Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Absinthe?
  2. Was für unterschiedliche Absinthe gibt es?
  3. Welcher Absinth passt zu mir?
  4. Welche Absinthe sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Absinthe?
  6. Wie lautet das Fazit für Absinthe?

Sie sind fasziniert von den Mythen rund um den Zauber des Absinths? Wenn Sie Absinth trinken möchten, tauchen meist schnell unterschiedliche Fragen auf. Wie trinkt man Absinth? Enthält Absinth Thujon? Wie sollten Sie Absinth zubereiten? Absinth mischen oder pur trinken? Welches Absinth-Rezept ist empfehlenswert? Ist der Absinth-Rausch gefährlich? Dieser Kaufratgeber gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Bei einem guten Produkt verwenden die Hersteller Pflanzenteile der Absinth-Pflanze Wermut, von Anis und weiteren Kräutern. Zentraler Bestandteil ist die Absinth-Pflanze Wermut, die als Arzneipflanze die Grundlage von Absinth bildet. Zusätzlich zu destillierten Absinthsorten gibt es auch weitere Varianten, bei denen die Produktion per Mazeration oder Ölmischung erfolgt. Wenn Sie Absinth kaufen möchten, sollten Sie auf Alkoholgehalt, Herstellungsverfahren und Inhaltsstoffe achten. Auch das richtige Zubehör wie Absinth-Gläser, Absinth-Löffel oder Absinth-Fontäne spielt eine wichtige Rolle.

Bitte beachten Sie, dass eine Abgabe an Personen unter 18 Jahren nicht erlaubt ist.

Wie erkenne ich gute Absinthe?

Spektakuläre Trinkrituale, mythische Legenden und eine grüne Fee: Die legendäre Wermutspirituose war lange verboten und erlebt erst seit ein paar Jahren wieder eine überraschende Renaissance.

Herstellung: Das sind die Inhaltsstoffe von Absinth

Die Grundlage von Absinth sind unterschiedliche Kräuter: Traditionell verwenden die meisten Hersteller Wermut, Fenchel, Anis und Ysop. Je nach Absinth-Rezept können auch weitere Kräuterarten zum Einsatz kommen.

Wichtigste Grundlage von Absinth ist das Wermutkraut. Das Wermutkraut ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler und gilt bereits seit der Antike als Heilpflanze. Diese typische Absinth-Pflanze ist sogar Namensgeber der Spirituose: Das französische Wort Absinthe leitet sich von der lateinischen Pflanzenbezeichnung Artemisia absinthium ab.

Ruft Absinth Halluzinationen hervor?

Nein. In der heutigen Zeit erzeugt Absinth keine Halluzinationen. Auch in modernem Absinth ist Thujon. Wermut als Arzneipflanze ist die Grundlage von Absinth. Der Gehalt ist jedoch gesetzlich begrenzt und liegt bei max. 35 mg/kg (Bitter-Spirituosen). Eine halluzinogene Absinth-Wirkung ist nicht zu erwarten, daher gilt Absinth nicht als besonders gefährlich im Vergleich zu anderen Spirituosen.

Inzwischen ist die grüne Fee weitgehend entzaubert. Einige Forscher gehen davon aus, dass andere Faktoren wie übermäßiger Alkoholkonsum, die Verwendung minderwertigen Alkohols zum Absinth-Rausch führte. Auch die Vermischung mit Opiumtinktur oder Laudanum kann zum Absinth-Rausch geführt haben.

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Absinth: Alkoholgehalt von ca. 45 bis 89 Vol.-%

Der Alkoholgehalt von Absinth (in Prozent) variiert je nach Marke zwischen etwa 45 und 89 Vol.-% (Volumenprozent). In der Schweiz und in Frankreich ist zur Kategorisierung von destilliertem Absinth der Alkoholgehalt entscheidend:

  • Absinthes inférieures = bis 50 Vol.-%
  • Absinthes normales = 50 bis 65 Vol.-%
  • Absinthes supérieures = 65 bis 75 Vol.-%

Häufig lässt sich der Alkoholgehalt bereits am Namen erkennen, ein gutes Beispiel ist der Absinth 66 der Destillerie Abtshof. Es gibt auch Absinth 88 Vol.-% und mehr, dies ist häufig bei mazerierten Produkten der Fall. Der Alkoholgehalt von destillierten Absinthsorten liegt meist bei bis zu 75 Vol.-%. Es gibt allerdings auch hier Ausnahmen wie beispielsweise Brute d’Alembic. Oft handelt es sich dabei um unverdünnte Direktabfüllungen.

Die unterschiedlichen Herstellungsverfahren

Die Herstellung erfolgt mittels Destillation, reiner Mazeration oder als Ölgemisch. Destillierte Sorten kommen in der Regel ohne künstliche Zusatzstoffe aus. Bei den anderen Herstellungsarten kann durchaus auch künstlicher Farbstoff enthalten sein.

Was für unterschiedliche Absinthe gibt es?

Wesentliche Unterschiede gibt es hinsichtlich des Herstellungsprozesses. Jeder Absinth bietet bestimmte Vor- und Nachteile.

Destillation: Klassisches Herstellungsverfahren

Für Produkte dieser Variante ist auch die Bezeichnung Absinthes à chaude üblich. Es handelt sich bei der Destillation um ein thermisches Trennverfahren. Diese Absinthe sind in der Regel keine künstlichen Zusatzstoffe enthalten, die grüne Farbgebung entsteht durch Chlorophyll aus eingeweichten Pflanzenteilen.

    Vorteile
  • Hohe Produktqualität
  • Natürliche Farbgebung durch Chlorophyll
  • Keine bzw. kaum Bitterstoffe
  • Ohne künstliche Zusatzstoffe
    Nachteile
  • Farbe kann bei älteren Absinthsorten verblassen (Chlorophyll zersetzt sich)
  • Höherer Kaufpreis
  • Häufig weniger intensive Farbgebung

Mazeration: Mehr Bitterstoffe

Bei diesem Absinth ist die Mazeration der zentrale Produktionsprozess. Hier ist auch die Bezeichnung Absinthes à froide gebräuchlich. Es erfolgt keine Destillation und somit kommt auch keine Wärme zum Einsatz. Die Hersteller legen typische Kräuter wie Wermut, Anis und Fenchel für mehrere Stunden in Alkohol ein und filtern die Feststoffe anschließend ab. Eine Destillation erfolgt nicht, daher steht bei entsprechend hergestellten Stoffen die Bitternote im Vordergrund.

    Vorteile
  • Meist günstiger als destillierte Produkte
  • Echte Kräuteraromen
  • Häufig feine Bitternote
  • Auch in anderen Farben erhältlich
    Nachteile
  • Meist bitterer als destillierte Produkte
  • Vereinzelt geben die Hersteller zusätzlich Zucker zu
  • Teilweise mit künstlichen Farbstoffen

Ölgemisch: Der günstige Absinth

Die Bezeichnung Absinthes des essences steht für ein Gemisch aus Alkohol und ätherischen Ölen. Das Mischungsverhältnis kann je nach Unternehmen variieren und alternativ zu Öl kann auch eine Absinthessenz zum Einsatz kommen.

    Vorteile
  • Ein meist deutlich günstigere Kaufpreis
    Nachteile
  • Meist geringere Produktqualität
  • Häufig zusätzlich Zucker enthalten
  • Meist künstliche Farbstoffe enthalten

Welcher Absinth passt zu mir?

Flasche Absinth und Glas

Absinth 66 wird traditionell in einem Glas getrunken. Der klassische Absinth hat eine grüne Farbe.

Wie viel Alkoholgehalt der Absinth aufweist, sagt nichts über die Aromen der Spirituose aus. Wie trinkt man Absinth? Wenn Sie Absinth trinken möchten, gibt es unterschiedliche Herstellungsverfahren, Trinkrituale und Mischgetränke. Anders als Bier oder Spirituosen wie Wodka, Tequila, Gin, Whisky oder Cognac trinken die meisten Menschen Absinthe nicht pur.

Klassischen Absinth kaufen: Für Kenner

Die Hersteller geben zerkleinerte Pflanzenteile in Alkohol und lassen sie zunächst einweichen (Mazeration). Anschließend folgt die mehrfache Destillation. Dieses Verfahren reduziert die Bitterstoffe, während die in Alkohol gelösten Aromen erhalten bleiben.

Günstigen Absinth kaufen: Für Einsteiger

Sie möchten Absinth trinken und dennoch nicht zu viel Geld investieren? Wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihnen der Geschmack zusagt, ist der Kauf eines günstigen Produktes durchaus empfehlenswert. Es muss nicht unbedingt ein Absinth mit 88 Vol.-% sein, es gibt auch Absinths mit niedrigerem Alkoholgehalt.

Destillierter Absinth und französisches Trinkritual für Traditionalisten

Wenn Sie Absinth trinken möchten, ist die richtige Zubereitung empfehlenswert. Die französische Trinkweise ist historisch belegt und kam bereits im 19. Jahrhundert zur Anwendung. Als Zubehör benötigen Sie Absinth-Gläser und Absinth-Löffel, besonders stilvoll ist zusätzlich die Verwendung einer Absinth-Fontäne. Auf den Löffel legen Sie 1 bis 2 Zuckerwürfel und beträufeln diese langsam mit kaltem Wasser. Der Louche-Effekt (milchige Trübung) tritt ein. Absinth mischen Sie im Verhältnis 1:3 bis 1:5 mit Wasser.

Mazerierte Absinthsorten und tschechisches Feuerritual für Mutige

Dieser spektakuläre Absinth entstand erst in den 1990er Jahren. Hier tränken Sie die Zuckerwürfel mit etwas Alkohol und zünden sie an. Der Zucker karamellisiert und tropft durch die Aussparungen im Absinth-Löffel in das Getränk. Abschließend füllen Sie das Glas mit Eiswasser auf.

Liqueur d’Absinthe für Likörfans

Ein Absinth Glas mit Zubehör

Bei Absinth 66 lässt sich über einem Löffel Zucker hinzufügen. Dies ist bei Cocktails beliebt.

Sie mögen Champagner oder Prosecco? Der Alkoholgehalt von Absinth 66 und Co. ist Ihnen zu hoch, aber Sie möchten dennoch das typische Aroma erleben? Dann ist vielleicht ein Liqueur d’Absinthe mit rund 25 Vol.-% die richtige Wahl. Sie können den Likör pur trinken, zudem eignet er sich als Zugabe zu Prosecco oder Champagner.

Absinth-Cocktail für Cocktailfans

Wenn Sie Absinth kaufen, können Sie aus unterschiedlichen Zutaten einen Absinth-Cocktail zubereiten. In Kombination mit Whisky, Zucker und Angostura (Cocktailbitter) entsteht eine Variante des Sazerac. Der Kamikaze ist ein Drink, der gerne als Mutprobe in geselliger Runde zum Einsatz kommt. Absinth mischen Sie hier zu gleichen Teilen mit Rum, Gin, Bourbon, Wodka, Tequila und Grenadine.

Welche Absinthe sind laut Tests am besten?

In der Testdatenbank von Stiftung Warentest gibt es im Bereich Getränke die Kategorie Wein, Sekt und Bier. Spirituosen wie Cognac, Rum oder Absinth suchen Sie hier allerdings vergeblich. Bisher haben die Tester in diesem Bereich noch keinen Test durchgeführt.

Falstaff-Magazin: Punkte für Spirituosen

Das renommierte Gourmet-Magazin Falstaff widmet sich regelmäßig zahlreichen Themen rund um die Bereiche Essen, Trinken und Genuss. Ein erfahrenes Verkostungsteam unterzieht auch Spirituosen regelmäßigen Tests (maximal 100 Punkte möglich). So erschienen im Bar- & Spiritsguide 2015/2016 Bewertungen zu unterschiedlichen Absinthsorten.

Absinth Test: Destillerie Vansin Absinth 66 Vol.-%

Diese Spirituose bewertete das Team mit 91 Punkten. Es lobte die kräftige Kräuternote, die sich bereits im Duft zeigte. Mit Wasser entfaltete sich die ätherische Note überzeugend gut. Destillerie Gaudentia Persoz Absinth, Alkoholgehalt 53 Vol.-%Dieses Produkt zeichnet sich durch feine Kräuteraromen und eine leichte Anisnote aus. Lob erhielt die Spirituose ebenfalls für ihre nur leicht vorhandene Bitterkeit, insgesamt vergaben Tester 92 Punkte.

Absinth Test: Destillerie Gaudentia Persoz Absinthe 65 Vol.-%

Den Duft dominierte eine starke Bitternote des Wermutkrauts und dieser Eindruck vermittelte sich den Testern auch am Gaumen. Die Zugabe von Wasser brachte zunächst kaum Veränderung, Harmonie entstand laut Auskunft der Experten erst durch das Zusammenspiel mit Zucker. Für diese Spirituose vergab das Verkostungsteam insgesamt 88 Punkte.

Was kosten Absinthe?

eine Flasche Absinth

Absinth 66 und andere Sorten sind für die grüne Verfärbung bekannt. Hier haben wir die verschlossene Glasflasche angeschaut.

Puristen argumentieren häufig, dass ausschließlich traditionell destillierte Produkte als echter Absinth gelten sollten. Wenn Sie die Bitternote des Wermutkrauts schätzen, sind jedoch durchaus auch mazerierte Varianten interessant. Bei günstigen Marken sorgt häufig ein künstlicher Farbstoff für eine faszinierend grüne Farbgebung. Auch hier gibt es Produkte, die mit ansprechendem Aroma und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen. Der reine Alkoholgehalt ist kein Kriterium für die Qualität eines guten Absinths.

Günstige Absinthsorten: Bis 20 Euro pro l

Im unteren Preissegment finden sich viele No-Name-Produkte und Spirituosen, bei denen die Grünfärbung mittels Lebensmittelfarbe entsteht. Dies muss jedoch nicht unbedingt negativ sein, da auch in dieser Kategorie durchaus Produkte mit ansprechendem Aroma zu finden sind. Sie suchen nach einem Produkt für die Cocktailzubereitung oder möchten den Geschmack erst noch testen? Dann ist dieses Segment eine gute Wahl.

Mittleres Preissegment: 20 bis 50 Euro pro l

Hier finden Sie Produkte wie beispielsweise den Absinth 66 sowie weitere Marken. Teilweise gibt es neben dem grünen Original auch rot oder schwarz gefärbte Spirituosen, die neben dem speziellen Aroma auch optisch als Highlight überzeugen. Meist können Sie hier von einer guten Produktqualität und interessanter Aromenvielfalt ausgehen.

Premiumprodukte: 50 bis 100 Euro pro l oder mehr

Für besonders anspruchsvolle Absinthkenner ist die obere Preiskategorie empfehlenswert. Hier finden Sie edle Sorten aus traditionsreichen Destillerien, die häufig streng nach überlieferten Methoden produzieren. Auch besondere Absinths wie beispielsweise der Brute d’Alembic sind in diesem Segment angesiedelt.

Wie lautet das Fazit für Absinthe?

Für Puristen sind ausschließlich destillierte Absinthsorten empfehlenswert, allerdings haben auch die günstigeren Absinthe durchaus ihre Berechtigung. Wie Sie Absinth zubereiten und trinken, bleibt Ihnen selbst überlassen. Sie können sich für die traditionelle Zubereitung aus Frankreich, für das Feuerritual oder für den Absinth-Cocktail entscheiden: Für jede Variante finden Sie die passende Absinthsorte. Wenn Sie Absinth kaufen möchten, sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Produkte im Einsteigerbereich sind bereits für weniger als 20 Euro pro l erhältlich. Im mittleren Segment kosten die Spirituosen zwischen etwa 20 und 50 Euro pro l
  • Bei Premiummarken müssen Sie mit Preisen von 100 Euro pro l oder mehr rechnen
  • Für Einsteiger sind günstige Marken durchaus empfehlenswert
  • Aufgrund des niedrigen Thujongehalts ist Absinth nicht gefährlich und führt nicht zu Halluzinationen

Entdecken Sie in der Produktauswahl günstige Marken, Varianten mit feiner Bitternote und edle Markenprodukte. Kaufen Sie die Spirituose Ihrer Wahl und entdecken Sie den mythischen Zauber der grünen Fee. Viel Spaß mit Ihrem neuen Lieblingsgetränk.

Im Video vorgestellt: Absinth

In diesem fesselnden YouTube-Video über Absinth aus der Tschechischen Republik tauchen Sie ein in die magische Welt dieses traditionsreichen Getränks. Erfahren Sie alles über die Geheimnisse der Herstellung, die geschmackliche Vielfalt und die kulturelle Bedeutung des Absinths. Tauchen Sie ein in eine Sinnesreise und lassen Sie sich von der Faszination dieses legendären Destillats verzaubern – ein Must-Watch für alle Absinth-Liebhaber und solche, die es noch werden wollen!