Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Pflanzenlampen?
  2. Was für unterschiedliche Pflanzenlampen gibt es?
  3. Welche Pflanzenlampe passt zu mir?
  4. Welche Pflanzenlampen sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Pflanzenlampen?
  6. Wie lautet das Fazit für Pflanzenlampen?
  7. Pflanzenlampe: Was sind häufig gestellte Fragen?

Wie erkenne ich gute Pflanzenlampen?

Sie haben keine großen Fensterbänke mit Stellplatz für Ihre Pflanzen oder möchten vielleicht das Wachstum neuer Sprösslinge im Gewächshaus besonders fördern? Eine Pflanzenlampe verhilft Ihren Pflanzen zu wahrer Größe und versorgt sie optimal mit Licht für eine ideale Fotosynthese. Bei Ihrer Recherche gibt es allerdings verschiedene Merkmale, nach denen Sie differenzieren sollten, um die richtige Wahl zu treffen.

Art des Lichts

Pflanzen reagieren je nach der ausgestrahlten Farbe und ihrer Wellenlänge unterschiedlich auf das Licht der Pflanzenleuchte. Die Kombination von rotem und blauem Licht steigert daher die Fotosynthese, während grün und blau als Farbkombination ein besonders schnelles und dichtes Wachstum hervorrufen. Ausschließlich rotes Licht mit einer Wellenlänge von 645 bis 660 nm hingegen sorgt dafür, dass die Pflanze zum Blühen angeregt wird. Bei Ihrer Wahl ist also entscheidend, was Sie von der Pflanzenlampe erwarten, manche Modelle haben auch verschiedene Modi, mit denen Sie unterschiedliche Ziele verfolgen können.

Leuchtmittel

Die Wahl des Leuchtmittels beeinflusst die Langlebigkeit Ihrer Lampe sowie die Effektivität und auch den Stromverbrauch. Glühlampen sollten daher unbedingt vermieden werden, da sie einen hohen Stromverbrauch haben und aufgrund ihrer Arbeitsweise auch unter einer geringen Langlebigkeit leiden. Ein weiteres Problem ist hier die große Wärmeentwicklung in Kombination mit einer eher geringen Effektivität.

Leuchtstoff- und Energiesparlampen sind besonders für ihren geringen Investitionsbedarf bekannt und können in vielen verschiedenen Farben erworben werden. Kaltweiß deckt allerdings den Großteil des Farbspektrums von Sonnenlicht ab und sollte daher bevorzugt in Betracht gezogen werden. Wichtig ist hier, dass Sie auf einen ausreichenden Abstand und eine gute Leuchtkraft achten.

LED-Licht ist mittlerweile das am meisten verbreitete Leuchtmittel bei Pflanzenlicht. Die Technik ist sehr weit entwickelt und hat kaum Streuungsverluste. Da hier aber kaum Wärme produziert wird, werden für das Keimen von Samen andere Leuchtmittel empfohlen.

Anbringung der Pflanzenleuchte

Das künstliche Pflanzenlicht sollte die Pflanzen idealerweise von oben beleuchten. Je weiter die Pflanze von der Lampe entfernt ist, desto geringer wird die Lichtintensität (Lux). In der Regel ist es empfehlenswert die Pflanze in einem Abstand von 30 bis 40 cm zur Lichtquelle zu platzieren.

Material

Die meisten Lampen für Pflanzen bestehen aus Metall oder Aluminium. Beide Materialien haben den Vorteil, dass sie robust, aber leicht sind. Ebenfalls geben sie viel Wärme ab und leiten diese auch teilweise. Daher sollten sie hier immer auf genügend Abstand zu der Pflanze achten, damit diese nicht austrocknet oder sogar verbrennt. Auch Holz wird mitunter für bestimmte Elemente einer Pflanzenleuchte gewählt. Es ist allerdings schwerer und insbesondere auch bei zu hoher Wärmeentwicklung eine Gefahr, weil es als Brandbeschleuniger dienen kann.

Anzahl der Fassungen

Pflanzenleuchten gibt es nicht nur mit einer Fassung oder einem Arm. Sie können auch mehrere Fassungen oder verstellbare Arme haben. Wenn Sie etwa ein gesamtes Gewächshaus bestrahlen möchten, empfiehlt sich entweder eine sehr große Lampe oder eine mit vielen Fassungen. Bei einer Pflanze reicht in der Regel eine Fassung aus oder eine Lampe mit schwenkbaren Armen, die um die Pflanze herum installiert werden können.

Was für unterschiedliche Pflanzenlampen gibt es?

Das wichtigsten Unterscheidungsmerkmal bei der Wahl Ihrer Pflanzenlampe ist die Wahl des Leuchtmittels. Die meisten Lampen haben LED oder Leuchtstoffröhren als Leuchtmittel und beide Varianten bieten ihre Vor- und Nachteile. Daher finden Sie diesbezüglich in den folgenden Absätzen alle weiteren wichtigen Informationen.

LED-Lampen

LED-Lampen sind sehr verbreitet und sehr beliebt. Sie können alle möglichen Farben darstellen und daher den unterschiedlichsten Anforderungen gerecht werden. LED-Licht hat eine lange Lebensdauer und Effizienz durch gute Leistungen und ein zielgerichtetes Anstrahlen Ihrer Pflanze. Dadurch können Streuverluste gut gemieden werden. Ebenso flackern diese Modelle nicht und das Polycarbonat ist besonders bruchsicher. Aufgrund der hohen Standards sind die Anschaffungskosten etwas höher.

    Vorteile
  • In vielen Farben erhältlich
  • Sehr effizient und langlebig
  • Bruchsicher
    Nachteile
  • Etwas höhere Investitionssumme als bei Leuchtstoffröhren

Leuchtstoffröhren

Leuchtstoffröhren oder Energiesparlampen waren lange das Hauptprodukt auf dem Markt. Sie sind günstig in der Anschaffung und eignen sich ideal für die Raumbeleuchtung. Daher erklärt sich auch, warum die Streuverluste durch den Abstrahlwinkel hier eher höher sind und dringend auf eine ausreichende Leuchtkraft geachtet werden muss. Eine zweite Schwierigkeit ist hier die hohe Wärmeentwicklung, die in Teilen zwar das Keimen von Samen fördern kann, aber auch Verbrennungen und Schäden an der Pflanze bewirken kann. Quecksilber in den Modellen ist ebenfalls ein Problem.

    Vorteile
  • Geringe Investitionssumme
  • Gut als allgemeine Lichtquelle
    Nachteile
  • Hohe Wärmeentwicklung
  • Geringe Effizienz
  • Quecksilber

Welche Pflanzenlampe passt zu mir?

Welche Pflanzenlampe nun die richtige für Sie ist, hängt zwar vorrangig von Ihren Erwartungen und Wünschen ab, aber auch die Umgebung der hilfsbedürftigen Pflanze kann ein Faktor sein. Insbesondere in Ihren eigenen vier Wänden sollte die Lampe zu Ihrer Einrichtung passen und diese spiegeln. Anhand unserer Typberatung in den nächsten Absätzen können Sie möglicherweise eine kleine Vorauswahl treffen.

Holz für viel Heimgefühl und Wärme

Holz als Material hat bekanntlich einen hohen Wohlfühlfaktor und sorgt dafür, dass seine Umgebung als angenehm und wohnlich empfunden wird. Die Farbe und Art des Holzes hat hier allerdings auch einen großen Einfluss auf unser Empfinden. Wenn Sie also viel Holz in Ihrer Einrichtung haben und gerne von Farbe umgeben sind, empfiehlt sich eine Pflanzenlampe aus einem klassischen Holzton.

Aluminium und andere Metalle für eher sterile Umgebungen

Aluminium und andere Metalle sind besonders dafür bekannt, dass sie sehr beständig und leicht zu reinigen sind. Sie eignen sich als Material daher ideal für die Nutzung einer Pflanzenlampe an einem weniger geschützten Ort wie dem Balkon. Ebenso wie Holz können sie nach ihrer Nutzung wiederverwendet werden. Ein Nachteil ist hier die Rostanfälligkeit, weswegen Nässe vermieden werden sollte. Das hohe Eigengewicht, welches natürlich nicht so hoch ist wie das von Holz, kann ebenfalls ein Gegenargument darstellen.

Kunststoff für geringe Kosten und Pragmatismus

Kunststoff ist besonders kostengünstig und praktisch. Durch das geringe Eigengewicht eignet er sich optimal als verwendetes Material. Ein großes Problem ist allerdings die Dauer des Recyclings in der Umwelt und Verfahren sind in der Regel nicht wirtschaftlich. Kunststoff kann farblich angepasst werden, vergilbt aber auch schnell und sollte richtig gepflegt werden.

Welche Pflanzenlampen sind laut Tests am besten?

Bisher wurde weder von der Stiftung Warentest, noch von ÖKO TEST ein aussagekräftiger Test zu Pflanzenleuchten durchgeführt. Sollte in Zukunft einer durchgeführt werden, finden Sie die Ergebnisse selbstverständlich im Folgenden präsentiert. In der Zwischenzeit erhalten Sie einen Überblick über die Erfahrungen hunderter von Kunden und Interessenten.

Vor dem Kauf

Viele Interessenten haben sich während Ihrer Suche nach einer Pflanzenlampe gefragt, welches Leuchtmittel das Beste ist und wie hoch der Stromverbrauch ist. Ebenso fragten einige sich, wie viel Wärme entwickelt wird und äußerten hier in Teilen auch Bedenken, wenn die Wärmeentwicklung zu hoch war. Dies ist insbesondere entscheidend, wenn LEDs als Leuchtmittel genutzt werden wollen und die Lampe in einem geschlossenen Raum wie einem Gewächshaus oder Aquarium genutzt werden soll. Daher empfanden viele das Vorhandensein eines Lüfters als hilfreich.

Ebenfalls Wert gelegt wurde in einem Großteil der Fälle auf die Dimmbarkeit der Helligkeit sowie einen Timer für die Beleuchtungszeit. Da einige die Lampe auch in einem regulären Wohnraum verwenden wollten, war es ihnen wichtig, dass das Pflanzenlicht nicht zu laut war und die Beleuchtung eher einem Tageslicht glich, als dass vorrangig die Farben rot und blau verwendet wurden.

Kauf und Nutzung

Käufer legten besonders viel Wert auf gute Transportverpackung und Isolierung, damit die Lampe beim Transport nicht beschädigt wurde. Insgesamt sollte die Lampe ein schlichtes Design haben und eher unauffällig wirken. Es sollte nicht zwingend der Eindruck einer Pflanzenzüchtung entstehen. Die Zeitschaltuhr wurde von vielen sehr gerne in Anspruch genommen und in der Regel täglich 10 bis 15 Stunden genutzt. Einige stellten dabei fest, dass ihre Pflanzen das künstliche Licht besser für sich nutzen konnten als das natürliche Licht der Sonne, wenn sie im Sommer draußen sind.

Beachten Sie diese Punkte

1. Ein ausreichender Abstand der Lampe zur Pflanze und ein geeigneter Abstrahlwinkel

2. Zu viel Licht und Wärme können der Pflanze schaden

3. Eine Zeitschaltuhr kann die Effektivität erhöhen

4. Manches Licht der Pflanzenlampen kann schädlich für die Augen sein

5. Für eine ausreichende Belüftung der Räumlichkeiten sorgen

Was kosten Pflanzenlampen?

Pflanzenlampen werden von den meisten eher als Luxusgut angesehen und haben eine sehr hohe Spannbreite, abhängig davon wofür sie genutzt werden sollen. Dabei lässt sich allgemein sagen, dass teurere Modelle in der Regel eine höhere Leistung haben und mehr Raum abdecken. Diese Modelle empfehlen sich natürlich insbesondere für die gewerbliche Nutzung, können aber auch vom klassischen Endverbraucher in Anspruch genommen werden. Die günstigen Varianten sind nicht zwingend von einer schlechten Qualität.

Günstige Einsteigermodelle für bis zu 40 Euro

In dieser Preiskategorie finden Sie vermehrt Pflanzenleuchten mit einer eher geringen Leuchtleistung im unteren bis mittleren Wattbereich. Dabei werden sowohl Tageslichtlampen angeboten als auch solche in Rot und Blau. Meistens besteht die Lampe aus einer Fassung oder LED-Armen. Insgesamt sind die Darstellungen aber eher einfach gestaltet und dienen vermehrt der Beleuchtung einer Pflanze.

Paulmann und Venso sind in diesem Preisbereich am ehesten vertreten und bieten hauptsächlich Lampen mit LED Leuchtmitteln in einer E27er Fassung an.

Pflanzenleuchten im mittleren Preissegment: Bis 120 Euro

Hier erhalten Sie hauptsächlich Produkte von LEDVANCE und Paulmann mit LEDs in Rot und Blau. Das Design ist bei vielen Varianten etwas verspielter und detailreicher und es werden mehr Modelle mit Armen voll LED angeboten. Dabei hat die gebotene Wattzahl eine größere Spanne. Sie können hier also bereits auch LED Grow Lampen mit deutlich über 100 Watt erwerben.

Hochpreisiges Pflanzenlicht: Ab 120 Euro

Pflanzenleuchten ab 120 Euro haben größtenteils weit mehr als 100 Watt und eignen sicher daher besonders als LED Grow für die gewerbliche Nutzung. Das Design steht dabei, wie nicht anders zu erwarten, eher im Hintergrund und ist schlicht und einfach.

Wie lautet das Fazit für Pflanzenlampen?

Welche Pflanzenlampe letztlich die richtige für Sie ist, entscheiden Sie allein. Beachten Sie dabei optimalerweise die von uns zuvor genannten Unterscheidungsmerkmale. Für eine bessere Wahl finden Sie nun noch einmal die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

  • Sie können bei der Wahl Ihrer Lampe unterschiedliche Materialien, Leuchtmittel und –stärken sowie Farben wählen
  • Es empfiehlt sich LED oder Leuchtröhren als Leuchtmittel zu bevorzugen
  • Das Material der Lampe und der Leuchte entscheidet über Gewicht, Beständigkeit und Langlebigkeit
  • Pflanzenlampen sind in einer Spanne von unter 40 bis über 120 Euro erhältlich
  • Die meisten Modelle liegen preislich bei 60 bis 120 Euro

Begutachten Sie die Widgets genauer und finden Sie die für Sie passende Pflanzenlampe! Eine Betrachtung der Bewässerungssysteme, Bewässerungscomputer und Gartenscheren könnte ebenfalls interessant für Sie sein.

Pflanzenlampe: Was sind häufig gestellte Fragen?

Wie viele Stunden Licht braucht eine Pflanze durch eine Pflanzenlampe?

Für die meisten Pflanzen wird eine Bestrahlung von 10 bis 15 Stunden am Tag empfohlen, um die benötigte Energie für eine Fotosynthese aufzubringen. Entscheidend hierfür, neben Dauer der Bestrahlung und einer hohen Effizienz, ist aber auch die Lichtintensität und das verwendete Farbspektrum, da eine Pflanze nicht jede Farbe in Energie umwandeln kann.

» Mehr Informationen

Wie lange sollte ich Pflanzen mit einer Pflanzenlampe beleuchten?

Da Pflanzen, genau wie der Mensch, eine Tag- und eine Nachtphase haben, empfiehlt es sich nicht, die Pflanze 24 Stunden am Stück zu beleuchten. Am beliebtesten ist eine Verteilung von 16 Stunden Licht und 8 Stunden Dunkelheit. Wenn die Lampe lediglich als Ergänzung eingesetzt wird und genügend Sonne in der Überwinterung vorhanden ist, reichen auch weniger Stunden aus, um den Tag zu verlängern.

» Mehr Informationen

Wie viel Watt haben Pflanzenlampen?

In der Regel sind 30 bis 50 Watt pro Quadratmeter für die normale Versorgung einer Pflanze ausreichend. Wenn es sich um eine Pflanze mit einem höheren Lichtbedarf handelt, können auch mehr als 50 Watt sinnvoll sein. Wenn Sie ein starkes Wachstum und Blüten oder Früchte hervorrufen möchten, werden in den meisten Fällen mehr als 100 Watt pro Quadratmeter benötigt. Eine LED Grow Lampe würde in diesem Fall gut sein.

» Mehr Informationen

Ist eine Pflanzenlampe sinnvoll?

Eine Pflanzenlampe ist nahezu immer sinnvoll und nicht nur für die gewerbliche Nutzung in Betracht zu ziehen. Sie kann verschiedene Zwecke erfüllen, die Fotosynthese unterstützen oder die Keimung von Samen fördern. Auch kann sie dabei helfen, bereits geschädigte Pflanzen wieder zu stärken oder auch eher exotische Pflanzen mit einem überdurchschnittlichen Lichtbedarf an einem schattigen Ort zu beherbergen.

» Mehr Informationen

Sind Tageslichtlampen für Pflanzen geeignet?

Bei Tageslichtlampen handelt es sich um eine Variante von Pflanzenlicht in den Farben kaltweiß oder warmweiß, wobei kaltweiß noch besser genutzt werden kann. Tageslichtlampen haben den Vorteil, dass hier das gesamte Farbspektrum des Sonnenlichts angesprochen wird und die Pflanze daher besonders effektiv versorgt werden kann. Allerdings wird dadurch hauptsächlich die Photosynthese gefördert. Für die Steigerung des Wachstums müssten vor allem Farben wie rot und blau genutzt werden.

» Mehr Informationen

Im Video vorgestellt: Pflanzenlampen

In diesem aufschlussreichen Vergleichstest dreht sich alles um LED-Anzuchtlampen für Pflanzen und die Frage, ob teuer oder billig besser ist. Wir haben drei verschiedene Modelle getestet und präsentieren euch die Ergebnisse in diesem spannenden Video. Erfahrt, welche Pflanzenlampen die beste Performance bieten und welches Preis-Leistungs-Verhältnis ihr für euer Geld erhaltet. Lasst uns gemeinsam herausfinden, welcher Typ von LED-Anzuchtlampe am besten zu euren Pflanzen passt!