Natürlich kommt es bei einem guten Whisky vor allem auf den Geschmack an. Ein gutes Destillat zeichnet sich durch eine Vielzahl verschiedener Aromen von fruchtig bis erdig und herb aus. Diese entstehen die verwendeten Zutaten und durch die verwendeten Fässer zur Lagerung. Auch das Klima des Herkunftslandes und viele weitere Faktoren muss ein guter Brennmeister berücksichtigen.
Zutaten der einzelnen Whiskys
Zur Herstellung von Whisky dürfen Brennereien ausschließlich Getreide verwenden. Je nachdem, welches Korn genau zum Einsatz kommt, tragen die Whiskys unterschiedliche Bezeichnungen:
- Malt Whisky: Für einen Single Malt kommt ausschließlich Gerste und sonst kein anderes Getreide zum Einsatz. Das Mischen von Fässern mit Whisky verschiedenen Alters und Alkoholgehalts ist aber gestattet
- Grain Whisky: Grain Whisky besteht aus mehreren unterschiedlichen Getreidesorten, beispielsweise Mais, Weizen oder Roggen. Je mehr Gerste er enthält, desto hochwertiger ist er in der Regel, weil diese entscheidend für den Gärungsprozess ist
- Bourbon Whisky: Ein guter Bourbon Whisky besteht zu mehr als der Hälfte, also mindestens 51 %, aus Mais. Die weiteren Zutaten sind Gerste, Roggen und Weizen. Ebenfalls zwingend ist die mindestens zweijährige Lagerung in Holzfässern
- Rye Whisky: Besteht hauptsächlich aus Roggen, oft zusammen mit Gerste als Rye Malt Whisky
- Corn Whisky: Meist amerikanischer Whisky zu mindestens 80 % aus Mais, der nicht zwingend lange in Holzfässern reifen muss. Oft kommt er bereits nach einem halben Jahr in den Verkauf
Herstellung
Neben der reinen Unterscheidung der verwendeten Zutaten gibt es auch Unterschiede in der Herstellung: Sogenannte Single Whiskys, beispielsweise Single Malt oder Single Grain Whisky, werden von einer einzigen Destillerie hergestellt. Diese darf bei der Fertigung zwar den Inhalt unterschiedlicher Fässer mischen, aber keinen von einer anderen Destillerie gefertigten Whisky zugeben. Für einen reinen Bourbon Whisky wird in der Regel die Bezeichnung Straight Bourbon Whisky verwendet.
Herkunft
Ursprungsland des Whiskys ist Schottland. Bis heute steht die Bezeichnung Scotch Whisky daher für eine hohe Qualität und perfekte Aromen. Es handelt sich um einen geschützten Begriff. Er darf nur für Whisky verwendet werden, der wirklich in Schottland hergestellt und dort mindestens 3 Jahre gelagert wurde. Andere populäre Whiskyländer sind Irland, die USA und seit einigen Jahren auch Japan.
Die Unterschiede, die sich in Whiskys verschiedener Länder und Regionen der Erde finden, sind auf bestimmte Faktoren zurückzuführen:
- Unterschiedliche Mineralisierung des verwendeten Wassers
- Klima beeinflusst die Aroma-Entwicklung während der Lagerung
- Je nach Region werden unterschiedliche Getreidesorten verwendet
Whisky oder Whiskey?
Ob es Whisky oder Whiskey heißt, ist abhängig vom Ursprungsland. Whiskey mit “e” hat den Ursprung in Irland und hat es zur typischen Schreibweise in den USA geschafft. In Schottland und auch Kanada ist die Schreibweise Whisky ohne “e” geläufig.
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Lagerung
Die Lagerung von Whisky muss im Holzfass erfolgen. Geschieht das nicht, darf die Brennerei die entstandene Spirituose nicht als Whisky bezeichnen. Des Weiteren regelt eine entsprechende Verordnung der Europäischen Union, dass die Fässer nicht mehr als 700 Liter fassen dürfen. Hintergrund dieser Regelung ist, dass das Verhältnis zwischen Holzoberfläche und Inhalt abnimmt, je größer ein Fass ist. Der Whisky kann dann weniger Aromastoffe aufnehmen, was die Qualität negativ beeinflusst.
Zur Lagerung kommen meistens Eichenfässer zum Einsatz. Diese können neu oder vorher bereits für die Lagerung von anderen Spirituosen wie Sherry oder Portwein verwendet worden sein. In jedem Fall tragen das Material und die darin enthaltenen Aromen entscheidend zum letztendlichen Geschmack des Whiskys bei. Für lange gereifte Whiskys verwenden Brennereien oft die Bezeichnung „old“, diese ist aber nicht geschützt.