Ratgeberübersicht
  1. Warum ist die Wahl der richtigen Winter-Bettdecke wichtig?
  2. Welche Füllmaterialien gibt es für Winter-Bettdecken?
  3. Worauf sollten Sie beim Kauf einer Winter-Bettdecke noch achten?
  4. Wie findet man heraus, ob eine Winter-Bettdecke sehr warm ist?
  5. Was sagen Tests zu Winter-Bettdecken?
  6. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Winter-Bettdecken-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Eine Winter-Bettdecke gewährleistet gesunden Schlaf in der kalten Jahreszeit.
  • Es gibt sie heute in einer Vielzahl von Maßen.
  • Auch bei den Materialien finden Sie eine große Auswahl. Diese reicht von klassischen Daunen über edle Naturmaterialien wie Alpaka bis zu Kunststofffüllungen.

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Zu heißen Diskussionen kommt es in vielen Beziehungen immer dann, wenn es draußen kalt wird. Wie ist die ideale Temperatur im Schlafzimmer? Das ist dann Gegenstand so mancher erbitterten Debatte. Experten helfen da auch nicht wirklich weiter, denn die beziffern die ideale Schlaftemperatur zwischen 16 und 18 Grad. Was aber tun, wenn einer der beiden Partner ständig friert? Dann hilft es, zwei unterschiedliche Winter-Bettdecken zu kaufen, eine leichtere und eine dicke Winter-Bettdecke. In unserer aktuellen Kaufberatung 2025 auf WELT.de gehen wir der Frage auf den Grund, was eine gute Winter-Bettdecke ausmacht, wir informieren über Materialien und Füllungen und schauen auch auf Tests zu verschiedenen Winter-Bettdecken.

1. Warum ist die Wahl der richtigen Winter-Bettdecke wichtig?

Die Temperatur im Schlafzimmer hat einen großen Einfluss auf die Qualität der Nachtruhe, und das nicht nur, weil man schlechter einschläft, wenn man friert. Vielmehr beeinflusst eine zu hohe oder zu niedrige Raumtemperatur auch den sogenannten zirkadianen Rhythmus, besser bekannt als innere Uhr: Da sich die Körpertemperatur des Menschen im Schlaf um rund anderthalb Grad senkt, benötigt er mehr Zeit zum Runterfahren, wenn es im Schlafzimmer zu warm ist und mehr Zeit zum Hochfahren, wenn es zu kalt ist. Daher ist die richtige Bettdecke für den Winter auch aus gesundheitlichen Gründen wichtig.

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Regelmäßiges Lüften sorgt dafür, dass die Winter-Bettdecke lange schön und wärmend bleibt.

Winter-Bettdecken gibt es heute für jeden Geschmack und Geldbeutel. Besonders beliebt bei Paaren, die buchstäblich unter einer Decke stecken, sind Winter-Bettdecken 135 x 200 sowie Winter-Bettdecken 155 x 220.
Die Variante der Winter-Bettdecke 155 x 220 eignet sich dabei besonders gut für sehr große Menschen, während die Winterbettdecke vom Typ 135 x 200 heute bereits Standard ist.
Darüber hinaus finden Sie auch Winter-Bettdecken in 200 x 220 cm für das Doppelbett. Etwas seltener sind dagegen XXL-Winter-Bettdecken in den Maßen 220x 240.

Welche Füllmaterialien gibt es für Winter-Bettdecken?

Doch diese Vielfalt gilt nicht nur bei den Größen: So gibt es die sehr warme Winter-Bettdecke ebenso wie die Winter-Bettdecke für Allergiker. Entscheidend bei der Wahl der besten Winter-Bettdecke ist dabei vor allem die Füllung. Hier stehen verschiedene Füllmaterialien zur Verfügung, die diese Tabelle auf WELT.de zeigt:

Füllmaterial Eigenschaften
Daunen-Winter-Bettdecke
  • Daunen sind die Unterfedern von Gänsen oder Enten und haben keinen Kiel
  • daher sind sie sehr flauschig
  • Daunen speichern optimal die Luft
  • das führt dazu, dass die Decke zusätzlich isoliert, also vor Kälte schützt
  • Daunen lösen überdies keine Allergien aus
  • auch für Asthmatiker sind Winter-Betten aus Daunen geeignet
Alpaka-Winter-Bettdecke
  • Alpaka-Bettdecken sind mit einer Füllung aus der Wolle der Alpakas gefertigt
  • Alpakafasern sind hohl, daher speichern sie die Körperwärme besonders gut
  • außerdem sind Winter-Bettdecken aus Alpaka sehr leicht
  • da Alpakawolle wenig Lanolin enthält, bekommen auch Woll-Allergiker mit diesen Decken keine Probleme
  • diese Winter-Bettdecken sind besonders feuchtigkeitsregulierend
  • zudem schmiegen sie sich gut den Körperkonturen an
Schurwoll-Winter-Bettdecke
  • eine Bettdecke aus Schurwolle für den Winter hat eine Füllung aus Schafwolle
  • sie gilt als temperaturausgleichend und reguliert die Feuchtigkeit
  • Schurwolle wärmt und kühlt unabhängig von der Außentemperatur
  • Schurwolle wehrt zudem Hausstaubmilben ab
  • daher sind diese Winter-Bettdecken auch für Allergiker geeignet
  • Schurwolle ist besonders widerstandsfähig und langlebig
Kamelhaar-Winter-Bettdecke
  • diese Füllungen bestehen aus der Unterwolle der Kamele
  • der Flaum ist besonders leicht, dabei aber voluminös
  • zudem bietet Kamelhaar eine sehr gute Wärmeisolation
  • die Decken sind auch für Allergiker geeignet
  • Kamelhaar besitzt einen natürlichen Schutzfilm, sodass die Decke nur selten gereinigt werden muss
  • allerdings sind diese Decken relativ teuer
Polyester-Winter-Bettdecke
  • Polyester-Bettfüllungen sind heute mit Mikrofaser gemischt, sodass man unter der Decke nicht schwitzt.
  • sie sind problemlos in der Maschine waschbar
  • eine Winter-Bettdecke ist vegan, weil hier keinerlei tierische Bestandteile vorhanden sind
  • das führt dazu, dass die Decke zusätzlich isoliert, also vor Kälte schützt
  • aufgrund der leichten Reinigung sind diese Bettdecken auch für Kinder geeignet
  • Polyester ruft keine allergischen Reaktionen hervor

Neben diesen vier Füllmaterialien, die besonders häufig in Winter-Bettdecken vorhanden sind, gibt es noch zahlreiche andere. So sorgt Kaschmir beispielsweise für besonders leichte Winter-Bettdecken, während Daunen nach wie vor ein gutes Material für eine extra warme Winter-Bettdecke sind. Bei Daunen sollten Sie allerdings genau hinschauen, denn unter diesem Namen werden auch Winter-Bettdecken mit Federn als Beimengung angeboten.

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Die richtige Winter-Bettdecke sorgt für erholsamen Schlaf.

Diese allerdings wärmen nicht, sondern sorgen lediglich für Füllmenge und Gewicht. Federn findet man daher auch häufig in Kopfkissen. Tests von Winter-Bettdecken haben überdies gezeigt, dass die Güteklassen der Daunen-Decken nicht von allen Herstellern eingehalten werden. Bei diesen Tests von Winter-Bettdecken zeigte sich, dass die Tester unter anderem gebrochene Federkiele in der Daunenfüllung fanden. Generell gibt es beim Thema Daunendecken durchaus Argumente dafür und dagegen, wie unsere Tabelle auf WELT.de zeigt:

    Vorteile
  • bieten guten Schlafkomfort
  • eignen sich auch für Menschen, die leicht frieren
  • sind sehr langlebig
    Nachteile
  • immer noch werden Daunen aus dem tierquälerischen Lebendrupf verarbeitet
  • für Veganer sind Daunendecken nicht geeignet
  • in Daunen können sich Bakterien und Schimmelpilze ansiedeln

Wer eine sehr warme Winter-Bettdecke gar nicht möchte, sollte das Augenmerk dagegen entweder auf eine Bettdecke mit einer Füllung aus Baumwolle oder aber auf eine Lyocell-Winter-Bettdecke richten. Lyocell ist auch unter dem Namen Tencel bekannt und besteht aus Zellulose. Demnach ist auch eine solche Winter-Bettdecke aus Naturfaser. Auch eine Bettdecke für Sommer und Winter kann in diesem Fall eine gute Lösung sein. Eine solche Art Decke besteht oft aus zwei einzelnen Decken, die mit Druckknöpfen miteinander verbunden sind. So lassen sich die Bettdecken für Sommer und Winter nach Bedarf nutzen.

3. Worauf sollten Sie beim Kauf einer Winter-Bettdecke noch achten?

Wenn Sie einen Vergleich von Winter-Bettdecken anstellen, spielt natürlich die Größe eine entscheidende Rolle, denn kaum etwas ist so nervtötend, wie nachts ohne Decke aufzuwachen, weil der Partner diese wieder mal geklaut hat. Daher sind Winter-Bettdecken in 200 x 220 cm oder Winter-Bettdecken in 220x 240 eine gute Wahl in Partnerschaften, vor allem dann, wenn sich einer der beiden Schläfer viel bewegt. Wenn Sie dagegen eine Winter-Bettdecke für Kinder suchen, sind Sie mit einer Winter-Bettdecke 100×135 gut beraten. Diese Decken eignen sich für Kinder zwischen zwei und fünf Jahren.

Eine Winter-Bettdecke sollte regelmäßig gelüftet werden – und zwar möglichst im Freien. Die Kälte nämlich tötet Hausstaubmilben zuverlässig ab. Am besten, Sie hängen die Winter-Bettdecke über das Balkongeländer oder über zwei Stühle.

Ein weiterer wesentlicher Punkt bei der Wahl der richtigen Bettdecke ist ihre Atmungsaktivität. Vor allem Menschen, die nachts leicht schwitzen, profitieren von einer atmungsaktiven Winter-Bettdecke. Hier kommen sowohl Winter-Bettdecken mit Daunen als aus solche mit Lyocell infrage. Auch Mikrofaser als Füllung von Bettdecken ist sehr atmungsaktiv. Solche Winter-Bettdecken bietet unter anderem Tempur an. Dieses Unternehmen konnte bisher vor allem in der Kategorie Matratzen oder Topper punkten.

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Eine gute Lösung für einen erholsamen Schlaf kann auch eine günstige Winter-Bettdecke sein.

Wer darüber hinaus aus ethischen Gründen eine Winter-Bettdecke ohne Daunen bevorzugt, sollte sich nach Füllungen aus Wolle wie Kamelhaar erkundigen. Diese hält ebenso warm wie Daune, ist allerdings nicht so fluffig. Für Veganer allerdings sind diese Decken aus naheliegenden Gründen nicht geeignet.

4. Wie findet man heraus, ob eine Winter-Bettdecke sehr warm ist?

Bei jeder Bettdecke gibt es eine Wärmeklasse, die Aufschluss darüber gibt, wie warm die Decke tatsächlich ist. Während die Wärmeklassen 1 und 2 für Sommerbetten interessant sind, geht es ab Wärmeklasse 3 um das richtige Bett bei niedrigen Temperaturen. Die folgende Tabelle von WELT.de listet die Klasse und ihre Merkmale für Sie auf:

Wärmeklasse Merkmale
Wärmeklasse 3
  • Diese Wärmeklasse wird auch mit medium bezeichnet
  • sie haben nur eine relativ geringe Wärmeleistung
  • daher sind sie für Menschen, die nachts gern kühl schlafen, die richtige Wahl
  • auch als Übergangsdecke eignet sie sich gut
Wärmeklasse 4
  • diese Wärmeklasse gilt als ideal für Winterdecken
  • sie eignen sich auch, wenn man bei geöffnetem Fenster schläft
  • für Menschen, die leicht frieren und deshalb die Heizung im Schlafzimmer leicht anstellen, ist diese Wärmeklasse ebenfalls gut geeignet
Wärmeklasse 5
  • die höchste Klasse bei Winter-Bettdecken ist die Wärmeklasse 5 und sie ist für alle Schläfer geeignet, die leicht frieren
  • auch wer gern bei geöffnetem Fenster schläft, wird mit dieser Wärmeklasse zufrieden sein
  • dank natürlicher Materialien kann eine solche Decke dennoch leicht sein
  • allerdings ist sie ungeeignet, um bei geschlossenem Fenster und aufgedrehter Heizung zu schlafen

5. Was sagen Tests zu Winter-Bettdecken?

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Moderne Winter-Bettdecken lassen sich vielfach problemlos in der Maschine waschen.

Tests zum Thema Winter-Bettdecken gibt es beinahe so viele, wie es Decken-Varianten gibt. So hat sich auch die Stiftung Warentest diesem Thema bereits gewidmet. Zum Testsieger bei Winter-Bettdecken wurde ein Modell aus Kamelhaar, aber auch andere Naturmaterialien kamen in dem Test gut weg.

Winter-Bettdecken aus Kamelhaar gibt es von Herstellern wie Öko Planet, andere Marken wie etwa Billerbeck oder Erwin Müller bieten dagegen Decken aus dem Naturhaar Alpaka an. Befriedigende Ergebnisse bekamen in einem anderen Test von Winter-Bettdecken Daunendecken unterschiedlicher Hersteller, darunter Centa Star oder Trauminia.

6. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Winter-Bettdecken-Tests bzw. -Vergleichen suchen

6. 1. Welche Deckengröße sollte eine Winter-Bettdecke für ein Einzelbett haben?

Für Einzelbetten haben sich die Maße in cm 135 x 200 als besonders praktisch erwiesen, zumal auch Bettbezüge diese Maße haben. Unter dem Begriff Komfortgröße dagegen gibt es Winter-Bettdecken im Maß von 155 x 200 cm.

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6.2. Wie findet man das richtige Füllgewicht einer Winter-Bettdecke?

Mit dem Füllgewicht wird das Gewicht pro m2 einer Winter-Bettdecke angegeben. Sie finden diese Angabe auf dem Beipackzettel der jeweiligen Decke. Als Faustregel gilt, dass eine Bettdecke rund zehn Prozent des Körpergewichts wiegen sollte. Allerdings sind Daunendecken immer ein wenig schwerer als eine Winter-Bettdecke ohne Daunen.

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6.3. Was sollte man als Allergiker bei einer Winter-Bettdecke beachten?

Allergieschutz bei Bettdecken

Viele Hersteller versehen ihre Bettdecken mit einer antiallergischer Ausstattung. Dabei werden spezielle Wirkstoffe in den Fasern verarbeitet, die vor Hausstaubmilben schützen. Sie erkennen eine Winter-Bettdecke für Allergiker zudem an dem Nomite-Siegel. Damit werden Bettdecken ausgezeichnet, deren Stoffe und Füllungen für Allergiker unproblematisch sind.

Was das Füllmaterial betrifft, ist zwar eine synthetische Decke die beste Wahl für Menschen, die an einer Hausstaub-Allergie leiden, allerdings schwitzt man unter dieser auch eher, was wiederum die Milben-Population erhöht. Wem in der Nacht also häufig warm ist, sollte zu einer Füllung aus Alpaka oder Kamelhaar zurückgreifen, die ebenfalls wenig Allergiepotenzial haben.

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6.4. Kann man eine Winter-Bettdecke in der Maschine waschen?

Das kommt entscheidend auf das Material der Füllung an. Kunststofffasern sind völlig problemlos in der Maschine zu waschen. Anders verhält es sich bei Naturfasern, wie etwa Kamelhaar. Diese Decken sollten Sie in die Reinigung geben.

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6.5. Wie oft sollte man eine Winter-Bettdecke austauschen?

Das kommt auf verschiedene Faktoren an. Wer beispielsweise nachts viel schwitzt, sollte die Bettdecke ungefähr alle fünf Jahre austauschen. Für alle anderen gelten zehn Jahre als maximale Lebensdauer für die Winter-Bettdecke.

Wenn Sie Ihre Daunendecke in der Waschmaschine waschen möchten, sollten Sie eine Temperatur von 60 °C wählen, bei der alle Bakterien zuverlässig abgetötet werden. Damit die Daunen nicht verklumpen, geben Sie zwei saubere Tennisbälle in die Trommel. Diese lockern die Füllung während des Waschens immer wieder auf.

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Im Video vorgestellt: Winter-Bettdecke

In diesem unterhaltsamen YouTube-Clip von SRF wird die Welt der Winter-Bettdecken genauer unter die Lupe genommen. Sie erfahren, dass Qualität und Gemütlichkeit nicht immer teuer sein müssen. Lassen Sie sich überraschen von spannenden Tests und entdecken Sie die perfekte Bettdecke für die kalte Jahreszeit!