Ratgeberübersicht
  1. Zwischen welchen Arten von Bourbon Whiskey wird unterschieden?
  2. Wonach schmeckt Bourbon Whiskey?
  3. Welchen Einfluss hat die Dauer der Fassreife bei Bourbon Whiskey?
  4. Worauf sollten Sie noch achten, wenn Sie einen Bourbon-Whiskey kaufen?
  5. Wie unterscheiden sich Scotch, Bourbon Whisky und Irish Whisky?
  6. Wie wird Bourbon-Whiskey hergestellt?
  7. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Bourbon-Whiskey-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Die Vielfalt, die Bourbon Whiskey im Geschmack annehmen kann, ist sehr breit. Zitrische Aromen von Orange, Süße wie Kirsche oder Vanille und holziger Geschmack nach Eiche sind nur wenige der möglichen Geschmacksnuancen.
  • Die Länge der Fassreife hat einen enormen Einfluss auf die Farbe und auf den Geschmack von Bourbon Whiskey. Je länger das Destillat in einem Eichenfass reift, desto stärker das Aroma und dunkler die Farbe.
  • Die beiden Sorten Kentucky Straight Bourbon und Tennessee Whisky dominieren den Bourbon-Markt. Kentucky Straight Bourbon hat einen süßen, aber robusten Geschmack mit Aromen von Vanille und Karamell. Tennessee Whiskey ist deutlich glatter und milder.

Bourbon-Whiskeys im Test: Drei Gläser werden von Männern gehalten.

Bourbon Whiskey überzeugt durch seine reiche Aromenvielfalt, die von süßen Vanille- und Karamellnoten bis zu würzigen und holzigen Nuancen reicht. In vielen Cocktails kommt er daher als geschmacksgebender Alkohol zum Einsatz.

Sie wollen den besten Bourbon finden? Mit unserer Kaufberatung von WELT.de erfahren Sie, nach welchen Aromen Sie in Bourbon Whiskey Ausschau halten sollten.

Wir erklären Ihnen, welchen Einfluss die Länge der Fassreife auf den Geschmack hat und welche Rolle der Alkoholgehalt spielt. Zudem zeigen wir Ihnen die Unterschiede zwischen verschiedenen Bourbon-Sorten und gehen auf weitere Arten von Whiskey ein.

1. Zwischen welchen Arten von Bourbon Whiskey wird unterschieden?

Bourbon-Whiskeys im Test: Ein Whiskeyglas wird von einer Flasche gefüllt.

Wollen Sie Bourbon Whiskey auf Eis trinken, sollte dieser starke und robuste Aromen haben. Besonders Kentucky Straight Bourbon ist dafür gut geeignet.

Welcher der beste Bourbon der Welt ist, hängt natürlich von der subjektiven Meinung ab. In Bourbon-Whiskey-Tests im Internet schneiden allerdings insbesondere zwei Typen von Bourbon sehr gut ab.

Sind Sie Liebhaber von einem kräftigen, komplexen Geschmack? Dann empfehlen wir von WELT.de Ihnen Kentucky Straight Bourbon.

Viele schätzen ihn für seine traditionsreiche Geschichte. Süße, vanilleartige und karamellisierte Noten prägen das Geschmackserlebnis dieses Bourbons.

Bevorzugen Sie eher einen milden, abgerundeten Geschmack, ist der Tennessee Whiskey Ihre ideale Wahl. Er ist weniger würzig und zeichnet sich durch eine sanftere Trinkweise aus.

Ein bekannter Tennessee Whiskey ist Jack Daniel’s. Welche Besonderheiten die beiden Bourbon-Sorten haben, erfahren Sie in folgender Tabelle:

Kategorie Besonderheiten
Kentucky Straight Bourbon
  • robuster, süßer Geschmack mit Vanille- und Karamellnoten
  • traditionell handgefertigt in kleinen Mengen
  • tiefe Wurzeln in der amerikanischen Pionierzeit im 18. Jahrhundert
Tennessee Whiskey
  • glatter und milder als viele Bourbon-Sorten
  • nach dem Lincoln County Process durch Holzkohle gefiltert
  • selten kürzere Lagerung als vier Jahre

2. Wonach schmeckt Bourbon Whiskey?

Bourbon-Whiskeys im Test: Vanilleschoten liegen zusammengebunden auf einer dunklen Fläche.

Der Geschmack nach Vanille ist charakteristisch für süßen Bourbon. Er entsteht durch die Reifung in Eichenfässern.

Bourbon Whiskey hat einen reichen und komplexen Geschmack. Er ist von süßen, würzigen und holzigen Noten geprägt.

Die häufig beschriebene milde Süße bezieht sich auf die angenehme und weiche Zuckerigkeit, die oft von Vanille- und Karamellnoten stammt. Kräftiger Bourbon weist auf einen intensiveren Geschmack hin, der von würzigen, robusten Aromen dominiert wird.

Diese entstehen durch längere Fassreifung oder einen höheren Roggenanteil. Häufige Aromen der besten Bourbon-Whiskeys und wie diese sich auf den Bourbon auswirken, finden Sie in dieser Tabelle:

Typ Besonderheiten
Vanille
  • stammt von der Reifung in Eichenfässern
  • verleiht Bourbon angenehme Süße und cremige Textur
Kirsche
  • möglich sowohl süß als auch leicht säuerlich
  • fruchtige Aromen sorgen für interessante Komplexität
Orange
  • verleiht Whiskey zitrusartige Frische
  • beliebt bei Bourbon für Whiskey Sour
Karamell
  • durch Zuckerkaramellisierung während Reife im Fass
  • sorgt für warmen und süßen Charakter
Minze
  • zumeist nur subtil
  • erweitert Aromenspektrum durch erfrischende Nuance
Mehrere Flaschen von Jim Beam mit Bourbon-Whiskey im Test stehen nebeneinander in einem Spirituosenregal.

Neben reinen Bourbon Whiskeys bieten Hersteller wie JIM BEAM zum Beispiel auch Sorten an, die aromatisiert sind und so zum Beispiel eine fruchtige Note haben.

Tipp: Durch die Reifung in Eichenfässern erhält Bourbon oft ein Aroma von Eiche. Diese reichen von würzigen, holzigen Noten bis zu einem Hauch von Rauch. Dadurch erhält der Whiskey Tiefe und Komplexität.

3. Welchen Einfluss hat die Dauer der Fassreife bei Bourbon Whiskey?

Bourbon-Whiskeys im Test: Ein Glas mit Whiskey steht auf einem Holzfass.

Damit Sie einen leckeren süßen Bourbon mit kräftigen Noten erhalten, sollte dieser lange reifen. Günstiger Bourbon-Whiskey lagert aus Kostengründen teilweise nur ein Jahr im Bourbon-Fass und ist dementsprechend weniger intensiv.

Die Dauer der Reife im Bourbon-Fass ist entscheidend für den Geschmack und die Qualität von Bourbon-Whisky. Lagert im Bourbon-Fass Whisky, nimmt er Aromen aus dem Holz auf, wodurch sich komplexe Geschmacksprofile entwickeln.

Guter Bourbon-Whiskey lagert oft mehr als 5 Jahre im Barrell. Dies ermöglicht laut Bourbon-Whiskey-Tests im Internet eine tiefere Integration der Aromen.

Es entwickeln sich Vanille- und Karamellnoten. Wie sich eine lange Fassreifung im Detail auf den Geschmack von Bourbon auswirkt, erfahren Sie in folgender Auflistung.

    Vorteile
  • vertiefte Aromen mit intensiven Geschmacksnuancen
  • weicher und ausgewogener Geschmack
  • Abmilderung rauer Noten
    Nachteile
  • hoher Preis durch Lagerkosten und lange Wartezeit
  • starke Dominanz von Eiche im Geschmack

4. Worauf sollten Sie noch achten, wenn Sie einen Bourbon-Whiskey kaufen?

Planen Sie, Bourbon zu kaufen, gilt es, einen kritischen Blick auf die Herkunft zu werfen. Nur Whisky aus den Vereinigten Staaten von Amerika darf auch als Bourbon verkauft werden.

Amerikanischer Whisky ist ein beliebtes Geschenk für Liebhaber komplexer Aromen. Damit Ihr Präsent gut ankommt, muss auch das Aussehen stimmen.

Bourbon-Whiskeys im Test: Ein Mann gießt sich edlen Whisky in sein Glas.

Vielen Liebhabern von Bourbon Whiskey ist die Herkunft ihres Getränks sehr wichtig. Daher neigen einige Hersteller dazu, ein Abfülletikett mit der genauen Angabe des Herkunftsortes auf die Flaschen zu kleben.

Einige Produkte aus unserer Vergleichstabelle werden in Geschenkverpackungen angeboten. Mit diesen benötigen Sie kein Geschenkpapier mehr und schenken trotzdem ein optisch ansprechendes Präsent.

Gute Bourbon Whiskeys mit ausreichend langer Reifezeit erhalten eine kräftige Farbe, die der eines Bernsteins ähnelt. Reift der Whiskey nicht lange genug, helfen manche Hersteller mit Farbstoffen nach.

Diese sind geschmacklos und sollen keine Auswirkung auf die Qualität der Spirituose haben. Nichtsdestotrotz widerspricht die Nutzung zusätzliche Farbstoffe der Natürlichkeit und Reinheit des amerikanischen Whiskeys.

Während des Destillationsprozesses wird der Bourbon-Alkohol bestimmt. Auch die Reifung in Eichenfässern beeinflusst durch Verdunstung den Alkoholgehalt.

Ein höherer Alkoholgehalt neigt dazu, die Aromen zu intensivieren und dem Whisky eine kräftigere, würzige Note zu verleihen. Niedrige Werte beim Alkoholgehalt führen zu einem weicheren, glatteren Geschmack, der bestimmte Nuancen betont.

Achtung: Mit Werten von 40 bis 50 Prozent enthält Bourbon Whisky erhebliche Mengen Alkohol. Genießen Sie den Bourbon-Alkohol verantwortungsbewusst. Übermäßiger Konsum bringt gesundheitliche Risiken mit sich.

5. Wie unterscheiden sich Scotch, Bourbon Whisky und Irish Whisky?

Bourbon-Whiskey im Test: Ein Glas Scotch steht in einem Holzfass.

Scotch Whisky erhält seinen charakteristischen Geschmack durch das Trocknen der gemälzten Gerste über offenem Torffeuer. Dadurch entsteht ein rauchiges und oft torfiges Aroma.

Bourbon ist eine amerikanische Whiskey-Variante, die aus mindestens 51 Prozent Mais hergestellt wird. Sie reift in neuen, ausgekohlten Eichenfässern.

Scotch Whisky stammt aus Schottland und wird in gebrauchten Eichenfässern gereift. Bei der Herstellung kommt gemälzte Gerste zum Einsatz.

Irish Whiskey, aus Irland stammend, zeichnet sich durch dreifache Destillation aus. Er enthält mitunter eine Mischung verschiedener Getreidesorten.

Nicht nur in der Herstellung unterschieden sich die drei Whiskey-Kategorien. Bourbon hat einen süßen, vanilleartigen Geschmack.

Scotch ist oft rauchig und torfig. Irish Whiskey ist hingegen tendenziell glatter und leichter.

6. Wie wird Bourbon-Whiskey hergestellt?

Was ist unter dem “White Dog” zu verstehen?

Der White Dog bezeichnet den ungefilterten, farblosen Roh-Bourbon, der direkt nach der Destillation entsteht. Seine Farb- und Geschmackseigenschaften erhält er erst durch die Reifung im Eichenfass.

Um Bourbon Whisky herzustellen, werden verschiedene Getreidesorten miteinander vermischt. Dabei handelt es sich um mindestens 51 Prozent Mais.

Das Getreide wird gemahlen und mit Wasser zu einem Brei vermengt. Dieser Brei wird dann erhitzt, um die Stärke in Zucker umzuwandeln.

Die Gärung beginnt durch beigegebene Hefe, sodass sich Zucker in Alkohol umwandelt. Die entstehende Maische wird destilliert und daraufhin in neue, ausgekohlte Eichenfässer gefüllt.

In den Eichenfässern lagert der Whiskey mindestens zwei Jahre lang, um seinen charakteristischen Geschmack, sein Aroma und die bernsteinfarbene Färbung zu entwickeln. Mit Wasser verdünnt füllen die Hersteller den Bourbon Whiskey dann in Flaschen.

Inzwischen haben sich viele Hersteller auf die Produktion von Bourbon spezialisiert. Marken guter Bourbon-Whiskeys, die wir in unserem Bourbon-Whiskey-Vergleich unter die Lupe genommen haben, sind:

  • Jack Daniel’s
  • Four Roses
  • Bulleit
  • Woodford Reserve
  • Maker’s Mark
  • Eagle Rare
  • Elijah Craig
  • Jim Beam
Bourbon-Whiskeys im Test: Ganz viele Whiskey-Fässer lagern zur Reifung in einem Keller.

Eine Sache, die alle Bourbon-Whisky-Marken gemeinsam haben, ist, dass der Roh-Whiskey im Eichenfass reift. Dadurch entwickelt sich der charakteristische süße und vanilleartige Geschmack.

7. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Bourbon-Whiskey-Tests bzw. -Vergleichen suchen

Die Stiftung Warentest kürte bisher keinen Bourbon-Whiskey-Testsieger 2025. Damit Sie trotzdem bestens beraten sind, wenn Sie Bourbon kaufen, finden Sie hier häufige Fragen unserer WELT.de-Leser.

7.1. Aus was wird Bourbon-Whiskey hergestellt?

Bourbon Whiskey wird aus einer Getreidemischung hergestellt, die mindestens 51 Prozent Mais enthält. Bourbon-Whiskey-Tests ergaben, dass weitere Bestandteile zumeist Roggen, Gerste und Weizen sind.

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7.2. Ist Bourbon-Whiskey glutenfrei?

Grundsätzlich ist Bourbon Whiskey, der nach den traditionellen Herstellungsmethoden produziert wird, glutenfrei. Der Herstellungsprozess entfernt die Glutenproteine, wobei Spuren von Gluten jedoch nicht auszuschließen sind.

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7.3. In welchen Cocktails wird Bourbon verwendet?

Bourbon-Whiskeys-Test: Eine Flasche der Marke Jim Beam steht vor einem Spirituosenregal mit Preisschildern.

Bourbon Whiskeys stammen immer aus den USA, unabhängig davon ob sie von JIM BEAM oder anderen Marken angeboten werden.

Ein beliebter Cocktail mit Bourbon sind der Old Fashioned und der Manhattan. Des Weiteren können Sie Bourbon für Whiskey Sour oder Kentucky Mule verwenden.

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7.4. Gibt es auch deutschen Bourbon-Whiskey?

Es ist gesetzlich festgelegt, dass Bourbon Whiskey nur in den USA hergestellt werden kann. Deutschen Bourbon gibt es demnach nicht.

In Deutschland produzierte Whiskeys können jedoch ähnliche Produktionsmethoden verwenden. Diese werden dann zum Beispiel mit dem Zusatz “Bourbon-Style” oder “nach Bourbon-Art” vermarktet.

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7.5. Woher kommt der Name Bourbon?

Der Name “Bourbon” für Whiskey stammt von Bourbon County in Kentucky, USA. Dort wurde die Spirituose im 18. Jahrhundert erstmals hergestellt.

Heutzutage kommen viele Bourbon-Whiskeys nicht mehr ausschließlich aus Bourbon County. Trotzdem bleibt der Name als Bezeichnung für eine bestimmte Art von amerikanischem Whisky erhalten.

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7.6. Wie sprechen Sie Bourbon aus?

Bourbon ist ein englisches Wort, dessen Aussprache ungefähr wie “Börbin” klingt. Die Betonung liegt dabei auf der ersten Silbe.

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