Welche Sorte Sie am besten kaufen hängt davon ab, wie Sie diesen verwenden wollen. Zum puren Genuss eignen sich vor allem sehr alte Cognacs aus den besten Anbaugebieten. Zum Kochen, Backen oder Mixen von Cocktails reichen sich auch jüngere Sorten aus den weniger populären Regionen.
Cognac für leidenschaftliche Köche und Bäcker
Cognac ist nicht nur zum Trinken gedacht, sondern kommt häufiger auch in der gehobenen Küche zum Einsatz. Vor allem in Kombination mit Sahne können Sie aus dem edlen Weinbrand eine hervorragende Soße für feines Fleisch zubereiten. Häufig kommen dabei noch andere Alkoholika wie Weiß- oder Rotwein zum Einsatz. Deren Aroma vermischt und ergänzt sich mit dem des Cognacs. Da beim Kochen die alkoholischen scharfen Geschmacksnoten sowieso verschwinden, können Sie hier günstige Cognacs geringen Alters verwenden.
Beim Backen verwenden Sie Cognac hauptsächlich bei Kuchen. Hier kommt es vor allem auf die fruchtigen, nussigen und würzigen Aromen an. Wählen Sie daher am besten einen mittelalten Cognac. Der ist im Geschmack schon so weit gereift, dass er den Kuchenteig mit seinen vielfältigen Nuancen bereichern kann. Gleiches gilt auch für den Einsatz von Cognac beim Kochen von Konfitüre oder Marmelade.
Cognac für Barkeeper und Cocktailliebhaber
Falls Sie mal nicht zum Whisky oder Rum greifen wollen, können Sie auch mit Cognac einerseits interessante und überraschende Variationen beliebter Klassiker, beispielsweise Cognac Mojito oder Cognac Caipi, kreieren. Hierfür wählen Sie am besten eine Sorte mit fruchtig frischem Aroma. Allzu komplexe holzige oder würzige Noten würden bei Cocktails mit Fruchtanteil eher irritieren. Sie sollten hier also keinen allzu alten und lange gereiften Cognac verwenden.
Anders sieht es bei den meisten minimalistisch gehaltenen Cocktails mit Cognac aus: Die French Connection mit Amaretto oder Mont Blanc mit Cointreau und Schlagsahne profitieren von den komplexen und weichen Aromen eines lange gereiften und vorzüglichen Cognacs. Hier wird das Endergebnis besser, je hochwertiger auch die einzelnen Zutaten sind.
Cognac für Kenner und Genießer
Echte Kenner genießen Cognac pur als Digestif nach dem Essen oder als Begleitung an einem ruhigen und gemütlichen Abend. Damit die elegante Spirituose ihr volles Aroma entfalten kann, servieren Sie ihn am besten bei Zimmertemperatur. Auch das Erwärmen des Glases mit den Händen ist bei Cognac nicht verpönt, sondern sogar erwünscht.
Für den puren Genuss gilt: Je älter der Cognac ist, desto weicher, bekömmlicher und komplexer im Geschmack ist er in der Regel auch. Brände aus den beliebtesten Anbaugebieten benötigen eine längere Reifezeit, um genauso weich zu werden wie Cognac aus weniger aromatischen Randprovinzen.