Monatslinsen, die über einen Monat hinweg Defizite Ihres Sehvermögens ausgleichen können, sind aus weichen Materialien wie Silikon-Verbindungen gefertigt und in der Regel günstiger als Tageslinsen. Mittlerweile gibt es unzählige Varianten, zwischen denen Sie schnell den Überblick verlieren können. Orientieren Sie sich daher an folgenden Merkmalen:
Dioptrien-, Kurven- und Durchmesserwerte: Passend zu Ihrer Sehschwäche

Die Angaben zur Sehstärke sind immer auf der Verpackung angegeben und haben wir hier näher betrachtet. Wir haben uns die Eyelike-1-Kontaktlinsen mit Stärke von – 1,0 Dioptrien genauer angeschaut. Ihre Sehstärke können Sie bei Ihrem Augenarzt bestimmen lassen.
Bevor Sie das erste Mal Monatslinsen tragen, müssen Sie Ihre Dioptrien-, Kurven- und Durchmesserwerte durch einen Augenarzt oder Optiker ermitteln lassen. Der Dioptrienwert gibt die Fehlsichtigkeit Ihres Auges in „dpt” an und gibt demnach Auskunft über Ihre Sehstärke. Oft ist er nicht für beide Augen gleich – daher werden Ihre Augen vom Optiker unabhängig voneinander untersucht. Sind Sie kurzsichtig, steht ein Minuszeichen vor Ihrem Dioptrienwert, bei Weitsichtigkeit ein Pluszeichen. Ab +/- 5 Dioptrien liegt eine starke Fehlsichtigkeit vor.
Der BC-Wert, auch Basiskurve genannt, gibt die Krümmung der Monatslinsen an. Er ist ein wichtiges Merkmal, da er die Wölbung der Hornhaut bei unterschiedlichen Augengrößen berücksichtigt. Die Krümmungslängen werden in Millimetern angegeben und liegen bei Kontaktlinsen zwischen 8,3 und 9,0 mm. Beim Durchmesserwert – oft DIA genannt – handelt es sich um die Größe der Monatslinse in Millimetern. Da Monatslinsen immer weich sind und die Hornhaut komplett bedecken, liegt er zwischen 13,6 und 14,5 mm.
Linsenart: Sphärische, torische oder multifokal
Sie können Monatslinsen in den folgenden Varianten oder als Kombination kaufen:
Sphärische Kontaktlinsen: Bei der am meisten verbreiteten Variante handelt es sich um „herkömmliche” Monatslinsen, die eine Kurz- oder Weitsichtigkeit korrigieren. Ihr Name leitet sich vom Begriff „Sphäre” ab, der den Dioptrienwert beschreibt. Sphärische Kontaktlinsen sind rotationssymmetrisch, also rundum gleich geformt.
Torische Kontaktlinsen: Neben der klassischen Kurz- und Weitsichtigkeit kann auch eine Hornhautverkrümmung Ihr Sehvermögen beeinträchtigen. Torische Linsen korrigieren die Hornhautverkrümmung, da sie eine der Hornhaut entgegengesetzte Form haben.
Multifokallinsen: Multifokale Linsen, auch Gleitsichtlinsen genannt, korrigieren die sogenannte „Altersweitsichtigkeit”. Sie kombinieren die Vorteile von Kontaktlinsen für die Ferne als auch für die Nähe.
Sauerstoffdurchlässigkeit: Wichtig für das Tragen
Eines der wichtigsten Kaufkriterien ist die Sauerstoffdurchlässigkeit (Dk/t), da die natürliche Sauerstoffversorgung der Augen durch das Tragen der Monatslinsen eingeschränkt ist. Moderne Linsen enthalten häufig die Materialien Lotrafilcon A und Balafilcon A, durch die hohe Dk/t-Werte erreicht werden. Auch hochmoderne Silikon-Hydrogel-Monatslinsen bieten eine hohe Sauerstoffdurchlässigkeit. Achten Sie bei Tag- und Nacht-Monatslinsen auf einen Dk/t-Mindestwert von circa 100.
Wassergehalt: Sorgt für ein angenehmes Tragegefühl
Während harte Linsen wenig bis kein Wasser enthalten, macht das zugesetzte Wasser weiche Linsen besondersflexibel und sorgt für ein angenehmes Tragegefühl. Da er außerdem entscheidend für die Sauerstoffversorgung der Augen ist, sind Linsen mit hohem Wassergehalt besonders sauerstoffdurchlässig. Diese drei Kategorien gibt es:
- Wassergehalt bis 45%: Moderne Silikon-Hydrogel-Linsen mit guter Sauerstoffdurchlässigkeit
- Wassergehalt bis 60%: Beliebteste Variante der Hydrogel-Linsen
- Wassergehalt bis 90%: Hydrogel-Linsen für empfindliche Kontaktlinsenträger, die unter trockenen Augen leiden
Ob klar oder farbig, sphärisch oder torisch, mit geringem oder hohem Wassergehalt – die Monatslinse lässt sich nur dann angenehm tragen, wenn alle Werte optimal auf Ihre Augen abgestimmt werden.