haltbarkeit und wirken der Verkeimung entgegen, können jedoch bei regelmäßigem Kontakt die Augenoberfläche reizen. Insbesondere für Menschen mit chronisch trockenen oder empfindlichen Augen oder für Kontaktlinsenträger sind daher Mittel ohne Konservierungsstoffe die bessere Wahl.

Auch der Phosphatgehalt kann eine Rolle spielen – beispielsweise dann, wenn Ihre Hornhaut geschädigt ist. Bei stark geschädigter Hornhaut können hohe Phosphatkonzentrationen Ablagerungen begünstigen.

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2.3. Welche Viskosität sollten Augentropfen haben?

Die Viskosität gibt an, wie dick- bzw. dünnflüssig Augentropfen sind. Dünnflüssige Augentropfen verteilen sich gut und beeinträchtigen die Sicht kaum, bleiben dafür meist aber für kürzere Zeit im Auge. Dickflüssigere Gel-Augentropfen hingegen halten länger an der Augenoberfläche und können bei stark trockenen Augen angenehmer sein. Direkt nach dem Einträufeln kann die Sicht allerdings für kurze Zeit verschwimmen. Sehr zähflüssige Gele oder Salben werden daher bevorzugt erst abends angewendet.

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2.4. Worauf ist bei Verpackung und Dosierung zu achten?

Sie erhalten Augentropfen entweder in Fläschchen mit einer größeren Menge Flüssigkeit oder in kleinen Einzeldosisbehältern. Einzeldosen kommen in der Regel ohne Konservierungsstoffe aus, da sie nur für eine kurze Zeit benutzt bzw. geöffnet werden. Das ist einerseits hygienischer – verursacht auf der anderen Seite aber auch Verpackungsmüll und ist in der Regel teurer.

Moderne Mehrdosisflaschen können ebenfalls frei von Konservierungsstoffen sein. Spezielle Pumpsysteme oder Ventile verhindern, dass Keime in die Flaschen hineingelangen. Menschen mit eingeschränkter Fingerbeweglichkeit empfehlen wir, darauf zu achten, wie viel Kraft beim Drücken erforderlich ist.

Augentropfen im Test: Augentropfen-Verpackung

Einzeldosen enthalten ca. 0,3 bis 0,6 ml. Reste sollten nach dem Öffnen grundsätzlich entsorgt werden.

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3. Welche Augentropfen empfehlen Tests im Internet für Kinder und Kontaktlinsenträger?

Wenn Sie Ihrem Kind bei gereizten Augen Tropfen verabreichen wollen, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass das Präparat für sein Alter zugelassen ist. Nicht jeder Wirkstoff und jedes frei verkäufliche Produkt sind automatisch für Kinder geeignet. Es empfiehlt sich, besonders natürliche und konservierungsstofffreie Präparate zu wählen – Euphrasia-Augentropfen werden beispielsweise bereits ab dem Säuglingsalter empfohlen. Auch hier sollten Sie bei Entzündungen oder länger anhaltenden Schmerzen den Kinderarzt oder Augenarzt zu Rate ziehen.

Für Kontaktlinsenträger eignen sich Augentropfen, welche ausdrücklich hierfür ausgewiesen sind. Einige Konservierungsstoffe können sich besonders in weichen Kontaktlinsen anreichern oder das Auge reizen. Achten Sie auf die Packungsbeilage: Bei manchen Produkten wird empfohlen, die Linse vor der Anwendung herauszunehmen und erst nach einer bestimmten Wartezeit wieder einzusetzen.

Tipp: Hormonelle Veränderungen können den Tränenfilm beeinflussen, weswegen in manchen Fällen Augentropfen in den Wechseljahren benötigt werden. Befeuchtende Augentropfen, mit Hyaluronsäure z. B., können die Beschwerden lindern.

4. Wie werden Augentropfen richtig angewendet?

Ehe Sie die Augentropfen verwenden, sollten Sie sich gründlich die Hände waschen. Achten Sie darauf, die Spitze der Flasche mit den Fingern nicht direkt zu berühren oder diese zu nah an Ihre Wimpern und das Augenlid zu führen. Neigen Sie den Kopf leicht nach hinten, ziehen Sie das Lid herunter und schauen Sie nach oben. Tröpfeln Sie dann einen Tropfen hinein.

Schließen Sie das Auge anschließend vorsichtig, ohne es zusammenzukneifen. Drücken Sie leicht mit den Fingern auf den inneren Augenwinkel – das verhindert, dass der Wirkstoff über den Tränenkanal abfließen kann. Für den Fall, dass Sie verschiedene Augentropfen benutzen müssen, warten Sie zwischen den Anwendungen entsprechend der Packungsbeilage bzw. der ärztlichen Anweisung.

Augentropfen im Test: Augentropfen-Anleitung mit Verpackung auf einem weißen Untergrund.

Hinsichtlich Risiken und Nebenwirkungen sollten Sie die Packungsbeilage beachten.

5. Weitere Fragen und Antworten von Kunden, die nach Augentropfen-Tests bzw. -Vergleichen suchen

Unser letztes Kapitel beantwortet die häufigsten Fragen aus diversen Online-Tests von Augentropfen.

5.1. Wie lange sind Augentropfen haltbar?

Ungeöffnete Augentropfen sind meist mehrere Jahre haltbar – achten Sie auf das angegebene Verfallsdatum. Nach dem Öffnen sollten Augentropfen ohne Konservierungsmittel nach ca. vier bis sechs Wochen nicht mehr benutzt werden. Tropfen mit Konservierungsmittel sind hingegen einige Monate verwendbar. Entscheidend sind immer die Herstellerangaben.

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5.2. Wie oft und wie lange sollten Augentropfen verwendet werden?

Das hängt vom verwendeten Präparat ab. Konservierungsmittelfreie Benetzungstropfen können Sie bei akuter Trockenheit auch mehrmals täglich und teilweise längerfristig benutzen. Bei medizinischen Augentropfen gelten andere Vorgaben – insbesondere bei antibiotischen Augentropfen gilt die vom Arzt vorgegebene Anwendungsdauer.

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5.3. Werden Augentropfen von der Krankenkasse bezahlt?

Frei verkäufliche Präparate werden in der Regel nicht von der Krankenkasse bezuschusst. Verschreibungspflichtige Arzneimittel bei bestimmten Erkrankungen hingegen übernimmt die Krankenkasse.

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5.4. Wie lange darf man nach Augentropfen nicht Auto fahren?

Viele Augentropfen können Ihre Sicht unmittelbar nach der Anwendung kurzfristig verschlechtern. Fahren Sie erst wieder Auto, wenn Ihre Sicht vollkommen klar ist. Nach pupillenerweiternden Tropfen vom Augenarzt kann die Sicht mehrere Stunden beeinträchtigt sein. In diesem Zeitraum sollten Sie nicht selbst fahren.

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5.5. Welche Marken und Hersteller empfehlen Augentropfen-Tests im Internet?

Bei unserer Recherche in diversen Online-Tests von Augentropfen fielen uns die folgenden Marken und Hersteller ins Auge:

  • Hylo Augentropfen
  • Artelac Augentropfen
  • Berberil Augentropfen
  • Thealoz Duo Augentropfen
  • Wala Augentropfen
  • Vividrin Augentropfen
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Im Video vorgestellt: Augentropfen

Die Stiftung Warentest erklärt in diesem Tutorial, wie Augentropfen richtig angewendet und dosiert werden und welche Unterschiede es zwischen den Produkten gibt.