Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Navigationsgeräte?
  2. Was für unterschiedliche Navigationsgeräte gibt es?
  3. Welche Navigationsgerät passt zu mir?
  4. Welche Navigationsgeräte sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Navigationsgeräte?
  6. Wie lautet das Fazit für Navigationsgeräte?

Waren Fahrer früher auf Wegweiser und Landkarten angewiesen, können sie sich heute anhand der Vorgaben des Navigationsgerätes navigieren lassen. Wichtig ist, dass Sie beim Kauf auf eine zeitgemäße Technik achten und hierzu die Bildschirmauflösung und mehr berücksichtigen. Im Folgenden erfahren Sie wichtige Informationen und Unterscheidungsmerkmale zum Thema Navigationsgerät, damit Sie die richtige Kaufentscheidung treffen können.

Wie erkenne ich gute Navigationsgeräte?

Wer ein Navigationsgerät im Auto nutzt, kommt meist gelassener und schneller an sein Reiseziel. Auch wenn es heutzutage diverse Apps für das Smartphone gibt, weisen Navigationsgeräte einen entscheidenden Vorteil demgegenüber auf: Sie sind nicht auf ein funktionierendes Mobilfunknetz angewiesen. So kann es gerade in ländlicheren Gebieten vorkommen, dass die Verbindung abbricht und der elektronische Wegweiser ausfällt – nicht so mit einem Navigationsgerät.

Dank des großen Displays und der meist intuitiven Bedienung bietet ein Navigationsgerät zudem eine komfortable Nutzfreundlichkeit. Zu den bekannten Marktführern zählen bis heute TomTom und Garmin, während Medion beispielsweise keine neuen Geräte mehr herstellt.

Doch wie funktioniert ein Navigationsgerät eigentlich? Die Grundlage dafür ist das GPS (Global Positioning System). Dadurch empfängt das Gerät Signale von mehreren GPS-Satelliten, welche die Erde umkreisen. Ursprünglich für militärische Zwecke verwendet, werden diese Satelliten seit rund 20 Jahren auch kommerziell genutzt. Ein Navigationsgerät kann Ihre aktuelle Position aus den gesendeten Positionen der Satelliten errechnen. Damit eine reibungslose Navigation gewährleistet werden kann, sind neben Ihren Positionsdaten entsprechende Karten von Bedeutung.

Sie erhalten dieses Kartenmaterial entweder als Gratis-Download oder gegen Aufpreis direkt beim Kauf des Navigationsgerätes. Dabei sollten Sie stets beachten, dass es aktuell ist. Bauarbeiten, gesperrte Straßen oder neue, nicht erfasste Straßenabschnitte können die Zielführung sonst beeinträchtigen. Welche Unterschiede hinsichtlich der Qualität und des Lieferumfangs es bei den einzelnen Geräten gibt, erklären wir Ihnen im nächsten Abschnitt.

Was für unterschiedliche Navigationsgeräte gibt es?

Navigationsgeräte unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht. Sie sollten daher auf einige Merkmale achten und wichtige Kaufkriterien im Blick behalten. Ob ein Fahrrad-Navi, für das Wohnmobil, den Lkw oder Fußgänger – mittlerweile gibt es für sämtliche Formen der Mobilität spezifische Geräte. Selbst Motorradfahrer benötigen gesonderte Motorrad-Navis. Ein Vergleich für Motorrad und Co. ist noch einmal ein Thema für sich – hier erfahren Sie, was Geräte für Ihren Pkw vorweisen können müssen:

Display: 5 bis 7 Zoll

Das Display ist ein wichtiges Kriterium beim Kauf eines Navigationsgerätes. Dabei stehen vor allem 2 Merkmale im Mittelpunkt. Zum einen spielt die Bildschirmgröße eine tragende Rolle. Diese sollte ausreichend sein, um die Darstellungen gut zu erkennen und bei Touch-Funktion eine einfache Bedienbarkeit gewährleisten zu können.

In der Regel beträgt die Display-Diagonale 5 bis 7 Zoll. Sie sollten jedoch daran denken, dass bei größeren Geräten, die an der Windschutzscheibe befestigt werden, die Sicht durch das Gerät eingeschränkt sein kann. Zum anderen ist die Bildqualität entscheidend. Generell gilt: Je höher die Auflösung, desto besser lassen sich Inhalte ablesen.

Kartenmaterial: Updates sorgen für Aktualität

Das Kartenmaterial wird meist von den Herstellern mitgeliefert. Da der Preis des Navigationsgerätes oftmals vom Umfang des Kartenmaterials abhängt, macht es Sinn, sich im Vorfeld darüber im Klaren zu sein, welche Karten für Sie wirklich relevant sind. Beantworten Sie folgende Fragen für sich:

  • Fahren Sie hauptsächlich in Deutschland?
  • Gibt es Regionen, die Sie im Urlaub öfter ansteuern?
  • Haben Sie vor, neue Regionen zu entdecken?

Zudem lohnt es sich, zu vergleichen, in welchem Intervall der Anbieter Karten-Updates anbietet. Viele stellen kostenlos lebenslange Updates zur Verfügung. Allerdings sollten Sie prüfen, wie genau „lebenslang“ definiert wurde.

Bedienbarkeit und Assistenten: Kapazitiv oder resistiv?

Bei mobilen Navigationsgeräten sollte eine intuitive Menüführung über das Touchscreen gewährleistet sein, sodass Sie diese einfach bedienen können. Bevorzugen Sie die Bedienung mit dem Finger (kapazitiv) oder mit einem Gegenstand auf Druck (resistiv)? Das sollten Sie vor dem Kauf abwägen. Einige Geräte bieten zudem eine Sprachsteuerung an. So lässt sich das Gerät selbst während der Fahrt bedienen und beide Hände bleiben am Lenkrad.

Viele Navigationsgeräte sind darüber hinaus mit unterschiedlichen Assistenten (zum Beispiel zur Spurführung) und Features ausgestattet, deren Sinnhaftigkeit von Ihrem Nutzerverhalten abhängt. Jedoch sollten diese nicht die Bedienbarkeit einschränken.

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Montage: Komfortable Anbringung

Bei der Montage gilt: Je einfacher, desto besser. Idealerweise sollten Sie das Gerät ohne zusätzliche Hilfsmittel anbringen können. In der Regel lässt sich ein mobiles Navigationsgerät an der Windschutzscheibe, an der Mittelkonsole oder am Lüftungsgitter befestigen.

Welche Navigationsgerät passt zu mir?

Man unterscheidet generell 2 Arten von Navigationsgeräten. Zu ihnen zählen fest eingebaute und mobile Navigationsgeräte. Smartphones mit Navigationssoftware werden mittlerweile ebenfalls berücksichtigt.

Eingebaute Navigationsgeräte

    Vorteile
  • Verbaute Navigationsgeräte sind häufig komplett mit den Fahrerassistenzsystemen verbunden, worüber sie bedient werden können
  • Zudem ist oft ein stabileres GPS-Signal gegeben, da Pkw über leistungsstärkere Antennen im Gegensatz zu mobilen Navigationsgeräten verfügen. Fällt der GPS-Empfang aus, kann das eingebaute Navigationsgerät anhand der Sensoren des Wagens weiterhin eine Navigation gewährleisten
  • Das Multimedia-System des Autos – DAB-Autoradio, CD-Laufwerk und USB-Anschluss – ist mit im Gerät integriert
    Nachteile
  • Im Verhältnis zu mobilen Navigationssystemen sind die fest verbauten Geräte deutlich teurer
  • Da diese zudem nicht ohne Weiteres entnommen werden können, ist der finanzielle Schaden im Falle eines Diebstahls entsprechend hoch
  • Karten-Updates können teilweise nur in einer Vertragswerkstatt installiert werden
  • Sofern Updates zum Kartenmaterial nicht im Anschaffungspreis inklusive sind, fallen die Kosten dafür hoch aus

Mobile Navigationsgeräte

Bei einem mobilen Navigationsgerät spielt Individualität eine Rolle. Denn Sie entscheiden, welches Gerät mit welcher Ausstattung und von welchem Hersteller zu Ihnen passt. Hier können Sie beispielsweise nach Displaygröße, Nutzerfreundlichkeit und Features auswählen. Daraus ergeben sich folgende Vorteile:

  • Sie können die Position des Gerätes im Auto selbst festlegen. Bietet für den einen die Mittelkonsole die ideale Sicht auf das Navi, kommt für den anderen eher die Windschutzscheibe in Betracht
  • Sie können Karten-Updates meist einfacher und günstiger herunterladen
  • Ein mobiles Navigationsgerät lässt sich nach der Fahrt deinstallieren und kann so vor Diebstahl geschützt werden
  • Mobile Navigationsgeräte sind günstiger als verbaute Modelle

Nichtsdestotrotz sind mobile Navigationsgeräte anfälliger dafür, dass das GPS-Signal vereinzelt aussetzen kann.

Smartphone-Navigation

    Vorteile
  • Die meisten Apps können kostenlos über iOS oder Android auf die Geräte heruntergeladen werden
  • Kartenabschnitte können heruntergeladen und offline genutzt werden
  • Wenn für Sie der preisliche Faktor im Vordergrund steht und Sie nur selten ein Navigationsgerät benötigen, bieten sich Navigations-Apps an
  • Diese Apps sind im Urlaub oder bei Städtetrips oft eine platzsparende und ausreichende Alternative
  • Hersteller von Navigationsgeräten wie beispielsweise Navigon bieten mittlerweile eigene Navigations-Apps an
    Nachteile
  • Diesen Karten fehlt oftmals die Detailgenauigkeit
  • Wenn Sie keine Karten offline herunterladen, ist die Nutzung nur über das mobile Internet möglich, aber Sie verbrauchen Datenvolumen
  • Die Smartphone-Navigation benötigt zudem einen Teil des Speicherplatzes

Welche Navigationsgeräte sind laut Tests am besten?

Wenn Sie sich entschieden haben, sich ein Navigationsgerät zu kaufen, können Testauswertungen für Ihre Kaufentscheidung hilfreich sein. Die Stiftung Warentest hat 2019 Navigationsgeräte und Apps miteinander verglichen. Untersucht wurden Geräte bekannter Marken wie TomTom und Garmin. Dabei stellte Stiftung Warentest klar heraus, dass es beim Kauf auf den Autofahrertyp ankommt. Entscheidend wäre beispielsweise, ob man Vielfahrer oder Gelegenheitsfahrer sei oder ob man zur Generation Smartphone gehöre.

Laut Auswertung haben ältere Vielfahrer in den meisten Fällen den größeren Nutzen, wenn sie ein Navigationsgerät kaufen. In Bezug auf Verkehrsdienste und Stauinfos sehen die Analysten allerdings die Web-basierten Apps vorn, da diese am schnellsten die benötigten Informationen liefern können. Das Portal connect.de stellte zudem fest, dass nun die Zeit gekommen sei, ein Navigationsgerät zu kaufen. Die großen Preiskämpfe der Hersteller mit Angeboten seien nämlich vorüber und diese konzentrieren sich wieder mehr auf die moderne Technologie der Geräte.

Vielfahrer sollten sich laut Experten außerdem ein Navigationsgerät mit TMC-Verkehrssender oder Live-Funktion anschaffen. TMC (Traffic Message Channel) bereitet via UKW-Funk Signale auf und kann so Staumeldungen auswerten. Des Weiteren würde diese Fahrergruppe von einer integrierten Freisprechanlage profitieren, da sich während des Fahrens das Navigationsgerät bedienen lässt, ohne dabei die Hände vom Lenkrad nehmen zu müssen.

Im Testverfahren von chip.de mussten gute Navigationsgeräte eine Route mit mindestens 2 Zwischenstopps planen können. Hervorgehoben wurde auch, dass Smartphone-Apps in der Regel ihre Stärken bei schnellen Meldungen zu Staus und Sperrungen und damit neu errechneten Routen haben. Allerdings ist eine stabile Internetverbindung dafür Pflicht. Für Vielfahrer würde sich laut dieser Auswertung auch die Anschaffung eines mobilen Navigationsgerätes lohnen.

Topmodelle können durch ein WLAN-Modul ebenfalls eine aktuelle Routenführung gewährleisten. Empfohlen werden Geräte mit Rückfahrkamera, guter Sprachsteuerung, großem Display und Kollisionswarner. Die besten Navigationsgeräte im Test waren die mit einem 6-Zoll-Display, lebenslangen kostenlosen Karten-Updates und einer hochwertigen Verarbeitung.

Was kosten Navigationsgeräte?

Fest verbaute Navigationsgeräte kosten je nach Hersteller schnell zwischen 1.000 € und 3.000 €. Wer diese Unsummen nicht investieren will, hat die Wahl zwischen Navigations-App und mobilem Navigationsgerät. Apps punkten hier durch die günstige Anschaffung, da viele kostenlos sind. Sie können Fahrern nützen, die nur sehr selten eine Navigation benötigen und gegebenenfalls auf Detailgenauigkeit verzichten können. Wer häufiger fährt, zielgenauer und auch sicherer ankommen möchte, der sollte in ein mobiles Navigationsgerät investieren.

Günstige Navis: Unter 100 Euro

Diese Geräte gibt es in unterschiedlichen Preisklassen. Viele Navis sind bereits unter 100 € erhältlich. Doch sollten Sie genau prüfen, ob das Navigationsgerät ihren Ansprüchen an Nutzerfreundlichkeit, Displayauflösung, Bildschirmgröße und Assistenzsystemen und Features entspricht. Preiswertere Geräte weisen in manchen Bereichen meist Defizite auf – wägen Sie daher ab, was Ihnen am wichtigsten ist. Annehmbare Testergebnisse erhalten allgemein Geräte ab rund 100 €. Je nach Leistungsumfang und Qualität kann ein mobiles Navigationsgerät auch weit über 300 € kosten.

Mittelpreisige Navigationsgeräte: Ca. 160 Euro

Gute Geräte bekommen Sie jedoch auch um die 160 €. Der entscheidende Unterschied liegt meist in der Performance: Das Berechnen der Route kann schon einmal mehr Zeit in Anspruch nehmen. Auch die Echtzeitübertragung und die Zusatzfunktionen spielen eine Rolle. Informieren Sie sich vor einem Kauf über das Preis-Leistungs-Verhältnis und lesen Sie gegebenenfalls Kundenrezensionen.

Premium Navigationsgeräte: Bis zu 380 Euro

Im Test von Bei Stiftung Warentest schnitt das teuerste Gerät am besten ab. Dieses enthält bereits eine Sim-Karte, sodass Daten für Live-Verkehrsdienste nicht extra berechnet werden müssen. Neben der einfachen Handhabung wurden gute Ergebnisse beim Navigieren attestiert. Trotz des höheren Preises von 380 € kann es aus Sicht der Stiftung Warentest für Vielfahrer dennoch die bessere Wahl sein.

Wie lautet das Fazit für Navigationsgeräte?

Hinsichtlich einer Kaufentscheidung für ein Navigationsgerät sollten Sie sich vor allem eine Frage stellen: Gehören Sie zu den Vielfahrern? Wenn Sie dem zustimmen, kann ein mobiles Gerät für Sie eher infrage kommen. Smartphone-Apps eignen sich vor allem für Gelegenheitsfahrer. Sie haben deutliche preisliche Vorteile, lassen aber an Genauigkeit manchmal zu wünschen übrig. Ein gutes Navigationsgerät lässt sich zudem leicht installieren und bedienen. Für ein sicheres Navigieren sollte der Bildschirm nicht zu klein sein und idealerweise verfügt das Gerät über eine Sprachsteuerung. Im Anschaffungspreis enthaltene Karten-Updates können Ihnen weiterhin Folgekosten ersparen.

Achten Sie auch auf integrierte Assistenzen und weitere Features. Denn diese können das Fahren noch einfacher gestalten. Die Preisspanne mobiler Geräte erstreckt sich von unter 100 € bis hin zu knapp 400 €. Hier ist es wichtig, ein Gerät zu finden, welches ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweist. Schauen Sie sich einfach unsere Bestenliste an und finden Sie das Navigationsgerät, dass zu Ihren Ansprüchen passt.

Im Video vorgestellt: Navigationsgeräte

In diesem YouTube-Video wird das TomTom GO Discover 7 2021 ausführlich getestet und bewertet. Erfahren Sie, ob dieses Navigationsgerät das beste auf dem Markt ist und ob es sich lohnt, es zu kaufen. Hier erfahren Sie alles über die innovativen Funktionen des GO Expert 7 von TomTom und ob es Ihre Erwartungen erfüllen kann.