In den folgenden Kapiteln wollen wir Ihnen die Wirkung und Wirkungsweise von Mariendistel-Kapseln näher erläutern. Dazu starten wir damit, bei welchen Beschwerden des Körpers die Einnahme von Mariendistel-Kapseln Sinn ergeben könnten.
1.1. Mariendistel bei Leber-Beschwerden
Mariendisteln als Heilkraut
Mariendisteln (Silybum) gehören zu den Korbblütlern und sind v.a. im Mittelmeerraum verbreitet. Sie werden bis zu 150 cm groß und zeichnen sich durch ihre feinen Dornen und ihre violette Blüte aus. Bereits in der Antike wurden sie als Heilkräuter, z. B. bei Schlangenbissen verwendet. Auch bei uns wird die Mariendistel seit dem Mittelalter bei Leberleiden, z. B. Gelbsucht, verwendet.
Der Leber kommen in unserem Körper viele wichtige Funktionen zu: Sie ist einem gesunden Stoffwechsel zuträglich und sorgt dafür, dass Giftstoffe, wie zum Beispiel Alkohol, aus dem Körper ausgeschieden werden. Durch einen ungesunden Lebensstil kann es passieren, dass es zu Leberbeschwerden kommt – erste Anzeichen hierfür können u.a. Müdigkeit, Völlegefühl, Alkoholunverträglichkeit oder Appetitlosigkeit sein. Mögliche Erkrankungen, die von der Leber ausgehen, sind:
- Hepatits A und B
- Gelbfieber bzw. Gelbsucht
- sogenannte Fettleber
- Vergiftungen
- Leberzirrhose
Bei Beschwerden mit der Leber empfehlen diverse Online-Tests, Mariendistel-Kapseln als Kur einzunehmen. Grund hierfür ist der Wirkstoff Silymarin, der in Mariendistel enthalten ist. Silymarin wirkt, indem es die regenerativen Selbstheilungskräfte der Leber adaptiert bzw. diese stimuliert.
Es stärkt die äußere Zellwand der Leber und sorgt dafür, dass keine Giftstoffe in den Kern gelangen. Außerdem fördert es die Produktion neuer Zellen, während es für die Erholung der Leber sorgt. Auf welche Art Silymarin noch wirkt, haben wir in der folgenden Tabelle von WELT.de zusammengefasst:
| Wirkung | Beschreibung |
| Antioxidativ | - schützt Zellen vor freien Radikalen
- reduziert Wirkung von Schadstoffen wie Alkohol oder Medikamenten
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| Regenerierend | - wirkt sich positiv auf Zellerneuerung aus
- Bildung neuer Leberzellen
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| Entzündungshemmend | - Mariendistelextrakt wirkt lindernd auf Entzündungen
- daher auch bei Magen-Darm- oder anderen Beschwerden hilfreich
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Hinweis: Wenn Sie ernstzunehmende Leber-Beschwerden bei sich vermuten, sprechen Sie bitte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, ehe Sie eigenständig eine Leberkur mit Mariendisteln beginnen.

Hier sehen wir Nature-Love-Mariendistel-Kapseln, die als veganes Produkt gekennzeichnet sind.
1.2. Verschiedene Möglichkeiten der Einnahme
Wie bei den meisten Präparaten aus der Naturheilkunde haben Sie auch bei Mariendisteln verschiedene Darreichungs-Typen zur Auswahl, die wir Ihnen an dieser Stelle kurz vorstellen möchten. Bereits im Mittelalter wurden Mariendisteln als Tee getrunken, den Sie auch heute noch kaufen können.
Wirksamer jedoch sind Mariendisteln als Tabletten oder in Kapseln, da hier nicht nur die pulverisierte Pflanzen, sondern Mariendistelextrakt aus den Samen zum Einsatz kommt. Dieses wird in speziellen Verfahren aus der getrockneten Pflanze extrahiert. Der Wirkstoffgehalt ist somit um ein Vielfaches höher. Die verschiedenen Arten der Mariendistel-Verarbeitung finden Sie in dieser Übersicht von WELT.de:
| Typ | Merkmale |
| Mariendistel-Tee | - getrocknete und geschnittene Kräuter
- meist als loser Tee zu kaufen
- oft in Bio-Qualität
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| Mariendistel-Tabletten | - enthält Mariendistel-Extrakt
- eher in Apotheke zu finden
- kann Bindemittel oder Füllstoffe enthalten
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| Mariendistelkapseln | - Mariendistel-Extrakt in Kapsel
- Kapseln in der Regel aus veganer Cellulose
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| Mariendistel-Pulver | - Pulver häufig für Tiere geeignet
- kann in Getränke, Joghurt oder ähnliches gemischt werden
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| Mariendistel-Öl | - kann zur Unterstützung der Leber beim Kochen verwendet werden
- meist kaltgepresst
- enthält wertvolle Fette und Vitamin E
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Die Vor- und Nachteile von Mariendistel-Kapseln gegenüber -Pulver finden Sie hier:
Vorteile- Silymarin in Mariendistel-Kapseln meist höher dosiert
- einfacheres Dosieren der Tagesdosis
- kann überallhin mitgenommen werden
Nachteile- kann nicht in Getränke oder Speisen gerührt werden
- Pulver häufig nicht für Menschen hergestellt
Hinweis: Die Bioverfügbarkeit der Produkte hängt von verschiedenen Faktoren ab. Während Pulver direkt über die Schleimhäute aufgenommen werden kann, haben Kapseln den Vorteil, die Wirkstoffe bis zum Magen zu tragen, sich erst dort aufzulösen und erst von dort aus zu wirken.