Eine Nachtcreme sollte in erster Linie Feuchtigkeit spenden und der Haut ein glatteres, strahlenderes Aussehen verleihen. Nachtcremes benötigen im Gegensatz zu einer Tagescreme keinen UV-Schutz und enthalten Lipide und andere Wirkstoffe, die die Regeneration der Haut im Schlaf unterstützen. Die Zusammensetzung einer Nachtpflege variiert je nach Hauttyp, Preis und gewünschtem Effekt. Um die beste Nachtcreme für sich zu finden, achten Sie auf die Hersteller-Angaben.
Beruhigende Inhaltsstoffe: Grüner Tee, Gurke oder Kamille
Menschen, die an Hautirritationen leiden, sollten auf entzündungshemmende Inhaltsstoffe setzen. Das können Niacinamid, Zink und Salicylsäure sein, aber auch natürliche Extrakte aus grünem Tee, Gurke, Kamille sowie Mandel- und Milchsäure. Auch der Harnstoff Urea wirkt antibakteriell und hilft, den Säureschutzmantel der Haut wiederaufzubauen. Außerdem beschleunigt er die Aufnahme von Feuchtigkeit und stärkt die Hautbarriere.
Unterstützung für die Hautbarriere: Lipide unterstützen die Regeneration
Besonders bei trockener und reifer Haut sollten Sie Ihre Hautbarriere schützen. Lipide in der Nachtcreme helfen dabei, die Oberhaut zu regenerieren und sie vor Keimen und Schadstoffen zu schützen. Das können körpereigene Ceramide, Cholesterol und Fettsäuren sein, aber auch Wirkstoffe wie Vitamin E (oft als “Tocopherol” deklariert), die die Zellerneuerung ankurbeln.
Diese kommen beispielsweise in Sheabutter vor. Sheabutter ist nicht komedogen. Das bedeutet, Sheabutter besitzt keine Stoffe, die Unreinheiten auslösen und eignet sich daher für alle Hauttypen und besonders für Hauttypen, die zu Akne und Mitessern neigen.
Der Kampf gegen freie Radikale: Dank Q10, Vitamin A oder Vitamin C
Hautärzte wissen, dass Stress, UV-Strahlen und Zigaretten die Haut mit freien Radikalen überschwemmen. Um diese abzubauen, kurbelt der Körper die Produktion von Enzymen an, die leider auch das Kollagen in der Haut zersetzen. Antioxidantien wie Vitamin A, Vitamin C und Q10 helfen, den oxidativen Stress zu bekämpfen und die Kollagenbildung zu stimulieren. So gewinnt die Haut wieder an Elastizität. Auch Resveratrol aus Weintrauben und Asthaxanthin aus roten Algen wirken gegen freie Radikale.
Gefährliche Inhaltsstoffe: Synthetischer Mischusduft oder Duftstoffe
Wenn Sie auf dem Etikett von nitro- und polyzyklischen Moschusverbindungen lesen, lassen Sie lieber die Finger von dieser Nachtcreme. Synthetischer Moschusduft steht im Verdacht, Krebs und Leberschäden zu verursachen. Auch der Duftstoff Lilial wurde vom Verbraucherschutzkomitee der EU als nicht sicher eingestuft, da er fruchtbarkeitsstörend sein könnte.
Viele künstliche Duftstoffe und auch einige natürliche ätherische Öle können Kontaktallergien auslösen. Wenn Sie empfindlich sind, sollten Sie ein Produkt wählen, das frei davon ist. Auch künstliche Inhaltsstoffe aus Erdölprodukten, etwa Parabene, Mineralöl, Emulgatoren und Silikone, sind aus diesem Grund umstritten.