Ratgeberübersicht
  1. Wann ist eine Margarine eine Margarine?
  2. Was ist der Unterschied zwischen Margarine und Butter?
  3. Margarine in Tests: Wie finde ich ein gutes und gesundes Streichfett?
  4. Was sind beliebte Rezepte mit Margarine?
  5. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Margarine-Tests bzw. Vergleichen suchen
  • Häufig ist Margarine rein pflanzlich und daher auch für Veganer geeignet. Allerdings sollten Sie die Margarine-Inhaltsstoffe genau kontrollieren. Manche Hersteller setzen der Margarine auch tierische Produkte zu, sodass es sich nicht mehr um vegane Margarine handelt.
  • Eine Margarine gilt als besonders gesund, wenn sie aus hochwertigen Pflanzenölen mit bestimmten Fettsäuren hergestellt wurde. Gute Beispiele sind Sonnenblumenöl oder Rapsöl.
  • Nicht jede Margarine ist zum Braten gleichermaßen gut geeignet. Benutzen Sie eine Halbfett-Margarine, sind heftige Spritzer in der Pfanne vorprogrammiert.

margarine-test

Margarine wird oftmals damit beworben, dass sie gut für die Gesundheit und Ernährung sei, fettreduziert ist oder über besondere Aromen verfügt. Sie gilt daher auch als idealer Buttersatz. Margarine zum Backen, Braten oder Kochen zu nutzen, ist für viele Menschen selbstverständlich. Entsprechend groß ist das Margarine-Angebot.

Im Margarine-Vergleich 2025 hier auf WELT.de lernen Sie die verschiedene Margarine-Typen genauer kennen. Dies hilft Ihnen, die beste Margarine für sich zu finden. Sie erfahren, warum es sich lohnt, Margarine einzufrieren, Mehlschwitze mit Margarine herzustellen und vieles mehr.

1. Wann ist eine Margarine eine Margarine?

Woher stammt die Margarine?

Die Geschichte der Margarine beginnt bereits in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts. Sie wurde in Frankreich als billiges Ersatzprodukt für Butter entwickelt und zeichnete sich gleichzeitig durch eine deutlich längere Haltbarkeit aus. Der Begriff Margarine wird von der französischen Bezeichnung „Acide Margarique“. Übersetzt bedeutet dies Margarine-Säure.

Margarine wird auch als Kunstbutter bezeichnet. Es handelt sich hierbei um ein Produkt, welches industriell hergestellt wird und hauptsächlich aus pflanzlichen Ölen und Wasser besteht. Aufgrund der Herstellung ist es daher auch schwierig, Margarine selber zu machen. Reine Pflanzen-Margarine ist laktosefrei und sehr energiereich. Die Höhe der Kalorien bei Margarine beträgt rund 700 kcal/100 gr.

Bestimmte Margarinen haben allerdings auch tierische Fette und/oder Magermilch zugesetzt, was für Veganer und Personen mit Laktoseintoleranz problematisch ist.

1.1. Welche Margarine-Arten gibt es?

Möchten Sie Margarine kaufen, kann das Sortiment aufgrund seiner Vielfalt und der vielen Kategorien zunächst etwas irritierend wirken. Nicht immer ist auf den ersten Blick ersichtlich, was genau in der vegetarischen oder rein pflanzlichen Margarine steckt und wie man sie verwenden sollte. Deshalb skizziert dieser Ratgeber auf WELT.de die wichtigsten Bezeichnungen in aller Kürze:

hand haelt brot mit margarine

Margarine wird aus Pflanzenölen hergestellt und ist deshalb meist eine vegane Alternative zu Butter.

  • Vollfett-Margarine: Der Fettgehalt bei einer Vollfett-Margarine muss mehr als 80 Prozent betragen. Der maximale Anteil liegt meistens bei etwas unter 90 Prozent.
  • Dreiviertel-Fett-Margarine: Hier liegt der Fettanteil zwischen 60 und 62 Prozent.
  • Halbfett-Margarine: Diese kalorienarme Margarine weist lediglich einen Fettanteil zwischen 39 und 42 Prozent auf.
  • Pflanzen-Margarine: Bei dieser Variante muss der Gehalt an pflanzlichen Fetten mindestens 97 Prozent betragen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Sonnenblumen-Margarine. Darüber hinaus gelten 15 Prozent Linolsäure als Maßstab.
  • Bio-Margarine: Diese Variante zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht chemisch gehärtet wurde. Gentechnisch veränderte Zutaten sind nicht erlaubt.
  • Back-Margarine: Der Fettgehalt beträgt hier mindestens 80 Prozent. Die Geschmeidigkeit bei einer Margarine zum Backen ist hoch.
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1.2. Welche Hersteller gibt es?

Zu den wichtigsten Marken und Herstellern von veganer Margarine und anderweitigen Varianten gehören:

  • Rama
  • Alsan
  • Deli Reform
  • Bellsan
  • Sanella
  • Lätta
  • Becel

Die Preisunterschiede sind teils erheblich. Günstige Discounter-Margarine gibt es bereits für weniger als zwei Euro je 500 g. Bio-Produkte können hingegen zehn Euro und mehr bei der gleichen Menge kosten. Dies macht auch die Vergleichstabelle auf WELT.de deutlich.

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2. Was ist der Unterschied zwischen Margarine und Butter?

Ein Messer liegt auf einer geöffneten Packung Margarine im Test.

Diese Packung Becel Classic Omega 3 enthält 225 g, wie wir feststellen.

Zwar sind Butter und Margarine gleichermaßen zwei Streichfette, sie unterscheiden sich aber in einigen Bereichen gravierend voneinander. Die wichtigsten Unterschiede fasst folgende Tabelle für Sie zusammen.

Art des Streichfetts Eigenschaften
Margarine
  • Hauptbestandteil sind pflanzliche Öle
  • industrieller Herstellungsprozess
  • reine Margarine hat einen eher öligen und neutralen Geschmack
  • ist meistens mehrere Monate haltbar
  • kann rein vegan oder mit Milchbestandteilen versehen sein
  • Margarine ist reich an Vitamin D
  • ist auch im kalten Zustand gut streichfähig
Butter
  • rein tierisches Produkt
  • wird aus dem Rahm tierischer Milch (meistens Kuhmilch) gewonnen
  • reine Butter muss zu mindestens 80 Prozent aus Milchfett bestehen
  • Sauerrahm- und Süßrahmbutter sind zwei beliebte Varianten
  • ist erst bei Raumtemperatur richtig streichfähig
  • hat einen milden und eher sahnigen Geschmack
  • ist meistens rund vier bis sechs Wochen haltbar

3. Margarine in Tests: Wie finde ich ein gutes und gesundes Streichfett?

Rückseite von einer getesteten Packung Margarine.

Hier können wir die Liste der Inhaltsstoffe der Becel Classic Omega 3 erkennen, die mit 100 % natürlichen Zutaten punktet.

Diese Kaufberatung macht deutlich, dass Sie stets auf die jeweiligen Inhaltsstoffe der Margarine achten sollten. Dadurch finden Sie die beste Margarine zum Backen, Kochen, Braten oder als Belag für eine leckere Scheibe Brot. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem das verwendete pflanzliche Öl.

3.1. Was ist in Margarine genau drin?

margarine auf holzbrett

Häufig für Margarine verwendete Öle sind z. B. Sonnenblumenöl, Rapsöl und Kokosöl.

Im Vergleich zu anderen Streichfetten wie Butter, verfügt Margarine über einen höheren Gehalt an ungesättigten Fettsäuren. Das Streichfett wird unter anderem aus diesen Ölen hergestellt:

  • Sonnenblumenöl
  • Rapsöl
  • Sojaöl
  • Palmöl
  • Kokosöl
  • Palmfett
  • Weizenkeimöl

Verschiedene Margarine-Tests online weisen darauf hin, dass viele Varianten aus Sonnenblumenöl oder Rapsöl hergestellt werden. Rapsöl hat gegenüber anderen Ölen diese Vor- und Nachteile.

    Vorteile
  • sehr gute Kombination aus Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren
  • hat weniger Eigengeschmack beim Backen und Braten
  • kann Blutdruck und Blutfettgehalt regulieren
  • hat einen hohen Anteil an Ölsäure
  • reich an Vitamin E
    Nachteile
  • kaltgepresstes Rapsöl ist zum Braten nicht geeignet
  • ist mitunter teurer als andere Öle
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3.2. Welche Fettsäuren sind gut und welche nicht?

Sobald Sie eine Margarine kaufen, sollten Sie unbedingt auf die Zusammensetzung der Fettsäuren achten. Besser ist es zum Beispiel, eine Margarine ohne Palmöl zu verwenden. Es gibt sowohl sehr nützliche Fettsäuren als auch solche, die für die Gesundheit nicht förderlich sind.

margarine wird zum braten verwendet

Nicht alle Margarinesorten eignen sich neben dem Streichen auch zum Backen und Braten.

  • Omega-3-Fettsäuren: Diese Fettsäuren gelten als besonders gesund. Ein Grund dafür ist, dass sich ungesättigte Fettsäuren positiv auf die Blutgerinnung und den Blutdruck auswirken. Omega-3-Fettsäuren sind vor allem in Margarinen aus Raps- und Leinöl enthalten.
  • Omega-6-Fettsäuren: Ein anderer Begriff für diese Fettsäure ist Linolsäure. Sie ist dafür bekannt, den Cholesterinspiegel zu senken. In Sonnenblumen-Margarinen ist besonders viel der Fettsäure enthalten.
  • einfach ungesättigte Fettsäuren: Hierbei handelt es sich um Fettsäuren, die ebenfalls das Cholesterin im Blut senken können. Nutzen Sie Rapsöl-Margarine, weist diese einen besonders hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren auf. In der Regel handelt es sich hierbei um Ölsäure.
  • gesättigte Fettsäuren: Die Fettsäuren gelten als deutlich weniger gesund. Dies liegt daran, dass sie das LDL-Cholesterin im Blut erhöhen können. Besser ist eine Margarine ohne Palmöl oder nur mit einem sehr geringen Anteil geeignet.
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3.3. Wie lange ist Margarine haltbar?

Ungeöffnet ist Margarine mindestens so lange haltbar, wie es das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung angibt. Ist das Datum bei Margarine abgelaufen, muss die Margarine noch lange nicht schlecht sein. Sie erkennen schlecht gewordene Margarine an ihrem ranzigen Geruch.

Sie sollten geöffnete Margarine binnen eines Monats verbrauchen. Wünschen Sie eine längere Haltbarkeit, sollten Sie die Margarine einfrieren. Dadurch verlängert sich die Haltbarkeit der Margarine auf bis zu neun Monate. Möchten Sie nach dem Einfrieren Margarine nutzen, sollten Sie diese komplett auftauen lassen.

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4. Was sind beliebte Rezepte mit Margarine?

Eine getestete Packung Margarine liegt auf dem Küchentisch.

Laut unserer Recherchen basiert diese Becel Classic Omega 3 auf Raps-, Sonnenblumen- und Leinsamenöl sowie Kokosfett.

Margarine ist ein echter Allrounder in der Küche. Darauf weisen auch die meisten Margarine-Tests im Internet hin. Sie können Margarine unter anderem zum Braten nutzen oder eine Mehlschwitze mit Margarine zubereiten. Die Fette aus der Margarine binden Soßen oder Suppen besonders gut. Zudem stellen Sie mit der entsprechenden reinen Pflanzenmargarine auch vegane Soßen her.

Hinweis: Verwenden Sie keine Halbfett-Margarinen zum Anbraten. Halbfett-Margarinen haben einen besonders hohen Wasseranteil, weshalb sie in der Pfanne schnell anfangen, stark zu spritzen. Auch beim Backen sollten Sie auf eine Vollfett-Margarine setzen. Halbfett-Margarinen sorgen dafür, dass Gebackenes nicht die gewünschte Konsistenz behält. Auch dies liegt an dem zu hohen Wasseranteil.

Möchten Sie vegane Plätzchen mit Margarine backen oder einen leckeren Kuchen, ist dies ebenfalls möglich. Wie beim Braten sollte es sich um eine Vollfett-Margarine handeln. Gleiches gilt, wenn Sie Streusel mit Margarine oder einen Mürbeteig mit Margarine herstellen wollen. Mit Margarine, die über einen höheren Wasseranteil verfügt, würde das Gebackene nicht richtig aufgehen und/oder knusprig werden. Vegane Buttercreme mit Margarine gelingt ebenfalls eher, wenn Sie sich für eine Margarine mit hohem Fettanteil entscheiden.

5. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Margarine-Tests bzw. Vergleichen suchen

5.1. Wie ungesund ist Margarine?

Reine Margarine gilt als gesundheitlich unbedenklich. Ein Vorteil der gesunden Margarine besteht darin, dass sie viele ungesättigte Fettsäuren besitzt. Allerdings gibt es Margarine-Sorten, die über verschiedenste Zusätze verfügen. Dies gilt vor allem für Geschmacksstoffe, die ein butterähnliches Aroma erzeugen. Hinzu kommen weitere Konservierungsstoffe. Ein großes Problem können auch Transfettsäuren darstellen, die den Cholesterinspiegel erhöhen.

margarine wird auf brot gegeben

Aufgrund der hohen Kaloriendichte sollten Sie Margarine nur sparsam in die tägliche Ernährung integrieren.

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5.2. Wie kann man Margarine durch Öl ersetzen?

Generell ist es möglich, beim Backen, Kochen oder Braten Margarine durch Öl zu ersetzen. Allerdings müssen Sie für den Margarine-Ersatz die Menge umrechnen. Beim Backen geben Sie zum Beispiel anstelle von 100 g Margarine 80 ml des Öls und 20 ml Flüssigkeit (zum Beispiel Wasser oder Milch/Pflanzenmilch) dazu.

Berücksichtigen Sie stets, dass Öle sehr geschmacksintensiv sind. Durch den Margarine-Ersatz kann sich auch der Geschmack von Speisen entscheidend verändern.

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5.3. Was ist gesünder: Butter oder Margarine?

Generell gilt, dass Butter und Margarine gleichermaßen hochkalorisch sind. Deshalb sollten Sie Butter und Margarine nur in Maßen verzehren. Margarine hat dabei den Vorteil, dass sie einen höheren Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren besitzt. Insbesondere für Personen, die erhöhte Blutfettwerte haben, ist daher eine reine Pflanzenmargarine gesünder.

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5.4. Was kann man anstatt Butter aufs Brot nehmen?

Möchten Sie auf Ihr Brot keine Butter streichen, können Sie stattdessen die pflanzliche Margarine nutzen. Ein Vorteil der Margarine besteht darin, dass sie sofort streichfähig ist.

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5.5. Was sagt Stiftung Warentest zum Thema Margarine?

Stiftung Warentest hat bereits 2017 verschiedene Margarinen und Streichfette ganz genau unter die Lupe genommen. Margarine-Testsieger wurde dabei die Deli-Reform – das Original. Auf Platz 2 landete eine günstige Margarine von Edeka, gefolgt von einer ebenfalls preiswerten Aldi-Pflanzen-Margarine.

Es gab auch Produkte, die nahezu komplett durchgefallen sind. Ein gutes Beispiel ist Sonja. Die ehemalige DDR-Margarine erhielt 2018 nur ein mangelhaft.

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Im Video vorgestellt: Margarine

In diesem spannenden Galileo-Video dreht sich alles um die unterschiedlichen Buttersorten und deren Vor- und Nachteile. Erfahre, welches Produkt am gesündesten ist und ob Margarine tatsächlich eine gute Alternative zur echten Butter darstellt. Tauche ein in die Welt der Butter und entdecke die beste Wahl für deinen morgendlichen Toast!