Beinahe jeder hat schon einmal von Henna gehört, denn das ist nicht nur die älteste pflanzliche Haarfarbe, sondern auch die berühmteste. Aber es gibt noch einige andere Farbstoffe in der Naturkosmetik, die Haare verschönern. Wir von WELT.de haben diese für Sie zusammengestellt:
| Inhaltsstoff | Eigenschaften |
| Henna | - Henna wird aus der Pflanze Lawsonia inermis gewonnen
- dieser Strauch wird auch ägyptischer Liguster genannt
- Henna färbt Haare in einem leuchtenden Rotton
- dafür verantwortlich ist der sogenannte Lawson-Farbstoff
- Henna wird auch für sogenannte Mehndi-Tattoos verwendet
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| Cassia | - Cassia wird auch als neutrales Henna bezeichnet
- das allerdings ist falsch, weil Cassia von einem Johannisbrotstrauch namens Senna italica gewonnen wird
- blonden Haaren schenkt Cassia einen goldenen Schimmer
- darüber hinaus stärkt das Pulver die Haarstruktur
- andere Pflanzenfarben werden dank Cassia besser aufgenommen
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| Amla | - Amla wird aus indischer Stachelbeere gewonnen
- in Pflanzenhaarfarbe sorgt es für Glanz und einen dunklen Schimmer
- Amla wird häufig mit Jatropha kombiniert
- das wiederum ist eine immergrüne Pflanze aus Indien
- Amla und Jatropha zusammen wird für dunkle Rot- und Brauntöne genutzt
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| Indigo | - Indigo ist einer der bekanntesten Farbstoffe der Welt
- er ist tiefblau und wird aus den Blättern der Indigopflanze gewonnen
- in Pflanzenhaarfarben wird er entweder allein eingesetzt
- dann sorgt er für ein tiefes Schwarz mit Blauschimmer
- alternativ wird er mit Henna kombiniert
- dann färbt er je nach Henna-Anteil dunkelbraun oder -rot
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Bei den modernen Pflanzenhaarfarben von heute spielt demnach Henna die größte Rolle, entweder pur oder in Kombination mit anderen Inhaltsstoffen. Das bedeutet vor allem, dass es mittlerweile eine große Vielzahl von Haarfarben gibt, die sich mit pflanzlichen Stoffen verändern lassen. Das jedoch war vor einigen Jahren noch anders, da ging bei Pflanzenhaarfarben nur Rot. Allerdings ist Rot bei Pflanzenhaarfarben auch heute noch der beliebteste Ton, wobei viele verschiedene Nuancen möglich sind.
Intensität bei Pflanzenhaarfarben
Wie intensiv der Farbton mit Ihrer neuen Pflanzenhaarfarbe wird, können Sie teilweise selbst beeinflussen. Je länger Sie die Farbe nämlich einwirken lassen, umso kräftiger wird deren Ton. Für ein sehr leuchtendes Rot können Sie die Farbe sogar bis zu zwei Stunden auf dem Haar lassen.
Grundsätzlich gelten bei Pflanzenhaarfarben folgende Grundregeln: Blonde Pflanzenhaarfarbe enthält häufig Cassia, Kurkuma und Henna. Das sorgt dafür, dass es blonde Pflanzenhaarfarbe mittlerweile in verschiedenen Nuancen gibt, auch hellblond ist darunter. Eine Pflanzenhaarfarbe Aschblond ist mit diesen Inhaltsstoffen ebenfalls möglich.
Pflanzenhaarfarbe in dunkelbraun dagegen enthält neben Henna einen besonders hohen Anteil an Indigo, der Pflanzenhaarfarbe dunkelbraun erst ermöglicht. In Pflanzenhaarfarbe Kupfer dagegen finden Sie Anteile von Henna, Amla und Indigo. Als Besonderheit nutzt die eine oder andere Marke von Pflanzenhaarfarbe Kupfer zudem Walnussschalenpulver. Das wiederum findet man auch in einigen anderen Arten von Pflanzenhaarfarbe in braun.

Diese Pflanzenhaarfarbe von Terra Naturi ist für hellblondes bis schwarzes Haar geeignet.