Ratgeberübersicht
  1. Welche Varianten von Unterbodenschutz-Mitteln gibt es?
  2. Welcher Unterbodenschutz eignet sich für welche Fahrzeuge?
  3. Wie lässt sich Unterbodenschutz auftragen?
  4. Ist es besser, den Unterbodenschutz in einer Werkstatt auftragen zu lassen?
  5. Worauf muss ich beim Kauf von Unterbodenschutz achten?
  6. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Unterbodenschutz-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Sie brauchen Ihr Auto nicht in die Werkstatt zu bringen, um den Unterboden Ihres Wagens mit einem neuen Schutz zu versehen. Unterbodenschutz ist günstig in der Anschaffung und einfach aufzutragen.
  • Neuwagen sind grundsätzlich mit einem professionellen Unterbodenschutz versehen. Anschließend empfiehlt es sich, den Unterboden im Abstand von etwa sechs bis acht Jahren für den Schutz vor Rost und anderen Schäden zu erneuern.
  • Unfälle und schlechte Straßenbedingungen können dazu führen, dass ein Unterbodenschutz häufiger als üblich erneuert werden muss. Um Ihr Fahrzeug instand zu halten, ist es daher unerlässlich, ihn regelmäßig einer Inspektion zu unterziehen und auf mögliche Schäden zu untersuchen.

unterbodenschutz-test

Salz, Wasser und Steinschlag richten bei fehlendem Schutz Schäden am Unterboden an, was den Alterungsprozess des Wagens unter Umständen deutlich beschleunigen kann. Daher sollten Sie stets darauf achten, dass Ihr Unterboden über eine intakte Schutzschicht verfügt, die mit einem geeigneten Unterbodenschutz-Mittel von Zeit zu Zeit erneuert werden muss.

Erfahren Sie in dieser Kaufberatung 2025, welche Arten von Unterbodenschutz unterschieden werden, worauf Sie beim Kauf achten sollten und wie Sie im Unterbodenschutz-Test das beste Spray für Ihren Bedarf ausfindig machen können.

1. Welche Varianten von Unterbodenschutz-Mitteln gibt es?

Was ist Bitumen?

Bei Bitumen handelt es sich um ein zähflüssiges und dunkles Mineralölprodukt. Es wird als Rückstand bei der Verarbeitung von Rohölen gewonnen und häufig im Asphaltstraßenbau verwendet. Es bietet eine hohe Abriebbeständigkeit, einen hervorragenden Korrosionsschutz und eine sehr gute Haftung auf Metallmaterialien. Im Gegensatz zu Unterbodenschutz aus Wachs ist Bitumen-Unterbodenschutz überlackierbar.

Damit der von Ihnen gekaufte Unterbodenschutz für die Karosserie Ihres Autos geeignet ist, sollten Sie die verschiedenen Typen von Mitteln zur Hohlraumversiegelung kennen. Es gibt Unterbodenschutz mit diesen Inhaltsstoffen:

  • Bitumen
  • Wachs
  • Kautschuk
  • Seilfett

Unterbodenschutz aus Kautschuk und Unterbodenschutz mit Seilfett werden bisher eher selten vertrieben, weil sie laut vielen Unterbodenschutz-Tests weniger effektiv wirken als Unterbodenschutz aus Bitumen und transparenter Unterbodenschutz auf der Basis von Wachs.

Eine Dose des getesteten Unterbodenschutzes auf einem Betonboden.

Unterbodenschutz, der in Spraydosen angeboten wird, wie hier von presto, lässt sich besonders einfach auftragen.

Im Unterbodenschutz-Vergleich auf welt.de erkennen Sie schnell, ob Sie sich für einen Unterbodenschutz aus Wachs oder Bitumen entscheiden sollten.

Typ Eigenschaften
Unterbodenschutz aus Bitumen (Erdölprodukt)
  • gute Haftungseigenschaften
  • der Unterbodenschutz ist schwarz, so wird ein gleichmäßiges Auftragen erleichtert
  • Rost ist durch die Farbe schwerer zu erkennen
  • dank Anti-Dröhnwirkung wird die Lautstärke innerhalb und außerhalb des Wagens reduziert
  • aufwendige Vorbereitung bei Erneuerung des Unterbodenschutzes nötig
  • auf Wunsch lackierbar
  • weniger umweltverträglich
Unterbodenschutz aus Wachs
  • wasserabweisend
  • Rost und Steinschläge sind gut zu erkennen wegen transparentem Unterbodenschutz
  • kann auch auf PVC, Holz und Plastik aufgebracht werden
  • guter Korrosionsschutz für den Unterboden
  • Steinschlagschutz für den Unterboden nur eingeschränkt gegeben
  • Unterbodenschutz nicht überlackierbar

2. Welcher Unterbodenschutz eignet sich für welche Fahrzeuge?

Je nach Fahrzeugtyp eignen sich unterschiedliche Kategorien als effektiver Unterbodenschutz. In Unterbodenschutz-Tests stellten sich diese Mittel für die jeweiligen Fahrzeuge als am geeignetsten heraus:

Fahrzeugtyp Mittel
Unterbodenschutz für ältere Gebrauchtwagen Bitumen
Unterbodenschutz für Neuwagen und junge Gebrauchtwagen Bitumen oder Wachs
Unterbodenschutz für Wohnmobile Wachs-Unterbodenschutz
Unterbodenschutz für Oldtimer Unterbodenschutz mit Seilfett, Wachs oder Kautschuk
Unterbodenschutz getestet: Eine Dose steht auf einer Holzfläche.

Wählen Sie ein Unterbodenschutz-Spray von presto oder anderen Herstellern, kommen Sie auch problemlos an schwer zugängliche Stellen.

3. Wie lässt sich Unterbodenschutz auftragen?

Wenn Sie eine Hebebühne besitzen, können Sie die Erneuerung Ihres Unterbodenschutzes ohne Weiteres selbst durchführen. Beginnen Sie damit, Ihren Wagen in der Waschstraße oder mit einem Hochdruckreiniger zu säubern. Bauen Sie dann die Verkleidungen des Unterbodens ab.

Damit Sie den Unterbodenschutz nicht auf Rost auftragen, sollten Sie Ihren Unterboden im nächsten Schritt von Rost befreien und dann die Reste des alten Unterbodenschutzes entfernen. Das gelingt beispielsweise mit einer Drahtbürste oder einem Winkelschleifer. Nutzen Sie alternativ einen Unterbodenschutz mit Rostumwandler.

Wenn der Unterboden sauber, entrostet und trocken ist, ist es an der Zeit, den Unterbodenschutz aufzutragen. Verwenden Sie für die Auftragung des Unterbodenschutzes unbedingt eine Schutzbrille und Handschuhe. Damit der Unterbodenschutz zur Hohlraumversiegelung später besser hält, sollten Sie vorher noch eine Grundierung auftragen.

Mann arbeitet am Unterboden eines PKW.

Verwenden Sie einen Unterbodenschutz mit Rostumwandler, um Rostrückstände zuverlässig zu entfernen.

Beachten Sie, dass Sie die Autoteile aussparen müssen, die bei der Autofahrt direkt oder indirekt heiß werden. Dazu zählen vor allem:

  • Abgasanlage
  • Motor
  • Radlager
  • alle Kabel, Leitungen und Seile
  • Einrückhebel der Kupplung
  • Felgen

Lassen Sie Ihren behandelten Wagen etwa 20 Minuten trocknen, bevor Sie ihn wieder bewegen.

Achtung: Der Auspuff bietet Brandgefahr. Tragen Sie daher nie Unterbodenschutz im Bereich von einem Auspuff auf. Kleben Sie alle Autoteile, die sich bei der Fahrt erhitzen, sicherheitshalber im Vorfeld mit Zeitungspapier ab.

4. Ist es besser, den Unterbodenschutz in einer Werkstatt auftragen zu lassen?

Besonders Personen mit großer Bindung zu ihrem Wagen werden die Erneuerung des Unterbodenschutzes am Auto am liebsten selbst durchführen wollen. Alternativ kann jedoch auch ein professioneller Unterbodenschutz in einer Werkstatt veranlasst werden. Hier sind alle wichtigen Vor- und Nachteile aufgeführt:

    Vorteile
  • Unterbodenschutz Spray ist günstig in der Anschaffung
  • Geld für Werkstatt kann gespart werden
  • keine Abhängigkeit von Werkzeiten und Reparaturdauer
  • auch ohne Wagenheber gelingt die Erneuerung des Unterbodenschutzes in einer Mietwerkstatt
    Nachteile
  • Werkzeug benötigt
  • keine zuverlässige Durchführung in der Werkstatt durch Experten
Getestet: Ein Unterbodenschutz auf einer Holzpalette.

Versuchen Sie sich vor dem Kauf von einem Unterbodenschutz-Spray von presto oder anderen Marken immer einen Blick auf die Inhaltsstoffe und Zusammenstellung zu werfen.

5. Worauf muss ich beim Kauf von Unterbodenschutz achten?

Wollen Sie einen Unterbodenschutz kaufen, haben Sie die Auswahl zwischen vielen verschiedenen Produkten. Damit Sie den besten Unterbodenschutz für Ihre Fahrzeugpflege ausfinden machen, haben wir von welt.de hier die wichtigsten Kaufkriterien für Sie zusammengetragen.

5.1. Bitumen oder Wachs

Nahaufnahme von fluessigem Bitumen.

Bitumen bildet eine stabile Schicht am Unterboden des Autos.

Die Schutzfunktion ist je nach gewähltem Spraytyp etwas unterschiedlich. Während Mittel auf Bitumen-Basis besser haften und den größeren Schutz vor Steinschlägen bieten, hat Unterbodenschutz auf Wachs-Basis unter anderem durch die Transparenz des Produkts andere praktische Vorteile. Ob Bitumen oder Wachs besser ist, lässt sich nicht zweifelsfrei sagen und ist darüber hinaus vom Fahrzeugtyp und -alter abhängig.

5.2. Trocknungszeit

In vielen Tests entscheidet die Dauer der Trocknung eines Unterbodenschutzes am Auto, wie gut ein Mittel abschneidet. Je schneller der Schutz trocknet, desto eher können Sie den Wagen wieder bewegen, was einen höheren Komfort bedeutet. Meist finden Sie die Zeitangabe in der Herstellerbeschreibung des Produkts.

Gut zu wissen: Die beste Jahreszeit für eine Erneuerung des Unterbodenschutzes ist der Frühling. Bei Temperaturen ab 20 Grad kann die Versiegelung gut trocknen, ohne dass durch zu hohe Hitze Risse bei zu schnellem Trocknen entstehen. Achten Sie zudem auf eine möglichst geringe Luftfeuchtigkeit der Umgebung.

5.3. Menge

Eine Dose Unterbodenschutz sollte für die gesamte Fläche des Unterbodens Ihres Wagens genug sein, damit Ihnen das Mittel nicht mitten bei der Arbeit ausgeht. Achten Sie auf die Angabe des Volumens in ml und der Ergiebigkeit in m2/l. Häufig reicht eine Dose für etwa vier bis sechs m2 pro l.

5.4. Geeigneter Sprühkopf

Einige Sprühflaschen verfügen über einen passenden Sprühkopf, mit dem sich das Auftragen wesentlich leichter und schneller gestaltet. Ist kein funktionaler Sprühkopf vorhanden, benötigen Sie noch eine separate Sprühpistole, bevor Sie mit der Hohlraumversiegelung beginnen können.

5.5. Welche Marken bieten Unterbodenschutz an?

Nahaufnahme eines Oldtimers.

Stimmen Sie den Unterbodenschutz auf Ihr Fahrzeug ab.

In Unterbodenschutz-Tests wie denen des Vergleichsmagazins Stiftung Warentest wird häufig ein Unterbodenschutz Testsieger, der von folgenden Herstellern stammt:

  • Liqui Moly
  • Presto
  • Fahrzeugteile Hoffmann
  • Spraytec
  • Nigrin
  • Carfit
  • Motip
  • Brehma
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6. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Unterbodenschutz-Tests bzw. -Vergleichen suchen

Haben Sie sich für ein Unterbodenschutzmittel entschieden, steht der Erneuerung der Unterseite Ihres Fahrzeuges nichts mehr im Wege. Damit Sie zeitnah mit der Autopflege beginnen können, gibt welt.de Ihnen nun noch die Antworten auf die relevantesten Fragen zum Umgang mit Unterbodenschutz mit an die Hand.

6.1. Ist Unterbodenschutz überlackierbar?

Möchten Sie über Ihren Unterbodenschutz Lack aufbringen, stellt dies kein Problem dar. Achten Sie jedoch darauf, dass nur Schutz-Sprays aus Bitumen überlackiert werden können. Bei Mitteln aus Wachs, Kautschuk oder Seilfett ist ein Lackierung leider nicht möglich. Beachten Sie die Hinweise in der Herstellerbeschreibung, bevor Sie mit der Lackierung beginnen.

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6.2. Wie lange hält Unterbodenschutz?

Wie lange ein Unterbodenschutz hält, fällt je nach Fahrverhalten und Umweltbedingungen unterschiedlich aus. Grundsätzlich können Sie erwarten, dass ein gut aufgetragener Unterbodenschutz mehrere Jahre hält. Kontrollieren Sie den Unterboden Ihres Fahrzeugs regelmäßig. Finden Sie durch Steinschläge beschädigte Stellen oder Rost, ist es an der Zeit für einen neuen Unterbodenschutz.

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6.3. Wie lange muss Unterbodenschutz trocknen?

Die Trocknungsdauer finden Sie in der Herstellerbeschreibung des jeweiligen Produkts. Meist können Sie Ihren Wagen bereits nach etwa 20 Minuten wieder bewegen. Es ist wichtig, dem Unterbodenschutz ausreichend Zeit zum Trocknen zu geben, um sicherzustellen, dass er seine Schutzeigenschaften vollständig entwickeln kann. Eine vorzeitige Belastung eines frischen Unterbodenschutzmittels kann zu einer ungleichmäßigen Aushärtung führen. Das beeinträchtigt die Wirksamkeit des Schutzes und verringert den Abstand bis zur nächsten notwendigen Erneuerung.

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6.4. Wann muss ein Unterbodenschutz erneuert werden?

Unterboden eines Autos.

Mit regelmäßiger Pflege bleibt der Unterboden Ihres Autos intakt.

Haben Sie sich einen neuen Wagen geleistet, müssen Sie sich erst einmal keine Sorgen um einen Schutz des Unterbodens machen, da ein Unterbodenschutz bei Neuwagen bereits vorhanden ist. Wann es Zeit für eine Erneuerung ist, hängt davon ab, wie viel Sie mit dem Wagen fahren.

Grundsätzlich sollten Sie den Zustand des Unterbodens regelmäßig kontrollieren und dabei auf Rostbildung und blanke Stellen achten. Unfälle und das häufige Fahren auf unbefestigten Straßen können den Abnutzungsprozess beschleunigen. Gehen Sie davon aus, einen neuen Unterbodenschutz circa im 6-Jahre-Turnus aufzutragen.

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6.5. Wie viel Zeit brauche ich für die Erneuerung des Unterbodenschutzes?

Die Dauer für die Erneuerung eines Unterbodenschutzes kann je nach Fahrzeugtyp, Zustand des Unterbodens und der verwendeten Methode variieren. In der Regel können Sie jedoch davon ausgehen, dass die Erneuerung des Unterbodenschutzes inklusive Vorbereitung einige Stunden in Anspruch nehmen wird. Rechnen Sie mit etwa zwei bis vier Stunden. Dies umfasst die Zeit für die gründliche Reinigung des Unterbodens, das Auftragen des neuen Schutzmittels und die Wartezeit für die Trocknung.

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