Vodka ist ein Sammelbegriff für eine klare Spirituose, die auf eine ganz bestimmte Art und Weise gebrannt wird und charakteristische Eigenschaften aufweist. Unterschiede zeigen sich bei den Rohstoffen sowie den Herstellungsprozessen. Im Folgenden finden Sie Details über die Unterschiede bei Wodkas.
Alkoholgehalt: Zwischen 37,5 bis 56 Prozent
Wodka besitzt einen klar definierten Bereich, in dem der Alkoholgehalt liegt. So hat ein Wodka typischerweise 40 Volumenprozent. Es gibt jedoch auch Sorten mit 37,5 oder mit bis zu 56 Volumenprozent Alkohol. Der Alkoholgehalt ist in erster Linie kein Qualitätsmerkmal, hat aber einen Einfluss auf den Geschmack.
Wodka wird mit einem deutlich höheren Alkoholgehalt destilliert. Erst durch Zugabe von reinem Wasser werden die gewünschten Volumenprozente erreicht. Ein Vodka mit niedrigerem Alkoholgehalt ist somit milder, besitzt aber auch weniger Aromen. Gerade bei den hochprozentigen Wodkas ist jedoch Vorsicht geboten. Diese sollten verantwortungsvoll genossen werden und sind primär für Mischgetränke gedacht.
Rohstoffe: Aus Roggen, Weizen oder Kartoffeln
Wodka wird aus unterschiedlichen Rohstoffen gewonnen. Als Ausgangsbasis können Roggen, Weizen oder Kartoffeln dienen. Seltener wird Vodka aus Reis, Weintrauben oder ähnlichen Rohstoffen hergestellt. Russischer Wodka wird traditionell aus Roggen gewonnen. Dies gilt als die ursprüngliche Variante und erzeugt Vodkas, die besonders weich und leicht sind.
Deutscher Wodka sowie Wodka aus Polen wird hingegen oftmals aus Kartoffeln erzeugt. Die so gewonnene Spirituose ist süßlicher, dafür aber schwerer. In Skandinavien und der Ukraine ist Weizen verbreitet. Günstige Vodkas hingegen werden häufig aus Melasse destilliert. Diese schmecken oft unausgewogen, betont alkoholisch und verfügen über wenig Eigenaroma.
Wasser: Beeinflusst den Geschmack des Vodkas

Das eckige Design der Flasche und die grau-orange Gestaltung des Etiketts lassen die Flasche im Regal hervorstechen.
Auch das Wasser hat einen Einfluss auf das Endprodukt. Bei günstigen Vodkas wird kein spezieller Wert auf die Herkunft gelegt, sodass diese auch nicht explizit erwähnt wird. Premium-Wodkas hingegen bewerben oftmals eine spezielle Herkunft des Wassers. Hierbei kann es sich um weiches, reines Wasser aus besonders tiefen Quellen handeln. Andere Marken nutzen das Wasser als Teil ihres Marketings. So wird Wasser aus sibirischen Seen oder Gletschereis verwendet, was ebenfalls einen reinen und weichen Wodka liefern soll.
Tatsächlich hat das Wasser einen Einfluss auf den Geschmack. Hartes oder mineralhaltiges Wasser hat Eigengeschmack. Dies kommt durch die unterschiedlichen Mineralien, die sich im Wasser befinden. Kalk ist bekannt dafür, den Geschmack negativ zu beeinflussen. Wasser aus reinen, tiefen Quellen hat kaum solche Beimengungen, sodass der Vodka einen klaren, unverfälschten Geschmack bekommt.
Filtertechnik: Kältefiltration oder Aktivkohle
Nach der Destillation muss der Wodka gefiltert werden. Die Anzahl der Filterdurchläufe variiert ebenso wie die eingesetzte Technik. Grundsätzlich gilt: je öfter ein Vodka gefiltert wird, umso weicher und qualitativ hochwertiger wird er. Einige Marken werben deshalb mit vier- oder fünffacher Filtration.
Es kommt jedoch auch auf die eingesetzte Technik an. Zu den günstigeren Methoden gehört die Kältefiltration. Aktivkohle kommt bei vielen Marken als verlässliche Filtertechnik zum Einsatz, was sich auch bei Trinkwasser bewährt hat. Sehr gute Ergebnisse liefert das Filtern mit Silber oder Milcheiweiß. Einige Marken werben mit Platin, Diamanten und ähnlich hochwertigen Materialien, die im Filterprozess eingesetzt werden. Eine Steigerung in der Qualität ist hier jedoch nicht zu erwarten.
Sonstige Hinweise
Da es sich bei Wodka um ein alkoholhaltiges Getränk handelt, ist ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang und Genuss wichtig. Ein zu hoher Alkoholkonsum kann Ihrer Gesundheit schaden.
Darüber hinaus sollten Sie bitte beachten, dass eine Abgabe an Personen unter 18 Jahren nicht erlaubt ist.