Ratgeberübersicht
  1. Was ist Tofu?
  2. Welche Arten von Tofu gibt es?
  3. Welche Nährwerte hat Tofu?
  4. Tofu kaufen: Auf welche Kriterien kommt es an?
  5. Wie ist Tofu zu verwenden?
  6. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Tofu-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Tofu wird aus Sojabohnen hergestellt und enthält nicht nur viel Protein, sondern auch andere wichtige Nährstoffe wie Eisen und Calcium.
  • In Tests von Tofu wird häufig zwischen festem, weichem und geräuchertem Tofu unterschieden. Die verschiedenen Formen unterscheiden sich vor allem darin, wie der Tofu am besten verwendet wird.
  • Mittlerweile erhalten sie Tofu in fast allen Supermärkten, Drogerien und Asia-Märkten. Achten Sie beim Kauf darauf, ob Sie den Tofu gekühlt lagern müssen.

Tofu-Test: Tofu im Block und in Würfeln auf einem Brett.

Tofu ist ein beliebtes Lebensmittel, das sich sehr gut als Mahlzeit oder Beilage eignet. Es hat unzubereitet eine neutrale Geschmacksnote und eine vielseitige Textur, die es zu einem idealen Bestandteil vieler Rezepte macht.

In unserer Kaufberatung zum Tofu-Vergleich 2025 stellen wir einige davon vor und erläutern im Detail, wie Tofu hergestellt wird, wie sich die Arten voneinander unterscheiden und welche Nährwerte in Tofu enthalten sind. Zudem erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf von Tofu achten sollten und wie Sie das Lebensmittel verwenden können.

1. Was ist Tofu?

Tofu ist ein Lebensmittel aus der asiatischen Küche, das aus Sojabohnen besteht und in verschiedenen Formen erhältlich ist. Die grundsätzliche Zusammensetzung und zumindest die meisten Schritte der Herstellung sind jedoch identisch.

Seidentofu

Bei weichem Tofu wird ein anderer Gerinnungsprozess durchgeführt. Dieser findet bei niedrigerer Temperatur und mit einem milderen Gerinnungsmittel statt. Beides zusammen sorgt für eine seidige Konsistenz, die der von Sojaquark ähnelt.

Die für das Tofu benötigten Sojabohnen werden zunächst eingeweicht und zermahlen und somit zu Sojamilch verarbeitet. Anschließend wird diese Sojamilch pasteurisiert, also hoch erhitzt.

Während dieses Vorgangs werden der Sojamilch Gerinnungsmittel hinzugefügt. Diese haben den Effekt, dass die Proteine ausflocken und die Milch zu einer dickflüssigeren Masse wird.

Diese Masse kann dann in Formen gegossen und ausgepresst werden. Dabei soll überschüssige Flüssigkeit entfernt werden. So entstehen Blöcke aus Tofu, die einzeln verpackt werden und von Ihnen zerschnitten und weiter verarbeitet werden können.

Hinweis: Auch wenn der Tofu im Herstellungsprozess bereits ausgepresst wird, sollten Sie diesen Schritt in Vorbereitung auf eine weitere Verwendung nochmals anwenden. Entweder Sie nutzen eine richtige Tofu-Presse oder sie beschweren den Block mit dicken Büchern (Achtung, es tritt viel Flüssigkeit aus!). Wenn Sie ihn anschließend braten oder backen, hat der Tofu eine festere Konsistenz, als wenn Sie auf das Auspressen verzichtet hätten.

Tofu getestet: Auf einem Teller liegen mehrere Stücke, daneben ein verpacktes Stück, im Hintergrund steht die Originalverpackung.

Häufig erhalten Sie Tofu in Bio-Qualität.

2. Welche Arten von Tofu gibt es?

Es gibt verschiedene Arten bzw. Formen von Tofu. Die Inhaltsstoffe sind grundsätzlich die gleichen. Der Unterschied liegt in der Zubereitung des Tofus und in seiner Eignung für diverse Gerichte.

Bekannt sind vor allem:

  • fester Tofu
  • weicher Tofu
  • geräucherter Tofu

Gut zu wissen: Die Herstellung von geräuchertem Tofu folgt dem gleichen Prozess wie jene vom festen Tofu. Allerdings wird noch ein Raucharoma hinzugefügt, indem der Tofu in Stücken bzw. Blöcken über einem offenen Feuer behandelt oder mit Aromen versetzt wird.

Im folgenden stellen wir die jeweiligen Typen mit ihren Eigenschaften vor.

Art von Tofu Beschreibung
Fester Tofu
  • wahrscheinlich die bekannteste Form
  • kommt meist in verzehrfertigen Portionen á 2 x 200 g
  • muss gekühlt aufbewahrt werden
  • eignet sich für Pfannengerichte, Salate, Currys, Nudelgerichte und Bowls
Seidentofu
  • auch als weicher Tofu bekannt
  • zarte und cremige Textur
  • eignet sich für Smoothies, Desserts, Soßen und Suppen
  • kann auch als Quark-Ersatz dienen, z.B. in Kuchen
Räuchertofu
  • ähnliche Textur wie fester Tofu
  • rauchiger Geschmack
  • ideal als Fleischersatz in Sandwiches, Salaten, Pfannengerichten oder auf dem Grill

Weiterhin gibt es besondere Formen, so z.B. den fermentierten Tofu. Dieser ist deshalb besonders, weil er mit Schimmelpilzen, Bakterien oder Hefen behandelt wird. Fermentierter Tofu ist traditionell chinesisch und wird zum Würzen oder als Beilage verwendet.

Die Vor- und Nachteile von fermentiertem Tofu finden Sie in unserer Tabelle übersichtlich zusammengefasst:

    Vorteile
  • reich an Probiotika
  • für viele verdaulicher als regulärer Tofu
  • intensiverer Geschmack
  • längere Haltbarkeit
  • zusätzliche Nährstoffe durch Fermentation
    Nachteile
  • intensiver Geruch, welcher unangenehm sein kann
  • höherer Salzgehalt, was für viele Menschen (gesundheitliche) Bedenken mit sich bringt
  • der Geschmack kann gewöhnungsbedürftig sein
  • nicht überall erhältlich
Nahaufnahme mehrerer Blöcke des getesteten Tofus übereinander.

Tofu sollte nach dem Öffnen luftdicht verpackt und innerhalb weniger Tage verbraucht werden.

3. Welche Nährwerte hat Tofu?

Wenn Sie die Nährwertangaben von verschiedenen Herstellern oder auch zwischen unterschiedlichen Tofu-Variationen aus einem Tofu-Test vergleichen, so wird Ihnen auffallen, dass es hier einige Unterschiede geben kann. Je nach Herstellungsprozess und Art des Tofus können die Angaben etwas abweichen.

Daher ist es vor dem Kaufen ratsam, die Packungshinweise genau zu studieren. So können Sie sich für das Produkt entscheiden, welches am ehesten zu Ihrer Ernährungsweise passt und Sie mit genügend wichtigen Nährstoffen versorgt.

Tofu getestet: Buddha-Bowl mit Tofu und Sojasoße.

Nudelgerichte, Reispfannen, Salate oder Bowls lassen sich durch Tofu aufwerten.

Doch auch wenn einzelne Fälle sich unterscheiden und von unseren Werten bei WELT.de abweichen können, lassen sich zumindest grobe Richtwerte nennen, die als Orientierung dienen. So kann die Nährstoffzusammensetzung für 100 g festes Tofu in etwa so aussehen:

Nährwerte Angabe pro 100 mg
Protein 13 – 14 g
Fett 6,7 – 7 g
Kohlenhydrate 1,3 – 1,6 g
Energie 123 – 127 kcal
Ballaststoffe 0,7 – 1 g
Test von Tofu: Tofu-Bites mit Stäbchen in einer Schüssel.

Tofu-Bites eignen sich als Snack oder Beilage.

Tofu ist auch von Natur aus cholesterinfrei und eine gute Option für eine gesunde Ernährung. Der regelmäßige Verzehr von Tofu kann mit verschiedenen gesundheitlichen Vorteilen verbunden sein, darunter eine verbesserte Herzgesundheit, eine Unterstützung der Knochengesundheit und ein verringertes Risiko für bestimmte Krebsarten.

Darüber hinaus ist Tofu vegan, enthält demnach keine Laktose. Insbesondere deshalb dient Tofu bei veganen oder vegetarischen Ernährungsweisen als ideale Protein- oder Calciumquelle und kann als Ersatz für Fleisch- oder Milchprodukte verwendet werden.

Weiterhin ist Tofu glutenfrei. Demnach eignet es sich für Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten und Allergien.

Tofu bei Low Carb: Dank seines Eiweißgehalts und den wenigen Kohlenhydraten ist Tofu auch zur Low-Carb-Ernährung geeignet.

4. Tofu kaufen: Auf welche Kriterien kommt es an?

Neben der Art des Tofus sollten Sie beim Kauf auch andere Kriterien beachten. So kann es für die Lagerung entscheidend sein, ob Sie frischen Tofu aus der Kühltheke oder behandelten Tofu aus dem Regal gewählt haben.

Zudem spielen die Größe der Verpackung sowie der Preis eine große Rolle. Wenn Sie in Ihren Gerichten häufig Tofu verwenden und einen hohen Verbrauch haben, kann eine größere Packung zu einem geringeren Kilopreis von Vorteil sein.

Tipp: Viele Asia-Märkte bieten 500-g-Packungen von Tofu zu günstigen Preisen an. In den meisten Supermärkten finden Sie hingegen kleinere Packungen, die einen oder zwei Tofu-Blöcke mit je ca. 200 g enthalten.

5. Wie ist Tofu zu verwenden?

Tofu im Test: Gebratene Tofu-Stückchen auf Reis.

Sticky Tofu auf Reis ist ein beliebtes, schnell zubereitetes Gericht.

Sie probieren Tofu zum ersten Mal und wissen nicht so recht, wie Sie es richtig zubereiten? Da können wir von WELT.de Sie direkt mit einer guten Nachricht beruhigen: Es gibt nicht nur einen richtigen Weg, um Tofu schmackhaft zu machen.

Sie können verschiedene Zubereitungsformen und Tofu-Rezepte ausprobieren, um auf den Geschmack zu kommen. Dieses Kapitel kann Ihnen dabei eine Hilfestellung sein.

Wenn Sie Tofu zubereiten, gibt es einige Tipps, mit denen Sie das volle Potenzial des Lebensmittels ausschöpfen können. Eine beispielhafte Anleitung für die Vor- und Zubereitung von Tofu könnte wie folgt aussehen:

  1. Schritt: Lassen Sie den Tofu vor dem Kochen gut abtropfen und pressen Sie ihn aus.
  2. Schritt (optional): Für zusätzlichen Geschmack können Sie den Tofu marinieren, idealerweise für mehrere Stunden oder sogar über Nacht.
  3. Schritt: Je nach Verwendung können Sie den Tofu entweder schneiden, würfeln oder zerrupfen.
  4. Schritt: Denken Sie beim Braten oder Grillen daran, den Tofu regelmäßig zu wenden.

Tofu eignet sich für fast jedes Gericht. Wir haben Ihnen im bei WELT.de eine Auswahl von Rezepten zusammengestellt, die als Inspiration dienen können:

  • Tofu Bolognese
  • Tofu Bowl
  • Tofu-Rührei
  • Tofu-Smoothie
  • Tofu Bites, Sticky Tofu oder Crispy Tofu als Ergänzung zu Gemüse

Ein besonders beliebtes Gericht, ob mit oder ohne Fleisch, ist der Burger. Ob ganz klassisch mit Rindfleisch-Patty oder mit Tofu auf japanische Art: Das zeitlose Fastfood kann beim Grillen, zum Filmabend, für ein gemütliches Familienessen oder auch einfach als schnelles Feierabendgericht zubereitet werden.

Tofu getestet: Asiatischer Bao-Burger mit Tofu.

Ein Bao-Bun, etwas Krautsalat und Tofu mit Sojasoße: Schon haben Sie einen asiatischen Burger zusammengestellt.

Bei einem veganen Burger kann das Patty durch Tofu ersetzt werden. Hier eignet sich fester Tofu, der in einer Pfanne knusprig angebraten oder in der Heißluftfritteuse zubereitet wird. Alternativ können Sie auch weichen Tofu verwenden und zusammen mit Gewürzen, Möhren und einem Bindemittel Ihrer Wahl zu einer Art Teig vermischen.

Außerdem benötigen Sie für den Tofu-Burger natürlich alle weiteren, klassischen Burger-Zutaten:

  • Burgerbrötchen
  • Salat
  • Käse (auch vegan möglich)
  • Tomaten
  • Gurken
  • nach Belieben: Zwiebeln oder Röstzwiebeln

Tipp: Ein Tofu-Burger asiatischer Art gelingt Ihnen durch die Verwendung von Bao-Buns, Teriyaki- oder Erdnuss-Soße, eingelegten roten Zwiebeln und Kräutern wie Koriander.

6. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Tofu-Tests bzw. -Vergleichen suchen

Mit unserem Kaufratgeber möchten wir Ihnen alle wichtigen Informationen bereitstellen können und auch Fragen klären, die sich ergeben können, wenn Sie Tofu kaufen möchten. Deshalb haben wir abschließend ein Kapitel den Fragen gewidmet, die häufig von anderen Tofu-Liebhabern und Neulingen in der asiatischen Küche gestellt werden.

6.1. Gibt es einen Test von Tofu durch die Stiftung Warentest?

In der Ausgabe 10/2021 untersuchte die Stiftung Warentest 15 gekühlte Bio-Tofu. Unter den Produkten waren verschiedene Natur-, Räucher-, sowie Seidentofu zu finden. Testkriterien waren das sensorische Urteil, Schadstoffe, mikrobiologische Qualität, Nutzungsfreundlichkeit der Verpackung und die Deklaration.

Als Tofu-Testsieger konnte sich der Naturtofu von Taifun mit der Note 1,6 (“gut”) beweisen. Insgesamt schnitten 10 von 15 Produkte dieser Kategorie mit dem Urteil “gut” ab.

Nahaufnahme der Verpackung des Tofus im Test mit Markierung zum Öffnen.

Das Bild, das wir hier auf der Verpackung des Vemondo-Tofus sehen, ist eine Anregung, wie Tofu in einer mit Sesam panierten Variante besonders lecker zubereitet werden kann.

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6.2. Welche Hersteller bieten Tofu an?

Mittlerweile finden Sie Tofu nahezu überall: In Asia-Märkten, Discountern, Feinkostläden und sogar in einigen Drogerien. Auch online können Sie das Lebensmittel in verschiedene Größen und zu lukrativen Preisen pro 100 g bestellen.

Besonders bekannt und häufig im Sortiment sind dabei Angebote folgender Marken:

  • Reishunger
  • Taifun
  • Koro
  • Alnatura
  • Kato
  • Soyana
  • Sojvita
  • Soja-Farm
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6.3. Wie wird Tofu besonders knusprig?

Tofu getestet: Gericht mit Reis, Gemüse, Koriander und Tofu einer Schüssel.

Tofu ist z.B. in der koreanischen, japanischen und chinesischen Küche sehr beliebt.

Bevor Sie den Tofu einem Gericht beigeben, können Sie ihn knusprig backen. Dazu sollte er zunächst ordentlich ausgepresst werden. Das geht mit einer Tofu-Presse oder einigen schweren Kochbüchern sehr gut. Wichtig ist: Je weniger Flüssigkeit bleibt, desto knuspriger wird der Tofu.

Anschließend können Sie den Tofu in etwas Speisestärke oder alternativ etwas gewöhnlichem Mehl wälzen. Die Schicht, die nun am Tofu kleben bleibt, sorgt nach dem Backen für besonders knusprigen Tofu.

Alternativ können Sie auch in einer Pfanne ausgiebig Pflanzenöl erhitzen und den vorbereiteten Tofu hineingeben. Bei mittlerer Hitze und unter regelmäßigem Umrühren oder Schwenken ist bereits nach wenigen Minuten Ihr crispy Tofu zum Verzehr fertig.

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6.4. Wie ist Tofu zu lagern?

Je nach Art des Tofus gibt es das Lebensmittel in der Kühltheke oder aber auch einfach im Regal zu kaufen. Keinesfalls sollten Sie frischen Tofu ungekühlt lagern, da er dann verdirbt. Behandelter Tofu kann aber einfach an einem dunklen Ort bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden.

Nach dem Öffnen sollte jede Form von Tofu im Kühlschrank gelagert werden. Dann ist er noch wenige Tage haltbar. Für eine längere Haltbarkeit, auch über das MHD hinaus, kann der Tofu auch eingefroren werden.

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6.5. Kann man Tofu roh essen?

Der Herstellungsprozess von Tofu beinhaltet bereits das Kochen der Sojabohnen bzw. das Gerinnen und Pasteurisieren der Sojamilch. Komplett roh ist Tofu also sowieso nicht. Das macht einen Verzehr ohne weitere Zubereitung in der Regel unbedenklich.

Übrigens: Auch in der Schwangerschaft ist Tofu als Lebensmittel unbedenklich. Es kann aufgrund seines Eiweißgehalts tatsächlich wichtige Nährstoffe liefern. Wie bei fast allem gilt jedoch: In Maßen, nicht in Massen genießen.

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6.6. Kann man Tofu selber herstellen?

Ja, es ist möglich, eine selbstgemachte Variante von Tofu zuhause herzustellen. Dabei können Sie auch kreativ werden und mit den Inhaltsstoffen experimentieren. Der Vorteil ist, dass Sie dabei ganz genau wissen, was in Ihrem Lebensmittel enthalten ist und dass Sie auf mögliche Unverträglichkeiten achten können.

So verblüffend es angesichts der Herstellung von regulärem Tofu auch klingen mag: Es ist sogar möglich, Tofu ohne Soja herzustellen. Indem Sie eine Masse aus Sonnenblumenprotein, Kichererbsenmehl, Wasser und Gemüsebrühe zusammenmixen und die Mischung in den Kühlschrank stellen, erhalten sie eine relativ weiche Tofu-Alternative, die sich ebenso wie das Original marinieren, panieren und anbraten lässt. Für Personen mit Soja-Unverträglichkeiten kann ein solches Rezept es erleichtern, vegane Produkte in ihre Ernährung einzubinden.

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