Es ist nicht leicht, mit dem Rauchen aufzuhören. Viele Menschen haben schon etliche Versuche hinter sich. Nikotinpflaster versprechen eine Erleichterung, aber wirken sie wirklich so gut, wie es die Hersteller behaupten? Es wäre doch schade, unnötig viel Geld in die Therapie zu investieren, wenn die Erfolgsaussichten nur gering oder im Zweifel gar nicht vorhanden wären.
Damit Sie mit dem Rauchen aufhören können, ohne unnötig Geld auszugeben, haben sich die Stiftung Warentest und Öko-TEST mit Nikotinersatzpräparaten auseinandergesetzt. Die Testergebnisse der Nikotinpflaster Tests helfen Ihnen bei der Auswahl eines Produktes und können auch den Erfolg Ihrer Entwöhnung positiv beeinflussen.
Nikotinpflaster Test bei der Stiftung Warentest
Die Stiftung Warentest veröffentlichte am 04.01.2018 den Artikel „Mit dem Rauchen aufhören – So werden Sie Nichtraucher“. Dort untersuchten die Experten der Stiftung nicht nur Nikotinpflaster, sondern auch Nikotinkaugummis, E-Zigaretten, Inhaler und Nikotintabletten auf Ihre Wirkung. Pflaster eignen sich laut der Tester vor allem für starke Raucher sehr gut. Ob Nicorette, Niquitin, Nicotinell oder Nikofrenon – von den getesteten Pflastern konnten alle überzeugen. Lediglich die Produkte von Nicorette, die nur 16 Stunden lang wirken, bekamen leichte Punktabzüge.
Die Experten betonen, dass sich eine Entwöhnung immer lohnen würde. Es spielt ihnen zufolge fast keine Rolle, wie lange oder wie viel Sie bereits rauchen. Der Rauchstopp würde sich außerdem stets positiv auf die Gesundheit auswirken. Bis der Blutdruck sinkt, vergeht laut der Experten z. B. nur eine Woche.
In dem Nikotinpflaster Test heißt es, dass sich die Kosten für eine Therapie mit Pflastern auf 100 Euro im Monat belaufen würden. Die Krankenkassen unterstützen Sie dabei nicht, so die Tester. Damit die im Durchschnitt 3 Monate dauernde Therapie zu einem dauerhaften Erfolg führt, raten die Experten dazu, mehrere Methoden miteinander zu kombinieren.
Die Krankenkasse bezahlt häufig weitere Maßnahmen
Neben den Pflastern sollen die Raucher also z. B. auch Raucherentwöhnungskurse besuchen. Die werden der Stiftung Warentest zufolge von vielen Krankenkassen anteilig bezahlt. An den Kosten für andere Methoden wie Hypnose oder Akupunktur würden sich die Krankenkassen hingegen nicht beteiligen.
Tipps zu Nikotinpflastern bei ÖKO-TEST
Eine Kombination aus mehreren Methoden und Produkten empfiehlt auch das Magazin ÖKO-TEST in einem Artikel vom 14.01.2020. Dort ist die Rede von einer 15 bis 36 % höheren Wahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Rauchstopp, wenn man auf mehr als nur eine Methode setzt. Pflaster seien dabei hilfreich, um den anfänglichen Entzugserscheinungen wie Müdigkeit oder Unruhe entgegenzuwirken. Die anderen Produkte wie Nikotinsprays und -kaugummis hinterließen bei den Testern aber auch einen sehr guten Eindruck.