Ratgeberübersicht
  1. Welche Wirkstoffe kommen in Nasensprays gegen Allergien zum Einsatz?
  2. Ist in Allergie-Nasenspray Kortison enthalten?
  3. Worauf ist laut Allergie-Nasenspray-Tests aus dem Internet zu achten?
  4. Für wen eignet sich ein Allergie-Nasenspray?
  5. Weitere Fragen und Antworten von Kunden, die nach Allergie-Nasenspray-Tests bzw. Vergleichen suchen
  • Anti-Allergie-Nasensprays werden bei der Behandlung von Heuschnupfen, Allergien gegen Hausstaubmilben oder Tierhaarallergien eingesetzt.
  • Abhängig vom Inhaltsstoff wirken Allergie-Nasensprays bei akuten Beschwerden oder werden vorbeugend vor der Exposition mit dem Allergen angewendet.
  • Bei antiallergischen Nasensprays wie Kortikosteroiden oder Antihistaminika besteht dieser typische Gewöhnungs- oder Rebound-Effekt.

Allergie-Nasenspray im Test: Eine Frau nutzt einen Nasenspray.

Ein Allergie-Nasenspray wird von Allergikern verwendet, um bei allergisch bedingten Symptomen erste Abhilfe zu schaffen. So wird er zum Beispiel bei einer laufenden, juckenden oder verstopften Nase eingesetzt und kann die Symptome diverser Allergien lindern. Wir haben für Sie diverse Allergie-Nasenspray-Tests aus dem Internet geprüft und informieren Sie hier über die verschiedenen Wirkstoffe, den Einsatz von Kortison und geeignete Produkte für Kinder.

1. Welche Wirkstoffe kommen in Nasensprays gegen Allergien zum Einsatz?

Welcher Wirkstoff in einem Nasenspray bei Allergie verwendet wird, ist abhängig vom jeweiligen Präparat. Grundsätzlich können Sie aber zwischen Nasensprays mit Antihistaminikum, Glukokortikoid oder Mastzellstabilisator unterscheiden. Alle Wirkstoffe haben das Ziel, allergische Reaktionen zu lindern, wirken im Körper aber unterschiedlich.

Die gängigen Inhaltsstoffe von Nasensprays gegen Allergien und deren Wirkung haben wir Ihnen tabellarisch gegenübergestellt:

Wirkstoff Eigenschaften
Azelastin
  • ein Antihistaminikum
  • blockiert die Wirkung von Histamin
  • lindert Niesreiz, Juckreiz und eine laufende Nase
  • Wirkung setzt meist innerhalb weniger Minuten ein
Levocabastin
  • auch ein Antihistaminikum
  • hemmt Histamin an den H1-Rezeptoren
  • wirkt vergleichsweise schnell
  • vor allem bei Niesreiz, Nasenjucken und Fließschnupfen eingesetzt
Mometason
  • Allergie-Nasenspray mit Mometason enthält Glukokortikoid
  • hemmt die allergische Entzündung in der Nasenschleimhaut
  • wirkt gegen eine laufende und verstopfte Nase sowie Niesreiz
  • volle Wirkung häufig erst nach regelmäßiger Anwendung
Fluticason
  • ebenfalls ein Glukokortikoid
  • wirkt stark entzündungshemmend
  • lindert auch eine ausgeprägte Nasenverstopfung
  • als Fluticasonpropionat oder Fluticasonfuroat erhältlich
Beclometason
  • ein Glukokortikoid
  • reduziert Schwellung und Entzündungsreaktion
  • für die regelmäßige Behandlung saisonaler oder ganzjähriger allergischer Beschwerden geeignet
Budesonid
  • auch ein Glukokortikoid
  • hemmt entzündliche Prozesse in der Nasenschleimhaut
  • hilft gegen Nasenverstopfung, Niesen, Juckreiz und Fließschnupfen
Triamcinolon
  • ein weiteres Glukokortikoid
  • verringert allergisch bedingte Entzündungen und Schwellungen
  • wird bei saisonaler und ganzjähriger allergischer Rhinitis eingesetzt
Cromoglicinsäure
  • ein Mastzellstabilisator
  • bremst die Freisetzung von Histamin und weiteren Entzündungsstoffen
  • wirkt überwiegend vorbeugend
  • muss regelmäßig und meist mehrmals täglich angewendet werden
Azelastin und Fluticason
  • eine Kombination aus Antihistaminikum und Glukokortikoid
  • verbindet einen schnellen Wirkungseintritt mit einer starken Entzündungshemmung
  • kommt bei stärkeren oder mit einem Einzelwirkstoff unzureichend kontrollierten Beschwerden infrage
Olopatadin und Mometason
  • Kombination aus Antihistaminikum und Glukokortikoid
  • lindert akute Histaminwirkungen und hemmt gleichzeitig die Entzündung
  • auch für schwerere allergische Nasenbeschwerden vorgesehen
Allergie-Nasenspray im Test: ein kleiner Flacon Medinfar-Aeromax-Nasal liegt verschlossen auf einer bräunlichen Oberfläche.

Anti-Allergie-Nasensprays von Medinfar und anderen Herstellern sollten Sie kühl, dunkel und außer Reichweite von Kindern aufbewahren.

2. Ist in Allergie-Nasenspray Kortison enthalten?

Es gibt kortisonhaltige Präparate, aber in nicht jedem Anti-Allergie-Nasenspray ist Kortison enthalten. Solche Produkte enthalten synthetische Glukokortikoide, die körpereigenen Hormonen ähneln und dadurch Entzündungsreaktionen abschwächen. Ein Nasenspray wirkt primär auf nasale Symptome, bei Heuschnupfen können Kortikosteroide teilweise auch Augenbeschwerden verbessern.

Ein Nasenspray gegen Allergien mit Kortison kommt vor allem bei mittelstarken bis schweren Symptomen zum Einsatz. Intranasale Glukokortikoide werden insbesondere bei mittelstarken bis schweren Beschwerden und ausgeprägter Nasenverstopfung eingesetzt. Je nach Präparat und individueller Situation können sie jedoch auch bei leichteren Beschwerden infrage kommen. Intranasale Glukokortikoide wirken überwiegend lokal in der Nasenschleimhaut und werden je nach Wirkstoff nur in geringem Umfang systemisch aufgenommen.

Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen unter anderem:

  • trockene oder gereizte Nasenschleimhaut
  • Brennen oder Niesen direkt nach der Anwendung
  • Nasenbluten
  • Borkenbildung in der Nase
  • unangenehmer Geschmack
  • gereizter Hals
  • Kopfschmerzen

Tipp: Moderne intranasale Kortikosteroide wie Mometason oder Fluticason gelangen nur in sehr geringen Mengen in den Kreislauf.

Ein Kortison-Nasenspray darf nicht verwendet werden, wenn eine Allergie gegen den Wirkstoff besteht. Während Schwangerschaft und Stillzeit sollte die Anwendung des jeweiligen Präparats mit Arzt oder Apotheke abgeklärt werden.

Unter Berücksichtigung dieser Faktoren wird häufig ein Allergie-Nasenspray ohne Cortison empfohlen. Intranasale Antihistaminika wirken in der Regel schneller als kortisonhaltige Nasensprays. Wirkstoffe wie Azelastin blockieren die H1-Rezeptoren und hemmen dadurch die Wirkung des bei einer allergischen Reaktion freigesetzten Histamins. So können Beschwerden wie Niesen, Juckreiz, eine laufende Nase und teilweise auch eine verstopfte Nase rasch gelindert werden.

Sie eignen sich daher sowohl zur Behandlung akuter Beschwerden als auch zur regelmäßigen Anwendung bei allergischer Rhinitis. Bei stärkeren oder länger anhaltenden Beschwerden sind intranasale Kortikosteroide häufig wirksamer; auch eine Kombination aus beiden Wirkstoffgruppen kommt infrage.

Hand hält einen geschlossenen Sprühflacon mit getestetem Allergie-Nasenspray von Medinfar vor einem weißen Hintergrund.

Bei neuen oder länger nicht verwendeten Sprays von Medinfar und anderen Marken müssen Sie den Pumpmechanismus oft mehrmals betätigen, bevor der Sprühnebel freigesetzt wird.

3. Worauf ist laut Allergie-Nasenspray-Tests aus dem Internet zu achten?

Gemäß Allergie-Nasenspray-Tests aus dem Internet sollten Sie unter anderem auf die Unterschiede zwischen rezeptfreien und rezeptpflichtigen Produkten achten, sowie die korrekte Anwendung und die Mengenangaben prüfen.

3.1. Ist das Allergie-Nasenspray rezeptfrei erhältlich?

Wie auch Allergie-Augentropfen können Sie viele Nasensprays gegen Allergien ohne Rezept in der Apotheke erwerben. Welches Allergie-Nasenspray rezeptfrei ist oder nicht, hängt vom Wirkstoff und dem konkreten Präparat ab. Rezeptfrei bedeutet nicht, dass das Präparat ganzjährig und ohne Einschränkungen angewendet werden kann. Ob Wechselwirkungen relevant sind, hängt vom jeweiligen Wirkstoff und von weiteren eingenommenen Arzneimitteln ab. Genauere Angaben finden Sie in der Packungsbeilage.

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3.2. Wie lange komme ich mit einer Verpackung aus?

Wie lange Sie mit einem Allergiespray auskommen, ist abhängig von der Verpackungsgröße und der täglichen Dosierung. Kommt das Nasenspray gegen Allergien 2- bis 3-mal täglich zum Einsatz, reicht ein Fläschchen häufig mehrere Wochen. Beachten Sie außerdem die Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen. Ein Nasenspray sollte nach Anbruch nur für einen bestimmten Zeitraum verwendet werden. Nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum sollte das Arzneimittel nicht mehr verwendet werden.

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3.3. Wie wende ich Anti-Allergie-Nasensprays richtig an?

Der korrekte Anwendungsablauf wird in der Packungsbeilage vorgegeben und kann von Produkt zu Produkt leicht variieren. In der Regel wenden Sie ein Anti-Allergie-Nasenspray aber folgendermaßen an:

  1. Allergiespray aufschütteln, ein Nasenloch verschließen und die Spitze in das andere Nasenloch einführen.
  2. Den Sprühkopf eher nach außen Richtung Ohr drehen und während des Pumpstoßes leicht durch die Nase einatmen. Starkes Hochziehen kann dazu führen, dass mehr Wirkstoff in den Rachen gelangt.
  3. Anschließend den Sprühkopf mit einem sauberen Taschentuch abwischen und die Schutzkappe wieder aufsetzen.
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3.4. Bei welchen Marken und Herstellern kann ich Nasenspray gegen Allergie kaufen?

Neben bekannten Marken wie Ratiopharm finden Sie Allergie-Nasensprays unter anderem auch bei den folgenden Herstellern:

  • MomeAllerg (MOM)
  • Otri-Allergie
  • MometaHEXAL
  • Vividrin
  • Livocab
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4. Für wen eignet sich ein Allergie-Nasenspray?

Ein Allergie-Nasenspray eignet sich für Allergiker, die unter anderem auf Pollen, Hausstaub oder Tierhaare reagieren. Abhängig vom Präparat können saisonale oder ganzjährige Beschwerden gelindert werden. Auch für Kinder gibt es geeignete Anti-Allergie-Nasensprays.

Allergie-Nasenspray-Test: Medinfar-Aeromax-Nasal steht geschlossen auf einer hellen Oberfläche.

Bevor Sie Allergiespray von Medinfar oder anderen Marken anwenden, sollte die Nase gründlich geputzt oder gespült werden.

4.1. Kann ich ein Nasenspray bei Pollenallergie und Heuschnupfen anwenden?

Ähnlich wie Allergietabletten eignet sich ein Nasenspray bei Pollenallergie als vorbeugende Maßnahme oder zur akuten Behandlung der vorliegenden Beschwerden. Auch bei Heuschnupfen ist die Anwendung sinnvoll, wenn die Beschwerden Ihren Alltag beeinträchtigen. Das Heuschnupfenspray behandelt dabei aber lediglich die Beschwerden. Eine Besserung der Allergie ist mithilfe eines Nasensprays gegen Pollenallergie nicht möglich.

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4.2. Hilft ein Allergie-Nasenspray gegen Hausstaub- und Tierhaarallergie?

Auch bei einer Hausstaubmilben- oder Tierallergie kann ein Allergie-Nasenspray unangenehme Beschwerden lokal lindern. Vor allem bei einem Allergie-Nasenspray gegen Hausstaub macht eine ganzjährige Behandlung Sinn, da die Symptome nicht saisonal bedingt sind. Selbiges gilt, wenn Sie mit Katzen oder Hunden leben und gegen die Tierhaare allergisch sind.

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4.3. Darf ich das Allergie-Nasenspray bei Kindern anwenden?

Abhängig vom Wirkstoff sollten Allergie-Nasensprays bei Kindern unter ärztlicher Absprache verwendet werden. Es gibt aber auch frei verkäufliche Produkte, die Sie ohne vorherige Rücksprache anwenden können. Wichtig ist, dass das konkrete Präparat für das jeweilige Alter zugelassen ist. Eine allgemeine Altersgrenze gibt es nicht, weshalb gerade bei Kleinkindern das Nasenspray nur nach ärztlicher Rücksprache angewendet werden sollte.

Wichtig: Bei rezeptfreien Kortison-Nasensprays gelten je nach Präparat unterschiedliche Altersgrenzen. Einige sind nur für Erwachsene zugelassen.

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5. Weitere Fragen und Antworten von Kunden, die nach Allergie-Nasenspray-Tests bzw. Vergleichen suchen

5.1. Hat das beste Allergie-Nasenspray auch Nebenwirkungen?

Selbst das beste Allergie-Nasenspray kann zu Nebenwirkungen führen, wobei die Art, Schwere und Häufigkeit aber stark vom enthaltenen Wirkstoff abhängen. Da ein Nasenspray bei Allergie direkt in der Nase angewendet wird, treten vor allem lokale Beschwerden auf.

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5.2. Darf ich ein Allergie-Nasenspray in der Schwangerschaft nutzen?

Eine Anwendung während der Schwangerschaft ist abhängig vom Wirkstoff zwar möglich, sollte aber mit einem Arzt abgesprochen werden. Unter anderem können sich Produkte mit Kortison, Antihistaminikum und Cromoglicinsäure eignen.

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5.3. Welches Nasenspray ist bei Allergie nicht geeignet?

Ein abschwellendes Nasenspray bei Allergie wirkt nicht entzündungshemmend. Zwar helfen Wirkstoffe wie Xylometazolin oder Oxymetazolin gegen eine verstopfte Nase, Begleitsymptome wie Juckreiz können hingegen nicht über längere Zeit gelindert werden. Außerdem kann es bei einem Erkältungs-Nasenspray zu einem Gewöhnungseffekt kommen, weswegen eine dauerhafte Anwendung bei Hausstauballergie und Co. nicht empfohlen wird.

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5.4. Was sind die Symptome einer allergischen Rhinitis?

Eine Entzündung der Nasenschleimhaut macht sich durch Nasenjucken und Niesanfälle sowie durch wässrigen Fließschnupfen und eine verstopfte Nase bemerkbar. Bei ausgeprägteren Verläufen kann es auch zu einer erschwerten Nasenatmung kommen. Außerdem können Augensymptome wie juckende, gerötete oder tränende Augen bei Heuschnupfen auftreten.

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5.5. Gibt es einen offiziellen Allergie-Nasenspray-Testsieger?

Zwar hat die Stiftung Warentest noch keinen Allergie-Nasenspray-Testsieger gekürt, dafür wurden in einem Artikel aus 2023 diverse Allergie-Medikamente getestet. Suchen Sie gezielt nach einem nasal anwendbaren Produkt, können Sie mithilfe unserer Kriterien Ihren persönlichen Allergie-Nasenspray-Testsieger küren.

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