Gesetzeslage in Deutschland:
Warnwesten, Pannendreiecke und Erste-Hilfe-Sets sind in deutschen Fahrzeugen verpflichtend mitzuführen. Die Gesetzeslage verlangt jedoch nicht, dass Sie einen Ersatzreifen oder ein Reifendichtmittel im Fahrzeug mitführen. Trotzdem kann es bei einer Panne äußerst nützlich sein, wenn Sie mit einem entsprechenden Pannenset ausgestattet sind. Führen Sie kein Reifenspray oder einen Ersatzreifen mit, sollten Sie sich vor der Fahrt ins Ausland stets über die dortigen Bestimmungen informieren, um mögliche Strafen zu vermeiden.
Egal, ob Sie das Reifendichtmittel für das Auto oder das Reifendichtmittel für das Fahrrad verwenden möchten: Die Vorgehensweise ist stets die Gleiche. Zuerst müssen Sie den Schaden am Reifen lokalisieren. Handelt es sich um einen größeren Schaden, sollten Sie sich die Mühe sparen. Dort kann der Schaden nicht behoben werden und Sie müssen ein neues Reifendichtmittel kaufen.
Handelt es sich um einen reparierbaren Schaden, müssen Sie zuerst das Ventil des Reifens mit einem Ventilausdreher entfernen. Dieser liegt dem Dichtmittel in der Regel bei. Danach wird das Reifendichtmittel aufgeschüttelt. Die Flasche oder Dose wird dann per Schlauch mit dem Ventil des Reifens verbunden. Achten Sie hierbei darauf, dass der Schlauch fest auf dem Ventil sitzt. Die Flasche oder Dose wird nun vollständig in den Reifen entleert. Im Anschluss ziehen Sie den Schlauch ab und drehen das Reifenventil wieder ein. Zu guter Letzt müssen Sie Luft in den Reifen pumpen. Dies kann je nach Reifen entweder mit einer Handpumpe oder nach der Nutzung des Reifendichtmittels für den Kompressor erfolgen.
Sollten sich Fremdkörper im Reifen befinden und für den Schaden verantwortlich sein, müssen diese zuerst entfernt werden. Dabei sollten Sie nach Möglichkeit eine Zange zur Hilfe nehmen. Durch diese lassen sich Splitter, Schrauben und Nägel gezielt fassen und aus dem Reifen ziehen, ohne dass es zu weiteren Beschädigungen des Reifens kommt.
Ein dauerhaftes Reifendichtmittel ist nur dann empfehlenswert, wenn Sie das Reifendichtmittel für das Fahrrad oder den E-Scooter verwenden. Prinzipiell gilt, dass Reifendichtmittel für das Auto oder Motorrad nur eine kurzweilige Lösung darstellt. Die erlaubte Reifendichtmittel-Geschwindigkeit nach Anwendung liegt laut vielen Herstellern bei 80 km/h. Sie sollten umgehend die nächste Werkstatt aufsuchen.
Wann verwendet man ein Reifendichtmittel?
Reifendichtmittel wird in erster Linie bei kleineren Schäden wie zum Beispiel einem eingefahrenen Nagel verwendet. Es ist wichtig zu beachten, dass es nur eine temporäre Lösung ist und der Reifen schnellstmöglich fachmännisch repariert oder ersetzt werden muss. Grundsätzlich lässt sich Reifendichtmittel nur bei einer undichten Stelle der Lauffläche anwenden. Der Durchmesser dieser undichten Stelle darf 5 Millimeter nicht übersteigen.

Eine kleine Beschädigung am Reifen können Sie mit einem Reifendichtmittel problemlos selbst beheben. Achten Sie beim Online-Kauf einer Dose mit bspw. 500 ml Inhalt auf die Kosten für den Versand.
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