
Bei diesem Seleccion-Mundial-Räucherlachs handelt es sich offenbar um Original norwegischen Räucherlachs.
Grundsätzlich ist geräucherter Lachs ein gesundes Lebensmittel, das viele wertvolle Nährstoffe beinhaltet. Doch geräucherte Lebensmittel können generell krebserregende Stoffe aufweisen und sind daher in Maßen zu genießen. Das heißt nicht, dass Sie gänzlich auf Räucherlachs verzichten müssen. Viele Aspekte, die darüber entscheiden, ob der Genuss von Räucherlachs gesund oder ungesund ist, finden sich in den Produktionsbedingungen und in der Menge, die Sie konsumieren.
Achtung: Da Räucherlachs kalt geräuchert und roh verzehrt wird, sollten Sie in der Schwangerschaft auf den Genuss verzichten. Der Grund ist das Risiko eines potenziellen Listerien-Befalls. Zwar kommen Listerien nur selten in Räucherlachs vor, da die Hersteller ihre Produkte darauf testen müssen und für Erwachsene sind die Bakterien in der Regel ungefährlich. Doch für Ungeborene kann eine Listeriose schwere Folgen haben.
1.1. Räucherlachs weist gesunde Nährstoffe auf

Räucherlachs als Brotbelag darf beim Sonntagsbrunch nicht fehlen.
Im Vergleich zu anderen Fischsorten weist Räucherlachs viele Kalorien auf und ist ziemlich fettreich. Jedoch heißt das nicht, das Räucherlachs ungesund ist, denn es handelt sich überwiegend um sehr gesunde Fette. Durch die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren kann der Verzehr von Räucherlachs Cholesterin im Blut senken und Herzinfarkten vorbeugen. Zudem ist der Fisch sehr eiweißreich und enthält viel Vitamin D, was unter anderem für den Kalziumstoffwechsel und Knochenaufbau wichtig ist. Durch den geringen Anteil an Kohlenhydraten ist Räucherlachs für Diabetiker geeignet und auch viele Sportler integrieren Räucherlachs in ihre Diät.
Die Nährwertangaben des Fisches variieren je nach Art und Herstellungsprozess. Zuchtlachs hat beispielsweise in der Regel mehr Fett als Wildlachs. Ungefähre Räucherlachs-Nährwerte sind:
| Nährwert | pro 100 Gramm |
| Brennwert | 172 kcal |
| Eiweiß | 20 g |
| Kohlenhydrate | weniger als 0,5 g |
| Fett | 11 g |
1.2. Der Räucherprozess ist generell nicht sonderlich gesund
Im Gegensatz zu frischem Lachs wurde Räucherlachs, wie der Name verrät, geräuchert. Beim Räucherprozess werden rohe, meist eingesalzene Lebensmittel wie Fisch, Fleisch oder Käse, über einen längeren Zeitraum Rauch ausgesetzt. Dadurch wird das Lebensmittel haltbarer gemacht und bekommt ein ganz besonderes Aroma. Traditionell geschieht das oft über Buchenholz.
Das traditionelle Räuchern führt jedoch leider auch zur Bildung von krebserregenden Substanzen, den sogenannten Polyzyklisch Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). Wie gesund der Lachs nach dem Räuchern tatsächlich ist, wird daher unter anderem durch das verwendete Räucherverfahren bestimmt.
Es gibt moderne Räucherverfahren, z.B. Reibe- oder Flüssigrauch, welche die PAK-Bildung deutlich herabsenken und daher für die Herstellung von Bio-Produkten zulässig sind. Beim Kauf von Bio-Räucherlachs ist man daher tendenziell auf der sicheren Seite.
1.3. Schadstoff-Belastung in Räucherlachs ist zurückgegangen
Was die Schadstoff-Belastung bei Räucherlachs angeht, gibt es grundsätzlich Verbesserungen. In der Vergangenheit kam es bei Fischzucht in Aquakulturen zu Antibiotika-Einsatz, dessen Rückstände dann auch im Räucherlachs nachgewiesen werden konnten. Bei einer Schadstoffbelastung wird Räucherlachs ungesund.
Glücklicherweise ist der Antibiotika-Einsatz bei Lachs stark zurückgegangen, da es mittlerweile Impfstoffe für die Fische gibt, wodurch diese nicht mehr so anfällig für Krankheiten sind. Hinsichtlich der Schadstoffe gab es im Räucherlachs-Test von Ökotest im Jahr 2021 Entwarnung: In keinem der 20 getesteten Produkte konnten Antibiotika-Rückstände oder sonstige Schadstoffe oder Krankheitserreger nachgewiesen werden. Das ist ein großer Fortschritt.
Hier die Vor- und Nachteile von Räucherlachs:
- Schonender Räucherprozess bei Räucherlachs in Bioqualität vermindert die Bildung krebserregender Stoffe
- Wertvolles Nährstoffprofil
- Gesunde Fettsäuren, u.a. Omega-3-Fettsäuren
- Räucherprozess führt zur Bildung krebserregender Substanzen
- Unter Umständen Schadstoffbelastung, v.a. bei Zuchtlachs
- Fett- und kalorienreich