Ratgeberübersicht
  1. Wie wird Apfelsaft hergestellt?
  2. Welche Arten von Apfelsaft gibt es?
  3. Apfelsäfte in Tests: Wie finden Sie den für Sie besten Apfelsaft?
  4. Welche Hersteller bieten klaren und naturtrüben Apfelsaft an?
  5. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Apfelsaft-Tests bzw. Vergleichen suchen
  • Vor allem naturtrüber Apfelsaft enthält viele nützliche sekundäre Pflanzenstoffe, sogenannte Polyphenole. Diese wirken entzündungshemmend und antioxidativ, schützen also den menschlichen Organismus vor freien Radikalen und stärken damit das Immunsystem.
  • Sie können Apfelsaft in PET- und Glasflaschen sowie in Tetra Paks kaufen. Große Einzelabfüllungen mit bis zu 5 Liter Apfelsaft können Sie außerdem als Bag-in-Box-Varianten erwerben.
  • Apfelsaft ist nicht nur für den puren Genuss geeignet. Auch in Apfelsaft-Schorle mit Mineralwasser, in Cocktails, Gelees und Desserts sowie in heißem Punsch schmeckt der Fruchtsaft lecker.

apfelsaft-test

Sie möchten einen hochwertigen Apfelsaft kaufen, sind aber nicht sicher, wie Sie ein für Sie geeignetes Produkt erkennen? In unserem Apfelsaft-Vergleich 2025 stellen wir Ihnen einige der beliebtesten Apfelsaft-Hersteller sowie die wichtigsten Auswahlkriterien vor.

Wir verraten, worin die Unterschiede zwischen Direktsaft und Apfelsaft aus Konzentrat bestehen, was naturtrübe und Bio-Apfelsäfte ausmacht und was Apfelsaft tatsächlich gesund macht. Außerdem geben wir Ihnen einige leckere Rezepte auf Basis des beliebten, heimischen Fruchtsafts mit auf den Weg.

1. Wie wird Apfelsaft hergestellt?

Wie viel Alkohol hat naturtrüber Apfelsaft?

Wenn zuckerhaltige Früchte wie Äpfel gären – ein Prozess, der bereits beginnt, bevor die Früchte zu Saft verarbeitet werden – entstehen kleine Mengen Alkohol. Erst das Pasteurisieren des Apfelsafts stoppt diesen Prozess. Darum können Apfelsäfte circa 0,2 Volumenprozent Alkohol enthalten. Bis zu 0,38 Volumenprozent dürfen laut offizieller Vorgaben in einem Fruchtsaft enthalten sein. Frischer Apfelsaft kann an der Luft sogar weiter gären, was den Alkoholgehalt leicht erhöht.

Apfelsaft, der in Österreich und der Schweiz auch als Süßmost bezeichnet wird, ist ein aus Äpfeln gewonnener Saft. Was zunächst offensichtlich klingt, ist es nicht immer. Denn tatsächlich dürfen nur Säfte aus 100 Prozent Saft oder Fruchtfleisch auch als solche verkauft werden. Dies gibt die europäische Saft-Verordnung vor.

Für die Herstellung von Apfelsaft setzen die meisten Anbieter auf eine Mischung aus härteren sauren und süßen Äpfeln, um ein ausgewogenes Geschmacksprofil zu erreichen. Unter den sauren Äpfeln sind zum Beispiel Granny-Smith- und Boskoop-Äpfel sehr beliebt. Als süße Äpfel kommen häufig Fuji-, Jonagold-, Gala- und Red-Delicious-Äpfel zum Einsatz.

Zunächst werden die reifen Äpfel für den Apfelsaft geerntet, noch unreife oder schlechte Früchte bei Bedarf aussortiert und die guten Äpfel gewaschen. Es folgt das Einmaischen, wofür die Äpfel grob zerkleinert werden. Der nächste Schritt ist das eigentliche Pressen des Apfelsafts, bei dem so viel Flüssigkeit wie möglich aus den festen Teilen der Äpfel gelöst wird. Das Ergebnis ist ein naturtrüber Apfelsaft.

Soll der Apfelsaft klar werden, geht die Verarbeitung weiter. Zur Trennung der Bestandteile ist nach dem Apfelsaft-Pressen das Separieren beziehungsweise Zentrifugieren möglich. Ein klarer Direktsaft wird unmittelbar im nächsten Schritt gefiltert und bei 80 Grad Celsius pasteurisiert, um den Apfelsaft haltbar zu machen.

Für einen Saft aus Konzentrat wird dem noch ungefilterten Apfelsaft zunächst Wasser entzogen. Erst bei Bedarf wird das entstandene Konzentrat durch die erneute Zugabe von Wasser (und gegebenenfalls von Aromen) wieder in einen Saft umgewandelt und ebenfalls in den Filterungsprozess überführt. Nach dem Pasteurisieren werden die Säfte abgefüllt und verpackt und sind daraufhin verkaufsbereit.

Während des Pasteurisierens wird der sehr geringe Anteil an Alkohol im Apfelsaft nicht gänzlich entfernt. Der Gärungsprozess wird lediglich gestoppt. Ein zu langes und intensives Erwärmen würde nicht nur den Alkohol, sondern auch die vielen wertvollen Inhaltsstoffe des Apfelsafts beschädigen.

apfelsaft vergleich

Naturtrüber Apfelsaft ist besonders gesund und sollte geklärten Varianten idealerweise vorgezogen werden.

2. Welche Arten von Apfelsaft gibt es?

Wie verschiedene Apfelsaft-Tests im Internet verdeutlichen, ist zunächst eine Unterscheidung zwischen Direktsaft und Apfelsaft aus Konzentrat nötig, wenn Sie das passende Produkt für sich finden möchten. Auf WELT.de stellen wir Ihnen die Eigenschaften beider Optionen übersichtlich vor, um Ihnen die Kaufentscheidung zu erleichtern:

Apfelsaft-Typ Eigenschaften
Apfel-Direktsaft
  • nach Pressen und Zentrifugieren ggf. gefiltert, pasteurisiert und dann direkt abgefüllt
  • natürliche Menge und Art der Aromen bleibt erhalten
  • etwas teurer hinsichtlich Transport und Lagerung
  • besonders natürlicher Geschmack
Apfelsaft aus Konzentrat
  • gepresstem Saft wird Wasser entzogen
  • auch Aromen und Fruchtfleisch meist entfernt
  • ideal für platzsparenden, günstigen Transport
  • erst am Ort der Abfüllung wieder mit Wasser sowie ggf. mit Aromen und Fruchtfleisch angereichert
  • Geschmack je nach Menge und Art der zugegebenen Apfelaromen anpassbar (süßer oder saurer)
  • zum Teil weniger natürlicher Geschmack
  • nicht gesünder oder weniger gesund als Direktsaft

3. Apfelsäfte in Tests: Wie finden Sie den für Sie besten Apfelsaft?

apfelsaft kaufen

Klarer Apfelsaft sieht im Glas besonders gut aus und bietet sich auch für Mixgetränke an.

Möchten Sie den perfekten Apfelsaft für sich oder Ihre Familie finden, hilft Ihnen die genauere Prüfung folgender Auswahlkriterien bei der Entscheidung:

  • Apfelsaft-Typ
  • Menge
  • Art der Verpackung
  • Haltbarkeit
  • Inhaltsstoffe
  • Geschmack

Die meisten Apfelsäfte werden in 0,7- oder 1-Liter-Abüllungen angeboten. Besonders praktisch für unterwegs und für Kinder sind kleine 0,3- bis 0,5-Liter-Säfte. Planen Sie eine Feier oder möchten Sie sich einen Vorrat anlegen, können Sie zehn, sechs oder auch 5 Liter Apfelsaft im Vorratspack erwerben. Für diesen Fall bietet sich außerdem ein Bag-in-Box-Apfelsaft an.

Ein solcher Saftkarton enthält einen Vakuum-Plastikbeutel mit Schlauch und Auslass. In dem Beutel befinden sich drei bis fünf Liter Apfelsaft. Wird der Saft aus dem Auslass entnommen, gelangt kein Sauerstoff hinein. So hält sich der verbleibende Apfelsaft über mehrere Monate. Saft aus der Flasche oder dem Tetra Pak sollte hingegen nach dem Öffnen innerhalb von vier Tagen geleert werden.

Zudem unterscheidet man Apfelsaft nach seiner Beschaffenheit in zwei Kategorien. Diese stellen wir Ihnen nachfolgend auf WELT.de vor, sodass Sie den Apfelsaft wählen können, der Ihnen am besten schmeckt.

Apfelsaft-Art Eigenschaften
Naturtrüber Apfelsaft
  • besonders intensives Apfelaroma
  • natürliche Optik (trüb)
  • Schwebstoffe können sich absetzen (eventuell Schütteln nötig)
  • großer Polyphenol-Anteil (besonders gesund)
Klarer Apfelsaft
  • klare, ansprechende Optik
  • keine sich absetzenden Schwebstoffe
  • weniger natürlicher Geschmack (zum Teil durch natürliche Aromen verstärkt)
  • geringere Menge an sekundären Pflanzenstoffen enthalten (weniger gesund)

Da als Apfelsaft angebotener Saft zu 100 Prozent aus Äpfeln bestehen muss, gibt es keinen Anlass zur Sorge um künstliche Konservierungs- oder Farbstoffe. Dennoch gibt es einige Unterschiede im Hinblick auf die Qualität. Diese ergeben sich einerseits aus den Filterungs- und eventuell vorgenommenen Konzentrationsverfahren. Andererseits kann die Art der verwendeten Äpfel sowie die Pasteurisierungsdauer und -temperatur den Geschmack und die Qualität des Saftes beeinflussen.

Außerdem können Sie sich für Bio-Apfelsaft entscheiden. Welche Vorteile Sie sich damit sichern, fassen wir für Sie in folgender Übersicht in unserer Kaufberatung auf WELT.de zusammen:

    Vorteile
  • nachhaltiger Anbau der verwendeten Äpfel
  • wenige bis keine Schadstoffrückstände, da keine chemischen Pestizide und Dünger eingesetzt wurden
  • üblicherweise in hochwertigen Verpackungen wie Glasflaschen angeboten
    Nachteile
  • höherer Preis
  • gegebenenfalls kürzere Haltbarkeit

4. Welche Hersteller bieten klaren und naturtrüben Apfelsaft an?

apfelsaft guenstig

Für den Herbst und Winter ist Apfelpunsch aus Apfelsaft das perfekte Getränk.

Sie möchten Apfelsaft kaufen, sind aber unsicher, welche Anbieter wirklich hochwertige Säfte produzieren? Unter anderem bei folgenden Marken können Sie sich einer hohen Güte und eines leckeren Geschmacks sicher sein:

  • Hohes C
  • Bleichhof
  • Wolkensteiner
  • Alnatura
  • Voelkel
  • Beutelsbacher
  • Walthers

5. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Apfelsaft-Tests bzw. Vergleichen suchen

Sie haben weitere Fragen zu Apfelsaft, die in unserem Vergleich bislang nicht geklärt wurden? Abschließend beantworten wir für Sie auch diese, sodass Sie den perfekten Apfelsaft für sich finden.

5.1. Ist Apfelsaft gesund?

Apfelsaft kann als gesund bezeichnet werden. So können sich zum einen die Nährwerte von Apfelsaft durchaus sehen lassen. Lediglich 40 bis 50 Kalorien hat Apfelsaft auf einer Menge von 100 Gramm. Hinzu kommen vergleichsweise hohe Kaliumwerte und auch einige wasserlösliche Vitamine sind enthalten.

Zum anderen finden sich vor allem in naturtrübem Apfelsaft zudem viele Polyphenole. Als solche bezeichnet man sekundäre Pflanzenstoffe beziehungsweise Rückstände von Pflanzenfasern. Sie haben eine regulierende Wirkung auf den Darm und können, verschiedenen Studien zufolge, sogar dabei helfen, Darmkrebs vorzubeugen. Außerdem wirken sie anti-entzündlich und antioxidativ. Die Ballaststoffe sorgen außerdem dafür, dass Apfelsaft bei Verstopfung gerne als Hausmittel genutzt wird. Bei Durchfall sollte Apfelsaft hingegen nur stark verdünnt getrunken werden. So kann er vor Austrocknung schützen und ähnlich wie eine Elektrolytlösung wirken.

Hinweis: Des Weiteren enthält Apfelsaft wenig Histamin und ist damit auch für Menschen, die sensibel auf Histamine reagieren, geeignet. Beachten Sie dabei jedoch, dass sich mehr Histamine in dem Saft entwickeln, je länger er gelagert wird.

Trotz all seiner Vorteile, sollte Apfelsaft in Maßen genossen werden. Der von Natur aus enthaltene Zucker (circa zehn Gramm auf 100 Gramm Apfelsaft) kann in zu großen Mengen eine Gewichtszunahme sowie Karies begünstigen.

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5.2. Kann man Apfelsaft selber machen?

Wie Grapefruit- oder Orangensaft, können Sie auch Apfelsaft selber machen. Am besten funktioniert das mit einem Entsafter, in den Sie die grob zerkleinerten und gewaschenen Äpfel ganz einfach eingeben und der Ihnen dann den frisch gepressten Saft ausgibt.

Möchten Sie Apfelsaft ohne Entsafter selbst herstellen, können Sie die gewaschenen Äpfel reiben und in einem großen Topf mit Wasser erhitzen. Geben Sie die entstandene Masse anschließend durch ein Sieb und ein sauberes, ausgekochtes Tuch und fangen Sie die Flüssigkeit in einem weiteren Topf auf. Erhitzen Sie den Saft auf etwa 80 Grad Celsius, um den Apfelsaft haltbar zu machen und füllen Sie ihn anschließend in sterilisierte Glasflaschen ab. Auch mit einem Thermomix lässt sich Apfelsaft auf diese Art herstellen.

apfelsaft testsieger

In Apfelsaft sind gesunde Polyphenole enthalten, die den Darm schützen und antioxidativ wirken.

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5.3. Welche Rezepte auf Apfelsaft-Basis können Sie zubereiten?

Zum einen können Sie Apfelsaft einkochen, um daraus Apfeldicksaft zu gewinnen. Dieser lässt sich ähnlich wie Agavendicksaft verwenden und hilft Ihnen, Kristallzucker einzusparen. Außerdem können Sie Apfelsaft einkochen, um Apfelgelee aus Apfelsaft herzustellen. Hierzu ist lediglich die Zugabe geeigneten Gelierzuckers nötig. Gegebenenfalls können Sie das Gelee mit Zimt abschmecken. Das Gelee lässt sich sowohl auf Toast und Brötchen als auch in einem Apfelkuchen mit Apfelsaft-Gelee-Schicht genießen.

Für die kalte Jahreszeit können Sie außerdem heißen Apfelsaft mit winterlichen Gewürzen ausprobieren. Runden Sie diese Mischung nach Belieben mit weißem Rum oder Malibu-Likör ab. Für ein Kinderpunsch-Apfelsaft-Rezept eignet sich die Zugabe von Alkohol natürlich nicht.

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5.4. Gibt es einen Apfelsaft-Test der Stiftung Warentest?

Die Stiftung Warentest untersuchte bereits 26 Apfelsäfte und analysierte diese unter anderem hinsichtlich ihrer chemischen Qualität, des enthaltenen Aromas und der Deklaration. Als Apfelsaft-Testsieger überzeugten Abfüllungen von Wesergold und der Lidl-Marke Solevita.

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5.5. Wie viel kostet hochwertiger Apfelsaft?

Der Preis eines Apfelsaftes ist stark von der Art der Herstellung und des Anbaus der Äpfel, aber auch von dem jeweiligen Safttyp abhängig. So kostet konventioneller, günstiger Apfelsaft aus Konzentrat teilweise weniger als einen Euro pro Liter. Hochwertiger, naturtrüber Apfelsaft in Bio-Qualität wird hingegen zu Preisen von bis zu sechs Euro pro Liter offeriert. Preisvorteile können Sie sich sichern, wenn Sie größere Gebinde, also zum Beispiel 10 Liter Apfelsaft auf einmal kaufen.

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