Ohrenschmalz-Entferner sollten Sie nur bei überschüssigen beziehungsweise sichtbarem Cerumen am Gehörgang verwenden. Die Produkte sind in der Regel nicht für die tägliche oder prophylaktische Behandlung gedacht. Vor der Anwendung sollten Sie Ihre Hände und die äußere Ohrmuschel reinigen und verhärtetes Ohrenschmalz gegebenenfalls mit Tropfen, Ölen oder Sprays aufweichen.
Dabei ist immer die angegebene Einwirkzeit des Herstellers zu beachten. Danach führen Sie den Ohrenschmalz-Entferner lediglich in den vorderen Bereich des Gehörgangs ein. Bei der Anwendung sollten Sie ohne Druck arbeiten, da das Ohrenschmalz ansonsten sogar noch weiter nach innen geschoben werden kann.
Gut zu wissen: Wattestäbchen eignen sich nicht zum Entfernen von Ohrenschmalz. Sie dienen nur zur Reinigung der Ohrmuschel.
Wie oft ein Ohrenschmalz-Entferner angewendet werden kann, variiert von Person zu Person. Bleibt das Ohr trotz der empfohlenen Anwendung laut Hersteller verstopft, sollten Sie die Behandlung nicht beliebig oft wiederholen. Stattdessen sollten Sie von einem HNO-Arzt überprüfen lassen, welche Ursache hinter den Beschwerden steckt.
Des Weiteren sollten Sie in folgenden Fällen zur Sicherheit eine HNO-Praxis aufsuchen:
- bei starken oder anhaltenden Ohrenschmerzen
- wenn Sie plötzlich schlechter hören
- bei Schwindel, Ohrgeräusche oder Ohrensausen
- bei Fremdkörpern im Gehörgang
- wenn eine akute Ohrentzündung besteht
- bei Ausfluss oder Blut aus dem Ohr