Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Sekte?
  2. Welche Sekt passt zu mir?
  3. Welche Sekte sind laut Tests am besten?
  4. Was kosten Sekte?

In diesem Kaufratgeber lernen Sie nicht nur den Unterschied zwischen Prosecco und Sekt kennen. Sie erfahren auch, welche Marken es gibt, wie Sie einen leckeren Aperitif mit Sekt zubereiten und worauf Sie beim Sekt kaufen achten sollten.

Bitte beachten Sie, dass eine Abgabe erst an Personen ab 16 Jahren erlaubt ist.

Wie erkenne ich gute Sekte?

Das Aussehen und die Angaben des Herstellers auf dem Etikett verraten Ihnen bereits einiges über einen Sekt. So können Sie auch ohne vorherige Kostprobe die richtige Wahl treffen:

  • Anbaugebiet: Meist in Deutschland, Österreich, Frankreich oder Italien. Berühmtestes Anbaugebiet für Sekt ist die Champagne. Nur, wenn ausschließlich Trauben von hier stammen, darf der Hersteller mit dem Namen Champagner werben
  • Geschmack: Trocken/brut für geringe Süße, halbtrocken/demi-sec für etwas mehr Süße bis hin zu mild/doux
  • Alkoholgehalt: Sekt hat einen Alkoholgehalt von mindestens 10 Prozent. Es gibt aber auch alkoholfreien Sekt
  • Farbe: Ob der Sekt weiß oder rosé ist, hängt von den verwendeten Weinreben ab
  • Rebsorte: Für die Herstellung von Sekt ist keine bestimmte Rebsorte vorgeschrieben. Der Geschmack hängt wesentlich von den verwendeten Trauben ab
  • Gärverfahren: Die Herstellung durch Vergärung der Weintrauben in einem großen Tank ist günstiger als die traditionelle Flaschengärung. Je nachdem, ob die Hersteller Hilfsstoffe nutzen, ist Sekt vegan oder nicht
  • Flaschengröße: Piccolo (0,2 Liter), Demi/Fillette (0,375 Liter), Bouteille/Imperial (0,75 Liter), Magnum (1,5 Liter), Jeroboam (3 Liter)
Sekt im Test: Eine Hand hält eine Flasche Sekt vor eine helle Wand

Hier sehen wir einen typischen Piccolo (Rotkäppchen Sekt halbtrocken), der mit 0,2 ml die kleinste Sektflaschengröße ist.

Welche Sekt passt zu mir?

Während Sekt früher überwiegend pur genossen wurde, sind seit einigen Jahren auch Mixgetränke mit dem leckeren Schaumwein immer beliebter. Beim Mischen mit Fruchtsäften und anderen Zutaten gehen zwar feine Nuancen verloren. Dafür wird der Sekt dadurch süßer und oft gefälliger.

Sekt pur zum Anstoßen oder zum Essen

Traditionell wird Sekt vor allem zur Begrüßung und als Aperitif gereicht. Immer mehr Menschen schätzen einen edlen Schaumwein aber auch direkt zum Essen. Natürlich sollte er dann gut zu dem jeweiligen Gericht passen. Wem die Kohlensäure im Sekt zum Essen zu aufdringlich ist, der greift am besten zu einem Secco. Dieser enthält weniger davon. Sie sollten ihn aber nicht mit einem Prosecco verwechseln. Das ist eine geschützte Bezeichnung für Schaum- und Perlwein aus Italien.

    Vorteile
  • Viele feine Geschmacksnuancen
  • Bewusster Genuss
  • Appetitanregend
    Nachteile
  • Trockener Sekt ist nicht jedermanns Geschmack
  • Geringe Geschmacksvielfalt
  • Am besten kühl und dunkel lagern, sonst sinkt die Haltbarkeit

Mischgetränke mit Sekt und Cocktails als Aperitif oder einfach so

Aperitifs mit Sekt wurden vor allem durch den Hugo, einen Cocktail mit Sekt, Zitronenmelisse- und Holunderblütensirup, bekannt. Auch der Aperol Spritz mit Sekt und Aperol oder Campari gehört zu den Klassikern. Wer möchte kann mit Sekt und Früchten aber auch eine Bowle herstellen. Viele Marken wie Jive und Lillet bieten fertige Mischgetränke aus Sekt an. Mit alkoholfreiem Sekt können sogar Kinder oder Schwangere diese Leckereien genießen.

    Vorteile
  • Große Geschmacksvielfalt
  • Gut geeignet als Aperitif oder zum Feiern
  • Günstiger als Sekt pur
    Nachteile
  • Hat wegen hohem Zuckergehalt meist viele Kalorien
  • Nicht jedermanns Geschmack
  • Höherer Aufwand als purer Genuss

Welche Sekte sind laut Tests am besten?

Sowohl Stiftung Warentest als auch ÖKO-TEST haben bereits Sekte verschiedener Hersteller und Marken getestet – zum Teil mit ähnlichen Ergebnissen. Im Vordergrund standen dabei neben dem Geschmack an sich auch der Gehalt an Schadstoffen und eine einwandfreie Deklaration.

Sekt im Test: Auf einer dunklen Oberfläche stehen zwei Sektgläser und eine Sektflasche

Auf diesem Bild ist leicht zu erkennen, dass ein solcher Piccolo (hier Rotkäppchen Sekt halbtrocken) gerade für zwei Gläser Sekt zum Anstoßen ausreicht, wie wir meinen.

Sekt im Test von Stiftung Warentest

Wie bei Bier und anderen alkoholischen Getränken vergibt Stiftung Warentest auch bei Sekt keine Gesamtnote. Diese gibt es nur für alkoholfreies Bier oder Sekt. Jeder muss für sich selbst die 3 einzelnen Noten in den Kategorien Sensorik, Schadstoffe und Deklaration gewichten. Geschmacklich ganz vorne dabei sind im Vergleich der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2017 folgende Sorten:

  • Schlumberger Jahrgang 2013
  • Brut Dargent Blanc de Blancs Chardonnay
  • Engel Riesling Extra Dry
  • Fürst von Metternich Riesling Trocken
  • Menger Krug Pinot Brut

Viele bekannte Marken wie Kessler, Rotkäppchen, Söhnlein Brillant, Geldermann, Freixenet, MM Extra, Mumm und Auerbach schnitten geschmacklich gut ab, gehörten aber nicht zur Spitzengruppe. Gänzlich durch fiel der Sekt von Faber, der muffig schmeckte. Die deutschen Sekt-Marken Raumland, Nymphenburg, Vaux und Rilling haben die Tester nicht getestet.

Sekt aus Flaschengärung bei ÖKO-TEST

Das Magazin ÖKO-TEST hat sich bei seiner Verkostung und Untersuchung auf 18 Sektsorten beschränkt, die alle in der Flasche gären. Darunter befanden sich 4 Bio-Produkte. Diese schnitten zwar in Sachen Schadstoffe alle sehr gut ab. 2 konnten aber im Geschmackstest nicht überzeugen.

Das traf auch auf etliche konventionelle Produkte zu. Hier vergaben die Tester insgesamt 4 Mal die Note sehr gut, 3 Mal gut, 5 Mal befriedigend und 2 Mal ausreichend. Einziger Sekt im Test, der mit Schadstoffen belastet war, war der Adam Henkell Chardonnay Brut.

So öffnen Sie den Sekt richtig

Die Kapsel aus Stanniol entfernen. Fassen Sie mit einer Hand um den Flaschenhals und sichern Sie den Korken mit dem Daumen. Mit der zweiten Hand drehen Sie gleichzeitig die Drahtschlaufe auf. Die Flasche sollten Sie im 45-Grad-Winkel halten und nicht gegen andere Personen richten. Die Flasche dann drehen, bis der Korken sich löst.

Sekt im Test: Eine Hand schenkt Sekt in ein Glas

Dieser Rotkäppchen Sekt halbtrocken hat einen Schraubverschluss, der bei vielen Piccolos zu finden ist, wie wir feststellen.

Was kosten Sekte?

Achten Sie beim Sekt kaufen nicht nur auf den Preis pro Flasche, sondern auch auf den Inhalt. Das übliche Volumen einer Flasche beträgt 0,75 Liter. Mit kleineren Abweichungen können Hersteller Sie als Verbraucher aber hinters Licht führen.

Preiswerter Sekt: 3 bis 5 € pro Flasche

Für günstige 3 bis 5 € bekommen Sie vor allem Sekt aus Deutschland. Die niedrigen Kosten für den Transport erlauben besonders kleine Preise. Diese kommen außerdem durch die günstige Gärung des Sekts in großen Tanks zustande. Geschmacklich stehen Ihnen für kleines Geld vor allem trockene und halbtrockene Sektsorten zur Auswahl.

Sekt im mittleren Preissegment: 5 bis 20 €

Für 5 bis 20 € pro Flasche erhalten Sie Sekt aus den verschiedenen namhaften Anbaugebieten in ganz Europa. Dazu gehört neben italienischem Asti auch spanischer Sekt aus Katalonien oder vom südafrikanischen Westkap. Spanische Sekte aus Flaschengärung erkennen Sie an der Bezeichnung Cava. Bei einem Crémant handelt es sich um einen Sekt, der nach den strengen Regeln für Champagner hergestellt ist. Dessen Trauben stammen aber aus einem anderen Anbaugebiet.

Premium-Sekt: Für 20 bis 50 €

Der Übergang vom mittelpreisigen zum hochklassigen Sekt ist fließend. Für 20 bis 50 € erhalten Sie vor allem Jahrgangssekte aus erlesenen Rebsorten bestimmter Anbaugebiete. Dadurch, dass nur bestimmte Trauben zum Einsatz kommen, sind diese besonders charakterstark und etwas für echte Kenner. Bekannteste Luxusmarke ist Moët & Chandon, die jedoch ausschließlich hochwertigen Champagner keltert. Ein besonderer edler Genuss ist außerdem Sekt mit Gold. Das Blattgold ist gesundheitlich unbedenklich.

Egal ob pur oder als Cocktail mit Granatapfel oder Hibiskusblüte: Mit einem guten Sekt stoßen Sie stilvoll auf feierliche Ereignisse aller Art an. Prost.

Im Video vorgestellt: Sekt

In diesem YouTube-Video wird der Geschmack von Sekt und Champagner im direkten Vergleich gegenübergestellt. Ein Geschmacksexperte verkostet verschiedene Qualitäten beider prickelnden Getränke und gibt eine objektive Einschätzung ab. Erfahre in diesem Video, ob Sekt oder Champagner als “leckerer” angesehen wird.