Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Messerschärfer?
  2. Was für unterschiedliche Messerschärfer gibt es?
  3. Welche Messerschärfer passt zu mir?
  4. Welche Messerschärfer sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Messerschärfer?
  6. Wie lautet das Fazit für Messerschärfer?

Sie haben bei den verschiedenen Varianten die freie Wahl. Ein elektrischer Messerschärfer erledigt die Arbeit beinahe von selbst, während ein manueller Messerschleifer ein wenig mehr Eigenarbeit verlangt. Die Alternative zum normalen Messerschleifer ist der Wetzstahl, welcher die Schnittfähigkeit der Messer erhält, diese aber nur in sehr geringen Teilen verbessert.

Passend zu den verschiedenen Klingen und den unterschiedlichen Materialien kommen zudem verschiedene Materialien bei den Schleifsteinen infrage. Hier erfahren Sie, worauf Sie bei der Wahl des passenden Messerschleifers achten sollten, welche Testsieger in den verschiedenen Tests überzeugten und welche Varianten in den einzelnen Kategorien zur Auswahl stehen.

Messerschärfer im Test: Zwei Messer neben Messerschärfer

Für ein einfaches Handling werden die meisten Messerschärfer mit einem Griff ausgestattet.

Wie erkenne ich gute Messerschärfer?

Bei der Suche nach einem passenden Messerschärfer sollten Sie viele verschiedene Produkteigenschaften mit in Betracht ziehen. Wichtig bei der Kaufentscheidung sind unter anderem folgende Faktoren:

Betriebsart: Elektrisch oder manuell

Es gibt sowohl elektrisch betriebene als auch manuelle Schärfer im Angebot. Die elektrischen Varianten bieten Ihnen den Vorteil, dass Sie in kürzester Zeit ein hervorragendes Ergebnis erwarten dürfen. Allerdings können auch kleine Fehler in der Handhabung große Auswirkungen haben. Sicherer ist der Schliff mit einem manuellen Messerschleifer, sofern dieser die Handhabung gezielt erleichtert.

Geführte Haltung oder freier Schliff

Sie sollten die meisten Messer in einem passenden Winkel schleifen, um die Schneidfähigkeit zu erhöhen. Sie finden hierfür passende Messerschärfer mit einer festen Führung der Klinge, sodass Sie den Winkel des Schliffs nicht verändern können. Besitzen Sie mehrere Messer mit unterschiedlichem Schliff, rentiert sich ein frei nutzbarer Messerschärfer deutlich. Hier können Sie den Winkel des Schliffs selbst bestimmen. Im Gegenzug sind Sie für die korrekte Haltung der Klinge selbst verantwortlich.

Der Schleifstein und sein Material

Bei einem Messerschärfer können unterschiedliche Materialien zum Einsatz kommen. Abhängig von der Art der Messer müssen Sie den Schleifstein passend zu Ihren Messern wählen. Messer aus Keramik dürfen Sie beispielsweise nicht mit einem Schleifstein bearbeiten, welcher für Messer aus Stahl ausgelegt ist. Die Härte des Stahls und die Bauart der Messer entscheiden über die Wahl des passenden Schleifsteins. Schärfstäbe aus Keramik sind hingegen auch für normale Messer bestens geeignet.

Die Körnung des Schleifsteins

Die Schleifsteine in den Messerschärfern sind in unterschiedlicher Körnung erhältlich. Die Körnung beschreibt die Feinheit des Schliffs, ähnlich wie bei handelsüblichem Schmirgelpapier. Mit einer Körnung von 100 können Sie deutlich weniger fein schleifen als mit einer Körnung von 1000. Je feiner die Körnung, umso schärfer wird im Endergebnis Ihr Messer. Allerdings hängt die Wahl der Körnung auch von der aktuellen Schärfe der Messer ab. Ein vollkommen stumpfes Messer mit einer sehr feinen Körnung zu bearbeiten kostet enorm viel Zeit und verschleißt viel Material. Achten Sie deshalb auf die Körnung des Schleifsteins.

Schleifstein oder Wetzstahl

Messerschärfer sind als Schleifstein, als Wetzstahl oder auch als Kombi-Schleifstein erhältlich. Während ein Schleifstein Material abträgt und somit die Klinge aktiv schärft, richtet ein Wetzstahl bzw. Wetzstab die Klinge nur auf. Das Messer wird zwar auch schärfer, aber der Stahl nimmt kein Material ab. Richtig stumpfe Klingen lassen sich mit einem klassischen Wetzstab nicht wiederherstellen, sondern diese müssen Sie mit einem Schleifstein bearbeiten.

Messerschärfer im Test: Messerschärfer steht auf einem Tisch

Um den verschiedenen Klingen gerecht zu werden, enthalten einige Messerschärfer verschiedene Schleifsteine.

Was für unterschiedliche Messerschärfer gibt es?

Egal ob Keramikmesser, Brotmesser oder Kochmesser – viele Küchenmesser müssen Sie früher oder später schärfen, wenn sie stumpf sind. Sie fragen sich, welcher Messerschärfer als bester abschneidet oder welche Variante Sie wählen sollen? Dann gilt es die Vor- und Nachteile zu vergleichen.

Hand-Messerschleifer

Hand-Messerschleifer sind für die manuelle Bedienung vorgesehen und in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Sie sind häufig als einfache Ausführung im Handel zu finden. Bei hochwertigen Lösungen müssen Sie den Umgang erlernen.

    Vorteile
  • Einfach manuell zu bedienen
  • Geringer Platzverbrauch
  • Oftmals besonders günstig
  • Sicherer Schliff der Messer
    Nachteile
  • Sie können nicht jeden Messerschleifer individuell anpassen
  • Nicht alle Körnungen erhältlich

Der elektrische Messerschärfer

Ein elektrischer Messerschärfer bewegt den Schleifstein automatisch, sodass der Kraft- und Zeitaufwand sinkt. Wenn Sie viele ähnlichen Messern hintereinander schärfen, erzielen Sie sehr schnelle Ergebnisse. Vor allem können Sie den elektrischen Messerschärfer daher nutzen, wenn Sie viele Messer oder einen Messerblock besitzen. Für die Benutzung brauchen Sie nur ein wenig Übung.

    Vorteile
  • Sehr schnelle Ergebnisse
  • Starker Schliff
  • Messer werden sehr scharf
  • Verschiedene Körnungen und Schleifsteine erhältlich
    Nachteile
  • Fehler können Messer beschädigen
  • Oftmals nicht flexibel genug

Der Wetzstahl

Wetzstähle kommen vor dem Schneidevorgang zum Einsatz, um die Klinge neu zu richten. Sie erhalten den Schärfegrad einer Klinge langfristig, sodass Sie seltener nachschärfen müssen.

    Vorteile
  • Richtet den Grat der Klinge wieder auf
  • Entfernt kein Material vom Messer
  • Einfach in der Handhabung
    Nachteile
  • Kein echtes Schleifen der Klingen
  • Bei stumpfen Messern wirkungslos

Welche Messerschärfer passt zu mir?

Dank der großen Auswahl unterschiedlicher Schleifgeräte fällt es Ihnen wahrscheinlich schwer, sich zu entscheiden. Folgende Messerschärfer könnten sich hervorragend für Sie und den optimalen Feinschliff eignen.

Ein elektrischer Messerschärfer für Vielkocher

Wer viele Messer sein Eigen nennt und diese regelmäßig schärfen möchte, für den empfiehlt sich ein elektrischer Messerschärfer. Vor allem dann, wenn die Messer von Bauform und Schliff her ähnlich sind, profitieren Sie deutlich von der Zeitersparnis. Die einfach zu benutzenden Schärfgeräte sorgen für einen sicheren Schliff und geben den Messern die gewünschte Schärfe schnell zurück.

Haben Sie einen Stromanschluss in der Nähe?

Allerdings benötigen Sie zum Schleifen immer einen Stromanschluss und einen sicheren Standort. In der Regel nehmen diese Geräte ein wenig mehr Raum ein. Die Küche muss also zu dieser Lösung passen.

Hand-Messerschleifer für individuelle Ergebnisse

Wer hochwertige Messer besitzt und diese perfekt schleifen möchte, kommt um einen Hand-Messerschleifer nicht herum. Denn mit diesen können Sie die Messer häufig in unterschiedlichen Winkeln schleifen, sodass Sie die Schärfe der Klingen optimal wiederherstellen. Günstige Hand-Messerschleifer sind für den Alltag optimal geeignet, da Sie mit wenigen Handgriffen die Schärfe der Messerklinge einfach erneuern können. Zudem nehmen die kleinen und günstigen Produkte aus diesem Sortiment nur wenig Platz ein.

Nahaufnahme vom getesteten Messerschärfer

Achten Sie beim Kauf auf eine solide Verarbeitung, sodass Sie an Ihren Messerschärfer lange Freude haben.

Der Kombi-Schleifstein für die perfekte Schärfe

Ein Kombi-Schleifstein verbindet in der Regel Schleifsteine mit unterschiedlicher Körnung miteinander. Bei diesen Kombi-Lösungen ist in der Regel viel Fingerspitzengefühl gefragt. Daher müssen Sie sich an die korrekte Messerhaltung beim Schärfen zunächst herantasten. Haben Sie den richtigen Winkel gefunden, schleifen Sie Ihre Messer scharf wie Rasierklingen. Dann profitieren von der perfekten Schärfe dank unterschiedlicher Schleifsteine.

Der Wetzstahl für professionelle Köche

Ziehen Sie das Messer über den Stahl, richtet sich der Grat der Messerklinge auf, welcher sich beim Schneiden mit der Zeit verbiegt. Somit wirkt das Messer wieder schärfer, auch wenn sich im Endeffekt kein Schleifeffekt ergibt. Der Wetzstahl trägt also kein Material ab, sondern richten die Klinge neu aus. Dennoch sind Wetzstähle in Küchen weit verbreitet. Dank der relativ geringen Kosten und des geringen Platzbedarfs können Sie eine solche Lösung problemlos in Ihrer Küche unterbringen. Die regelmäßige Nutzung sorgt zudem dafür, dass Sie Ihre Messer seltener schleifen müssen.

Welche Messerschärfer sind laut Tests am besten?

Damit Sie sich für den passenden Messerschärfer entscheiden können, stellt diese Kaufberatung unter anderem die Messerschärfer Tests bekannter Fachmagazine vor. Hier werden Ihnen die Testsieger präsentiert.

Messerschärfer Test der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat im Jahr 2010 insgesamt 23 Messerschärfer in Funktion, Form und Handling getestet und die verschiedenen Systeme miteinander verglichen. Im Messerschärfer Test traten sowohl Hand-Messerschärfer als auch elektrische Messerschleifer und Wetzsteine der unterschiedlichsten Art gegeneinander an.

Auch wenn seit dem Messerschärfer Test einige Jahre vergangen sind, hat sich die Bauweise der Messer und die Funktionsprinzipien der Messerschärfer nicht verändert. Daher können Sie den Test auch heute noch zur Entscheidungsfindung heranziehen.

Zu den Testern gehörten neben den Experten von Stiftung Warentest unter anderem auch Fleischer und Köche. Diese konnten den Schliff der Messer und die Handhabung aufgrund ihrer Erfahrung optimal beurteilen.

Testaufbau und -ergebnisse des Stiftung Warentest Messerschärfer Tests

Der Messerschärfer Test ist in 2 Kategorien unterteilt. Zum einen die verschiedenen Varianten des Wetzstahls und zum anderen die eigentlichen Schleifgeräte. In beiden Kategorien ermittelte die Stiftung Warentest eigene Testsieger.

Bei den Wetzstählen gab es durchweg gute Ergebnisse, sodass Sie auch hier in der heutigen Zeit eine freie Wahl treffen können. Da diese Lösungen die Messer scharf halten, aber kein Material abtragen, können Sie bei der Handhabung und Nutzung kaum Fehler machen. Sowohl das Schärfergebnis als auch die Handhabung bewerteten die Tester bei allen Produkten als gut. Testsieger des damaligen Tests war ein Wetzstahl von WMF.

Im Test der eigentlichen Messerschleifer hingegen stellten die Tester sowohl den Hand-Messerschleifern als auch den elektrischen Schärfern gute Noten aus. Schwerpunkt in den verschiedenen Bewertungen waren die Kategorien Schärfergebnis, Handhabung, Materialeigenschaften und Sicherheit. Auch in dieser Kategorie kam der Testsieger aus dem Haus WMF. Der Messerschärfer überzeugte in allen Kategorien und schnitt mit der Note Gut ab. Vor allem in der Handhabung und im Schärfergebnis ließen viele andere Produkte im Test zu wünschen übrig.

Viele der getesteten Produkte konnten im direkten Messerschärfer Test überzeugen und boten die gewünschte Sicherheit und vor allem die gewünschten Ergebnisse.

Allerdings kann die Stiftung Warentest bei ihren Messerschärfer Tests und der Ermittlung der Testsieger nicht die individuellen Bedürfnisse der Nutzer berücksichtigen. Wenn Sie über ein breites Sortiment an Messern verfügen, können einige der Testsieger für Sie dennoch die falsche Wahl sein. Achten Sie daher auf die Eigenschaften der einzelnen Produkte und überzeugen Sie sich von den passenden Einsatzgebieten.

Messerschärfer Test von CHIP

Ähnlich urteilt auch das Magazin Chip.de, welches unter anderem aktuelle Messerschärfer der neuen Generation miteinander vergleicht. Hier kommen sowohl ein elektrischer Messerschärfer als auch ein manueller Messerschleifer auf die vorderen Plätze. Sie überzeugen durch die einfache Handhabung und auch durch die besonders scharfen Klingen nach dem Einsatz.

Der Testsieger im Messerschärfer Test

Als bester Messerschleifer im Vergleich schloss dabei ein elektrischer Messerschärfer ab. Dieser überzeugte mit einer Vielzahl unterschiedlicher Messer und Schleifformen. Der Chef’s Choice Trizor XV überzeugte die Tester auf ganzer Linie.

Was kosten Messerschärfer?

Die Preisspanne bei den Messerschärfern ist besonders groß. Denn sowohl in ihrem Preis als auch in der Leistung unterscheiden sich die verschiedenen Angebote deutlich. Zu den bekanntesten Marken gehören Graef, WMF und Vulkanus.

Einsteiger-Angebote: Bis 30 Euro

Günstige Messerschleifer sind bereits bis zu einem Preis von rund 30 Euro erhältlich. Hier finden Sie vor allem manuell bedienbare Schärfgeräte, welche einen guten Schliff für die meisten handelsüblichen Messer bieten. Nutzen Sie diese Schärfer regelmäßig bei Ihren Messern, können Sie sich über eine gute Schnitthaltigkeit freuen.

Auch wenn die Lösungen häufig sehr günstig sind, eignen sie sich dennoch für einfache Küchenmesser und Kochmesser problemlos. Für besondere oder teure Messer sollten Sie allerdings auf mindestens das mittlere Preissegment zurückgreifen.

Allrounder: Zwischen 30 und 125 Euro

Das mittlere Preissegment der Schärfer liegt zwischen 30 und 125 Euro. In dieser Preisklasse finden Sie sowohl manuelle als auch elektrisch betriebene Lösungen. Diese Schärfer zeichnen sich nicht nur durch die große Varianz an Schleifsteinen und Körnungen aus, sondern auch durch ihr gutes Handling und das oftmals angenehme Design.

Mit diesen Lösungen können Sie ausgefallene Messer oder solche mit besonderem Schliff sicher behandeln und somit für die gewünschte Schärfe sorgen. Auch Schärfstäbe aus Metall oder Keramik sind in dieser Preiskategorie zu finden und begleiten Sie häufig über viele Jahre. Viele der Produkte in dieser Preisklasse zählen zu den Testsiegern der letzten Tests und überzeugen somit durch ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Beispielsweise finden Sie hier Produkte von Vulkanus.

Die Oberklasse: Ab 130 Euro

Das obere Preissegment der Messerschärfer beginnt ab 130 Euro und ist nach oben hin offen. In diesem Segment finden Sie hochwertige Design-Lösungen von Graef oder WMF, welche es Ihnen ermöglichen, Ihre Messer nach Wunsch zu schleifen. Ob Kombi-Schleifstein, Roll-Lösung oder auch elektrischer Schleifstein, in diesem Segment bleibt kein Wunsch unerfüllt.

Dank der hochwertigen Verarbeitungsqualität und der häufigen Austauschbarkeit der einzelnen Komponenten bleiben Ihnen diese Lösungen über viele Jahre sicher erhalten. Mit den hochwertigen Messerschärfern aus diesem Preissegment können Sie jedes Messer zur Rasierklinge schärfen und somit jede Zutat perfekt vorbereiten. Allerdings zeigten die Tests auch, dass viele günstige Produkte in einzelnen Bereichen dennoch die teuren Produkte hinter sich lassen konnten. Der Preis allein sollte dementsprechend kein Kaufkriterium darstellen.

Wie lautet das Fazit für Messerschärfer?

Egal ob eine Lösung als Bester im Vergleich abgeschnitten hat oder nicht, wichtig ist, dass der Messerschärfer zu Ihren Anforderungen passt. Wenn Sie sich für eine eigene Lösung entscheiden möchten, denken Sie an folgende Faktoren, um den passenden Einkauf zu tätigen.

  • Günstige Geräte sind bereits bis 30 Euro erhältlich
  • Zwischen 30 und 125 Euro erhalten Sie die leistungsstarke Mittelklasse
  • Ab 125 Euro können Sie sich auf Design, Verarbeitung und Leistung jederzeit verlassen
  • Wählen Sie zwischen dem Wetzstahl sowie manuell zu bedienenden und elektrischen Messerschärfern, um die individuell passende Lösung zu finden
  • Achten Sie auf das Material des Schleifsteins und auf dessen Körnung, damit Sie Ihre Klinge optimal behandeln können
  • Der Winkel spielt beim Schleifen eine wichtige Rolle. Weichen Ihre Messer vom Standard ab, sollten Sie nach einer flexiblen Variante oder einem manuell zu nutzenden Messerschleifer suchen

Mit diesen wichtigen Tipps können Sie in der Übersicht der Kaufberatung für sich den individuell besten Messerschleifer und Messerschärfer finden. Werfen Sie einen Blick auf die verschiedenen Lösungen im Angebot und überzeugen Sie sich von den einzelnen Leistungen.

So werden Sie in Zukunft ohne Tränen Zwiebeln zerkleinern können, wenn das Messer sanft und glatt durch das Gemüse schneidet.