Ratgeberübersicht
  1. Sind Reifendruck-Kontrollsysteme geeignet für alle Fahrzeuge?
  2. Welche Alarmmodi bieten die besten Reifendruck-Kontrollsysteme?
  3. Reifendruck-Kontrollsysteme im Vergleich: Welche Eigenschaften sind wichtig?
  4. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Reifendruck-Kontrollsystem-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Reifendruck-Kontrollsysteme erhöhen die Sicherheit und Effizienz im Straßenverkehr. Sie warnen rechtzeitig vor Druckverlust und tragen zur Kraftstoffeinsparung bei.
  • Spezielle RDKS für LKWs und Wohnmobile bieten erweiterte Funktionen. Sie sind robust und für die spezifischen Anforderungen dieser Fahrzeuge konzipiert.
  • Die Auswahl des passenden RDKS hängt von Fahrzeugtyp und gewünschten Funktionen ab. Moderne Systeme bieten zusätzliche Features wie Diebstahlsicherung und Smartphone-Verbindung.

Reifendruck-Kontrollsystem im Test: Ein Mechaniker installiert ein RDKS an einer Felge.

Reifendruck-Kontrollsysteme überwachen den Reifendruck und informieren den Fahrer über wichtige Veränderungen des Luftdrucks. Besonders auf langen Fahrten oder beim Transportieren von schweren Lasten ist so die Funktion sehr wichtig. Ein RDKS kann aber auch dazu beitragen, den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren und die Langlebigkeit der Reifen zu verlängern, da der optimale Luftdruck immer gehalten werden kann.

In unserer Kaufberatung 2025 erfahren Sie, wie ein direktes Reifendruck-Kontrollsystem funktioniert und welche Unterschiede zwischen aktiven und passiven Systemen bestehen. Wir beleuchten die speziellen Anforderungen von LKWs und Wohnmobilen an RDKS und geben Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Alarmmodi und die zusätzlichen Funktionen. Außerdem erhalten Sie praktische Tipps zur Montage.

1. Sind Reifendruck-Kontrollsysteme geeignet für alle Fahrzeuge?

In diesem Kapitel gehen wir auf die Funktionsweise von RDKS und ihre Anwendbarkeit auf verschiedene Fahrzeugarten wie Autos, Motorräder, LKWs und Wohnmobile ein.

1.1. Wie funktioniert die Reifendruck-Überwachung?

Ein Reifendruck-Kontrollsystem überwacht kontinuierlich den Reifendruck und stellt sicher, dass Ihr Fahrzeug unter optimalen Bedingungen läuft. Dabei wird zwischen zwei Typen unterschieden: einem aktiven, auch als direktes Reifendruck-Kontrollsystem bekannt, und einem passiven System.

Ein aktives Reifendruck-Kontrollsystem nutzt Sensoren in jedem Reifen, um präzise Daten über Druck und Temperatur zu messen. Ein passives Reifendruck-Kontrollsystem errechnet mit Hilfe der im Auto bereits verbauten ABS-Sensoren die Drehzahl einzelner Reifen und kann bei bestehenden Abweichungen auf einen veränderten Reifendruck hinweisen.

Ein direktes Reifendruck-Kontrollsystem lässt sich in der Regel nachrüsten und ist universell einsetzbar. Wir von WELT.de haben für Sie die wichtigsten Vor- und Nachteile von aktiven Reifendruck-Kontrollsystemen zusammengefasst.

    Vorteile
  • Verbessern die Fahrsicherheit
  • Helfen, Kraftstoffverbrauch zu reduzieren
  • Frühzeitige Warnungen bei Druckänderungen
  • Einfache Nachrüstoptionen verfügbar
  • Oftmals moderne Smartphone-Integration
    Nachteile
  • Initial höhere Kosten für moderne Systeme
  • Batteriestand muss regelmäßig geprüft werden
  • Kompatibilitätsprüfung bei bestimmten Fahrzeugen erforderlich
  • Technisches Verständnis für die Installation benötigt
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1.2. Reifendruck-Überwachung fürs Auto und für Motorräder

Wissenswertes über Reifendruck

Ein korrekt eingestellter Reifendruck kann den Kraftstoffverbrauch um bis zu 3% senken, was bedeutet, dass Sie nicht nur Geld sparen, sondern auch die CO2-Emissionen Ihres Fahrzeugs reduzieren. Außerdem verändern sich Reifendruckwerte mit der Außentemperatur – für jeden Temperaturunterschied von 10 Grad Celsius ändert sich der Druck um etwa 0,1 Bar. Dies zeigt, wie wichtig regelmäßige Kontrollen sind.

Bevor Sie ein Reifendruck-Kontrollsystem kaufen, sollten Sie die Kompabilität mit Ihrem Fahrzeugtyp prüfen. Die gängigsten Produkte sind für Autos verfügbar und bieten eine hohe Genauigkeit und zuverlässige Alarmfunktionen.

Beachten Sie beim Kauf den Druckbereich und die Druckauflösung. Für Autos liegt der typische Druckbereich von Reifendruck-Kontrollsystemen zum Nachrüsten zwischen 1,4 und 2,4 Bar. Motorräder benötigen aufgrund ihrer spezifischen Reifenkonstruktion und Belastung oft einen breiteren Bereich.

Die Druckauflösung bezieht sich auf die kleinste Druckänderung, die das Ventil des Reifendruck-Kontrollsystems erkennen kann. Ein Reifendruck-Kontrollsystem fürs Motorrad sollte eine hohe Auflösung von mindestens 0,1 Bar besitzen, da selbst kleine Veränderungen im Reifendruck die Handhabung und Stabilität beeinflussen. Eine Auflösung von 0,2 bis 0,3 Bar ist bei der Reifendruck-Überwachung fürs Auto hingegen ausreichend.

1.3. Reifen mit Kontrollsystem bei LKWs und Wohnmobilen

Zunächst einmal muss ein Reifendruck-Kontrollsystem für LKWs einen wesentlich höheren Druckbereich abdecken können, da die Reifen dieser Fahrzeuge ein hohes Gewicht tragen. LKWs benötigen Systeme, die Drücke bis zu 8 Bar oder mehr überwachen können.

Ein Reifendruck-Kontrollsystem für ein Wohnmobil muss in der Regel nicht so hohe Drücke wie LKWs messen, dennoch muss ein Ventil des Reifendruck-Kontrollsystems robust sein. Die Ventile sind nämlich oft Belastungen auf langen Strecken ausgesetzt.

Ein Reifendruck-Kontrollsystem im Wohnwagen ist eine besonders smarte Investition, da Sie Probleme frühzeitig erkennen und so einen Ausfall vor einer geplanter Reise, aber auch teure Reparaturen vermeiden.

Tipp: Nicht nur beim Reifendruck-Kontrollsystem für LKWs, sondern auch bei anderen Fahrzeugen ist es sinnvoll, auf die Anzahl der Kappensensoren zu achten. Sie müssen jeden Reifen mit einem Kontrollsystem ausstatten.

Reifendruck-Kontrollsystem im Test: Sicherheitsüberwachungssystem für Autoreifendruck bei Notlaufrädern, angezeigt auf dem farbigen Unterhaltungsdisplay des Fahrzeugs, das grün und ohne Fehler anzeigt.

Einige moderne Autos haben bereits ein RDKS verbaut, Motorräder, Wohnwägen und Wohnmobile allerdings nicht.

2. Welche Alarmmodi bieten die besten Reifendruck-Kontrollsysteme?

Moderne Reifendruck-Kontrollsysteme sind mit einer Vielzahl von Alarmmodi ausgestattet, die den Fahrer nicht nur über kritische Zustände wie Druckverlust informieren, sondern auch Alarme für spezifische Situationen senden. In diesem Kapitel schauen wir uns die verschiedenen Modi an.

2.1. Diese Alarm-Meldungen sind Standard

Stimmt etwas mit den Reifen nicht, so bekommen Sie als Fahrer entweder ein akustisches oder visuelles Warnsignal. Moderne Kontrollsysteme übertragen Daten in Echtzeit auf einen externen Bildschirm oder liefern die Daten direkt auf eine Smartphone-App. Sie können gängige Apps für Reifendruck-Kontrollsysteme für Android oder iOS-Geräte herunterladen.

Die folgende Aufzählung zeigt gängige Alarmmodi, die vorhanden sein müssen:

  • Der Leckalarm wird aktiviert, wenn ein schneller Druckabfall im Reifen festgestellt wird. Dies weist auf eine Beschädigung des Reifens hin.
  • Der Hochdruckalarm warnt den Fahrer, wenn der Reifendruck über das empfohlene Niveau steigt. Dies tritt bei hohen Außentemperaturen oder bei schwerer Beladung auf.
  • Der Niederdruckalarm informiert den Fahrer, wenn der Reifendruck unter das sichere Niveau fällt. Ein zu niedriger Reifendruck kann zu erhöhtem Kraftstoffverbrauch, Reifenverschleiß und verringertem Handling führen.

Hinweis: Die Stiftung Warentest hat bis heute noch keinen Reifendruck-Kontrollsystem-Test diverser Produkte durchgeführt. In unserem Ratgeber finden Sie alles Wissenswerte über dieses Sytem für Ihr Fahrzeug.

2.2. Erweiterte Alarmfunktionen für erhöhte Sicherheit

Neben den grundlegenden Alarmmodi bieten die besten Reifendruck-Kontrollsysteme zusätzliche Alarmfunktionen, deren Besonderheiten wir für Sie in einer Tabelle zusammengefasst haben:

Erweiterte Alarmfunktion Vorteile und Besonderheiten
Alarm bei schwacher Batterie
  • Frühzeitige Warnung, bevor der Sensor ausfällt
  • Ermöglicht rechtzeitigen Batteriewechsel
  • Verhindert unentdeckte Ausfälle
Sensorausfallalarm
  • Informiert sofort über den Ausfall eines Sensors
  • Erhöht die Sicherheit durch schnelle Reaktion
  • Sensor kann rechtzeitig ausgetauscht werden
Temperaturalarm
  • Warnt bei ungewöhnlichen Temperaturänderungen im Reifen
  • Vermeidung von Reifenschäden durch Überhitzung

3. Reifendruck-Kontrollsysteme im Vergleich: Welche Eigenschaften sind wichtig?

In diesem Kapitel werden wir uns mit den gängigen Eigenschaften von RDKS befassen, darunter Montagemöglichkeiten, Auflademethoden und zusätzliche Features, die diese Systeme besonders nützlich machen.

3.1. Diese Montagemöglichkeiten stehen zur Verfügung

Sind die Sensoren an den Reifen angebracht, erfolgt in der Regel die Bildschirmmontage des Gerätes, welches Ihnen den Zustand der Reifen meldet. Je nach Endgerät können Sie eine Montage an der Windschutzscheibe oder am Armaturenbrett vornehmen.

Die Windschutzscheibe bietet Ihnen die bestmögliche Sichtbarkeit. Möchten Sie hingegen, dass Ihr Endgerät unauffällig bleibt, dann empfehlen wir eine Montage an der Armatur Ihres Fahrzeugs. Bekommen Sie Meldungen über eine App auf Ihr Smartphone, so empfehlen wir die sichere Verwendung einer Smartphone-Halterung.

3.2. So laden Sie Ihr RDKS richtig auf

Reifendruck-Kontrollsystem im Test: Ein RDKS-Bildschirm, der den Reifendruck anzeigt.

Der Monitor eines RDKS zeigt den Luftdruck jedes einzelnen Reifens an und oftmals auch den Akkustand des Geräts.

Die meisten modernen RDKS sind mit wiederaufladbaren Batterien ausgestattet, die auf verschiedene Weisen geladen werden können. Die gängigsten Methoden sind dabei die USB-Aufladung, die Aufladung am Zigarettenanzünder und eine Solaraufladung.

Moderne Geräte mit Akku können ganz einfach über einen USB-Anschluss im Auto aufgeladen werden. Fahren Sie jedoch ein älteres Fahrzeug, so empfiehlt sich die Aufladung am Zigarettenanzünder. Einige Geräte können auch über Solarzellen aufgeladen werden. Achten Sie jedoch im Winter darauf, dass ausreichend Licht an das Gerät kommt.

3.3. Auf diese Features lohnt es sich zu achten

Neben den grundlegenden Funktionen bieten viele RDKS zusätzliche Features, die ihre Nützlichkeit und Zuverlässigkeit erhöhen. Es lohnt sich beispielsweise, auf die Wasserdichtigkeit, oft angegeben mit Schutzklassen, zu achten. Wasserdichte Sensoren bleiben auch unter rauen Wetterbedingungen funktionstüchtig.

Moderne Sensoren sind ebenfalls mit einer Diebstahlsicherung ausgestattet. Besteht eine Verknüpfung zum Smartphone, können Sie eine Meldung direkt auf Ihr Handy bekommen, sollte mit Ihrem Fahrzeug etwas nicht stimmen. Die Diebstahlsicherung meldet, wenn sich das Fahrzeug plötzlich entfernt.

In der folgenden Tabelle haben wir Ihnen gängige Schutzklassen zusammengestellt, sodass Sie einschätzen können, wie gut Ihre Sensoren geschützt sind.

IP-Schutzklasse Erklärung
IP65 Staubdicht und Schutz gegen Strahlwasser aus beliebigem Winkel
IP66 Staubdicht und Schutz gegen starkes Strahlwasser
IP67 Staubdicht und Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen in Wasser (bis zu 30 Minuten in 1 Meter Tiefe)
IP68 Staubdicht und Schutz gegen andauerndes Untertauchen in Wasser unter Bedingungen, die vom Hersteller festgelegt sind (in der Regel tiefer oder länger als IP67)
Reifendruck-Kontrollsystem im Test: Schwarze Motorräder parken an der Straße.

Bedenken Sie, dass Sie bei einem Reifendruck-Kontrollsystem fürs Motorrad nur zwei Sensoren brauchen. Für Fahrzeuge mit mehr Rädern benötigen Sie entsprechend auch mehr Sensoren.

4. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Reifendruck-Kontrollsystem-Tests bzw. -Vergleichen suchen

Im Folgenen haben wir von WELT.de die gängigsten Fragen von Kunden zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen, Ihren persönlichen Reifendruck-Kontrollsystem-Testsieger zu finden.

4.1. Welche Fahrzeuge sind von der Reifendruck-Kontrollsystem-Pflicht betroffen?

Reifendruck-Kontrollsystem im Test: Ein Sensor an einem Autorad.

Tauschen Sie Ihre Reifendrucksensoren ca. alle 5 bis 10 Jahre aus.

Alle Neuwagen, die ab November 2014 in der EU zugelassen wurden, einschließlich PKWs, Wohnmobilen und anderen leichten Nutzfahrzeugen, müssen mit einem Reifendruck-Kontrollsystem ausgestattet sein. Diese Regelung gilt jedoch nicht rückwirkend für ältere Fahrzeuge. Motorräder sind von dieser Pflicht ausgenommen.

Die meisten Neuwagen sind bereits von Werk aus mit einem RDKS ausgestattet. Jedoch ist es besonders bei älteren Modellen sehr empfehlenswert, ein Reifendruck-Kontrollsystem zum Nachrüsten anzubringen.

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4.2. Wie finden Sie heraus, welches RDKS Sie im Fahrzeug haben?

Um herauszufinden, welches RDKS in Ihrem Fahrzeug verbaut ist, sollten Sie zunächst das Fahrzeughandbuch prüfen. Ein direktes RDKS verfügt über Sensoren in den Reifen, während ein indirektes RDKS das ABS-System zur Drucküberwachung nutzt.

In der Regel meldet sich das Reifendruck-Kontrollsystem nach einem Reifenwechsel und stellt eine Veränderung fest. Daran erkennen Sie, dass eins bereits verbaut ist. Für genaue Informationen können Sie sich auch an eine Fachwerkstatt oder den Fahrzeughändler wenden.

Tipp: Oft findet sich auch der Begriff TPMS für Reifendruck-Kontrollsystem. Dies ist die englische Abkürzung und steht für “Tyre Pressure Monitoring System”

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4.3. Welche Marken von Reifendruck-Kontrollsystemen sind besonders bewährt?

Es gibt mehrere bekannte Hersteller von Reifendruck-Kontrollsystemen, die für ihre Qualität und Zuverlässigkeit bekannt sind. Diverse Reifendruck-Kontrollsystem-Tests im Internet zeichnen die Hersteller Ridelink, Jansite, Vtopek und TireMoni als besonders zuverlässig aus.

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4.4. Wie oft müssen Sie Ihre Reifendrucksensoren wechseln?

Die Lebensdauer der Batterien in Reifendrucksensoren variiert, allerdings empfehlen diverse Reifendruck-Kontrollsystem-Tests im Internet, dass sie etwa alle 5 bis 10 Jahre gewechselt werden sollten. Dies kann je nach Kategorie und Nutzungshäufigkeit variieren. Es ist wichtig, die Batterielebensdauer im Auge zu behalten, um eine konstante Funktionsfähigkeit des Systems zu gewährleisten.

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4.5. Was kosten neue Reifendrucksensoren?

Die Kosten für neue Reifendrucksensoren unterscheiden sich je nach Art und Fahrzeugkompabilität. Generell können die Preise von günstigen Standardmodellen bis hin zu teureren, fortschrittlichen Sensoren reichen. Zusätzlich können Kosten für die Installation in einer Fachwerkstatt anfallen. Die Preise für RDKS können sehr unterschiedlich sein. Ein günstiges Reifendruck-Kontrollsystem gibt es in einem Set bereits ab ca. 50 €.
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