Ratgeberübersicht
  1. Was genau ist veganes Hack?
  2. Welche Arten von veganem Hackfleisch werden angeboten?
  3. Veganes Hack in Tests: Wie finden Sie das beste vegane Hack für Ihre Rezepte?
  4. Von welchen Marken können Sie veganes Hack kaufen?
  5. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Veganen-Hack-Tests bzw. Vergleichen suchen
  • Veganes Hack in Trocken- oder Granulatform besteht häufig aus Sojaprotein. Sie können sich aber auch für Varianten auf Basis von Erbsenprotein, Jackfrucht oder Sonnenblumenkernen entscheiden, wenn Sie konkret nach veganem Hack ohne Soja suchen.
  • Hinsichtlich der Nährwerte weist veganes Hack etwa genauso viele Kalorien auf wie Rinderhack. Zudem enthalten beide Varianten ähnliche Mengen an Eiweiß und Salz, während in der nicht-tierischen Variante größere Kohlenhydrate-Anteile vorkommen.
  • Sie können veganes Hack für Bolognese und andere Fleischsaucen nutzen. Aber auch zum Füllen von Tacos und Tortillas oder als Grundlage für Lasagne ist das pflanzliche Hack geeignet.

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Sie möchten Ihre Ernährung fleischärmer oder fleischlos gestalten? Sie suchen nach einer leckeren, haltbaren Alternative zu Hackfleisch, wissen aber nicht, worauf Sie bei Ihrer Suche achten sollten? In unserer Kaufberatung auf WELT.de stellen wir Ihnen 2025 beliebte Hersteller pflanzlicher Hackfleisch-Alternativprodukte sowie die wichtigsten Auswahlkriterien vor.

Wir erklären, welche Gerichte Sie mit den Hackalternativen aus Soja, Erbsen und Sonnenblumenkernen zubereiten können, welche Vorteile Ihnen veganes Hack zum Anrühren bringt und was Sie bei der Verwendung beachten müssen.

1. Was genau ist veganes Hack?

Welches vegane Hack hat das meiste Protein?

Während veganes Hack auf Soja- und Kürbiskern-Basis etwa 50 Gramm Protein auf 100 Gramm aufweist, können Sie bei veganem Hack auf Erbsen- und Jackfrucht-Basis von Proteinanteilen zwischen 55 und 70 Gramm ausgehen. Wichtiger noch als die Menge des enthaltenen Proteins ist jedoch die biologische Wertigkeit. Diese gibt an, wie vollständig ein Protein vom Körper aufgenommen werden kann, wobei Soja deutlich vor Erbsen- und Weizenproteinen liegt.

Veganes Hack ist immer häufiger in unseren Supermärkten und Discountern zu finden und als pflanzliche Alternative zu Hack von Schwein, Rind und Pute bekannt. Doch woraus genau besteht veganes Hack? Und ist veganes Hack gesund?

Zunächst einmal ist der Unterschied zwischen veganem Hack und Veggie-Hack zu verdeutlichen. So kann vegetarisches Hack Zutaten tierischen Ursprungs wie Milch, Milcheiweiß oder Ei-Bestandteile beinhalten. Veganes Hack ist hingegen vollkommen frei von tierischen Substanzen.

Die Grundlage für veganes Hack ist in jedem Fall ein pflanzliches Protein, beispielsweise in Form von Sojabohnen beziehungsweise Tofu. Sie können sich aber auch für veganes Hack mit Erbsenprotein, Weizenprotein, aus Kürbiskernen, Linsen oder Jackfrucht entscheiden. Einige Hersteller greifen zudem auf Getreidesorten wie Hafer, Dinkel und Grünkern sowie auf Pilze zurück, die als Basis für die pflanzliche Hackalternative fungieren.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten Unterschiede zwischen den am häufigsten genutzten Proteinen vor, sodass Sie das perfekte Produkt für die von Ihnen geplanten Rezepte wählen können:

Enthaltene Proteine Eigenschaften
Veganes Hack mit Sojaprotein
  • vollständiges Aminosäureprofil
  • biologische Wertigkeit von 72
  • Sojaprotein wird besonders schnell vom Körper aufgenommen
  • ungeeignet für Menschen mit Soja-Allergie
  • enthält natürliche, pflanzliche Form von Östrogen
  • kaum Eigengeschmack wahrnehmbar
Veganes Hack mit Erbsenprotein
  • biologische Wertigkeit von 59 bis 65
  • allergenarm und damit sehr gut verträglich
  • Erbsenprotein weist hohen Eisengehalt auf
  • viel Arginin und Lysin enthalten
  • kaum Eigengeschmack wahrnehmbar
Veganes Hack mit Weizenprotein
  • vor allem in günstigeren Fleischersatzprodukten enthalten
  • biologische Wertigkeit von 56
  • nicht geeignet für Menschen mit Glutenunverträglichkeit
  • kaum Eigengeschmack wahrnehmbar
Veganes Hack mit Sonnenblumenkern-Proteinen
  • noch in vergleichsweise wenigen Fleischersatzprodukten enthalten
  • sehr umfangreiches Aminosäureprofil (lediglich niedriger Lysin-Wert)
  • sehr gut verträglich und verdaulich
  • leichter Eigengeschmack wahrnehmbar

Häufig werden für die Herstellung veganen Hacks zum Braten und Kochen auch verschiedene Proteine miteinander gemischt. So gibt es zum Beispiel veganes Hack auf Erbsen- und Weizenproteinbasis und Hack, das sowohl Sonnenblumenkerne als auch diverse Getreidesorten enthält.

Durch die großen Mengen an pflanzlichen Proteinen wird der Protein-Bedarf ähnlich gut gedeckt wie durch tierisches Eiweiß – ein erster Hinweis darauf, dass veganes Hack durchaus gesund sein kann. Zudem enthält es weniger gesättigte und mehr ungesättigte Fettsäuren, zum Beispiel durch die Zugabe pflanzlicher Öle, was sich wiederum positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt.

Außerdem finden sich in dem Fleischersatz mehr Ballaststoffe, was wiederum gesund für das Verdauungssystem ist. Vor allem „rohes“ veganes Hack wird jedoch häufig mit Füll- und Zusatzstoffen angereichert, die eine längere Haltbarkeit und die nötige Formbarkeit garantieren. Für anrührbare und krümelige Varianten kann auf diese Substanzen für gewöhnlich verzichtet werden, sodass veganes Hack dieser Art als besonders naturbelassen gilt.

veganes hack vergleich

Veganes Hack können Sie als Granulat, krümelig, roh und bereits vorgeformt kaufen.

2. Welche Arten von veganem Hackfleisch werden angeboten?

Die genaue Art des Hacks ist entscheidend, um die Frage zu beantworten, woraus das Produkt konkret besteht. In unserem Veganes-Hack-Vergleich auf WELT.de stellen wir Ihnen die Unterschiede zwischen den Fleischersatzprodukt-Kategorien übersichtlich vor:

Hack-Kategorie Eigenschaften
Veganes Hack im Rohzustand
  • vergleichbar mit rohem Hack (optisch wie durch den Fleischwolf gedreht)
  • gut geeignet für Fleischbällchen, Burgerbratlinge etc.
  • meist zusätzliches Würzen des veganen Hacks nötig
  • vergleichsweise großer Wasseranteil
  • enthält für gewöhnlich Methylcellulose, die veganes Hack flexibel und formbar macht
  • mithilfe von Rote-Bete-Extrakt eingefärbt, um Fleischfarbe zu erzeugen
  • auch viele Optionen ohne Soja angeboten
Krümeliges veganes Hack
  • bereits vorgegart
  • ideal als veganes Hack für Chili sin Carne, Bolognesesaucen etc.
  • nicht oder nur bedingt zum Formen von Hackbällchen oder Bratlingen geeignet
  • enthält üblicherweise keine Methylcellulose
  • zum Teil fertig gewürzt oder in Saucen angeboten
  • selten als veganes Hack ohne Soja erhältlich
Veganes Hack zum Anrühren (Granulat)
  • kleine, getrocknete Schnetzel, die nach dem Quellen in Wasser wie krümeliges Hack verarbeitet werden
  • üblicherweise ungewürzt
  • ideal für Saucen, Chili, Aufläufe und als veganes Hack für Lasagne (nicht formbar)
  • enthält keine Methylcellulose
  • sehr lange haltbar
  • selten als veganes Hack ohne Soja erhältlich

3. Veganes Hack in Tests: Wie finden Sie das beste vegane Hack für Ihre Rezepte?

veganes hack kaufen

Mit veganem Hack können Sie alle Rezepte zubereiten, die sich auch mit tierischem Hack umsetzen lassen.

Sie sind weiterhin unsicher, für welches vegane Hack Sie sich entscheiden sollten? Die Prüfung folgender Eigenschaften können Sie als Leitfaden nutzen, um das passende Fleischersatzprodukt für sich zu finden:

  • Veggie-Hack-Typ
  • Menge
  • Nährwerte
  • Art der enthaltenen Proteine
  • Anteil der Proteine in Prozent
  • weitere Inhaltsstoffe

Haben Sie sich für eine konkrete Art von Veggie-Hack und Ihre bevorzugte Proteinbasis entschieden, sollten Sie auch die angebotenen Mengen bei Ihrer Auswahl im Auge behalten. Während einige Hersteller auf Probiergrößen von weniger als 100 Gramm setzen, können Sie bei anderen Anbietern bis zu 1,5 Kilogramm erwerben. Dabei entstehen häufig Preisvorteile, wenn Sie sich für größere Abfüllungen oder Multipacks entscheiden.

Leiden Sie unter Lebensmittelunverträglichkeiten und Allergien? Dann achten Sie unbedingt darauf, dass das angebotene Produkt kein Gluten und/oder Soja enthält. Idealerweise sollte zudem auf die Zugabe synthetischer Konservierungsstoffe und Aromen verzichtet worden sein.

Eine besonders hohe Qualität sichern Sie sich, wenn Sie sich für veganes Bio-Hack entscheiden. So wissen Sie nicht nur, dass die genutzten Pflanzen aus nachhaltigem und weitestgehend natürlichem Anbau stammen. Auch die Zugabe von künstlichen Konservierungs- und Farbstoffen sowie von Geschmacksverstärkern und Süßungsmitteln ist dann untersagt.

Werfen Sie bei Bedarf außerdem einen Blick auf die Nährwerte des veganen Hacks. Während der Brennwert je 100 Gramm meist zwischen 300 und 400 Kilokalorien liegt, weichen die Protein- und Kohlenhydratanteile zum Teil deutlich voneinander ab.

Hinweis: Der Proteingehalt sollte idealerweise bei mindestens 50 Prozent liegen. Zucker und Salz sollten in möglichst kleinen Mengen enthalten sein, wohingegen Fettanteile durchaus positiv zu werten sein können. Pflanzliche Fette enthalten deutlich mehr ungesättigte und damit „gute“ Fettsäuren als tierische Alternativen.

Abschließend sollten Sie auch die Verpackung des veganen Hacks eingehender prüfen. Häufig wird das Fleischersatzprodukt in Kunststofftüten offeriert. Sie können sich aber auch für Dosen mit Deckel entscheiden. Welche Vorteile Ihnen dies bringt, erfahren Sie in folgender Übersicht:

    Vorteile
  • wiederverschließbare Verpackungsart
  • lange haltbare Schnetzel werden staubgeschützt, dunkel und wenig temperaturempfindlich gelagert
  • nach Leeren wiederverwendbar
    Nachteile
  • teilweise teurer als Schnetzel in Tüten
  • etwas mehr Platz im Küchenschrank benötigt

4. Von welchen Marken können Sie veganes Hack kaufen?

Viele Hersteller haben inzwischen auch plant-based Hack im Angebot, darunter viele Fleisch-, Wurst- und andere Lebensmittelhersteller, die nicht ausschließlich auf die Produktion von veganen und vegetarischen Produkten ausgerichtet sind.

veganes hack guenstig

Zum Formen von Hackbällchen sollten Sie “rohes” veganes Hack verwenden.

Es gibt jedoch auch einige Marken, für die das Tierwohl an erster Stelle steht und die ausschließlich ein veganes Sortiment offerieren. Zu den bekanntesten und beliebtesten Herstellern von veganem Hack gehören:

  • Lotao
  • Rügenwalder
  • Yakeba
  • Garden Gourmet
  • tegut
  • GREENTime
  • Veganz
  • Vemondo

5. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Veganen-Hack-Tests bzw. Vergleichen suchen

Sie konnten Ihren persönlichen Testsieger unter den veganen Hacks noch immer nicht bestimmen? Zum Abschluss unseres Kaufratgebers beantworten wir einige häufig gestellte und noch offene Fragen auf WELT.de.

5.1. Kann man veganes Hack roh essen?

Prinzipiell ist es möglich, veganes Hack roh zu essen. Allerdings schmecken krümelige und „rohe“ Varianten oft erst gebraten und in einer Sauce wirklich lecker. Haltbare Granulat-Varianten sollten zunächst die Chance haben, aufzuquellen und weich zu werden. Auch für sie gilt, dass sich der optimale Geschmack erst bei der Zubereitung im Topf oder der Pfanne und mit weiteren Zutaten entfaltet.

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5.2. Sollte man veganes Hack kaufen oder selber machen?

Tatsächlich finden sich online viele Rezepte für hausgemachtes veganes Hack. Allerdings besteht deren Grundlage häufig aus Tofu, Sojaschnetzeln oder aber aus vielen verschiedenen Zutaten wie Hefeflocken, Haferflocken und Bohnen. In beiden Fällen ist es meist sinnvoller, zu bereits kochfertigem veganem Hack zu greifen, da beim Selbermachen weder Zeit noch Geld gespart wird.

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5.3. Wie sollte man veganes Hack zubereiten?

„Rohes“ veganes Hack wird genau wie tierisches Hackfleisch zubereitet. Krümeliges Hack ist bereits vorgegart und kann lediglich kurz angebraten und anschließend in Saucen, Lasagnen oder Chilis integriert werden.

Anders sieht es aus, wenn Sie sich für trockenes veganes Hack entscheiden. Dieses wird zunächst in Wasser oder Gemüsebrühe eingeweicht, quillt darin auf und nimmt eine weiche, an Fleisch erinnernde Textur an. Anschließend lassen sich die Schnetzel würzen, anbraten und in zahlreichen Gerichten anstelle von tierischem Hackfleisch verwenden.

veganes hack testsieger

Einmal angebraten oder gekocht, ist veganes Hack kaum noch von tierischem Hack zu unterscheiden.

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5.4. Führte Stiftung Warentest bereits einen Test von veganem Hack durch?

Bislang gibt es zwar keinen konkreten Test veganer Hacks, der durch die Stiftung Warentest vorgenommen wurde. Allerdings veröffentlichte die Organisation bereits einen Artikel, in dem sie die Nährwerte von veganem Hack sowie die positiven Auswirkungen von Fleischersatzprodukten auf die Umwelt und das Tierwohl diskutierte. Darüber hinaus stellte man einen Test vegetarischer Burgerbratlinge an, bei dem ein Produkt des Herstellers Beyond Meat mit der Bestnote bewertet wurde.

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5.5. Wie viel kostet veganes Hack in Trocken-Form?

Günstiges veganes Hack ist in Mengen zwischen 500 und 1.500 Gramm bereits für weniger als zehn Euro erhältlich und damit in der Regel deutlich günstiger als hochwertiges Hackfleisch tierischen Ursprungs. Einige Sorten mit wertvollen Proteinen und anderen gesunden Inhaltsstoffen in größeren Mengen können wiederum mit bis zu 30 Euro pro Packung zu Buche schlagen.

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Im Video vorgestellt: Veganes Hack

In diesem Youtube-Video geht es um die Zubereitung von veganem Hack aus pflanzlichen Zutaten. Der Koch erklärt detailliert, wie man die Zutaten wie Tofu, Linsen und Gewürze kombiniert und zu einer fleischähnlichen Konsistenz verarbeitet. Am Ende präsentiert er verschiedene Gerichte, die man mit dem veganen Hack zubereiten kann, und gibt Tipps für Variationsmöglichkeiten.

In diesem Video wird das vegane Hack aus verschiedenen pflanzlichen Alternativen wie Soja, Erbsen und Sonnenblumenkernen getestet. Der Tester gibt seine ehrliche Meinung zu Geschmack, Konsistenz und Zubereitung des veganen Hacks ab. Zudem werden Tipps und Tricks gegeben, wie man das Hack am besten in verschiedenen Gerichten verwenden kann.