Obwohl sich die meisten Biere in der Zusammensetzung nicht wesentlich unterscheiden, führt die Vielfalt der unterschiedlichen Brautechniken zu unterschiedlichen Ergebnissen. So unterscheiden sich die meisten Biere nicht nur im Geschmack, sondern auch in Alkoholgehalt, Farbe und Aussehen.

Auch dieses Berliner-Pilsner-Bier besteht hauptsächlich aus Wasser, zu etwa 90 bis 95 %, wie wir herausfinden.
Zutaten: Nach dem deutschen Reinheitsgebot

Es gibt auch alkoholfreie Varianten.
Das Deutsche Reinheitsgebot und die damit einhergehenden Einschränkungen sind in der hiesigen Braukunst tief verankert und auch im deutschen Biergesetz zu finden. Dieses gilt jedoch nur für hier ansässige Brauereien, die Bier für den heimischen Markt produzieren. Internationales Bier und Bier, das in Deutschland für den Export produziert wird, ist von den strengen Regelungen ausgenommen. Für die meisten in Deutschland gebrauten Biere, die auch in Deutschland verkauft werden, sind lediglich folgende Zutaten erlaubt:
- Gerstenmalz, je nach Biersorte auch anderes Malz
- Hopfen
- Hefe
- Wasser
Die Vielzahl verschiedener Biere und Biersorten entsteht einerseits durch unterschiedliche Rezepturen und Brauverfahren. Andererseits gibt es mehrere hundert Hopfensorten, von denen in Deutschland etwa 30 bis 40 zum Brauen von Bier angebaut und eingesetzt werden. Sie unterscheiden sich teilweise erheblich in ihrem Aroma und sind beispielsweise eher süß, bitter oder herb. Diese Geschmacksnoten schmecken Sie dann später auch im daraus hergestellten Bier.
Ebenfalls von großer Bedeutung für den endgültigen Geschmack eines Biers ist das verwendete Wasser. Je nach den enthaltenen Mineralstoffen und Spurenelementen kann Wasser einen eher sauren oder leicht alkalischen pH-Wert haben. Dieser wirkt sich nicht nur auf den Geschmack selbst, sondern auch auf die Gärung im Verlauf des Brauens aus und bestimmt so auf vielfältige Weise die Aromen und die Würze des späteren Bieres.
Alkoholgehalt und Stammwürze: Mit der Stammwürze steigt auch der Alkoholgehalt
Die Stammwürze beim Bierbrauen ist zu Beginn des Gärprozesses die Menge an festen Zutaten, die später von der Hefe vergärt wird. Je mehr Stammwürze in einem Bier enthalten ist, desto aromatischer und intensiver ist es in der Regel im Geschmack. Außerdem steigt mit der Stammwürze, vor allem mit dem Gehalt an Malz, der Alkoholgehalt, weil mehr Stärke vergärt wird. Der Gehalt an Stammwürze ist auch entscheidend für die steuerrechtliche Untergliederung verschiedener Biere, die wie folgt aussieht:
- Einfachbier: Stammwürzgehalt 1,5 – 6,9 %, Alkoholgehalt 0,5 – 1,5 %
- Schankbier: Stammwürzgehalt 7,0 – 10,9 %, Alkoholgehalt 2 – 3 %
- Vollbier: Stammwürzgehalt 11,0 – 15,9 %, Alkoholgehalt 3 – 6 %
- Starkbier: Stammwürzgehalt min. 16,0 %, Alkoholgehalt 9 – 10 %
Aussehen: Dunkle Biere haben keinen höheren Alkoholgehalt
Die Farbe eines Biers wird hauptsächlich durch das eingesetzte Malz bestimmt. Während es früher üblich war, dieses zu rösten oder zu dörren, um das Bier wohlschmeckender zu machen, ist dies heutzutage nicht mehr nötig. Dunkle Biere sind also die ursprünglichere Form und helle Biere die modernere. Da sich die Beschaffenheit des Malzes auch auf den Geschmack auswirkt, unterscheiden sich beide Varianten hier typischerweise. Oft schließt man von einem dunklen Bier auch auf einen hohen Alkoholgehalt, das ist jedoch nicht immer zutreffend.

Hier erkennen wir, dass dieses Berliner-Pilsner-Bier einen Alkoholgehalt von 5 % aufweist.