Wie funktioniert eine Holzvergaser-Heizung?
In dem Kessel eines Holzvergasers befinden sich zwei verschiedene Brennkammern. In der oberen Brennkammer wird das feuchte Holz getrocknet und in sogenanntes Holzgas verwandelt. In der unteren Brennkammer wird dieses Gas dann zu Wärme. Dabei stößt der Holzvergaser CO2 aus – allerdings viel weniger als herkömmliche Heizungen.
Ein Holzvergaser ist eine Gerätschaft, die trockenes Holz verbrennt und dadurch Holzgas erzeugt, welches dann für Wärme sorgt.
Zu diesem Zweck wird das Holz auf etwa 270 bis 280 Grad Celsius erhitzt, bis eine chemische Reaktion entsteht. Dadurch steigt der Grad der Hitze des Holzes auf bis zu 400 Grad Celsius an, welches dann entsprechend Energie freisetzt.
Das Verbrennen des Holzes erfolgt dabei in zwei Phasen:
- Phase 1: Die Brennstoffe werden in der Brennkammer 1 entzündet und fangen an, Gas abzugeben. In dieser Pyrolyse-Phase gibt das Holz rund 70 % seiner enthaltenen Energie ab. An Masse verliert ein Holz ungefähr 85 %.
- Phase 2: Über eine Düse in dem Holzvergaser strömen die Gase nun in die Brennkammer 2. Hier werden jetzt von bis zu 400 Grad Celsius erreicht, welches entsprechend Wärmeenergie freisetzt.
Nachfolgend fassen wir für Sie auf welt.de die wichtigsten Vor- und Nachteile eines Holzvergasers zusammen:
Vorteile- Holzvergaser haben geringeren CO2 Ausstoß als fossile Verbrenner
- nachhaltige und erneubare Energiegewinnung durch Holzvergaser
Nachteile- teuer in der Anschaffung
- aufwendiger in der Nutzung als eine einfache Öl- oder Gasheizung
Info: Über die KFW und das BAFA werden Holzvergaser in Deutschland gefördert. Die BAFA-Förderung des Holzvergasers sorgt dafür, dass bis zu 20 Prozent der Kosten als Zuschuss gezahlt werden. Seit 27. Juli 2022 gibt es zudem mit der BAFA-Förderung für Holzvergaser einen Basis-Zuschuss von 10 % für sogenannte Biomasseanlage, die ebenfalls zu den Holzvergasern gehören. So wird ein Holzvergaser schnell günstiger.