Der Rasierhobel existiert seit 1901 und galt bis in die 1970er Jahre als erste Wahl für die effektive Rasur des Bartes. Dann wurden die Systemrasierer als Einweg-Modelle aus Plastik auf den Markt etabliert. Dennoch gelingt keine Rasur mit Systemrasierer oder Elektrorasierer so gründlich wie mit dem Rasierhobel. Die Wölbung des Rasierhobels hat einen idealen Winkel zur Haut. Die eingelegte Rasierklinge ragt leicht aus dem Hobel heraus, wodurch eine gründliche Rasur möglich ist. Gerade auf Grund der Zero Waste Bewegungen werden Rasierhobel auch bei Frauen beliebter, um Beinhaare oder Achselhaare zu rasieren. Zugleich gilt die Rasur auch recht schonend. Wer dann noch besonders sensible Haut hat, sollte außerdem noch Aftershave nutzen, um Rasurbrand vorzubeugen.

Einige Rasierhobel sind inklusive edler Aufbewahrungsbox erhältlich.
Die Anwendung erfordert zwar etwas Übung, aber im Gegensatz zu Einweg-Rasierern wird der Rasierhobel aus verchromtem Metall wie Edelstahl hergestellt. Die Herstellung unterstreicht damit ideal die Zero-Waste-Bewegung. Im Unterschied zu modernen Nassrasierern, welche komplette Klingenköpfe aufweisen, wird beim Rasierhobel nur eine neue Klinge in den Rasierkopf eingespannt. Dennoch unterscheiden sich Rasierhobel bezüglich folgender Eigenschaften:
Länge und Gewicht: Bis zu 100 g
Ein Rasierhobel sollte nicht zu leicht sein. Mit schweren Modellen kann Ihnen die Führung des Rasierhobels deutlich leichter fallen. Idealerweise sollte das Gewicht daher zwischen 55 g und 95 g liegen. Vor allem für Männer mit großen Händen ist ein langer Griff besser geeignet. Profis empfehlen eine Länge zwischen 7,5 cm und 11 cm. Je besser der Rasierhobel in der Hand liegt, desto leichter ist die Nassrasur.
Material: Weist Rostfreiheit auf
Rasierhobel bestehen aus Metall, welches dank einer Beschichtung rostfrei und beständig ist. Das ist besonders wichtig, da es regelmäßig, wenn nicht sogar täglich mit Wasser, Rasierseife und Co. in Kontakt kommt. Für die Köpfe wird daher nur hochwertiger, teils verchromter Edelstahl, Edelharz oder Messing verwendet. Die Rasierhobel aus Chrom und feiner Ziselierung oder Edelstahl kommen ebenfalls ohne Kunststoff aus. Das schont Ressourcen und die Umwelt. Lediglich der Griff kann bei einigen Modellen aus Kunststoff aber auch Metall und Hölzern bestehen.
Geschlossener oder offener Kamm: Schonende oder präzise Rasur
Der Kamm ist das Element des Rasierhobel, welches die Haut vor den Klingen schützt. Dabei gibt es die Unterscheidung zwischen einem offenen und einem geschlossenen Kamm. Grundsätzlich eignet sich ein geschlossener Kamm für eine schonende und ein offener Kamm für die präzise Rasur. Ein offener Kamm hat eine gezackte Struktur und hat einen größeren Klingenspalt. Bei einem geschlossenen Kamm hingegen befindet sich die Klinge direkt über dem Rand.
Wechselmechanismus: Butterflysystem oder Hobel zerlegen
Ein Rasierhobel setzt sich aus 3 Teilen zusammen: Griff, Platte und Rasierkopf. Um die Klinge zu wechseln, muss der Rasierer zunächst in seine Einzelteile zerlegt werden. Dazu drehen Sie einfach am Endstück und setzen eine neue Klinge ein. Es gibt jedoch auch das sogenannte Butterflysystem, bei welchem sich durch Drehen nur der Hobelkopf flügelartig öffnet. So muss der ganze Rasierhobel nicht in seine Einzelteile zerlegt werden. Die Klingen sollten Sie im Schnitt alle 2-3 Wochen wechseln.