Ebenso wie ein Tampon können Sie die Tasse einfach mit dem Finger in die Scheide einführen. Beachten Sie in diesem Zusammenhang unbedingt die Angaben des Herstellers zur empfehlenswerten Falttechnik. Kleine Löcher im Bereich des oberen Randes sorgen dafür, dass ein Unterdruck entsteht. So bietet die Tasse einen guten Halt und lässt sich später einfacher entfernen. Anders als ein Tampon oder eine Binde sammelt das kelchförmige Produkt jedoch das Menstruationsblut und saugt es nicht auf.
Nach einer Tragezeit von maximal 12 Stunden sollten Sie die Tasse durch leichten Zug am Stiel entfernen, entleeren und unter fließendem Wasser gründlich reinigen. Anschließend lässt sich das Produkt für die weitere Nutzung wieder einführen. Nach dem Ende der Periode sollten Sie die Tasse zur Reinigung abkochen, um sie aus hygienischen Gründen zu sterilisieren. Bei der Auswahl eines passenden Produktes sind die nachstehenden Faktoren wichtig.
Größe: Passend zur Blutung
Einige Hersteller setzen auf Einheitsgrößen und bieten daher nur eine Variante an. Bei vielen Anbietern gibt es jedoch Tassen in unterschiedlichen Größen, die jeweils für junge Frauen, geringe oder starke Blutung oder nach Geburten sinnvoll sind. Grundsätzlich ist es durchaus empfehlenswert, unterschiedliche Größen zu kaufen, damit Sie die Nutzung an die Stärke der Blutung anpassen können. In der Regel sind folgende Größen erhältlich:
- Volumen bis 12 ml (geringe Blutung)
- Volumen bis 24 ml (leichte bis normale Blutung)
- Volumen bis 30 ml (normale bis stärkere Blutung)
- Volumen bis 38 ml (starke Blutung)
Größere Tassen bieten somit ein höheres Fassungsvermögen und fangen mehr Menstruationsblut auf. Für junge Frauen sind in der Regel kleinere Cups ausreichend. Vaginale Geburten weiten die Scheide einer Frau, daher sollten Sie in diesen Fällen eine größere Tasse bevorzugen. Diese ist auch sinnvoll, wenn sich Ihre Periode verstärkt und sie mehr Blut verlieren.

Menstruationstassen haben unterschiedliche Fassungsvermögen.
Material: Medizinischem Silikon oder Latex
Menstruationstassen bestehen je nach Hersteller aus medizinischem Silikon, Latex oder thermoplastischem Elastomer. Relevante Unterschiede gibt es hier nicht, lediglich bei bestehenden Allergien gegen ein bestimmtes Material sollten Sie zu einer Alternative greifen. Die Materialien sollen die Scheidenflora nicht austrocknen, sind pH-neutral und sollen nach Auskunft vieler Hersteller daher keine negativen Auswirkungen auf die Scheidenflora besitzen.
Auch das Risiko für ein toxisches Schocksyndrom (TSS) ist bei Menstruationstassen unabhängig vom Material verschwindend gering. Diese Erkrankung wurde in der Vergangenheit häufig mit Tampons in Verbindung gebracht, kann jedoch auch bei anderen Gelegenheiten auftreten. Das Risiko für ein toxisches Schocksyndrom kann durch unterschiedliche Hygienemaßnahmen deutlich reduziert werden, dazu zählen beispielsweise ein regelmäßiger Wechsel der Monatsprodukte und gewaschene Hände.

Beim Kauf von Menstruationstassen ist auf das Material zu achten. Bei diesem Artikel von facelle wurde ein gesundheitlich unbedenkliches medizinisches Silikon verwendet.