Je nach Erkrankungsgrad und persönlichen Anforderungen eignen sich die verschiedenen Ausführungen der Blutzuckermessgeräte für unterschiedliche Typen von Anwendern. Dies soll nachfolgend näher durchleuchtet werden. Im Test zeigen die einzelnen Modelle unterschiedliche Stärken auf, liegen aber grundsätzlich nah beieinander.
Der kleine Begleiter für den Reisenden
Sind Sie viel unterwegs und möchte vor oder nach einer Mahlzeit schnell den Blutzuckerspiegel ermitteln? Dann eignet sich ein kleines und praktisches Gerät. Dies ist vor allem für diejenigen interessant, die an Diabetes Typ 1 erkrankt sind.
Patienten mit diesem Typ der Stoffwechselerkrankung müssen mehrmals täglich kontrollieren, wie hoch der Glucose-Gehalt im Blut ist. Nur so können sie gegebenenfalls Insulin in der richtigen Menge nachspritzen. Damit das auch unterwegs unproblematisch geschieht, bieten sich spezielle Mini-Ausführungen an. Die finden überall Platz und lassen sich darüber hinaus leicht bedienen.
So erleichtern diese Geräte das Verreisen oder Ausgehen und sind ein kleiner, zuverlässiger und hilfreicher Alltagsbegleiter. Allerdings sollten Sie darauf achten, welchen Messbereich Sie benötigen. Bei kleinen Geräten, die simpel gehalten sind, kommt es oft zu Abstrichen in der Größe des Messbereiches. Die Genauigkeit beim Messen soll aber genauso gegeben sein.
Das smarte Blutzuckergerät für langfristige Dokumentation
Ein anderer Schwerpunkt bei der regelmäßigen Kontrolle des Blutzuckerspiegels ist die Dokumentation der Werte. Wer über einen längeren Zeitraum beobachten will oder muss, wie sich der Glucose-Gehalt im eigenen Blut verhält und entwickelt, für den bieten sich entsprechend ausgestattete Geräte an: Ein Blutzuckermessgerät mit Bluetooth etwa erleichtert das Dokumentieren der Messungen.
Ist das Gerät sogar mit einer App verbunden, wird die Übertragung der Werte besonders leicht. Häufig bieten solche Anwendungen auf dem Handy noch weitere Funktionen an. Insgesamt helfen sie dabei, den Überblick über die persönlichen Werte zu behalten und womöglich auch festzustellen, was diese beeinflusst.
Diese Art Diabetes-Tagesbuch ermöglicht eine einfache Dokumentation und erleichtert schließlich die Analyse Ihrer Blutzuckerwerte. Vernetzte Blutzuckermessgeräte weisen allerdings je nach Modell Abstriche beim Display auf. Teilweise sind sie gar nicht oder nur kleiner als bei anderen Ausführungen vorhanden. Das gekoppelte Smartphone müssen Sie daher als festen Bestandteil der Messung sehen.
Der Sensor für Messung ohne Stechen
Für Diabetiker, die genug von dem ständigen Stich für einen Blutstropfen haben, kann sich die alternative Messmethode lohnen. Um nicht mehr täglich mit einer Stechhilfe hantieren zu müssen, könnten Sie auf das Messen ohne Stechen zurückgreifen: Der Sensor bestimmt den Glucose-Gehalt.
Dieser wird für 2 Wochen unter der Haut – hauptsächlich am Oberarm – platziert und mit einem Pflaster an Ort und Stelle gehalten. Dabei übermittelt der Sensor den aktuellen Blutzuckerspiegel an das Empfängergerät. Dieses Verfahren gilt als sehr genau, denn es zeigt oft sogar an, ob der Wert fällt oder steigt. Der Sensor speichert zudem die Daten bis zu 8 Stunden. Allerdings können Sie in diesem Fall das Gerät nicht einfach kaufen und loslegen.
Für diese Messungen ist eine Schulung notwendig
Für die Nutzung ist eine Schulung nötig, um Verletzungen oder falsche Ergebnisse zu vermeiden. Wer besonders oft genaue Werte braucht, sich aber ungern piekst, für den könnte sich der kleine Aufwand lohnen.