Mehr und mehr Menschen versuchen, sich ein Bild über den eigenen Gesundheitszustand zu machen. Mit einem Blutdruckmessgerät oder einem Pulsoximeter lassen sich die eigenen Körperwerte messen. Das ist wichtig, um frühzeitig reagieren zu können, wenn der Körper Abweichungen oder Schwankungen zeigt.
Wichtige Kaufkriterien sind dabei immer die Größe und Art des Geräts, die einfache Anwendung und die präzise Messung. Hochwertige Modelle erlauben korrekte Daten ohne Abweichungen und die gewünschte Langzeitmessung. Für den Kauf eines Pulsoximeters können auch die Funktionen, ein übersichtliches Display und die Art der Übertragung aller Zahlen eine Rolle spielen.
Abgeleitet ist die Bezeichnung für das Gerät von der Pulsoximetrie. Das Verfahren ermöglicht durch eine Durchleuchtung der Haut und durch Lichtabsorption die Ermittlung der arteriellen Sauerstoffsättigungswerte. Das Pulsoximeter ist daher ein Spektralphotometer und erlaubt die Messung ohne Blutabnahme.

Hier sehen wir ein Beuer-Pulsoximeter “PO 30”, bei dem es sich um ein einfaches Gerät ohne Speicherplätze handelt.
Geräteaufbau des Pulsoximeters: Alle wichtigen Daten auf einen Blick
Mit einem Pulsoximeter ist vor allem eine schmerzlose Behandlung möglich. Dies ist besonders im Fall von schwerwiegenderen Erkrankungen wichtig und in der präzisen Messung notwendig. Auch bei chronischen Erkrankungen oder Asthma ist die Kontrolle mit dem Pulsoximeter sinnvoll.
Die im Handel erhältlichen Modelle für den Privatgebrauch sind unkompliziert zu bedienen. Im Gewicht sind sie einfach und auch in der Größe handlich und übersichtlich. Meistens sind sie viereckig konzipiert, haben mehrere Funktionstasten und ein zusätzliches Display, auf dem Sie alle Werte ablesen können.
Die Darstellung der Werte auf dem Display erfolgt durch Zahlen und Diagramme. Den Puls zeigen die Geräte meistens wellenförmig an. Ein hochwertiges Pulsoximeter hat einen hohen Funktionsumfang, der vor allen Dingen die Langzeitmessung der Werte gestattet. Dafür ist ein interner Speicher vorhanden. Die Übertagung aller Werte ist oftmals schnell über USB oder Bluetooth möglich. Dadurch lassen sie sich dann auch ausdrücken und beim Arzt vorlegen.
Funktionsweise und Prinzip des Pulsoximeters: Nicht invasiv
Die Sauerstoffsättigung des Blutes ist weder durch das Geschlecht noch durch das Alter beeinflusst. Bei einem gesunden Menschen sollte der Wert etwa 90 bis 99 Prozent ausmachen. Liegen die Werte darunter, besteht Handlungsbedarf. Der Messbereich der Geräte liegt dabei meistens zwischen 35 und 99 Prozent.
Für den Puls ist ein Frequenzbereich zwischen 30 und 250 Schlägen sinnvoll. Normalwerte für den Puls bei einem erwachsenen Menschen in Ruhe sind 60 bis 80 Schläge. Kinder wiederum haben eine Pulsfrequenz zwischen 100 und 140 Schlägen.
Das Pulsoximeter können Sie für eine Messung als Clip direkt am Finger befestigen oder das Gerät am Handgelenk tragen. Bei einem Baby erfolgt die Messung meistens am Babyfuß oder an der Ferse, wofür spezielle Modelle notwendig sind.
Wenige Pulsoximeter gibt es auch für die Befestigung am Gürtel, wobei die Messung in dieser Form weniger exakt ausfällt. Die Verwendung des Pulsoximeters ist dabei immer völlig ungefährlich. Die Messung findet grundsätzlich nicht-invasiv statt. Eine Blutabnahme ist daher für die Erfassung solcher Werte nicht mehr notwendig.
Funktionsweise: Puls und Blutwerte
Das Pulsoximeter, unabhängig von der Art des Geräts, hat immer zwei Bestandteile: Einmal den Lichtsensor auf der einen Seite und die Lichtquelle auf der anderen. Letztere sendet bei der Messung Infrarot-Lichtwellen, die durch die Haut bzw. den Finger dringen. Gleichzeitig erfasst der Sensor, welche Anteile des Lichts absorbiert werden.
Die Absorption von Licht im Blut hängt mit der Konzentration und Sauerstoffsättigung des Hämoglobins zusammen. Das Hämoglobin befindet sich in den roten Blutkörperchen und transportiert den Sauerstoff im Blut. Der Anteil der roten Blutkörperchen, genauer der des oxygenierten und der des desoxygenierten Hämoglobins, beeinflusst und schwächt das Licht.
Desoxigeniertes Hämoglobin ist besser in der Lage, rotes Licht zu absorbieren. Die Messung des Lichts erfolgt über monochromatische LEDs am Sensor in unterschiedlicher Wellenlänge. Die Lichtanteile erfassen die Geräte wiederum über die verbaute Fotodiode. Sie erkennt auch, welches Licht in welcher Konzentration vorhanden ist und nicht resorbiert wird. Fallen die Werte unter den Normalwert, gibt das Gerät einen Alarmton aus. Viele Geräte können zusätzlich auch den peripheren Puls bzw. den Herzschlag messen.
Da aber auch anderes Gewebe und die Haut einen Einfluss auf die Sauerstoffbeladung des Hämoglobins haben, gibt das Pulsoximeter immer einen Absolut- und einen Relativwert aus. Für letzteren ist der Blutfluss entscheidend, daher ist auch wichtig, dass das Pulsoximeter die Pulsfrequenz misst. Die Pulswelle wird gleichfalls in zwei Messwerten bestimmt. Die Sauerstoffsättigung wird mit „SpO2“ angegeben.