Die Erfindung der Zahnseide ist mittlerweile schon einige Jahrzehnte her. Bereits 1815 riet der amerikanische Zahnarzt Levi Spear Parmly aus New Orleans seinen Patienten, ihre Zahnzwischenräume mit einem Faden aus Seide zu reinigen. Ende des 19. Jahrhunderts gab es dann das erste Zahnseideprodukt von Johnson & Johnson und wiederum etwa ein halbes Jahrhundert später gab es auch gewachste Zahnseide aus Nylon zu kaufen. Heute benutzen Millionen Menschen in aller Welt täglich Zahnseide. Dabei gibt es heute allerdings nicht „die“ Zahnseide, sondern verschiedene Arten. Diese haben wir von WELT.de in einer Tabelle für Sie zusammengefasst:
| Typ | Merkmale |
| Zahnseide-Sticks | - diese bestehen aus einem Kunststoffstäbchen mit gebogenem Endstück
- dieses ist mit einem Stück Zahnseide bespannt
- das Stäbchen selbst ist flexibel
- mit dem Zahnseide-Stick kommt man gut an die Backenzähne
- auch Menschen, die nicht gern mit den langen Zahnseidefäden hantieren, kommen mit den Sticks gut zurecht
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| gewachste Zahnseide | - diese klassische Zahnseide gibt es heute in zwei Ausführungen
- bei der einen ist die Beschichtung aus Wachs
- die andere Ausführung hat eine Teflon-Beschichtung
- beide Varianten fasern nicht
- man kommt damit gut zwischen enge Zwischenräume
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| elektrische Zahnseide | - diese wird auch als elektrische Interdentalzahnbürste bezeichnet
- elektrische Zahnseide besteht aus einem Kopf mit Nylonfäden
- diese sind wechselbar
- die dünnen Fäden gelangen auch zwischen enge Zahnabstände
- allerdings ist die Reinigung der Backenzähne damit schwierig
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| Zahnseide-Tapes | - im Gegensatz zur dünnen Zahnseide sind die Tapes breiter
- dadurch lassen sie sich besser greifen
- das macht sie zur idealen Zahnseide für Kinder
- auch sie sind zur Reinigung enger Zahnzwischenräume geeignet
- die Zahnseide für Kinder lässt sich auch bei größeren Lücken benutzen
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| Flauschzahnseide | - diese Zahnseide ist für Zahnspangen ideal
- auch als Zahnseide unter Brücken oder Kronen kann man sie einsetzen
- die Zahnseide für Zahnspangen hat ihren Namen von dem flauschigen Mittelteil
- dessen Fasern reinigen auch unter der Zahnspange oder Brücke
- ein stabiler Haltegriff sorgt für präzises Arbeiten
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Diese Vielfalt der Varianten bei Zahnseide sorgt dafür, dass heute jeder die richtige Seide findet. Ein wenig probieren muss man allerdings schon, mit welcher Zahnseide man die besten Ergebnisse erzielt. Neben diesen Formen der Zahnseide gibt es auch noch den Klassiker schlechthin: die ungewachste Zahnseide. Wenn Sie vor der Frage stehen, gewachste oder ungewachste Zahnseide, sollten Sie die Vor- und Nachteile der ungewachsten Zahnseide kennen, die wir von WELT.de so zusammenfassen:
Vorteile- durch ihre raue Oberfläche hat sie einen hohen Reinigungseffekt
- darüber hinaus ist sie ausgesprochen griffig
- daher können auch Ungeübte damit gut umgehen
Nachteile- sie ist dicker als gewachste Zahnseide
- deshalb eignet sie sich nicht für enge Zahnzwischenräume
- außerdem fasert ungewachste Zahnseide schneller
Die Antwort auf die Frage, gewachste oder ungewachste Zahnseide, können Sie sich selbst am besten geben, wenn Sie wissen, was Ihnen wichtiger erscheint: eine besonders hohe Reinigungsleistung oder ein möglichst großer Komfort beim Gebrauch der Zahnseide. Allerdings hat sich heute die gewachste Zahnseide gegenüber der ungewachsten Variante vermehrt durchgesetzt.

Auf diesem Foto sehen wir Dontodent-Zahnseide-Sticks, bei denen es sich um Halter handelt, die mit ungewachster Zahnseide bespannt sind.