Ganze Früchte eignen sich nicht immer für Obstpressen
Während kleine Früchte wie Trauben und Beeren lediglich von Ästen und Blättern befreit werden müssen, sollten Sie größeres Obst wie Äpfel und Birnen unbedingt vorab zerkleinern und von Kernen beziehungsweise Steinen befreien. Die Verwendung ganzer oder lediglich halbierter Früchte kann nicht nur dem Gerät schaden, sondern durch die in Kernen enthaltenen Bitterstoffe auch zu einem verfälschten Geschmack führen.
Viele Menschen finden wieder Gefallen daran, ihre Lebensmittel selbst herzustellen. Das gilt vor allem, wenn die Früchte aus dem eigenen Garten auf ihre Verarbeitung warten. Eine Obstpresse ist in diesem Fall das ideale Hilfsmittel. Professionelle Safthersteller wie Wurlitzer, Rauch und Gotzing setzen ebenfalls auf entsprechende Geräte, auch wenn es sich dabei um große, professionelle Obstpressen handelt.
Die Pressen bestehen aus einem großem Behältnis, in dem eine Pressmechanik verbaut ist. Dabei handelt es sich traditionellerweise um eine Pressscheibe, die durch das Drehen einer damit verbundenen Spindel nach unten gedrückt wird. Um ausreichend Druck auf das in dem Behälter befindliche Obst ausüben zu können, werden zusätzlich sogenannte Pressklötze genutzt.
Hydraulische Modelle unterstützen den Verwendenden, indem die Bewegung der Pressmechanik hydraulisch verstärkt wird. Hydro-Obstpressen sind hingegen so konzipiert, dass eine Art mit Wasser gefüllter Sack im Inneren des Behältnisses die Früchte gegen dessen Wände presst. Letztere Varianten werden häufig als elektrische Modelle angeboten, wie verschiedene Obstpressen-Tests im Internet verdeutlichen.
Doch wie benutzt man eine Obstpresse? Zerkleinern Sie Ihre Früchte zunächst grob und verarbeiten Sie sie anschließend durch Quetschen oder leichtes Pürieren zu einer Maische. Diese wird dann in den Pressbehälter gegeben, der zuvor mit einem Presstuch ausgekleidet wurde.
Das Tuch fungiert als Sieb und filtert die festen Bestandteile der Früchte aus dem entstehenden Saft. Einige moderne Obstpressen kommen gänzlich ohne Press- oder Siebtuch aus. Stattdessen sind bereits Filter in die Presse integriert.
Tipp: Einige Obstpressen werden mit Mühle angeboten. Die Mühle bereitet das Obst unmittelbar auf die Weiterverarbeitung in der Presse vor und erspart Ihnen die Zeit, die Sie für das vorherige Zerkleinern und Quetschen benötigen würden.
Die entstandene Maische wird in den Pressbehälter gegeben und mithilfe der integrierten Kurbel und einer aufgelegten Pressplatte gepresst. Je nach Pressen-Typ sind die Obstpressen dazu mit Ratschen, Kurbeln oder Hebeln ausgestattet. Elektrische und Hydro-Modelle funktionieren häufig sogar auf Knopfdruck.

Durch Drehen, Kurbeln oder Hebeln wird der Saft in einer Obstpresse aus den festen Fruchtbestandteilen gepresst.
Viele Menschen, die mit dem Gedanken spielen, sich eine Obstpresse zuzulegen, stellen sich die Frage: Was ist besser – eine Obstpresse oder ein Entsafter? In unserer folgenden Übersicht auf WELT.de stellen wir Ihnen die konkreten Vorteile von Obstpressen noch einmal zusammenfassend vor:
Vorteile- Besonders effiziente Saftgewinnung
- Wertvolle Inhaltsstoffe aus festen Fruchtbestandteilen bleiben in größerem Umfang in Saft enthalten
- Saft ist weniger luftig und schaumig und oxidiert deshalb nicht so schnell
- Sehr leise Verarbeitung der Früchte möglich
- Leicht zu reinigen
- Auch sehr kleine, faserige und stärkehaltige Früchte können verarbeitet werden
Nachteile- Häufig etwas höherer Preis
- Mehr Zeit zur Vorbereitung der Früchte und zum Pressen benötigt