Welches vegane Hack hat das meiste Protein?
Während veganes Hack auf Soja- und Kürbiskern-Basis etwa 50 Gramm Protein auf 100 Gramm aufweist, können Sie bei veganem Hack auf Erbsen- und Jackfrucht-Basis von Proteinanteilen zwischen 55 und 70 Gramm ausgehen. Wichtiger noch als die Menge des enthaltenen Proteins ist jedoch die biologische Wertigkeit. Diese gibt an, wie vollständig ein Protein vom Körper aufgenommen werden kann, wobei Soja deutlich vor Erbsen- und Weizenproteinen liegt.
Veganes Hack ist immer häufiger in unseren Supermärkten und Discountern zu finden und als pflanzliche Alternative zu Hack von Schwein, Rind und Pute bekannt. Doch woraus genau besteht veganes Hack? Und ist veganes Hack gesund?
Zunächst einmal ist der Unterschied zwischen veganem Hack und Veggie-Hack zu verdeutlichen. So kann vegetarisches Hack Zutaten tierischen Ursprungs wie Milch, Milcheiweiß oder Ei-Bestandteile beinhalten. Veganes Hack ist hingegen vollkommen frei von tierischen Substanzen.
Die Grundlage für veganes Hack ist in jedem Fall ein pflanzliches Protein, beispielsweise in Form von Sojabohnen beziehungsweise Tofu. Sie können sich aber auch für veganes Hack mit Erbsenprotein, Weizenprotein, aus Kürbiskernen, Linsen oder Jackfrucht entscheiden. Einige Hersteller greifen zudem auf Getreidesorten wie Hafer, Dinkel und Grünkern sowie auf Pilze zurück, die als Basis für die pflanzliche Hackalternative fungieren.
Im Folgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten Unterschiede zwischen den am häufigsten genutzten Proteinen vor, sodass Sie das perfekte Produkt für die von Ihnen geplanten Rezepte wählen können:
| Enthaltene Proteine | Eigenschaften |
| Veganes Hack mit Sojaprotein | - vollständiges Aminosäureprofil
- biologische Wertigkeit von 72
- Sojaprotein wird besonders schnell vom Körper aufgenommen
- ungeeignet für Menschen mit Soja-Allergie
- enthält natürliche, pflanzliche Form von Östrogen
- kaum Eigengeschmack wahrnehmbar
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| Veganes Hack mit Erbsenprotein | - biologische Wertigkeit von 59 bis 65
- allergenarm und damit sehr gut verträglich
- Erbsenprotein weist hohen Eisengehalt auf
- viel Arginin und Lysin enthalten
- kaum Eigengeschmack wahrnehmbar
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| Veganes Hack mit Weizenprotein | - vor allem in günstigeren Fleischersatzprodukten enthalten
- biologische Wertigkeit von 56
- nicht geeignet für Menschen mit Glutenunverträglichkeit
- kaum Eigengeschmack wahrnehmbar
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| Veganes Hack mit Sonnenblumenkern-Proteinen | - noch in vergleichsweise wenigen Fleischersatzprodukten enthalten
- sehr umfangreiches Aminosäureprofil (lediglich niedriger Lysin-Wert)
- sehr gut verträglich und verdaulich
- leichter Eigengeschmack wahrnehmbar
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Häufig werden für die Herstellung veganen Hacks zum Braten und Kochen auch verschiedene Proteine miteinander gemischt. So gibt es zum Beispiel veganes Hack auf Erbsen- und Weizenproteinbasis und Hack, das sowohl Sonnenblumenkerne als auch diverse Getreidesorten enthält.
Durch die großen Mengen an pflanzlichen Proteinen wird der Protein-Bedarf ähnlich gut gedeckt wie durch tierisches Eiweiß – ein erster Hinweis darauf, dass veganes Hack durchaus gesund sein kann. Zudem enthält es weniger gesättigte und mehr ungesättigte Fettsäuren, zum Beispiel durch die Zugabe pflanzlicher Öle, was sich wiederum positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt.
Außerdem finden sich in dem Fleischersatz mehr Ballaststoffe, was wiederum gesund für das Verdauungssystem ist. Vor allem „rohes“ veganes Hack wird jedoch häufig mit Füll- und Zusatzstoffen angereichert, die eine längere Haltbarkeit und die nötige Formbarkeit garantieren. Für anrührbare und krümelige Varianten kann auf diese Substanzen für gewöhnlich verzichtet werden, sodass veganes Hack dieser Art als besonders naturbelassen gilt.

Veganes Hack können Sie als Granulat, krümelig, roh und bereits vorgeformt kaufen.