
Für den Heimgebrauch reichen kleine Bierzapfanlagen, an die man 5-Liter-Fässer anschließen kann. In der Gastronomie kommen große Bierfässer zum Einsatz.
Wenn Sie sich entschieden haben, eine Bierzapfanlage zu kaufen, sollten Sie auf einige Aspekte achten. Dazu zählt unter anderem das Fassungsvermögen, der Pumpentyp, ein vorhandenes Kühlsystem und die Größe des Geräts.
3.1. Fassungsvermögen
Je nach Art und Größe der Zapfanlage, können an diese unterschiedlich große Bierfässer angeschlossen werden. Die meisten Bierzapfanlagen fassen 5 l und weniger sollten es auch nicht sein, da sich eine Bierzapfanlage unter 5 l Fassungsvermögen kaum lohnt. Für die Feier zu Hause ist dieses Fassungsvermögen zudem perfekt, da man passende Bierfässer in jedem Supermarkt bekommt. Auch Bierzapfanlagen mit 6 Liter sind gängige Modelle. Darüber hinaus gibt es Bierzapfanlagen, die 30 Liter fassen, wobei diese für den Heimgebrauch eher nicht notwendig sind und man die entsprechenden Fässer nicht im Supermarkt bekommt.
Tipp: Wenn Sie eine Bierzapfanlage tatsächlich nur für sich allein nutzen möchten, beispielsweise um sich ein kleines Bier zum Feierabend zu zapfen, reicht Ihnen unter Umständen sogar eine kleine Bierzapfanlage mit 3 Liter Fassungsvermögen.
3.2. Pumpentyp
Der Aufbau einer Zapfanlage oder Bierzapfanlage beruht auf dem Prinzip, dass das Bierfass unterhalb der Zapfanlage positioniert wird – im Heimgebrauch in der Regel unter dem Tisch, auf dem das Bier gezapft wird. Damit das Bier durch die Zapfanlage in Glas gelangt, ist eine Pumpe notwendig. Mittlerweile erfolgt das häufig durch einen elektrischen Kompressor. Alternativ kommt eine CO2-Pumpe zum Einsatz. Letztere haben den Vorteil, dass das Bier beim Zapfen zugleich mit Kohlensäure versetzt wird, wodurch es besonders lange frisch bleibt. Manche Bierzapfanlagen besitzen einen Druckminderer, der den Druck in den Leitungen reduziert und dafür unterm Strich für einen gleichbleibenden Druck sorgt.
Achtung: Der Einsatz von CO2-Pumpen ist im Grunde ungefährlich. Sie sollten jedoch darauf achten, dass die Gasflasche stets dicht verschlossen ist und die Zapfanlage nicht in der Näher eines Lagerfeuers verwendet wird.
Abgesehen davon gibt es heutzutage auch automatische Bierzapfanlagen, mit denen man auf Knopfdruck Bier zapfen kann und die optisch eher einer großen Kaffeemaschine ähneln.
3.3. Bierzapfanlage mit Kühlung
Niemand mag warmes Bier. Es ist daher wichtig, dass die Bierzapfanlage mit einer Kühlung ausgestattet ist. Die meisten guten Hersteller bieten Modelle mit integrierter Kühlung an, wobei diese sich im Kühlsystem unterscheiden können.
Ideal ist eine Bierzapfanlage mit Durchlaufkühler, wodurch das Bier auf dem Weg ins Glas während des Zapfens entsprechend temperiert wird. Dabei unterscheidet man zwischen zwei gängigen Kühlverfahren: Es gibt Bierzapfanlagen mit Nasskühler-Verfahren und Bierzapfanlagen mit Trockenkühler-Verfahren:
| Kühlverfahren | Eigenschaften |
| Bierzapfanlage mit Trockenkühler | - beruht auf Kühlung durch einen Aluminumblock
- Bier wird mittels Kühlschlauch durch einen gekühlten Aluminiumblock geleitet
- Vorlaufzeit: wenige Minuten
- Nachteil: niedrigere Zapfleistung
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| Bierzapfanlage mit Nasskühler | - hier wird die Bierzapfanlage wassergekühlt
- Bier wird mittels Kühlschlauch durch das kalte Wasser geleitet
- Vorlaufzeit: 1–2 Stunden
- Nachteil: Wasser muss regelmäßig gewechselt werden
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Teilweise gibt es auch Bierzapfanlagen mit Kühlschrank für das Bierfass. Bei einer normalen Bierzapfanlage mit Durchlaufkühler ist das jedoch gar nicht notwendig, da das Bier sowieso auf dem Weg ins Glas gekühlt wird.
3.4. Maße und Gewicht
Die Höhe der Anlage in cm und das Gewicht in kg ist zwar nicht unbedingt ausschlaggebend für die Qualität des Gerätes, doch je nachdem wo Sie die Bierzapfanlage anschließen wollen, spielen die Maße durchaus eine Rolle. Messen Sie daher zuvor unbedingt aus wieviel Platz Sie für eine Bierzapfanlage mit Untertisch haben. Die Maße einer Zapfanlage finden Sie in den Herstellerangaben.

Alle Komponenten der Bierzapfanlagen müssen leicht zu reinigen sein. Hier haben Hersteller wie CLATRONIC, die auf Edelstahl setzen, die Nase vorn.