Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Lesebrillen?
  2. Was für unterschiedliche Lesebrillen gibt es?
  3. Welche Lesebrille passt zu mir?
  4. Welche Lesebrillen sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Lesebrillen?
  6. Wie lautet das Fazit für Lesebrillen?

Wie erkenne ich gute Lesebrillen?

Die meisten Lesebrillen sind recht schmal, damit Sie sie zum Lesen nutzen und zugleich über den Rand blicken können, um Gegenstände in der Entfernung klar zu sehen. Neben dem Design der Lesehilfe ist es wichtig, auch weitere Faktoren wie etwa die Stärke der Gläser, den Komfort und den Lieferumfang zu beachten.

Sehstärke: Machen Sie einen Sehtest, um Ihre Sehstärke zu ermitteln

Lesebrille liegt vor Zeitung

Mit der passenden Stärke können Sie Ihre Zeitung wieder klar und deutlich lesen.

Am wichtigsten beim Kauf der neuen Sehhilfe ist die passende Sehstärke. Diese bewegt sich meist zwischen 0,5 Dioptrien und +4,0 Dioptrien. Wenn Sie eine noch höhere Sehstärke benötigen, ist dies bei manchen Anbietern ebenfalls möglich, obwohl Sie dann mit zusätzlichen Kosten rechnen sollten.

Wichtig: Bevor Sie eine Fertiglesebrile kaufen, sollten Sie bei einem Optiker wie Fielmann einen offiziellen Sehtest machen, denn nur so finden Sie die richtige Stärke. Sehen Sie unbedingt davon ab, aufs Geratewohl eine Sehstärke auszuwählen. Oft haben die beiden Augen unterschiedliche Sehstärken und falsche Gläser können in Kopfschmerzen und langfristigen Sehfehlern resultieren.

Design: Schmale Ränder, um problemlos darüber hinweg zu sehen

Beim Design der Lesebrille haben Sie eine große Auswahl an Farben und Formen. Die meisten Brillengestelle sind in unterschiedlichen Farben erhältlich. Neben Klassikern wie Schwarz, Blau, Grau oder Braun gibt es auch bunt gemusterte Gestelle sowie randlose Varianten.

Viele Lesehilfen haben eine schmale Form. Meist sind die Gläser nur im unteren Bereich in einen Rahmen gefasst, sodass Sie ganz einfach über die Gläser hinwegschauen können. Allerdings gibt es auch sogenannte Volllesebrillen, die komplett umrahmt sind. Diese dienen zugleich als modisches Statement und als Hingucker.

Federscharniere: Fur komfortables Auf- und Absetzen

Brille liegt auf dem Tisch

Haben Sie mehrere Brillen, können Sie diese einfach mal an mehreren Plätzen liegen lassen.

Achten Sie darauf, dass Ihre neue Lesebrille sogenannte Federscharniere hat. Diese lassen sich über einen Winkel von 90° nach außen biegen und sind somit deutlich flexibler als klassische Sehhilfen in Brillenform. Für das schnelle Auf- und Absetzen der Lesehilfe ist dies sehr angenehm.

Zudem sorgen die Scharniere dafür, dass die Bügel fest an Ihrem Kopf bleiben und die Brille nicht so leicht rutscht. Gerade bei Fertiglesebrillen, die nicht angepasst sind, ist dies wichtig. Nach Nutzung federn die Scharniere direkt wieder in den Ausgangswinkel zurück. So ist es sogar möglich, sich die Sehhilfe mit einer anderen Person zu teilen – aber nur, wenn diese die gleiche Sehstärke hat wie Sie.

Komfort: Nasendpads für einen festen Sitz

Neben den Federscharnieren spielen auch die Nasenpads eine wichtige Rolle für den Komfort. Diese Pads sollten gepolstert sein, was sich an einem klaren Plastikteilchen erkennen lässt. Anderenfalls hinterlässt das Brillengestell unschöne Abdrücke an der Nase und ist weniger bequem.

Für Lesehilfen ist es wichtig, den geeigneten Komfort zu finden, um zu garantieren, dass Sie diese auch nutzen werden. Probieren Sie nach Möglichkeit verschiedene Modelle und Varianten aus, bevor Sie sich für eine bequeme Option entscheiden, die sowohl von der Stärke der Gläser als auch vom Design her gut zu Ihnen passt, denn schließlich handelt es sich um Ihren neuen Begleiter im Alltag.

Lieferumfang: Etuis zur Aufbewahrung

Brille wird in Hand gehalten

Halten Sie die Brillen immer nur am Gestell und nicht an den Gläsern.

Zu guter Letzt sollten Sie auf den Lieferumfang der Lesebrille für Damen oder Herren achten, auch Unisex-Lesebrillen sind verbreitet. Neben einem Brillenetui oder Stoffetui gehört meist ein Tuch zur Reinigung und manchmal auch ein passendes Reinigungsmittel zum Lieferumfang. Augentropfen sind ebenfalls ein praktisches Extra.

Was für unterschiedliche Lesebrillen gibt es?

Bevor Sie sich für eine bestimmte Sehhilfe entscheiden, sollten Sie die Unterschiede zwischen den Modellen kennen. Hier lässt sich zwischen Halbbrille und Vollbrille differenzieren. Die Halbbrillen sind verbreitet, aber auch Vollsichtbrillen, etwa mit Gleitsicht oder als modisches Statement, sind gut denkbar.

Lesebrillen als Halbbrillen

Die Halbbrille zum Lesen besteht aus einem schmalen Brillengestell, das tief auf der Nase sitzt. So können Sie einfach darüber hinwegblicken und durch ein einfaches Neigen des Kopfes sich wieder der Lektüre widmen. Auch bei der Arbeit im Büro ist dies sehr hilfreich, damit Sie beispielsweise in Meetings die nötigen Dokumente lesen und dann wieder mit den Kollegen sprechen können.

Diese Gestelle sind meist randlos oder haben nur einen sehr dünnen Brillenrahmen, der häufig nur den unteren Teil des Glases umfasst. Somit sind die Sehhilfen sehr leicht und lassen sich problemlos transportieren. Zugleich neigen sie aber zur Zerbrechlichkeit, weshalb Sie vorsichtig mit der Lesehilfe umgehen sollten.

Marken wie Gucci, Porsche, Izipizi, Ray Ban und Lexxoo bieten zahlreiche verschiedene Brillengestelle an. Auch bei Fielmann und anderen verbreiteten Optikern finden Sie eine Auswahl an Halbbrillen zum Lesen. Achten Sie bei Fertiglesebrillen darauf, dass diese die richtigen Stärken haben. Wenn Sie zusätzliche Probleme wie etwa eine Hornhautverkrümmung haben, sollten Sie sich unbedingt von Ihrem Optiker zur richtigen Lesebrille beraten lassen.

    Vorteile
  • Sie können über die schmalen Gläser blicken
  • Ein ständiges Auf- und Absetzen ist nicht nötig
  • Große Auswahl an Designs
    Nachteile
  • Empfindlich
  • Können von der Nase rutschen
Drei Lesebrillen im Test mit verschiedenfarbigen Rahmen stehen im Gebinde auf einem Holzhocker.

Lesebrillen wie von JONES NEW YORK greifen die verschiedensten Trendfarben auf und avancieren so schnell zum modischen Accessoire.

Übrigens: Lesebrillen sind nicht zum Autofahren geeignet, da Sie mit der Sehhilfe alle Gegenstände in der Entfernung nur verschwommen sehen können. Beim Fahren gehört die Lesebrille daher ins Handschuhfach – es sei denn, es handelt sich um eine Gleitsichtbrille.

Lesebrillen als Vollbrillen

Vollbrillen sitzen, anders als die Halbbrillen, ganz klassisch an der Nasenwurzel. Sie eignen sich gut, wenn Sie für längere Zeit lesen oder etwas in der Nähe anschauen. In diesen Situationen ist die Vollbrille angenehmer, da die Gläser größer sind und Sie auch in der Peripherie scharf sehen.

Darüber hinaus sitzen die Vollbrillen meist besser. Sie haben typischerweise einen Vollrandrahmen mit modischem Design, wodurch Sie Ihren Geschmack besonders gut ausdrücken können. Auch für die Arbeit am Computer eignet sich die Voll-Lesebrille gut. Achten Sie hier darauf, dass ein Blaufilter eingebaut ist, um Ihre Augen so gut wie möglich zu schonen.

Auf der anderen Seite sind diese Lesehilfen relativ groß. Das macht sie zwar robuster, aber auch umständlicher zu transportieren. Wenn Sie sich eigentlich keine Brille wünschen oder sich selbst mit den Gläsern nicht gut gefallen, sind Sie mit einer Halbbrille oder sogar mit Kontaktlinsen besser beraten.

    Vorteile
  • Große Auswahl an Gestellen
  • Modisch
  • Angenehmer Sitz auf der Nase
    Nachteile
  • Sie können nicht über den Rahmen blicken
  • Unhandlicher

Welche Lesebrille passt zu mir?

Neben diesen grundlegenden Unterschieden bei Lesebrillen sollten Sie überlegen, in welchen Situationen Sie die Lesebrille vor allem nutzen werden. Davon hängt ab, welches Modell gut zu Ihnen passt. Neben Halbbrillen und Vollbrillen gibt es Sonnenschutz-Modelle sowie die Kontaktlinse zum Lesen.

Halbbrillen für die kurze Nutzung

Wenn Sie eher für kürzere Zeit lesen und zwischendurch mit anderen Personen sprechen, etwa während der Lektüre der Zeitung beim Frühstück mit der Familie, ist eine Halbbrille die richtige Wahl. So können Sie übergangslos herauf- und herabblicken und müssen die Sehhilfe nicht jedes Mal wieder absetzen.

Zudem eignet sich die Halbbrille dann sehr gut, wenn Sie eigentlich aus optischen Gründen lieber auf diese verzichten würden. Die schmalen, filigranen Gestelle sind oft randlos und damit sehr unauffällig. Sie haben eine große Auswahl an Designs und Anbietern und können auf Wunsch eine günstige Fertiglesebrille wählen.

Vollbrillen für die längere Lektüre

Für Zeiten, in denen Sie viel am Stück arbeiten oder über mehrere Stunden hinweg am Computer arbeiten, ist hingegen eine Vollbrille eine gute Wahl. Diese erlaubt Ihnen die übergangslose Betrachtung in der Nähe.

Darüber hinaus stellt die Vollbrille ein interessantes Fashion-Statement dar. Sie können moderne und ausgefallene Gestelle wählen und somit die Lesehilfe optisch interessant gestalten. Für manche Personen ist dies ein Anreiz, um die Lesebrille häufiger zu tragen.

Lesebrillen mit Sonnenschutz für unterwegs

Eine weitere Option stellen Lesebrillen mit Sonnenbrillen-Elementen dar. Diese Varianten haben getönte Gläser, sodass Sie auch mit viel Licht und sogar in der Sonne lesen können. Der nötige UV-Schutz für Ihre Augen ist bei den Sonnenbrillen mit Stärke bereits integriert.

Sie haben hier die Wahl zwischen getönten Fertiglesebrillen oder Lesebrillen vom Optiker und Modellen, bei denen sich die Glastönung an die Lichtverhältnisse anpasst. Bei stärkerer Sonneneinstrahlung werden die Gläser automatisch dunkler, was praktisch ist, aber auch zu einem deutlich höheren Preis führt.

Kontaktlinsen als Ersatz für Lesebrillen

Zu guter Letzt können Sie sich auch für Kontaktlinsen anstelle einer Lesebrille entscheiden. Diese gibt es sowohl als Monovision-Kontaktlinsen als auch als bifokale und als simultane Kontaktlinsen. Die letzteren beiden Varianten sind bei Weitsichtigkeit besser geeignet, denn anders als die Lesebrille können Sie die Monatslinsen oder Wochenlinsen nicht ohne Weiteres auf- und absetzen.

Drei getestete Lesebrillen mit verschiedenfarbigen Rahmen liegen im Gebinde auf einem roten Hocker.

Das Gestell von Lesebrillen von JONES NEW YORK und anderen Marken sollte nicht zu schwer sein, sodass sich die Sehhilfen angenehm tragen lassen.

Beachten Sie, dass Sie sich bei Kontakt-Leselinsen vom Optiker beraten lassen sollten. Dies gilt insbesondere für die simultanen Linsen, für die oft eine Eingewöhnungszeit nötig ist. Zudem müssen sie perfekt auf dem Auge sitzen, was nur ein Optiker gewährleisten kann.

Welche Lesebrillen sind laut Tests am besten?

Die Stiftung Warentest hat Fertiglesebrilen im Jahr 2004 getestet und dabei festgestellt, dass es sich hier eher um einen Kompromiss handelt. Grundsätzlich rät die Stiftung ab, die Fertigbrillen von der Stange zu kaufen, die es oft im Supermarkt oder an Tankstellen gibt.

Beachten Sie bei Ihrem Kauf die folgenden wichtigen Hinweise zum Thema Lesebrille der Stiftung Warentest:

  • Nur Optiker können die richtige Sehstärke für Sie ermitteln und somit die Sehschwäche korrigieren
  • Selbst wenn Laien glauben, dass sie mit der Lesebrille gut lesen können, ist dies oft nicht der Fall
  • Fast jede Person mit Sehschwäche hat unterschiedliche Werte für beide Augen – bei Fertigbrillen haben die Gläser jedoch meist die gleiche Stärke
  • Bei einer Hornhautverkrümmung ist eine spezielle Lesebrille nötig, die auf die Besonderheiten Ihrer Augen Rücksicht nimmt
  • Die billigen Lesehilfen von der Stange sind als Notbehelf oder als Zweitbrille eine akzeptable Variante. Kaufen Sie nur dann eine Lesebrille von der Stange, wenn Sie Ihre Sehkraft kennen
  • Die Qualität der Fertiglesebrillen ist oft recht gut, wobei die Haltbarkeit nicht unbedingt gegeben ist
  • Bei Nickel im Brillengestell ist Vorsicht geboten, da viele Menschen allergische Reaktionen aufweisen

Was kosten Lesebrillen?

Zu guter Letzt sollten Sie die Preise der verschiedenen Sehhilfen miteinander vergleichen. Während die günstigen Fertigbrillen schon für wenige Euro zu haben sind, müssen Sie beim Optiker mit zwei- bis dreistelligen Beträgen rechnen. Oft übernimmt die Krankenkasse zumindest einen Anteil der Lesebrille.

Fertiglesebrillen: Ab 10 bis 50 Euro

Die sogenannten Lesebrillen von der Stange kosten oft um die 10 Euro. Sie haben zwar eine recht gute Qualität, eignen sich aber nur dann, wenn die Stärken zu Ihren Dioptrien-Werten passen oder wenn Sie im Notfall eine Lesehilfe als Überbrückung benötigen. Achten Sie gut auf das Material und die Kennzeichnung des Produkts.

Mittelpreisige Lesebrille: Ab 50 bis 100 Euro

Im Test: Lesebrillen mit verschiedenfarbigen Rahmen im Dreier-Gebinde stehen vor einem Verkaufsregal.

Lesebrillen können bereits bei den ersten Anzeichen von Altersweitsichtigkeit verwendet werden. Damit es für jeden Geschmack die passende Ausführung gibt, bauen Hersteller wie JONES NEW YORK auf eine große Auswahl an Formen und Farben.

Gute Lesebrillen, die Ihrer individuellen Stärke entsprechen, gibt es ab etwa 50 Euro zu kaufen. Hier haben Sie eine große Auswahl an Farben und Formen und können sichergehen, dass die Lesehilfe der Stärke Ihrer Augen entspricht.

Hochwertige Lesebrillen: Ab 100 Euro

Wenn Sie sich Gestelle von Gucci & Co. wünschen, sollten Sie mit entsprechend höheren Preisen rechnen. Auch bei Besonderheiten wie starker Weitsichtigkeit oder einer Hornhautverkrümmung ist die Lesebrille schnell etwas teurer. Dafür können Sie jedoch ein attraktives modisches Statement machen und sichergehen, dass Sie sich mit der Sehhilfe wohlfühlen.

Wie lautet das Fazit für Lesebrillen?

Bevor Sie die neue Lesebrille, ob als Sonnenbrille oder alternativ als Kontaktlinse, kaufen, sollten Sie anhand der folgenden Checkliste noch einmal sichergehen, dass Sie sich für die beste Sehhilfe entscheiden:

  • Lassen Sie sich schon bei den ersten Anzeichen von Altersweitsichtigkeit, die oft ab dem Alter von 40 Jahren auftreten, von einem Optiker untersuchen
  • Der Optiker empfiehlt Ihnen eine geeignete Lesebrille und berät Sie dazu, ob Sie aufgrund bestimmter medizinischer Konditionen ein besonderes Modell benötigen
  • Achten Sie besonders darauf, dass die Stärke der Gläser mit Ihrer Sehstärke übereinstimmt; dafür sollten Sie Ihre Augen regelmäßig untersuchen lassen
  • Anhand von Nasenpads und Federscharnieren garantieren die Brillen größtmöglichen Komfort
  • Die Halbbrillen eignen sich besonders gut für das kurze Lesen und das zwischenzeitige Aufblicken, etwa bei der Arbeit.
  • Die Vollbrillen sind hingegen modischer und robuster und gut für längere Sitzungen am PC oder Lesestunden geeignet
  • Sonnenbrillen gibt es auch mit Lesestärke, sodass Sie selbst draußen gut lesen können
  • Kontaktlinsen wie etwa Tageslinsen oder Monatslinsen sind eine weitere Alternative zur Lesehilfe
  • Individuelle Lesehilfen für Ihre Stärke gibt es ab ca. 50 Euro
  • Designer-Lesebrillen sowie Varianten für besondere Bedürfnisse erhalten Sie ab 100 Euro

Wenn Sie nun wissen, welche Lesebrille am besten zu Ihnen passt, finden Sie hier eine Auswahl an geeigneten Modellen.