Ratgeberübersicht
  1. Welche Arten von Bewässerungssystemen gibt es?
  2. Wo werden Bewässerungssysteme eingesetzt?
  3. Worauf ist laut Bewässerungssystem-Tests vor dem Kauf zu achten?
  4. Aus welchen Bauteilen kann ein Bewässerungssystem bestehen?
  5. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Bewässerungssystem-Tests bzw. Vergleichen suchen
  • Bewässerungssysteme versorgen Pflanzen, Beete und Co. automatisiert mit Wasser. Einige dieser Systeme eignen sich sogar für die Innenanwendung.
  • Wie viel Wasser fließen soll, können Sie je nach Modell oft stufenweise oder stufenlos einstellen.
  • Smarte Bewässerungssysteme können Sie auch von unterwegs aus oder während des Sommerurlaubs steuern. Diese Geräte sind Bluetooth- oder WLAN-fähig.

Bewässerungssystem im Test: Rasen wird über einen Rasensprenger bewässter.

Ein Bewässerungssystem ist eine Anlage, mit der Sie Ihre Pflanzen, Beete oder den Rasen bedarfsgerecht mit Wasser versorgen können. Es besteht aus mehreren Komponenten, die das Wasser von der Quelle bis zu den Pflanzen leiten und gleichmäßig verteilen. Während selbst kleine Topfpflanzen zielgerecht per Tropf-Funktion bewässert werden, eignen sich Düsen und Sprüher für größere Flächen. Wir haben für Sie diverse Bewässerungssystem-Tests aus dem Internet geprüft und informieren Sie hier unter anderem über die wichtigsten Bestandteile, über die Steuerungsmöglichkeiten und über kompatible Anschluss-Größen von Schläuchen und Ventilen.

1. Welche Arten von Bewässerungssystemen gibt es?

Möchten Sie ein Bewässerungssystem im Garten oder am Balkon installieren, können Sie zwischen manuellen und automatisierten Systemen wählen. Während manuelle Systeme aufgrund weniger Komponenten günstiger in der Anschaffung sind, arbeiten automatisierte Bewässerungssysteme auch dann, wenn Sie nicht zu Hause sind. Der folgende Abschnitt erklärt Ihnen die wichtigsten Eigenschaften und wann welches System besser für Sie geeignet ist.

1.1. Was macht ein manuelles Bewässerungssystem?

Ein manuelles Bewässerungssystem versorgt Ihre Pflanzen oder den Rasen mit Wasser, sobald Sie manuell die Wasserzufuhr aktivieren. Damit steuern Sie die Wasserversorgung vollständig selbst und können abhängig von den Temperaturen oder dem Wetter mehr oder weniger stark gießen. Ein manuelles Bewässerungssystem wird über einen Schlauch direkt an den Wasserhahn angeschlossen und kann in weiterer Folge mit einem Tropfschlauch, Düsen oder auch Rasensprengern ausgestattet werden.

Sobald die gewünschte Wassermenge ausgebracht wurde, schließen Sie die Wasserzufuhr wieder. Da dieses Bewässerungssystem im Garten ohne elektronische Steuerung auskommt, benötigen Sie hier auch keine Stromversorgung.

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1.2. Wie funktioniert ein automatisches Bewässerungssystem?

Bei einem automatischen Bewässerungssystem müssen Sie den Wasserhahn nicht manuell öffnen und schließen. Hier übernimmt ein Bewässerungscomputer diese Arbeit. Dieses intelligente Gerät installieren Sie zwischen der Zapfstelle und dem Bewässerungssystem. Der Wasserfluss wird dabei von Sensoren überwacht und die Wasserzufuhr per Magnetventil geöffnet und geschlossen. Je nach Bewässerungscomputer können Sie hier individuelle Programmierungen vornehmen und Zeiten oder die Bewässerungsdauer festlegen.

Bewässerungssysteme-Test: Eine Verpackung mit einem „acquaflora smart 16 Bewässerungssystem“ der Marke G.F. steht in einem Verkaufsregal.

Bewässerungssysteme von aquaflora und anderen Herstellern können mit Reglern oder Ventilen ausgestattet sein, mit denen Sie die Wassermenge für einzelne Leitungen oder Bereiche einstellen.

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1.3. Gibt es Balkon-Bewässerungssysteme ohne Wasseranschluss?

Haben Sie keine Wasserleitung in der Nähe, können Sie das Bewässerungssystem auch über eine Regentonne oder eigene Wassertanks versorgen. Solch ein Balkon-Bewässerungssystem ohne Wasseranschluss kann je nach Speichergefäß als Bewässerungssystem für Zimmerpflanzen oder auch für mehrere Hochbeete zum Einsatz kommen.

Da im Gegensatz zur Wasserleitung kein Druck herrscht, müssen Sie hier auf ein spezielles Bewässerungssystem mit Pumpe oder auf eine externe Tauchpumpe zurückgreifen, damit das Wasser vom Behälter in den Schlauch gesaugt wird. Die Funktion per Tropfschlauch oder Düsen unterscheidet sich dann jedoch kaum vom klassischen Bewässerungssystem im Garten.

Hinweis: Für ein Balkon-Bewässerungssystem ohne Wasseranschluss reicht häufig eine kleine Pumpe mit 15 Watt, 5 Metern Förderhöhe und 100 Litern Fördermenge pro Stunde.

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2. Wo werden Bewässerungssysteme eingesetzt?

Für den heimischen Bedarf können Sie ein Bewässerungssystem im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon nutzen. Professionelle Systeme mit größerer Dimension und umfangreichen Programmiermöglichkeiten kommen aber auch in der Landwirtschaft, in Gärtnereien oder bei der Pflege von Sport- und Grünanlagen zum Einsatz.

Unsere Tabelle zeigt Ihnen die gängigen Einsatzorte sowie die dafür geeigneten Systeme:

Einsatzort Erklärung
Bewässerungssystem im Garten
  • Bewässerung von Rasenflächen, Blumenbeeten, Hecken und Sträuchern
  • manuelle oder automatische Systeme möglich
Bewässerungssystem auf Balkon und Terrasse
  • Versorgung von Blumenkästen, Kübelpflanzen und Hochbeeten
  • häufig mit Tropfbewässerung und Wassertank ohne Wasseranschluss
Bewässerungssystem für Landwirtschaft
  • Bewässerung großer Anbauflächen für Obst, Gemüse oder Getreide
  • Einsatz von Beregnungssystemen oder Tröpfchenbewässerung
Bewässerungssystem für Sport- und Grünflächen
  • Pflege öffentlicher Grünanlagen, Sportplätze und Parkanlagen
  • meist automatische Bewässerung mit Versenkregnern
Bewässerungssystem in Gärtnereien
  • gleichmäßige Wasserversorgung von Zierpflanzen, Gemüse und Jungpflanzen
  • oft computergesteuerte Bewässerung in Gewächshäusern und Freilandanlagen

3. Worauf ist laut Bewässerungssystem-Tests vor dem Kauf zu achten?

Möchten Sie ein Bewässerungssystem am Balkon oder im Garten installieren, sollten Sie laut Tests vorab unter anderem auf die Stromversorgung und die App-Kompatibilität achten. Bei wenigen Pflanzen lohnt sich laut Bewässerungssystem-Tests zudem der Vergleich zum Blumenkasten mit Bewässerungssystem, welcher hier unter Umständen besser geeignet ist.

Bewässerungssystem im Test: Eine Düse sprüht Wasser aus einem Schlauch.

Ganze Bewässerungssysteme wurden nicht von der Stiftung Warentest geprüft, dafür wurden bereits Bewässerungscomputer getestet.

3.1. Wie wird der Computer am Bewässerungssystem mit Strom versorgt?

Bei einem Bewässerungssystem mit Computer benötigen Sie eine Stromversorgung. Für die heimische Nutzung eignen sich Solar-Bewässerungsanlagen oder Modelle mit Batterie. Geräte mit Solarbetrieb verfügen über ein Solarpanel, welches per Kabel mit dem Bewässerungscomputer verbunden ist. Das Panel wird in einem Bereich mit direkter Sonneneinstrahlung in die Erde gesteckt oder an einer Wand befestigt. Sonnenenergie wird dabei in Strom umgewandelt und gespeichert, sodass Ihre Solar-Bewässerungsanlage im Garten autark arbeitet.

Bewässerungssysteme für Topfpflanzen mit Batterie eignen sich vor allem dann, wenn Sie den Wasseranschluss innerhalb eines Gebäudes oder im Keller nutzen und die Installation eines Solarpanels nur erschwert möglich ist. Bei größeren Systemen oder bei gewerblich genutzten Anlagen mit benötigter Ausfallsicherheit ist auch ein direkter Netzanschluss möglich.

Hinweis: Wird eine Bewässerungsanlage im Außenbereich mit Netzspannung betrieben, müssen die elektrischen Komponenten für den vorgesehenen Einsatzbereich geeignet und entsprechend den Herstellerangaben installiert werden. Bei Arbeiten an fest installierten elektrischen Anlagen sollte eine Elektrofachkraft hinzugezogen werden.

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3.2. Wie funktioniert ein Blumentopf mit Bewässerungssystem?

Neben klassischen Bewässerungssystemen mit Schläuchen, Düsen oder Rasensprengern können Sie auch direkt auf einen Blumentopf mit Bewässerungssystem zurückgreifen. Dabei enthält der Blumentopf einen integrierten Wasserspeicher, den Sie mit der Gießkanne oder dem Schlauch befüllen. Über spezielle Dochte oder Bewässerungskanäle wird das Wasser dann langsam nach oben zur Erde transportiert und versorgt die Pflanze so beständig mit Feuchtigkeit.

Damit es nicht zu Staunässe und daraus resultierender Wurzelfäule kommt, ist bei einem qualitativ hochwertigen Kräutertopf mit Bewässerungssystem stets ein Zwischenboden eingebaut. Dieser trennt die Pflanzenerde vom Wasserreservoir und verhindert, dass die Erde dauerhaft in Nässe steht. Suchen Sie gezielt nach einer günstigeren Alternative, bietet sich ein Selbstbewässerungseinsatz für herkömmliche Blumentöpfe an. Dieser wird mit dem Auslass in die Erde gesteckt und dann mit Wasser befüllt. Die Pflanze wird dabei kontinuierlich mit Feuchtigkeit versorgt, ohne dass Sie täglich gießen müssen.

Tipp: Ein Pflanzkübel mit Bewässerungssystem erweist sich als besonders praktisch, wenn eine Wasserstandsanzeige integriert ist. So müssen Sie nicht nach Bauchgefühl nachfüllen, sondern erkennen direkt, wenn sich der Wasserstand im Reservoir dem Ende neigt.

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3.3. Wofür lohnt sich ein smartes Beet-Bewässerungssystem?

Damit Sie die Wasserversorgung in Ihrem Beet-Bewässerungssystem auch von unterwegs aus überwachen oder anpassen können, empfehlen sich App-kompatible Produkte. Dabei können Sie den Bewässerungscomputer per WLAN mit dem Smartphone verbinden und über die App des Herstellers steuern. Auch Fehlermeldungen wie verstopfte Düsen oder defekte Ventile werden direkt in der App gemeldet und bei einigen Modellen können Sie den Wasserverbrauch tracken.

Hinweis: Ein Bluetooth-fähiges Bewässerungssystem am Balkon steuern Sie ebenfalls per Smartphone, die Reichweite ist hier aber auf wenige Meter begrenzt. Aus dem Urlaub sind somit keine Anpassungen möglich, dafür aber bequem vom Sofa aus.

Bewässerungssystem im Test: Wasser tropft aus einem Tropfschlauch.

Reinigen Sie regelmäßig den Vorfilter, damit Schmutz, Sand und Kalk nicht zu einem verminderten Wasserdruck oder einer Verstopfung führen.

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4. Aus welchen Bauteilen kann ein Bewässerungssystem bestehen?

Gängige Bewässerungssysteme für Topfpflanzen und den Garten bestehen aus einer Wasserquelle, Schläuchen und Auslässen in Form von Düsen oder Sprinklern. Abhängig von der zu bewässernden Fläche und der Komplexität der Anlage können beziehungsweise müssen Sie ein Bewässerungssystem aber um weitere Bauteile erweitern.

Die wichtigsten Bauteile für ein Bewässerungssystem haben wir Ihnen in unserer Tabelle erklärt:

Bauteil Eigenschaften
Wasserquelle
  • Wasserhahn, Regentonne oder Zisterne
  • versorgt das gesamte System mit Wasser
Bewässerungscomputer
  • steuert Bewässerungszeiten und -dauer
  • manuell programmierbar oder per App bedienbar
Pumpe
  • fördert Wasser aus Regentonne oder Wassertank
  • erforderlich, wenn kein Leitungsdruck vorhanden ist
Schläuche und Rohrleitungen
  • transportieren das Wasser zu den Pflanzen
  • oberirdisch oder unterirdisch verlegbar
Tropfer
  • geben Wasser tröpfchenweise direkt an den Wurzelbereich ab
  • für Micro-Drip-System notwendig
  • Tröpfchenbewässerung gilt als besonders wassersparend
Tropfschlauch
  • besitzt integrierte Wasseraustritte entlang des Schlauchs
  • Tropfbewässerung ideal für Hecken, Beete und Pflanzreihen
Düsen oder Sprinkler
  • verteilen Wasser großflächig über Rasen oder Beete
  • als Kreis-, Sektor- oder Versenkregner erhältlich
Filter
  • entfernt Schmutzpartikel aus dem Wasser
  • bei Regenwassertanks, Brunnen oder Zisternen empfohlen
  • schützt Tropfer und Düsen bei Tröpfchenbewässerung vor Verstopfungen
Druckminderer
  • reduziert bei Bedarf zu hohen Wasserdruck aus der Leitung
  • schützt Verbindungsstücke, Ventile und Co. vor Schäden
  • sorgt für eine gleichmäßige Wasserverteilung bei Micro-Drip-System
Sensoren
  • messen Bodenfeuchte oder erkennen Regen
  • verhindern unnötige oder zu starke Bewässerung
Verbindungsstücke
  • verbinden Schläuche, Rohre und weitere Komponenten
  • ermöglichen den individuellen Aufbau des Systems
  • auch als Reduzierstücke erhältlich, um verschiedene Schlauchgrößen zu kombinieren

5. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Bewässerungssystem-Tests bzw. Vergleichen suchen

5.1. Ist ein Bewässerungssystem im Garten winterfest?

Kaum ein Bewässerungssystem im Garten ist winterfest, weswegen Sie vor dem ersten Frost das gesamte Wasser aus den Schläuchen oder Rohren ablassen sollten. Ansonsten kann es durch gefrierendes Wasser zu Schäden an Leitungen und Ventilen kommen.

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5.2. Warum werden Garten-Bewässerungssysteme unterirdisch verlegt?

Verlegen Sie das Garten-Bewässerungssystem unterirdisch, verschwinden Schläuche und Rohre im Erdreich. Unterirdisch verlegte Leitungen sind optisch unauffällig und schützen Schläuche beziehungsweise Rohre vor Beschädigungen. Außerdem stören sie beim Rasenmähen weniger und eignen sich besonders für dauerhaft installierte Bewässerungsanlagen.

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5.3. Wofür kommt ein Grow-Bewässerungssystem zum Einsatz?

Mit einem Grow-Bewässerungssystem können Sie verschiedene Pflanzen in der Indoor-Aufzucht automatisch mit Wasser versorgen. Diese speziellen Bewässerungssysteme sind über Schläuche direkt mit den Töpfen verbunden und verfügen über einen Wassertank.

5.4. Welche Marken und Hersteller bieten Produkte zur Mikrobewässerung an?

Neben bekannten Herstellern wie Gardena finden Sie auch bei den folgenden Marken qualitativ hochwertige Bewässerungssysteme für den Garten oder Balkon:

  • Blumat
  • Esotec Solar-Bewässerungssystem
  • Hunter
  • Netafim Bewässerungssystem
  • Lechuza Bewässerungssystem
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5.5. Welchen Schlauchdurchmesser benötige ich für ein Bewässerungssystem im Garten?

Welcher Schlauch und welcher Anschluss benötigt werden, hängt von der Wasserquelle und dem verwendeten Bewässerungssystem ab. Bei Haushaltsarmaturen sind beispielsweise M22- und M24-Gewinde verbreitet, während Gartenzapfstellen häufig mit G 1/2, G 3/4 oder G 1 ausgestattet sind. Adapter ermöglichen die Verbindung unterschiedlicher Anschluss-Größen. Der Schlauchdurchmesser muss dabei nicht identisch mit dem Gewinde des Wasserhahns sein.

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