Materialbeschaffenheit, Art der Montage und Maße der Badewannen-Einstiegshilfen unterscheiden sich in erster Linie nach der gewählten Variante. Welche Unterschiede im Detail zu beachten sind, haben wir von welt.de in diesem Abschnitt für Sie zusammengefasst.
2.1. Materialien

Schon eine niedrige Treppe macht es einfacher, über den Badewannenrand zu steigen.
Bei Badewannen-Einstiegshilfen dominieren Kunststoffe, Edelstahl und Aluminium. Kunststoff erweist sich für den Einsatz in Nassräumen als unproblematisch und pflegeleicht, hat aber den Nachteil, dass es weniger robust ist als Metallvarianten.
Edelstahl und Aluminium bieten noch mehr Stabilität und Belastbarkeit und werten das Badezimmer auch optisch auf. Von besonderer Bedeutung ist hier jedoch, dass die Badewannen-Einstiegshilfen rostfrei sind.
Die Bezeichnung „Edelstahl“ verleitet leicht zu der Annahme, dass es sich um rostfreies Material handelt. Das trifft allerdings nur auf legierte Metalle zu, die die Typenbezeichnungen V2A (18-8) oder V4A (18-10) tragen. Achten Sie daher darauf, dass es sich um korrosionsbeständige Metalle handelt, die aufgrund ihrer Beschichtung oder Legierung für den Einsatz in Nassräumen geeignet sind.
Am häufigsten werden Sie Badewannen-Einstiegshilfen aus Kunststoff finden, die mit anderen Werkstoffen kombiniert sind, sodass sie einerseits stabil und belastbar, andererseits pflegeleicht und einfach zu montieren sind.
2.2. Montageart
Badewannen-Einstiegshilfen lassen sich mobil nutzen oder fest installieren. Die Anbringung erfolgt mit oder ohne Bohren. Für welche Variante Sie sich entscheiden, hängt letztlich davon ab, wie viel Platz Sie im Badezimmer haben und ob es sich um Eigentum oder um eine Mietwohnung handelt.
Im Hinblick auf die Montage haben Sie die Wahl zwischen folgenden Modellen:
| Typ | Montageart |
| Drehkissen, Stuhl oder Tritt | - wird aufgelegt bzw. aufgestellt
- keine Montage erforderlich
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| Faltbarer Wannenlift | - wird in die Wand eingelegt
- keine Festmontage erforderlich
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| Badewannenlift mit Wandmontage | - dauerhafte Montage an der Wand erforderlich
- nicht kombinierbar mit freistehenden Badewannen
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| Badewannen-Einstieg mit Stangen oder Griffen | - Badewannen-Einstiegshilfe zum Klemmen oder Einhängen
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| Badewannentür | - nachträglicher Einbau oder Neukauf erforderlich
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2.3. Maße und Belastbarkeit
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Badewannen-Einstiegshilfe?
Die Kosten für eine Badewannen-Einstiegshilfe können von Ihrer Krankenkasse übernommen werden, sofern eine ärztliche Verordnung die Notwendigkeit bescheinigt. Die Badewannen-Einstiegshilfe auf Rezept setzt voraus, dass es Ihnen ohne eine solche Hilfe nicht mehr möglich ist, in der Wanne zu baden oder zu duschen.
Höhe und Breite sind die entscheidenden Maße, wenn Sie eine Badewannen-Einstiegshilfe mit Griff oder Stangen wählen. Am besten messen Sie daher vor dem Kauf die benötigten Maße aus. Werden mehrere Personen den Badewannen-Einstieg nutzen, können Sie auch ein flexibles Modell wählen, bei dem die Verstellbarkeit in cm angegeben ist.
Bei einer Badewanne-Einstiegshilfe mit Treppe sollten Sie sicherstellen, dass die Fläche der Stufe(n) ausreichend Platz bietet, damit der Benutzer darauf sicher stehen kann. Die Höhe muss es erlauben, ohne Probleme über den Wannenrand zu steigen. Häufig lassen sich die Trittstufen zu verschiedenen Höhen kombinieren.
Entscheiden Sie sich für ein drehbares Modell, muss die benötigte Sitzfläche berücksichtigt werden. Übliche Maße in cm beziffern die Sitzbreite, die Sitztiefe, die Höhe und Breite von Rücken- und Armlehnen. Befindet sich an der Sitzfläche ein sogenannter Hygiene-Ausschnitt (eine U-förmige Auslassung), geben viele Hersteller auch dessen Maße in cm an.
Besonders wichtig ist die Belastbarkeit der Einstiegshilfe für die Badewanne. Dabei ist zwischen der Zugbelastbarkeit und der Belastbarkeit in kg Körpergewicht zu unterscheiden. Die Spanne ist groß, sodass Sie problemlos Badewannen-Einstiegshilfen bis 150 kg Gewicht oder mit einer Zugbelastbarkeit von 60 kg erhalten.