Stiftung Warentest veröffentlichte im Jahr 2014 einen Schlankheitsmittel Test, der aus unterschiedlichen Kategorien bestand. Die Tester widmeten sich Fettblockern, Sättigungskapseln, Formuladiäten, Kohlenhydratblockern und Fatburnern. Bei einer Befragung gab jeder 6. Teilnehmer an, bereits Schlankheitsmittel genutzt zu haben.

Im Test konnte kein Mittel die Tester vollständig überzeugen. Die allgemeine Kritik konzentrierte sich in erster Linie auf Nebenwirkungen, irreführende Werbeaussagen und unzulässige Wirkversprechen. Im Bericht verweisen die Tester darauf, dass die alleinige Einnahme der Produkte nicht zielführend ist. Wichtig ist eine Kombination aus Nahrungsumstellung und Sport. Positiv ist jedoch, dass sich in keinem Testprodukt riskante Stoffe wie beispielsweise Appetitzügler nachweisen ließen.
Kritik an unzureichend durchgeführten Studien
Die Tester verweisen auf Studien, die für Mittel mit den Inhaltsstoffen Glucomannan und Polyglucosamin eine leichte und kurzfristige Gewichtsreduktion nachwiesen. Bei Glucomannanen handelt es sich um Ballaststoffe aus der asiatischen Konjakwurzel. Laut Bescheinigung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) können sie zusammen mit einer kalorienarmen Ernährungsweise bei der Gewichtsabnahme helfen.
Bei den getesteten Fettverbrenner-Produkten kommen überwiegend sekundäre Pflanzenstoffe sowie Koffein, Guarana, grüner Tee und Polyphenole (aus Zitrusfrüchten) zum Einsatz. Die von den Herstellern präsentierten Wirkversprechen zu Inhaltsstoffen wie Koffein, Süßholzextrakt oder Guarana sehen die Tester kritisch. Laut Stiftung Warentest sind viele Aussagen nicht erlaubt, da die Efsa sie nicht anerkannt hat.
Fatburner Test: ÖKO-TEST bewertet Schlankheitsmittel
Bei einem im Jahr 2018 durchgeführten Fatburner Test waren die Tester ebenso skeptisch wie ihre Kollegen von Stiftung Warentest. Die Experten nahmen insgesamt 21 Produkte von Marken wie Doppelherz, Formoline L112, Kneipp, Ratiopharm und Zirkulin unter die Lupe.
Kritisiert wurden in erster Linie die zahlreichen Nebenwirkungen wie Blähungen und Durchfall. Zwar erwähnen die Tester einschlägige Studien, die eine Wirksamkeit der Produkte durchaus nachwiesen. Gleichzeitig bemängelten sie, dass die Wirksamkeitsstudien nicht auf ausreichend lange Zeiträume ausgelegt waren. Somit bieten diese keine Aussagekraft hinsichtlich einer Langzeitwirkung.