Die Wahl der richtigen Winterreifen ist nicht immer einfach und hängt von einer Vielzahl an Faktoren ab. Worauf Sie beim Kauf besonders achten müssen, erfahren Sie im Folgenden.
Größe: Die Reifengröße muss zum Fahrzeug passen
Zuerst ist darauf zu achten, dass Winterreifen über die richtige Größe für Ihr Fahrzeug verfügen. In vielen Fällen lassen die Reifen sich dann sogar mit Felgen kombinieren, die bereits vorhanden sind. Welche Größe Ihre Reifen haben, können Sie direkt an der Kennzeichnung der bereits verbauten Reifen ablesen. Wichtig sind die ersten Zahlen, die zum Beispiel „255/55“ lauten können. Die erste Zahl steht für die Reifenbreite, die zweite gibt das Verhältnis von Höhe zu Breite des Reifens in Prozent an.
Geschwindigkeit: Schnelles Fahren auch bei Schnee
Winterreifen sind in unterschiedlichen Typen erhältlich, bei denen auch verschiedene Geschwindigkeitslimits vorgesehen sind. Reifen des Typs L sind nur für Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h vorgesehen. Beim Typ S sind bis zu 180 km/h möglich. Sind Sie auch gerne mal schneller unterwegs, braucht es Winterreifen des Typs H, welche Geschwindigkeiten von bis zu 210 km/h ermöglichen.
Material: Hochwertige Komponenten für eine lange Lebensdauer
Winterreifen werden stets aus einer bestimmten Materialmischung hergestellt. Die Produzenten greifen dabei oft auf eigene Entwicklungen zurück, die sich von der Konkurrenz stark unterscheiden können. Welche Materialien dabei die besten sind, lässt sich pauschal nicht sagen. In jedem Fall ist beim Kauf aber auf möglichst hochwertige Komponenten zu achten. Gute Winterreifen bestehen nicht einfach nur aus Gummi, sondern greifen auch auf Stahl, Textil und andere Bestandteile zurück.
Profil: Abhängig vom Untergrund
Das Profil entscheidet maßgeblich über den Grip eines Winterreifens. Wünschenswert ist eine möglichst hohe Profiltiefe, um auch mit Schnee und Matsch zurechtzukommen. Darüber hinaus kann aber auch das Muster eine wichtige Rolle spielen. Auch hier kommt es aber wieder auf den Einzelfall an. Im Stadtverkehr sind beispielsweise andere Profile von Vorteil als beim Fahren auf unbefestigten Wegen.
Neue EU-Reifenlabel: Was gilt seit Mai 2021
Die neue Energieverbrauchskennzeichnung beinhaltet zum einen, den QR-Code mit allen zusätzlichen Detail-Informationen vom Reifenhersteller und zum anderen, aktualisierte Energieeffizienzklassen von A (höchste Effizienz) bis G (geringste Effizienz).
Die Labels erleichtern den Verbraucherinnen und Verbrauchern beim Reifenkauf ihre Auswahl mit Sicht auf die wichtigsten Kriterien, wie Rollwiderstand, Nasshaftung und externes Rollgeräusch, und ermöglichen somit eine solide Kaufentscheidung.
Lebensdauer: Für länger als eine Saison
Die meisten möchten Winterreifen nicht nur für eine Saison, sondern möglichst lange verwenden. Dafür ist eine gute Haltbarkeit die wichtigste Voraussetzung. Wie lange Winterreifen halten, hängt auch davon ab, wie viel Sie damit fahren. Gute Modelle können aber selbst Vielfahrer über 5 bis 10 Jahre begleiten.
So können Sie die Lebensdauern steigern
Zusätzlich steigern lässt sich die Haltbarkeit, wenn Winterreifen auf Stahlfelgen genutzt werden. Letztere sehen zwar weniger filigran aus als Alu-Felgen, sind dafür aber stabiler und bieten auch dem Reifen mehr Halt und Unterstützung. Wer viel und lange unterwegs ist, für den ist eine solche Kombination also durchaus eine Überlegung wert.