Ratgeberübersicht
  1. Was ist Matcha-Tee?
  2. Woran erkennen Sie in einem Matcha-Tee-Test gute Qualität?
  3. Welcher Matcha-Tee eignet sich für welchen Zweck?
  4. Wie lässt sich Matcha-Tee richtig zubereiten?
  5. Was sagt Stiftung Warentest im Matcha-Tee-Test?
  6. Weitere Fragen von Kunden, die nach Matcha-Tee-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Matcha-Tee ist fein gemahlener Grüntee aus beschatteten Teeblättern, bei dem das verarbeitete Blatt vollständig mitgetrunken wird.
  • Guten Matcha erkennen Sie an Herkunft, Farbe, feinem Mahlgrad, transparenter Deklaration sowie Bio- und Schadstoffprüfungen.
  • Ceremonial Grade eignet sich zum puren Trinken, während Culinary Grade für Matcha-Latte, Smoothies und zum Backen verwendet wird.

Matcha-Tee-Test: eine Dose Matcha-Tee.

Matcha-Tee ist ein fein gemahlener Grüntee aus beschatteten Teeblättern. Wer Matcha-Tee kaufen möchte, findet große Unterschiede bei Herkunft, Qualitätsstufe, Mahlgrad und Preis. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie echten Matcha von einfachem Grüntee-Pulver unterscheiden und worauf Sie bei Bio-Zertifizierung, Schadstoffkontrollen und Verpackung achten sollten. Wir erklären außerdem, welcher Matcha zu welchem Verwendungszweck passt und wie Sie Matcha-Tee richtig zubereiten und lagern.

1. Was ist Matcha-Tee?

Matcha ist pulverisierter grüner Tee, für den traditionell Tencha verwendet wird. Tencha entsteht aus vor der Ernte beschatteten Teepflanzen. Die geernteten Blätter werden anschließend verarbeitet und für hochwertigen Matcha sehr fein vermahlen. Traditionell kommen dafür Steinmühlen zum Einsatz.

Anders als bei aufgegossenem Grüntee entfernen Sie die Teeblätter nach der Zubereitung nicht. Das Matcha-Pulver wird mit Wasser vermischt und vollständig getrunken.

Matcha-Tee-Test: Mit einer kleinen Milchkanne wird Milch in ein Mancha-Glas gefüllt. Daneben liegt ein Matcha-Besen.

Matcha enthält von Natur aus Koffein sowie verschiedene Pflanzenstoffe wie Catechine.

1.1. Worin unterscheiden sich echter Matcha und gemahlener Grüntee?

Echter Matcha unterscheidet sich durch Ausgangsmaterial und Verarbeitung von einfachem gemahlenem Grüntee. Traditioneller Matcha basiert auf beschattetem Tencha. Einfaches Grüntee-Pulver kann dagegen aus anderen Grüntees hergestellt werden und gröbere Bestandteile enthalten.

Auch das Aussehen liefert Hinweise. Hochwertiges Matcha-Pulver besitzt eine feine Konsistenz und einen kräftigen Grünton. Ein gelblicher oder bräunlicher Farbton kann auf Unterschiede bei Rohstoff, Verarbeitung oder Lagerung hinweisen. Eine intensive grüne Farbe allein garantiert jedoch keine hohe Qualität.

Geschmacklich besitzt Matcha pflanzliche, leicht herbe und ausgeprägte Umami-Noten. Eine starke Bitterkeit ist für sich genommen kein Qualitätsmerkmal. Auch Herkunft, Zubereitung und verwendete Pulvermenge beeinflussen den Geschmack.

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2. Woran erkennen Sie in einem Matcha-Tee-Test gute Qualität?

Ein Matcha-Tee-Test beziehungsweise -Vergleich sollte Qualitätsstufe, Herkunft, Mahlgrad, Farbe, Verpackung und Herstellerangaben berücksichtigen. Zusätzlich sind Bio-Zertifizierung und nachvollziehbare Schadstoffkontrollen relevante Kaufkriterien. Der Preis allein lässt dagegen keine zuverlässige Aussage über die Qualität zu.

2.1. Was bedeuten Ceremonial-, Premium- und Culinary-Grade?

Ceremonial-, Premium- und Culinary-Grade beschreiben unterschiedliche, vom Hersteller festgelegte Qualitäts- beziehungsweise Verwendungsstufen. Die Bezeichnungen sind nicht gesetzlich geschützt. Ein Ceremonial-Grade verschiedener Hersteller muss deshalb nicht dieselbe Qualität besitzen.

  • Ceremonial-Grade: wird für Matcha angeboten, der sich zum traditionellen Trinken mit Wasser eignen soll.
  • Premium-Grade: wird als Qualität für den regelmäßigen Matcha-Genuss vermarktet.
  • Culinary-Grade: wird für Matcha-Latte, Smoothies, Desserts sowie zum Kochen und Backen angeboten.

Verlassen Sie sich beim Matcha-Tee-Kauf deshalb nicht allein auf diese Bezeichnungen. Prüfen Sie zusätzlich Herkunft, Zutaten, Farbe, Mahlgrad und Herstellerinformationen.

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2.2. Welche Rolle spielen Herkunft und Anbauregion?

Matcha-Tee aus Japan besitzt eine lange Tradition. Zu den bekannten japanischen Anbauregionen zählen Uji, Nishio und Kagoshima. Wer gezielt traditionellen japanischen Matcha sucht, sollte deshalb auf eine eindeutige Angabe des Herkunftslandes und nach Möglichkeit der Anbauregion achten.

Auch Matcha aus anderen Ländern wie China ist erhältlich. Das Herkunftsland allein entscheidet jedoch nicht über sämtliche Qualitätsmerkmale. Angaben zu Rohstoff, Verarbeitung, Qualitätskontrolle und Anbau liefern zusätzliche Informationen für den Vergleich.

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2.3. Warum sind Bio-Zertifizierung und Schadstoffprüfung wichtig?

Bio-Zertifizierung und Schadstoffkontrollen sind bei Matcha wichtige Kaufkriterien, weil das Pulver vollständig konsumiert wird. Anders als bei aufgegossenem Tee werden die verarbeiteten Blätter nach der Zubereitung nicht entfernt.

Bio-Matcha-Pulver stammt aus kontrolliert ökologischem Anbau. Ein Bio-Siegel garantiert jedoch keine vollständige Freiheit von unerwünschten Stoffen. Angaben zu Laboranalysen und Schadstoffkontrollen können deshalb zusätzliche Orientierung bieten.

Tipp: Achten Sie beim Matcha-Kauf nicht nur auf ein Bio-Siegel. Angaben zu Herkunft und Schadstoffkontrollen liefern zusätzliche Informationen zur Produktqualität.

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2.4. Was verraten Mahlgrad, Farbe und Schaumbildung über Matcha?

Ein sehr feiner Mahlgrad verbessert die Konsistenz des zubereiteten Matchas. Deutlich körniges oder sandiges Pulver kann den Trinkgenuss beeinträchtigen. Frischer Matcha besitzt zudem einen kräftigen Grünton. Die Farbe sollte gemeinsam mit weiteren Qualitätsmerkmalen beurteilt werden.

Eine Dose Matcha-Tee im Test in einer Hand.

Im Gegensatz zu anderem Tee wird Matcha-Tee, wie der Imogti-I-Am-Matcha, meist in Pulverform zubereitet.

Bei der traditionellen Zubereitung wird Matcha mit einem Bambusbesen, dem Chasen, aufgeschäumt. Die Schaumbildung hängt neben dem Pulver von Wassermenge, Dosierung und Zubereitungstechnik ab. Viel Schaum ist deshalb allein kein Beweis für hochwertigen Matcha.

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2.5. Welche Verpackung und Packungsgröße sind sinnvoll?

Matcha sollte möglichst licht- und luftgeschützt verpackt sein. Licht, Wärme, Luft und Feuchtigkeit können Farbe, Geruch und Aroma des feinen Pulvers beeinträchtigen. Dosen oder entsprechend geschützte Beutel eignen sich deshalb zur Aufbewahrung.

Kleine Packungen sind sinnvoll, wenn Sie Matcha nur gelegentlich trinken. Größere Packungen eignen sich für einen regelmäßigen Verbrauch. Berücksichtigen Sie beim Preisvergleich deshalb auch Füllmenge und Preis pro 100 Gramm.

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3. Welcher Matcha-Tee eignet sich für welchen Zweck?

Die passende Matcha-Qualität hängt vor allem davon ab, ob Sie den Tee pur trinken oder weiterverarbeiten möchten. Für die traditionelle Zubereitung mit Wasser können Sie eine hochwertige Qualität wählen, die der Hersteller ausdrücklich für den puren Genuss vorsieht.

Für Matcha-Latte ist die höchste angebotene Qualitätsstufe nicht erforderlich. Milch oder Pflanzendrink verändern den Eigengeschmack des Matchas. Entsprechendes gilt für Smoothies.

Zum Kochen und Backen wird Culinary-Grade angeboten. Das Pulver lässt sich beispielsweise für Kuchen, Kekse, Desserts oder Eis verwenden. Vergleichen Sie bei größeren benötigten Mengen auch den Grundpreis.

Gut zu wissen: Für Matcha-Latte und Backwaren reicht Culinary-Grade aus. Für den puren Genuss mit Wasser bietet sich eine dafür ausgewiesene Qualität an.

4. Wie lässt sich Matcha-Tee richtig zubereiten?

Für die traditionelle Zubereitung benötigen Sie Matcha-Pulver, warmes Wasser, eine Schale und idealerweise einen Bambusbesen. Das Wasser sollte bei der Zubereitung nicht mehr kochen. Das Pulver verbleibt vollständig im Getränk, weshalb Matcha keine klassische Ziehzeit wie Tee im Beutel benötigt.

Matcha-Tee-Test: ein Löffel Matcha-Tee vor einer hellblauen Dose.

Hier haben wir uns die Zubereitung genauer angeschaut. Das Pulver des Imogti-Matcha-Tees wird mit heißem Wasser gemischt und aufgelöst, um das beste Ergebnis zu erzielen.

4.1. Wie viel Matcha-Pulver benötigen Sie pro Tasse?

Für eine Portion werden je nach gewünschter Intensität etwa 1 bis 2 Gramm Matcha-Pulver verwendet. Beachten Sie zusätzlich die Dosierungsangaben des jeweiligen Herstellers.

Geben Sie das Pulver zunächst in eine Schale. Mit einer kleinen Menge warmem Wasser lässt es sich zu einer gleichmäßigen Mischung verrühren. Anschließend geben Sie weiteres Wasser hinzu und schlagen den Matcha mit schnellen Bewegungen auf.

Für einen Matcha-Latte können Sie den angerührten Matcha anschließend mit Milch oder Pflanzendrink kombinieren.

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4.2. Wie lässt sich Matcha ohne Bambusbesen zubereiten?

Matcha lässt sich auch ohne Chasen zubereiten. Ein kleiner Milchaufschäumer bietet sich als Alternative zum traditionellen Matcha-Besen an. Auch ein sicher verschließbares und für die verwendete Wassertemperatur geeignetes Gefäß kann zum Vermischen dienen.

Der Bambusbesen ist damit keine Voraussetzung für Matcha-Tee. Wer Wert auf die traditionelle Zubereitung und einen feinporigen Schaum legt, kann jedoch zu einem Chasen greifen.

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4.3. Wie sollten Sie Matcha-Pulver lagern?

Matcha-Pulver sollte gut verschlossen sowie vor Licht, Wärme und Feuchtigkeit geschützt aufbewahrt werden. Beachten Sie nach dem Öffnen die konkreten Lagerungshinweise des Herstellers und verbrauchen Sie das Pulver innerhalb des dort empfohlenen Zeitraums.

Verändert sich der Matcha deutlich bei Farbe, Geruch oder Aroma, kann dies auf einen Qualitätsverlust hindeuten. Verschließen Sie die Verpackung deshalb nach jeder Verwendung sorgfältig und entnehmen Sie das Pulver mit einem trockenen Löffel.

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5. Was sagt Stiftung Warentest im Matcha-Tee-Test?

Einen umfassenden eigenständigen Matcha-Tee-Test von Stiftung Warentest gibt es laut dem vorliegenden Briefing bislang nicht. In einem Grüntee-Test aus dem Jahr 2015 untersuchte Stiftung Warentest jedoch auch zwei Matcha-Produkte auf Schadstoffe.

Die Ergebnisse dieser älteren Untersuchung lassen sich nicht automatisch auf aktuelle Produkte übertragen. Wer nach dem besten Matcha-Tee bei Stiftung Warentest sucht, sollte deshalb nicht von einem aktuellen Matcha-Testsieger ausgehen.

Ein aktueller Matcha-Tee-Test oder Produktvergleich sollte neben Geschmack und Löslichkeit insbesondere Herkunft, Deklaration, Bio-Zertifizierung und Schadstoffkontrollen berücksichtigen. Gerade weil Sie bei Matcha das verarbeitete Blatt vollständig konsumieren, sind transparente Qualitätsangaben für die Kaufentscheidung relevant.

6. Weitere Fragen von Kunden, die nach Matcha-Tee-Tests bzw. -Vergleichen suchen

6.1. Wie viel Koffein enthält Matcha-Tee?

Matcha enthält von Natur aus Koffein. Die konkrete Menge hängt vom jeweiligen Produkt und davon ab, wie viel Matcha-Pulver Sie pro Portion verwenden. Deshalb lässt sich kein einheitlicher Koffeingehalt für jede Tasse nennen.

Berücksichtigen Sie neben Matcha auch andere Koffeinquellen wie Kaffee, Schwarztee oder Energydrinks. Bei einer hohen Koffeinempfindlichkeit ist eine kleinere Menge sinnvoll.

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6.2. Ist Matcha-Tee für Kinder geeignet?

Matcha eignet sich aufgrund seines natürlichen Koffeingehalts nicht als alltägliches Getränk für Kinder. Auch Schwangere und Stillende sollten ihre gesamte tägliche Koffeinaufnahme berücksichtigen.

Bei gesundheitlichen Vorerkrankungen oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme empfiehlt sich vor einem regelmäßigen Konsum die Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker. Matcha sollte nicht mit gesundheitlichen oder therapeutischen Wirkversprechen verbunden werden.

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6.3. Wo können Sie guten Matcha-Tee kaufen?

Matcha-Tee erhalten Sie im Teefachhandel, in Bio- und Lebensmittelgeschäften sowie bei spezialisierten Online-Händlern. Der Verkaufsort allein sagt jedoch wenig über die Qualität aus.

Achten Sie beim Matcha-Tee-Kauf stattdessen auf nachvollziehbare Angaben zu Herkunft, Zutaten und Qualitätskontrolle. Eine geeignete lichtgeschützte Verpackung, ein feiner Mahlgrad und Angaben zum vorgesehenen Verwendungszweck erleichtern zusätzlich die Auswahl eines passenden Matcha-Pulvers.

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Im Video vorgestellt: Matcha-Tee

In diesem Video erfahren Sie die fünf häufigsten Fehler bei der Zubereitung von Matcha-Tee – von der Auswahl des Tees bis zur richtigen Dosierung und Zubereitung.