Ratgeberübersicht
  1. Wie funktioniert ein Hauswasserwerk?
  2. Welche Leistung sollte ein Hauswasserwerk haben?
  3. Welche technischen Merkmale sind laut Hauswasserwerk-Tests wichtig?
  4. Weitere Fragen und Antworten von Kunden, die nach Hauswasserwerk-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Hauswasserwerke bestehen im Wesentlichen aus Pumpe, zweigeteiltem Druckkessel und Steuerung. Betrieben werden Hauswasserwerke üblicherweise mit Strom.
  • Wichtige Kennzahlen für Hauswasserwerke sind unter anderem die Pumpleistung, die Förderhöhe sowie -menge in Litern und der maximale Druck in bar.
  • Ein Hauswasserwerk kann unter anderem Toiletten mit Wasser versorgen oder im Außenbereich für die Gartenbewässerung zum Einsatz kommen.

Hauswasserwerk im Test: Wasser läuft aus einem Hahn.

Über ein Hauswasserwerk können Sie vorhandenes Grundwasser aus Brunnen oder Zisternen effektiv nutzen. So werden Toilettenspülungen kostengünstig betrieben, für die Bewässerungsanlage im Garten müssen Sie kein Trinkwasser verschwenden und auch die Waschmaschine läuft künftig über die eigene Wasserversorgung. Wir haben für Sie diverse Hauswasserwerk-Tests aus dem Internet geprüft und informieren Sie hier über die Funktionsweise, die benötigte Leistung und wichtige technische Eigenschaften wie die benötigte Größe des Druckkessels.

1. Wie funktioniert ein Hauswasserwerk?

Ein Hauswasserwerk besteht aus einer Pumpe, einem Druckkessel und einer Drucksteuerung und macht Grundwasser aus Brunnen oder Zisternen direkt in der Leitung verfügbar. Das System ist dafür verantwortlich, Wasser aus der Quelle zu pumpen und in den Leitungen für einen konstanten Druck zu sorgen. So können Sie problemlos die Toilettenspülung bedienen oder den Rasen wässern. Über eine Saugleitung wird das Wasser in einen Druckkessel gepumpt. Sobald der benötigte Druck erreicht wurde, schaltet sich die Pumpe ab und ein Rückschlagventil verhindert, dass das Wasser zurückfließt.

Der Druckkessel besteht dabei aus zwei Kammern. In der einen Kammer befindet sich Luft, die andere Kammer wird mit Wasser befüllt. Gelangt nun Wasser in den Druckkessel des Hauswasserwerks, entsteht durch die Ausdehnung der Membran ein Druck. Dieser Druck wird über einen Druckschalter am Hauswasserwerk überwacht. Je nach Einstellung schaltet die Steuerung die Pumpe bei der gewünschten Befüllung wieder ab. Sinkt der Druck durch die Entnahme von Wasser ab, aktiviert der Druckschalter am Hauswasserwerk die Pumpe.

Nahaufnahme zweier roter, getesteter Hauswasserwerke der Marke Einhell inklusive Preisschilder in einem Verkaufsbereich.

Ein selbstansaugendes Hauswasserwerk von Basic und anderen Marken kann Luft automatisch aus der Pumpe entfernen, indem eine Entlüftung vorgenommen wird.

2. Welche Leistung sollte ein Hauswasserwerk haben?

Kleine Hauswasserwerke zur Bewässerung des Gartens oder für einzelne Zapfstellen im Haus kommen bereits mit einer Leistung von 800 bis 1.000 Watt aus. Ein Standard-Hauswasserwerk für das Einfamilienhaus sollte hingegen 1.300 bis 1.500 Watt aufweisen, während leistungsstarke Anlagen über mindestens 1.800 Watt aufweisen sollten. Hierbei handelt es sich aber lediglich um ungefähr empfohlene Werte, denn wichtiger sind laut Hauswasserwerk-Tests Faktoren wie die Fördermenge und Förderhöhe, die maximale Ansaughöhe und der maximale Druck in bar.

2.1. Welche Fördermenge sollte ein Hauswasserwerk aufweisen?

Wie viel Wasser die Pumpe am Hauswasserwerk für den Brunnen pro Stunde fördern muss, hängt stark vom Verbrauch ab. Wollen Sie lediglich den Garten wässern und hin und wieder das Auto waschen, braucht es deutlich weniger Förderleistung als beispielsweise bei einer angeschlossenen Waschmaschine, mehreren Wasserhähnen und einer WC-Spülung. Für den Standard-Gebrauch im Einfamilienhaus empfehlen Hauswasserwerk-Tests aus dem Internet eine Fördermenge von 4.500 bis 5.000 Liter pro Stunde.

Die ungefähr benötigte Fördermenge können Sie anhand der folgenden Werte berechnen:

  • Pro Wasserhahn: etwa 600 bis 1.000 l/h
  • Pro WC-Spülung: etwa 600 bis 800 l/h (6 bis 9 Liter pro Spülung)
  • Rasensprenger: 800 bis 1.500 l/h
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2.2. Was ist der Unterschied zwischen Ansaughöhe und Förderhöhe?

Die Ansaughöhe gibt an, wie hoch die Pumpe das Wasser maximal aus der eigentlichen Quelle ansaugen kann. Viele Hauswasserwerke ermöglichen hier eine Höhenüberbrückung von sechs bis zehn Metern zwischen der Pumpe und dem Brunnen oder der Zisterne. Damit die Pumpe ohne großen Aufwand oberirdisch installiert werden kann, sollte die maximale Ansaughöhe ausreichend hoch ausfallen.

Die maximale Förderleistung hingegen gibt an, über welchen Höhenunterschied das Wasser von der Pumpe bis zur Entnahmestelle gepumpt werden kann. Entscheidend ist die Förderhöhe vor allem dann, wenn das Wasser auch im obersten Stockwerk noch ohne spürbaren Druckverlust aus der Leitung kommen soll.

Tipp: Ist das Hauswasserwerk regelmäßig im Einsatz, sollten die maximalen Werte nicht vollständig ausgereizt werden. In diesem Fall würde die Pumpe häufig unter Volllast laufen, was zu früheren Schäden an Verschleißteilen führen kann.

Hauswasserwerk im Test: rotes Modell der Marke Einhell befindet sich inklusive Preisschild in einem Verkaufsbereich.

Über einen Ansaugmanometer am Hauswasserwerk von Basic und anderen Marken können Sie die Ansaughöhe ablesen und dadurch den Füllstand in der Quelle kontrollieren.

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2.3. Welchen Förderdruck braucht das Hauswasserwerk?

Der empfohlene Wasserdruck im Haus liegt zwischen 2 und 4 Bar. Bei einem konstanten Druck von ungefähr 3 bar kommt das Wasser auch im oberen Stockwerk noch mit ausreichend Druck aus der Küchenarmatur. Wenn Sie mehrere Entnahmestellen gleichzeitig nutzen, dann wird ein Hauswasserwerk mit mindestens 5 bar empfohlen. So können die Druckverluste durch Waschmaschine, WC und einen laufenden Wasserhahn gut abgefedert werden.

Hinweis: 10 m Förderhöhe entsprechen ungefähr einem 1 bar an Druck. Dies muss berücksichtigt werden, wenn große Höhen überwunden werden sollen.

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3. Welche technischen Merkmale sind laut Hauswasserwerk-Tests wichtig?

Möchten Sie ein Hauswasserwerk kaufen, sollten Sie laut Tests zusätzlich auf den Pumpentyp, auf den Stromverbrauch und die Kesselgröße achten. Wir haben die wichtigsten technischen Merkmale für Sie zusammengefasst.

Hauswasserwerk-Test: rotes Basic-Modell befindet sich im Verkaufskarton auf einer Verkaufspalette neben Schmieröl-Flaschen.

Hauswasserwerke von Basic und anderen Herstellern sind oft zwischen 65 und 80 dB laut.

3.1. Welche Pumpe kommt im Hauswasserwerk zum Einsatz?

Bei der Pumpe im Hauswasserwerk haben Sie die Wahl zwischen einer Kreisel- und einer Kolbenpumpe. Kreiselpumpen werden empfohlen, wenn das Wasser große Höhenunterschiede oder lange Leitungswege überbrücken muss. Für kürzere Wege und geringere Höhenunterschiede können hingegen auch Kolbenpumpen genutzt werden. Praktisch sind diese Geräte immer dann, wenn über längere Zeit kein exakt gleichbleibender Wasserdruck benötigt wird.

Welche Vor- und Nachteile die Pumpen im Hauswasserwerk aufweisen, zeigt unsere Tabelle.

Kategorie Vor- und Nachteile
Hauswasserwerk mit Kolbenpumpe
  • + hoher Druck möglich
  • + unempfindlicher gegenüber Luft im System
  • - pulsierender Druckaufbau, dadurch schwankender Leitungsdruck
  • - höherer Wartungsaufwand
  • - größer und schwerer
Hauswasserwerk mit Kreiselpumpe
  • + gleichmäßiger Förderstrom
  • + Hauswasserwerk leise im Betrieb
  • + kompaktere Bauweise
  • - anfälliger für Schäden, da empfindlicher gegenüber Luftansaugung
  • - für lange Wege oder große Höhenunterschiede oft ungeeignet
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3.2. Wie viel Strom verbraucht ein Hauswasserwerk?

Bei einem Hauswasserwerk für den Brunnen mit 1.500 Watt und einem durchschnittlichen Strompreis von 39 Cent pro kWh ergeben sich pro Stunde 0,59 Euro an Kosten. Die ungefähren Jahreskosten hängen nun stark von der Nutzung ab. Unsere Tabelle hat Ihnen für unterschiedliche Nutzungsverhalten die Kosten gegenübergestellt:

Nutzung Laufzeit & Kosten
gelegentliche Nutzung
  • ca. 100 h/Jahr
  • ca. 60 €
durchschnittliche Nutzung
  • ca. 200 h/Jahr
  • ca. 120 €
intensive Nutzung
  • ca. 400 h/Jahr
  • ca. 235 €
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3.3. Worauf ist beim Druckbehälter am Hauswasserwerk zu achten?

Ein großer Behälter beim Hauswasserwerk mit Druckkessel trägt dazu bei, die Pumpe zu schonen. Je nach Behältergröße kann eine bestimmte Anzahl an Litern entnommen werden, bevor die Pumpe wieder neues Wasser aus der Quelle in die Leitungen pumpt. Für einen schonenden Betrieb der Pumpe werden folgende Richtwerte empfohlen:

  • 20 bis 40 Liter für die Gartenbewässerungen
  • 75 bis 100 Liter für Einfamilienhaus

Rund um den Behälter beim Hauswasserwerk mit Druckkessel sollten Sie auch auf das Material achten. Während Behälter aus pulverbeschichtetem Stahl günstig sind, können diese Modelle leichter rosten. Ein Hauswasserwerk aus Edelstahl hingegen ist besonders korrosionsbeständig. Alternativ können Sie auch auf Kunststoffbehälter zurückgreifen.

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4. Weitere Fragen und Antworten von Kunden, die nach Hauswasserwerk-Tests bzw. -Vergleichen suchen

4.1. Was kostet ein Hauswasserwerk?

Hauswasserwerke mit geringer Pumpleistung sind bereits für circa 150 Euro erhältlich. Je nach Pumpenleistung und Kesselgröße kann ein Hauswasserwerk aber auch bis zu 800 Euro kosten.

Bei den folgenden Marken und Herstellern finden Sie eine breite Auswahl an qualitativ hochwertigen Hauswasserwerken für verschiedene Anwendungen:

  • Einhell
  • Gardena
  • Grundfos
  • Metabo
  • Güde
  • Wilo
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4.2. Gibt es einen Hauswasserwerk-Testsieger?

Bislang wurde von der Stiftung Warentest noch kein Hauswasserwerk-Testsieger gekürt. Möchten Sie das beste Hauswasserwerk kaufen, sollte das Gerät auf Ihre individuellen Anforderungen abgestimmt sein. Besonders wichtig ist dabei, die benötigte Leistung möglichst exakt zu ermitteln.

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4.3. Wo muss ich das Rückschlagventil am Hauswasserwerk einbauen?

Das Rückschlagventil am Hauswasserwerk müssen Sie vor der Pumpe an der Saugleitung anschließen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass Wasser aus den Leitungen durch die Schwerkraft nicht wieder zurück in den Brunnen oder die Zisterne gedrückt wird. Achten Sie dabei unbedingt auf die richtige Einbaurichtung!

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4.4. Wie groß ist der Anschluss am Hauswasserwerk?

Der Anschluss am Hauswasserwerk beträgt sowohl bei der Saug- als auch bei der Druckleitung meist einen Zoll. Das entspricht einem Außengewinde von circa 25 mm. Achten Sie dabei direkt auf passende Schlauchdurchmesser, um sich die Anschaffung von Zubehör wie Schlauchadaptern zu sparen.

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4.5. Was ist der Unterschied zwischen Feinfilter und Vorfilter am Hauswasserwerk?

Der Vorfilter am Hauswasserwerk verhindert, dass grobe Partikel wie Sand oder Schlamm in die Pumpe eindringen. Der Feinfilter im Hauswasserwerk sitzt hingegen hinter der Pumpe und bereitet das Wasser noch einmal auf. So werden feinere Partikel herausgefiltert, bevor Sie das Wasser dann beispielsweise für die Waschmaschine nutzen.

Achtung: Auch ein Feinfilter garantiert keine Trinkwasserqualität bei Regenwasser aus einer Zisterne!

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