Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Blutzuckermessgeräte?
  2. Was für unterschiedliche Blutzuckermessgeräte gibt es?
  3. Welche Blutzuckermessgerät passt zu mir?
  4. Welche Blutzuckermessgeräte sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Blutzuckermessgeräte?
  6. Wie lautet das Fazit für Blutzuckermessgeräte?

Der Blutzuckerwert ist bei Diabetikern ein wichtiger Richtwert des täglichen Lebens und steht ständig unter Beobachtung. Gerade deshalb ist es elementar, sich auf das Blutzuckermessgerät verlassen zu können – schließlich hängt die eigene Gesundheit indirekt davon ab.

Bei der Auswahl Ihres neuen Blutzuckermessgerätes kann es sich lohnen, verschiedene Produkte zu betrachten und die jeweiligen Eigenschaften zu vergleichen. Worauf legt man selbst Wert und auf welche Besonderheiten kann man verzichten? Inzwischen gibt es zahlreiche Varianten auf dem Markt. Während einige ganz klassisch funktionieren, gibt es sogar Geräte, die ohne tägliches Stechen auskommen oder zu denen eine passende App angeboten wird.

Wie erkenne ich gute Blutzuckermessgeräte?

Bevor Sie ein Blutzuckermessgerät kaufen, sollten Sie auf die verschiedenen Merkmale der einzelnen Modelle achten. Neben der Messdauer sind zahlreiche Eigenschaften rund um die Messung, aber beispielsweise auch die Konnektivität wichtige Punkte. Im Folgenden zeigen wir auf, welche Kriterien Sie bei der Auswahl Ihres neuen Blutzuckermessgerätes beachten und vergleichen sollten.

Art der Messung: Mit oder ohne Stich

Die gängigste Variante, den Blutzuckergehalt festzustellen, ist nach wie vor der minimale Stich in den Finger. Er dient für eine Blutprobe auf einem Teststreifen. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: die photometrische und die amperometrische Methode. Bei ersterer wird der Glucose-Gehalt über eine Farbreaktion durch das Gerät ausgelesen. Bei der zweiten ermittelt das Messgerät den Blutzuckerwert über die elektrische Leitfähigkeit des auf den Teststreifen aufgetragenen Blutes.

Darüber hinaus besteht inzwischen die Möglichkeit, ohne Teststreifen und ohne täglichen Stich in den Finger den Blutzuckerwert zu bestimmen. Hierfür wird ein Sensor am Arm unter der Haut angebracht und für die Dauer von 2 Wochen getragen. Den Wert können Sie dann durch einen passenden Empfänger einfach auslesen.

Dauer und benötigte Blutmenge: Weniger als 1 Mikroliter

Um alltäglich den eigenen Glucose-Gehalt im Blut zu bestimmen, sind die Messdauer sowie die benötigte Blutmenge ausschlaggebende Kriterien. Je nach Produkt variiert die Messdauer, also die Zeitspanne zwischen der Probenahme und dem Anzeigen des Wertes, zwischen 3 und 5 Sekunden. Unterschiedlich ist teilweise auch die Menge des benötigten Blutes: Hier liegt die Spanne zwischen 0,3 und 0,9 Mikrolitern.

Messbereich: Ab 10 Milligramm

Nicht zu vernachlässigen ist der Messbereich, über den ein Blutzuckermessgerät verfügt. Während einige Geräte bereits ab 10 Milligramm pro Deziliter messen, startet der Messbereich anderer Produkte ab 20 Milligramm pro Deziliter. Deutlichere Unterschiede gibt es im oberen Messbereich: Der Großteil rangiert bis 600 oder 630 Milligramm pro Deziliter. Einige Geräte können deutlich geringere Werte bis lediglich 180 Milligramm pro Deziliter messen.

Die Angabe erfolgt bei manchen Geräten auch in der international gängigeren Form Millimol pro Liter. Einige Blutzuckermessgeräte verfügen sogar über die Möglichkeit, zwischen diesen beiden Maßeinheiten zu wechseln.

Konnektivität: Bluetooth oder USB-Anschluss

Das digitale Zeitalter macht keinen Halt vor den Blutzuckermessgeräten. Heutzutage bieten viele Hersteller Modelle an, die eine Datenübertragung über einen USB-Anschluss oder sogar via Bluetooth ermöglichen. Dies erleichtert und digitalisiert die Auswertung der Blutwerte. Dieses Extra ist zwar kein Standard, aber bei zahlreichen Geräten ist zumindest eine der beiden Varianten verbaut, sodass Sie die Werte auf den Computer oder das Handy übertragen können.

Ihre Daten auf dem Smartphone ablesen

Mit einer App, die der Hersteller passend zum Produkt anbietet, wird es beispielsweise besonders leicht, den Überblick zu behalten und die Werte langfristig in einem Diabetes-Tagebuch zu vergleichen.

Zusatzfunktionen: Anzeige und Speicher

Ein wichtiger Punkt sind zudem zusätzliche Funktionen, die das Blutzuckermessgerät besitzt. Eine Datumsanzeige hat wohl der Großteil der erhältlichen Produkte. Aber nicht alle verfügen über dieselbe Speicherkapazität. Deshalb sollten Sie stets bei den Herstellerangaben darauf achten, ob und über wieviel Speicher ein in Frage kommendes Modell verfügt. Einige Geräte können aus den gespeicherten Werten außerdem einen Durchschnittswert errechnen und direkt auf dem Display anzeigen.

Was für unterschiedliche Blutzuckermessgeräte gibt es?

Auf der Suche nach einem geeigneten Blutzuckermessgerät sind Ihnen bestimmt schon einige Unterschiede aufgefallen. Bei den verschiedenen Modellen haben die Hersteller auf unterschiedliche Schwerpunkte Wert gelegt. Beispielsweise die Art der Messung. Diese können Sie durch Stich in die Haut und einem Teststreifen oder mit der Hilfe eines Sensors durchführen. Während die einen besonders modern sind, erweisen sich andere als die praktischeren Alltagsbegleiter.

Kleine und praktische Blutzuckermessgeräte

Unter den zahlreichen Varianten von Blutzuckermessgeräten gibt es eine Produktgruppe, die insbesondere durch eine Gemeinsamkeit auffällt: Sie sind klein und schlicht gestaltet, weshalb sie sich als besonders praktisch erweisen. Diese Modelle weisen in der Regel eine simple Anwendung auf. Zwar bieten sie weniger Ausstattungsmerkmale als ihre großen Brüder, verbuchen aber im Normalfall keine Einbußen bei der Messgenauigkeit. Passend zu dieser Ausführung sind teilweise – auch als Set – vergleichsweise günstige Teststreifen verfügbar.

    Vorteile
  • Leicht zum Mitnehmen
  • Einfach bedienbar
  • Passende Teststreifen sind häufig günstig erhältlich
    Nachteile
  • Bieten nur wenige Funktionen

Vernetzte Blutzuckermessung

Daneben gibt es besonders modern gestaltete Modelle, die ergänzend zur wichtigsten Funktion, der Messung des Glucose-Gehalts, über vielfältige Extras verfügen. Oft sind dann zahlreiche Ausstattungsmerkmale in einem Gerät vereint. Die Hersteller haben sich darum bemüht, das Gerät mit modernen Gadgets auszustatten. Das schlug sich unter anderem in vernetzten Blutzuckermessgeräten nieder.

So können Sie Ihr neues Produkt mit einer App via Bluetooth mit auf Ihrem Handy verbinden. Dank dieser Funktion können Sie auf Ihre Daten ganz unkompliziert auf dem Handy oder PC zugreifen.

    Vorteile
  • Die Daten können Sie leicht auf anderen Geräten abrufen
  • Gerät bietet vielfältige Zusatzfunktionen
    Nachteile
  • Höherer Kaufpreis als klassische Geräte

Alternative Messmethode

Heutzutage gibt es Geräte, die es ermöglichen, ohne ständiges Neustechen den Blutzuckerwert zu ermitteln. Bei diesem Gerät unterscheidet sich hauptsächlich die Messmethode. Andere Merkmale wie Speicherkapazität oder Anzeigefunktion funktionieren mit dem Endgerät nach demselben Prinzip wie bei der klassischen Messmethode.

Doch bei der Messung mit diesen Geräten ist kein Pieken und somit kein Blutstropfen notwendig. Ein am Arm platzierten Sensor erhebt den Glucose-Gehalt und überträgt ihn an das Messgerät.

    Vorteile
  • Keine Neustechen notwendig, den Blutzuckerwert misst ein Sensor
  • Ähnliche Funktionen wie klassische Blutzuckermessgeräte
    Nachteile
  • Höherer Kaufpreis als klassische Geräte

Welche Blutzuckermessgerät passt zu mir?

Je nach Erkrankungsgrad und persönlichen Anforderungen eignen sich die verschiedenen Ausführungen der Blutzuckermessgeräte für unterschiedliche Typen von Anwendern. Dies soll nachfolgend näher durchleuchtet werden. Im Test zeigen die einzelnen Modelle unterschiedliche Stärken auf, liegen aber grundsätzlich nah beieinander.

Der kleine Begleiter für den Reisenden

Sind Sie viel unterwegs und möchte vor oder nach einer Mahlzeit schnell den Blutzuckerspiegel ermitteln? Dann eignet sich ein kleines und praktisches Gerät. Dies ist vor allem für diejenigen interessant, die an Diabetes Typ 1 erkrankt sind.

Patienten mit diesem Typ der Stoffwechselerkrankung müssen mehrmals täglich kontrollieren, wie hoch der Glucose-Gehalt im Blut ist. Nur so können sie gegebenenfalls Insulin in der richtigen Menge nachspritzen. Damit das auch unterwegs unproblematisch geschieht, bieten sich spezielle Mini-Ausführungen an. Die finden überall Platz und lassen sich darüber hinaus leicht bedienen.

So erleichtern diese Geräte das Verreisen oder Ausgehen und sind ein kleiner, zuverlässiger und hilfreicher Alltagsbegleiter. Allerdings sollten Sie darauf achten, welchen Messbereich Sie benötigen. Bei kleinen Geräten, die simpel gehalten sind, kommt es oft zu Abstrichen in der Größe des Messbereiches. Die Genauigkeit beim Messen soll aber genauso gegeben sein.

Das smarte Blutzuckergerät für langfristige Dokumentation

Ein anderer Schwerpunkt bei der regelmäßigen Kontrolle des Blutzuckerspiegels ist die Dokumentation der Werte. Wer über einen längeren Zeitraum beobachten will oder muss, wie sich der Glucose-Gehalt im eigenen Blut verhält und entwickelt, für den bieten sich entsprechend ausgestattete Geräte an: Ein Blutzuckermessgerät mit Bluetooth etwa erleichtert das Dokumentieren der Messungen.

Ist das Gerät sogar mit einer App verbunden, wird die Übertragung der Werte besonders leicht. Häufig bieten solche Anwendungen auf dem Handy noch weitere Funktionen an. Insgesamt helfen sie dabei, den Überblick über die persönlichen Werte zu behalten und womöglich auch festzustellen, was diese beeinflusst.

Diese Art Diabetes-Tagesbuch ermöglicht eine einfache Dokumentation und erleichtert schließlich die Analyse Ihrer Blutzuckerwerte. Vernetzte Blutzuckermessgeräte weisen allerdings je nach Modell Abstriche beim Display auf. Teilweise sind sie gar nicht oder nur kleiner als bei anderen Ausführungen vorhanden. Das gekoppelte Smartphone müssen Sie daher als festen Bestandteil der Messung sehen.

Der Sensor für Messung ohne Stechen

Für Diabetiker, die genug von dem ständigen Stich für einen Blutstropfen haben, kann sich die alternative Messmethode lohnen. Um nicht mehr täglich mit einer Stechhilfe hantieren zu müssen, könnten Sie auf das Messen ohne Stechen zurückgreifen: Der Sensor bestimmt den Glucose-Gehalt.

Dieser wird für 2 Wochen unter der Haut – hauptsächlich am Oberarm – platziert und mit einem Pflaster an Ort und Stelle gehalten. Dabei übermittelt der Sensor den aktuellen Blutzuckerspiegel an das Empfängergerät. Dieses Verfahren gilt als sehr genau, denn es zeigt oft sogar an, ob der Wert fällt oder steigt. Der Sensor speichert zudem die Daten bis zu 8 Stunden. Allerdings können Sie in diesem Fall das Gerät nicht einfach kaufen und loslegen.

Für diese Messungen ist eine Schulung notwendig

Für die Nutzung ist eine Schulung nötig, um Verletzungen oder falsche Ergebnisse zu vermeiden. Wer besonders oft genaue Werte braucht, sich aber ungern piekst, für den könnte sich der kleine Aufwand lohnen.

Welche Blutzuckermessgeräte sind laut Tests am besten?

Vor dem Kauf von Blutzuckermessgeräten spielen die Bewertungen bekannter Testinstitute eine große Rolle. Zuletzt testete Stiftung Warentest Blutzuckermessgeräte im Jahr 2012. In diesem Blutzuckermessgeräte Test testete die Stiftung Warentest insgesamt 12 Modelle. Darunter Blutzuckermessgeräte wie der Accu-Chek Aviva, der Beurer GL44, der Bayer Contour und der Stada Gluco Result. Preislich liegen die 16 Blutzuckermessgeräte zwischen 7,95 € und 51 €. Als Testpersonen standen 50 Diabetiker zur Verfügung. Die Tester achteten beim Blutzuckermessgeräte Test auf die Genauigkeit der Messung (60%), die Handhabung (30%) und die Konstruktion (10%).

Die meisten Blutzuckermessgeräte überzeugen im Test

Die Tester der Stiftung Warentest stellen fest, dass 12 der 16 Geräte eine sehr gute bzw. gute Messgenauigkeit bieten. Dies ist ein erfreulicher hoher Wert. Testsieger wurde der Aviva Accu-Chek mit der Note 1,7. Ebenfalls diese Note erhielten der Freedom Liste FreeStyle und der Verio Pro OneTouch. 3 Modelle messen befriedigend. Der Aktivem GlucoCheck XL bekommt die Testnote mangelhaft, da die Messwerte dieses Gerätes sehr stark schwanken. Die 3 besten Blutzuckermessgeräte sind A-Geräte, bei denen die Teststreifen mehr kosten, als bei B-Geräten.

Im Blutzuckermessgeräte Test stellte die Stiftung Warentest fest, dass es bei Blutzuckermessgeräten nicht unbedingt auf den Preis ankommt. Auch günstige Modelle können überzeugen. Noch wichtiger: Alle Blutzuckermessgeräte lassen sich leicht bedienen und tuen nicht weh beim Messen.

Was kosten Blutzuckermessgeräte?

Nicht nur in Bezug auf die Technik und die Größe, auch preislich gibt es deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Blutzuckermessgeräten. Besonders günstig sind die Mini-Ausführungen zu haben, die besonders klein und einfach gehalten sind. Hier geht es bereits ab knapp 9 € für simple Produkte, beispielsweise in Scheckkartenformat, los. Besondere Extras dürfen Sie hier allerdings nicht erwarten – allein die Messung des aktuellen Glucose-Gehaltes ist damit möglich.

Blutzuckermessgeräte, die etwas komplexer aufgebaut sind als das abgespeckte Mini-Format, können Sie bereits ab rund 15 € erwerben. Wer etwas mehr ausgibt, zwischen 25 € bis hin zu 40 €, sind Sets zu haben. Hier wird oft eine passende Hülle geboten, in der eine Stechhilfe und einige Teststreifen für die Blutprobe zusätzlich zum eigentlichen Gerät mit inbegriffen sind.

Smarte Blutzuckermessgeräte, die sich mit PC oder Smartphone verbinden lassen, starten preislich gesehen bei etwa 30 €. Je nach Hersteller und Modell kann die smarte Ausführung unter den Blutzuckermessgeräten teilweise bis zu 50 € kosten.

Eine wichtige Rolle bei der Auswahl des Blutzuckermessgerätes spielen, preislich gesehen, die Teststreifen. Diese können deutliche Unterschiede in den Anschaffungskosten aufweisen. Aus diesem Grund sollten Sie vorab vergleichen, zu welchen Geräten welche Teststreifen passen und wie viel diese kosten.

Wie lautet das Fazit für Blutzuckermessgeräte?

Die Produktwelt der Blutzuckermessgeräte ist vielfältig und bietet dem Suchenden eine große Auswahl und viel Technik. Nach dieser ausführlichen Beratung wissen Sie, worauf Sie achten müssen und welche Kriterien Sie vor dem Kauf eines Blutzuckermessgerätes vergleichen sollten. Zusammenfassend zeigen wir Ihnen im Folgenden noch einmal die wichtigsten Erkenntnisse auf:

  • Wer viel unterwegs ist, favorisiert ein kleineres Blutzuckermessgerät.
  • Für wen eine langfristige Dokumentation wichtig ist, sollte ein Blutzuckermessgerät mit Bluetooth verwenden. Die zugehörige App zeigt Ihnen den Verlauf der Werte an
  • Alternativ zu herkömmlichen Blutzuckermessgeräten können Sie den Glukose Gehalt per Sensor messen
  • Einfache Miniblutzuckermessgeräte sind bereits ab 9 € erhältlich
  • Zwischen 25 und 40 € erhalten Sie Geräte mit passendem Zubehör
  • Wenn Sie ein smartes Blutzuckermessgerät bevorzugen, dann sollten Sie mit 30 € rechnen

Nun können Sie einschätzen, welches Blutzuckermessgerät für Sie das Beste ist. Nachfolgend ist eine Produktauswahl für Sie zusammengestellt, die Sie nun nach dem zu ihren individuellen Bedürfnissen passenden Gerät durchstöbern können.

Im Video vorgestellt: Blutzuckermessgerät

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