Das wohl wichtigste Merkmal eines Ohrthermometers ist die Art der Temperaturmessung, für die es verwendet wird. Ohrthermometer messen die Körpertemperatur im Ohr. Die dort vorgenommene Temperaturmessung basiert auf Infrarot, deshalb bezeichnet man diese Fieberthermometer häufig auch als Infrarotthermometer. Sie sind von einem Basalthermometer zu unterscheiden, das nach der sogenannten Methode NFP funktioniert. Diese Thermometer werden dazu genutzt, um die Körpertemperatur während des weiblichen Zyklus und den Tag des Eisprungs zu bestimmen.
Ort der Messung: Ohr und Stirn
Ein Infrarotthermometer kann also nicht genutzt werden, wenn Sie Ihre Körpertemperatur verfolgen wollen, um über Ihren Zyklus informiert zu sein. Die meisten Ohrthermometer lassen nicht nur die Messung im Ohr zu, sondern auch an der Stirn. Ein solches Stirn- und Ohrthermometer kann wahlweise so verwendet werden, wie es in der jeweiligen Situation gerade erforderlich ist, um die Körpertemperatur schnell und zuverlässig bei Kindern und bei Erwachsenen zu bestimmen.
Temperaturbereich: Nicht immer für alle geeignet
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist der Temperaturbereich, für den das Fieberthermometer für das Ohr zugelassen ist. Einige Modelle sind nur für bestimmte Altersgruppen wie zum Beispiel ältere Kinder oder gar Erwachsene zugelassen. Andere Messgeräte hingegen kommen für die ganze Familie und alle Altersgruppen in Frage. Bei der Wahl Ihres Ohrthermometers sollten Sie also darauf achten, dass die Messung für alle in Ihrer Familie möglich ist.
Display: Für ein einfaches Lesen der Temperatur
Fieberthermometer sollten mit einem gut lesbaren Display ausgestattet sein. So können Sie leicht erkennen, wie hoch die Körpertemperatur ist. Manche Displays zeigen lediglich die Temperatur in Form einer digitalen Zahl an, andere Displays arbeiten ergänzend mit Farben oder mit Zeichen. Ein lachender Smiley sagt zum Beispiel, dass die Temperatur in Ordnung ist, ein weinender Smiley deutet eine erhöhte Temperatur an.
Das Display kann mit beleuchtet sein, damit Sie auch in der Nacht oder in der Dunkelheit gut sehen können, wie hoch die Temperatur ist. Ergänzend kann das Ohrthermometer mit einem akustischen Signal ausgestattet sein, welches man unter Umständen ab- und anschalten kann. Wenn Sie zum Beispiel bei Ihrem Kind Fieber messen, während es schläft, werden Sie das Signal ausstellen, damit es beim Messen nicht geweckt wird.
Zusatzfunktionen: Vorgewärmte Messspitze, Schutzhülle und Speicherung der Messwerte
Eine nützliche Zusatzfunktion ist die vorgewärmte Messspitze. Gerade für kranke Kleinkinder fühlt es sich angenehmer an, wenn das Thermometer eine Temperatur hat, die der eigenen Körpertemperatur ähnlich ist.
Ebenfalls hilfreich ist eine Funktion, die die korrekte Positionierung des Ohrthermometers im Gehörgang angibt. Ist das Thermometer nicht richtig eingeführt, kann die Messung verfälscht werden. Außerdem kann es im Ohr schmerzen, wenn die Messspitze nicht richtig sitzt. Die Zusatzfunktion gibt an, dass das Messgerät ordnungsgemäß eingeführt ist und richtig misst.
Weitere hilfreiche Zusatzfunktionen sind die Speicherung der letzten Messwerte. Dank der Speicherung können Sie die letzten 10 oder 15 Messungen problemlos abrufen und wissen jederzeit, wie hoch die Temperatur bei der letzten Messung war.
Mit Hilfe der Schutzhülle bleibt das Thermometer hygienisch, selbst wenn es von mehreren Personen in der Familie abwechselnd genutzt wird. So können Sie nicht nur bei Ihren Kindern, sondern auch bei Ihrem Partner und bei sich selbst zuverlässig die Temperatur messen.