Dass Magnesium-Brausetabletten Wirkung zeigen, ist unbestritten. Wie hoch der Nutzen wirklich ist, scheint allerdings schwer zu beurteilen, da laut Stiftung Warentest (2016) bei einer ausreichenden Nahrungszufuhr nur selten Magnesiummangel zu beobachten ist. Das Institut hat bisher keinen eigenen Magnesium-Brausetabletten-Test durchgeführt.

Bei unseren Recherchen erfahren wir, dass die Kombination von Magnesium und Kalium (hier Magnesium-K Active Brausetabletten) oft von Sportlern eingesetzt wird, wenn sie unter Muskelkrämpfen leiden.
2021 veröffentlichte die Stiftung jedoch einen weiteren Artikel zum Thema Magnesium, in dem sie den sinnvollen Einsatz von Magnesiumgaben im Zusammenhang mit Krankheiten hervorhob, die zu ständigem Magnesiumverlust führen. Dennoch warnten die Verbraucherzentralen 2022 davor, dass Magnesium-Präparate oft zu hoch dosiert seien.
Einen Magnesium-Brausetabletten-Test führte 2018 die Redaktion von ÖKOTEST durch. Getestet wurden insgesamt 24 Magnesium-Präparate, unter anderem nach Kriterien wie Preis, Nutzen, Dosierung, Deklaration von Inhaltsstoffen. Der Magnesium-Brausetabletten-Test umfasste Präparate aus den folgenden Kategorien:
- Magnesium-Tabletten 150 mg
- Magnesium-Tabletten 250 mg
- Magnesium-Tabletten 300 mg
- Magnesium-Tabletten 400 mg
- Magnesium-Tabletten 500 mg
Vier der getesteten Produkte erhielten die Gesamtwertung „befriedigend“, neun die Gesamtwertung „ausreichend“ und insgesamt elf schnitten mit „mangelhaft“ bis „ungenügend“ ab.
Für Verbraucher dürfte an dem Magnesium-Brausetabletten-Vergleich besonders spannend sein, dass die günstigsten Präparate sich als die Magnesium-Brausetabletten-Testsieger erwiesen.
Auch ÖKOTEST stellte jedoch klar, dass unter normalen Bedingungen keine zusätzliche Aufnahme von Magnesium-Tabletten in hochdosiert (als Magnesium 300 mg Tabletten bis hin zu Magnesium-Tabletten mit 500 mg) oder gering dosiert erforderlich ist.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, die Tagesdosis auf zwei Portionen aufzuteilen. Teilen Sie Magnesium-Tabletten 250 mg entsprechend ein. Wer ohnehin ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall hat, sollte zudem darauf achten, keine Magnesium-Präparate einzunehmen, die Phosphat als Füllstoff enthalten, da dieser das Risiko erhöhen kann.