Das Wichtigste an einem alkoholfreien Sekt ist natürlich, dass er im Gegensatz zu herkömmlichem Sekt einen sehr niedrigen oder sogar gar keinen Alkoholgehalt hat. Trotzdem sollte er ausreichend Kohlensäure enthalten und wie echter Sekt prickeln. Der Geschmack unterscheidet sich je nach Herstellungsart deutlich.

Hier sehen wir Rotkäppchen-Alkoholfreier-Sekt in Weiß, den es aber auch in Rosé gibt.
Zutaten und Herstellung: Zwei Gärungsprozesse
Normaler Sekt, sowie Champagner wird durch das Abfüllen von Wein in Flaschen und eine anschließende zweite Gärung hergestellt. Erst durch die zweite Gärung entsteht die beliebte Kohlensäure, die das prickelnde Sekterlebnis ausmacht. Das Verfahren zur Gewinnung von alkoholfreiem Sekt ist dieser Vorgehensweise recht ähnlich. Der einzige Unterschied ist, dass dem Wein nach der ersten Gärung und vor dem Abfüllen in Flaschen der Alkohol entzogen wird.
Das kann entweder mithilfe einer speziellen Membran oder durch schonendes Erhitzen geschehen. Bei der zweiten Methode verdampft der Alkohol und es bleiben nur die Geschmacksstoffe und Aromen des Weins übrig. Die für den Sekt typische Kohlensäure muss anschließend mechanisch hinzugefügt werden. Die offizielle Bezeichnung für diese Art von alkoholfreiem Sekt ist dann „Schäumendes Getränk aus alkoholfreiem Wein“.

Alkoholfreier Sekt von Hûgo ist ein beliebtes Erfrischungsgetränk für den Sommer.
Die zweite Variante von alkoholfreiem Sekt wird nicht auf Basis von Wein hergestellt, sondern aus Fruchtsaft oder Tee gekeltert. Er wird häufig als Kindersekt vermarktet, es gibt aber auch Varianten, die sich eher an Erwachsene richten. Im Gegensatz zu auf Wein basierendem alkoholfreien Sekt enthalten Fruchtsaft- oder Tee-Varianten überhaupt keinen Alkohol und eignen sich daher auch für Schwangere, Stillende und Kinder.
Die Bezeichnung „alkoholfreier Sekt“ existiert nur im allgemeinen Sprachgebrauch
Nach der Weinverordnung muss Sekt, der aus alkoholfreiem Wein hergestellt wird, als „Schäumendes Getränk aus alkoholfreiem Wein“ deklariert werden. Es gibt aber auch andere alkoholfreie Alternativen wie beispielsweise Kindersekt. Dieser Kaufberater erklärt Ihnen, wo die Unterschiede liegen und wann Sie am besten welche alkoholfreie Sektvariante wählen.
Alkoholgehalt: Maximal 0,5 %
Sekt aus alkoholfreiem Wein enthält in der Regel einen geringen Restalkoholgehalt. Es ist allerdings gesetzlich geregelt, dass dieser nicht mehr als 0,5 % betragen darf. Das entspricht bei einem durchschnittlichen Glas Sekt etwa einem halben Gramm Alkohol. Ähnliche Mengen kommen häufig auch beim Konsum von Fruchtsäften oder sehr reifen Früchten vor. Ob Schwangere oder Stillende diese geringen Mengen in Kauf nehmen, müssen sie selbst entscheiden.
Für Kinder greifen Sie am besten immer zum vollkommen alkoholfreien Sekt auf Tee- oder Fruchtsaftbasis. Auf Wein basierende Produkte werden nie als Kindersekt vermarktet. Da Alkohol aber auch ein Geschmacksträger ist, schmecken vor allem Erwachsene den Unterschied zwischen Sekt mit oder ohne Restalkohol deutlich heraus. Kinder stört das in der Regel aber nicht.
Geschmack: Wie normaler Sekt

Alkoholfreier Sekt, wie zum Beispiel von Hûgo, bringt weniger Kalorien mit, da auf Alkohol verzichtet wird.
Geschmacklich ist alkoholfreier Sekt oder Sekt Rosé in der Regel an den Geschmack von normalem Sekt angelehnt. Bei der Herstellung auf Weinbasis ist das Endergebnis in der Regel sehr nah am Original, da letztendlich die gleichen Rohstoffe verwendet werden. Leichte Unterschiede gibt es jedoch, da beim Erwärmen Aromen entweichen und Alkohol als Geschmacksträger fehlt. Diese sind bei alkoholfreiem Sekt auf Fruchtsaft- oder Tee-Basis meist noch ausgeprägter. Produkte speziell für Kinder sind außerdem oft deutlich süßer als alkoholfreier Sekt für Erwachsene.