Ratgeberübersicht
  1. Was ist Motoröl?
  2. Wie wird der Ölstand im Auto gemessen?
  3. Welche Arten von Motoröl gibt es?
  4. Welche Vor- und Nachteile hat Motoröl?
  5. Das beste Motoröl kaufen: Worauf ist dabei zu achten?
  6. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Motoröl-Tests bzw. Vergleichen suchen
  • Dem Ölwechsel am Fahrzeug sollte eine ähnliche Bedeutung wie dem Austausch der Bereifung eingeräumt werden. Motoröl kühlt und schmiert die Maschine und schützt vor Korrosion.
  • Der Ölstand des Autos sollte regelmäßig kontrolliert werden. Erhalten die beweglichen Teile des Motors nicht ausreichend Schmiermittel, reiben sie aneinander und verschleißen. Dies wirkt sich besonders nachteilig auf ältere Fahrzeuge ab sieben Jahren aus.
  • Motoröl sollte möglichst nicht gemischt werden. Wenn dickflüssige und dünnflüssige Öle zusammengebracht werden, verändern sich die Produkteigenschaften und Stabilität und Kältewirkung können verloren gehen.

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Kein Auto und kein Motorrad kommen ohne Getriebeöl aus. Kontrollieren Sie daher, neben der Bremsflüssigkeit, auch mindestens einmal monatlich das Motoröl. Werden die beweglichen Teile des Motors nicht mit ausreichend Hydrauliköl versorgt, reiben Sie aneinander. Durch einen regelmäßigen Motorölwechsel vermeiden Sie unnötige Reparaturen an Ihrem Fahrzeug.

Bevor Sie Motoröl kaufen, sollten Sie herausfinden, nach welcher Spezifikation Ihr Auto verlangt. Die Eignung des Produktes ist entscheidend, damit das Fahrzeug wie gewohnt läuft und Getriebeschäden verhindert werden können. In unserer WELT.de-Kaufberatung mit Motoröl-Vergleich 2025 erfahren Sie, wie Sie Motoröl auffüllen, was Viskosität bedeutet oder worin sich mineralische von synthetischen Ölen unterscheiden.

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Wir stellen fest, dass größere Gebinde oft einen deutlich besseren Literpreis bieten.

1. Was ist Motoröl?

Bei allen in Motoröl-Tests gelisteten Produkten handelt es sich um Schmierstoffe. Motoröl von Castrol, Mannol, Mobil oder Total wird verwendet, um Verbrennungsmotoren zu schmieren.

Einen Ölwechsel müssen Sie nicht nur beim Auto durchführen, auch Motorräder oder sogar Benzin-Rasenmäher sind auf einen Motorölwechsel angewiesen. Wenn Motoren in Gang kommen, reibt Metall auf Metall. Die mechanische Reibung hat einen schnellen Verschleiß der Bauteile zur Folge. Damit diese Reibung verhindert wird, kommt Motoröl für Benziner und Diesel zum Einsatz.

2. Wie wird der Ölstand im Auto gemessen?

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Das Motoröl Ihres Fahrzeugs sollte regelmäßig vollständig ausgetauscht werden. Bloßes Auffüllen reicht nicht aus, da sich die Schmierfähigkeit nach und nach verschlechtert.

Sie sollten sich regelmäßig davon überzeugen, dass noch ausreichend Motoröl im Tank vorhanden ist. Dabei gehen Sie wie folgt vor:

  • Pfeilstab aus der Öffnung des Tanks ziehen
  • Motoröl mit einem Lappen oder Tuch entfernen
  • Pfeilstab vollständig in die Öffnung einführen
  • Pfeilstab wieder herausziehen
  • Ölrückstände am Messstab kontrollieren

Die Messstäbe besitzen in der Regel eine Kennzeichnung. Das Öl sollte bis zu den Einkerbungen im vorgegebenen minimalen bis maximalen Bereich reichen. Erkennen Sie nur noch Ölrückstände unterhalb der Linie für den Minimalbereich, ist schnellstmöglich Motoröl aufzufüllen.

Tipp: Damit Sie flexibel bleiben und schnell reagieren können, während Sie das Motoröl kontrollieren, bietet es sich an, einen Kanister Motoröl im Kofferraum aufzubewahren.

3. Welche Arten von Motoröl gibt es?

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Ein gut schließender Verschluss sollte unseres Erachtens bei einer Motorölflasche selbstverständlich sein.

Es können verschiedene Arten von Motoröl zum Einsatz kommen. Die Unterschiede ergeben sich aus dem jeweiligen Einsatzbereich und sollen auf WELT.de anhand folgender Übersicht verdeutlicht werden.

Motoröl-Typ Eigenschaften
Einbereichsöl
  • bis vor wenigen Jahrzehnten Standard
  • Einsatz heute vorrangig im Motorsport
  • Unterteilung in Winter- und Sommeröle
  • saisonaler Ölwechsel notwendig
Mehrbereichsöl
  • keine Einschränkungen der Motoröl-Viskosität
  • die Verwendung ist laut Motoröl-Tests zu allen Jahreszeiten möglich
  • bei hohem Viskositätsbereich büßt das Öl seine Fließeigenschaften bei längerem Verbleib in der Maschine ein
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Achten Sie beim Kauf von Motoröl darauf, dass es zu der Spezifikation Ihres Fahrzeugs passt.

4. Welche Vor- und Nachteile hat Motoröl?

Motoröl ist für jedes Fahrzeug unverzichtbar. Dabei müssen Sie die Motoröl-Unterschiede bedenken und sollten nicht wahllos auf Produkte von Liqui Moly, EUROLUB oder einem anderen Hersteller zurückgreifen. Die allgemeinen Vor- und Nachteile von Motoröl haben wir Ihnen nun aufgeführt.

    Vorteile
  • Kühlen und Schmieren wichtiger Motorteile
  • Schutz vor Korrosion laut Motoröl-Tests
  • unterstützt die Reinigung des Motors
  • Feinabdichtung von Zylinder und Kolben
    Nachteile
  • Füllstand sollte regelmäßig überprüft werden
  • die Haltbarkeit von Motoröl ist begrenzt
  • Motoröl entsorgen ist im Hausmüll nicht möglich

Tipp: Manchmal wird der Geruch von Motoröl als unangenehm empfunden. In dem Fall hilft das Tragen einer Maske.

5. Das beste Motoröl kaufen: Worauf ist dabei zu achten?

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Wie wir bei unseren Recherchen erfahren, sollte einmal geöffnetes Motoröl innerhalb eines halben Jahres verbraucht werden.

Um die Anschaffung des Schmiermittels sollten Sie sich nicht erst kümmern, wenn die Motoröl-Leuchte blinkt. Steht der Motoröl-Kauf an, gilt es, auf einige Faktoren zu achten. Wir können Ihnen keinen Verweis zur Stiftung Warentest anbieten, da das Portal bisher noch keine Motoröle miteinander verglichen hat. [Stand: 02/2023] Anhand folgender Kriterien werden Sie die Marke besser unterscheiden lernen und können eine zufriedenstellende Kaufentscheidung treffen.

5.1. Art der Herstellung des Motoröls

Detailansicht der unteren Ecke eines goldfarbenen Behälters inklusive mit 6W-30 Motoröl im Test.

Wir raten dazu, die genaue Bezeichnung zu beachten, um die Eignung dieses Castrol-Motoröls “Edge” herauszufinden – also 5W-30 C3.

Die Herstellung von Motoröl kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Es stellt sich die Frage: mineralisches oder synthetisches Öl? Mineralöl kann gewonnen werden, in dem Erdöl destilliert wird. Diese Öle sind nur als Einbereichsöle im Handel. Motoröl kann gemischt werden und ist auch als teilsynthetisches Öl vorrätig. Dabei werden mineralische mit synthetischen Ölen in Verbindung gebracht. Synthetisches Motoröl ist additiv. Die beigemischten Additive erhöhen die Produktqualität. Allerdings ist dieses Motoröl nicht günstig in der Anschaffung.

Die Vor- und Nachteile von mineralischen und synthetischen Ölen finden Sie nun nochmals im Überblick:

mineralisches Motoröl synthetisches Motoröl
wird aus raffiniertem und entsprechend aufbereitetem Erdöl hergestellt

einfache und recht preiswerte Herstellung

günstig in der Anschaffung

hält laut Motoröl-Tests länger als synthetisches Öl

nur als Einbereichsöl verwendbar

macht einen saisonalen Ölwechsel notwendig

wird aus Erdöl hergestellt

Additive als Motoröl-Zusatz

höherer Reinheitsgrad

bessere Schmiereigenschaften

kann zu allen Jahreszeiten gefahren werden

geringere Haltbarkeit durch Abbau der enthaltenen Additive

höherer Preis durch aufwendige Herstellung bedingt

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Synthetisches Motoröl können Sie ganzjährig verwenden – allerdings ist es teurer in der Anschaffung.

5.2. Die Unterscheidung nach SAE-Klasse

Was passiert, wenn das falsche Motoröl eingefüllt wird?

Der Motor kann nur reibungslos funktionieren, wenn der passende Schmierstoff zur Verfügung steht. Wenn Sie die Motoröl-Spezifikation nicht beachten und das Öl zu dickflüssig ist, beginnen die Motorteile aneinander zu reiben und es kann zu schwerwiegenden Motorschäden führen.

Wie wir bereits erwähnt haben, lassen sich Motoröle in Sommeröle und Winteröle unterteilen. Wenn kein Mehrbereichsöl verwendet wird, müssen Sie sich auf einen mit dem Reifenwechsel abgestimmten saisonalen Motorölwechsel einstellen. Anhand der SAE-Klasse erkennen Sie, ob es sich um Sommeröle, Winteröle oder Mehrbereichsöle handelt:

  • Sommeröle: SAE 20 bis SAE 60
  • Winteröle: 0W bis 25 W
  • Mehrbereichsöle: Motoröl 5W-30 (Zahl vor dem „W“ gibt Aufschluss über die Konsistenz) Motoröl 10W-40 ist dickflüssiger als Motoröl 5W-40.

5.3. Die Leichtlaufeigenschaften von Motoröl

Ein goldfarbenes Gebinde mit Castrol EDGE Motoröl im Test steht auf einem grau melierten Gewebe.

Das Castrol-Motoröl “Edge”, das uns hier präsentiert wird, ist sehr spezifisch. Wir empfehlen die Herstellerempfehlung zu beachten.

In Motoröl-Tests finden sich auch Produkte, die den Motor Ihres Wagens besonders leicht laufen lassen. Dies kann Ihnen dabei helfen, langfristig Kraftstoff einzusparen. Leichtlauföle tragen Bezeichnungen wie Motoröl 0W-30.

Tipp: Diese Zugabe ist nur bei synthetischen und teilsynthetischen Motorölen gegeben. Die Öle dürfen nur verwendet werden, wenn der Fahrzeughersteller eine Freigabe dazu erteilt hat.

5.4. Longlife-Motoröl ist besonders praktisch

Longlife-Motoröl verhält sich ähnlich wie Öl mit Leichtlaufeigenschaften. Das Öl kann verwendet werden, wenn Ihr Fahrzeug einen Longlife-Service besitzt. Das Steuergerät des Wagens berechnet in diesem Fall selbstständig, wann der nächste Ölwechsel fällig ist. Dies funktioniert aber lediglich mit dem Öl des Fahrzeugherstellers. Wenn Sie ein anderes Motoröl kaufen, muss das Fahrzeug auf eine feste Inspektion umprogrammiert werden.

6. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Motoröl-Tests bzw. Vergleichen suchen

Sie möchten Ihren Motoröl-Testsieger finden und auf Nummer sicher gehen, dass keine Nachteile bei den Fahreigenschaften hingenommen werden müssen. Dabei kann die Frage nach dem passenden 2-Takt-Motoröl offenbleiben oder Sie wissen nicht, ob Motoröl 20W-50 für Ihr Fahrzeug geeignet ist. Wir von WELT.de möchten, dass Sie sich in Motoröl-Vergleichen auf das passende Produkt fokussieren und erläutern Ihnen nun einige weitere wichtige Fragen rund um die anstehende Kaufentscheidung.

6.1. Was für ein Motoröl brauche ich?

Wenn Sie Motoröl nachfüllen, sollte das Schmiermittel mit Ihrem Fahrzeug kompatibel sein. Ein Motoröl für Diesel oder Benziner unterscheidet sich. Weiterhin müssen Sie auf die Fließfähigkeit und weitere Spezifikationen achten.

Aufschluss gibt die Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeugs. Dort finden Sie die Anforderungen, die das passende Motoröl erfüllen sollte. Erhalten Sie dort nicht die Antworten, die Sie suchen, hilft ein Blick in den Motorraum des Wagens. Dort sollten die Anforderungen an das notwendige Öl ebenfalls vermerkt sein.

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Sie sollten unbedingt den Ölwechsel im Blick behalten. Altes Öl wird zäh und kann zu Motorschäden führen.

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6.2. Wie lange kann man ohne Ölwechsel fahren?

Vor einigen Jahrzehnten war ein Ölwechsel nach spätestens 5.000 Kilometern fällig. Heute bleiben Sie weit flexibler und müssen sich erst nach etwa 50.000 Kilometern mit dem anstehenden Ölwechsel auseinandersetzen. Sind Sie Wenigfahrer, ist nach einer Dauer von 18 Monaten Zeit für den Wechsel des Motoröls, unabhängig davon, wie viele Kilometer Sie in diesem Zeitraum zurückgelegt haben.

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6.3. Wie wird Motoröl nachgefüllt?

Haben Sie das passende Motoröl gefunden, kann es mit wenigen einfachen Schritten nachgefüllt werden:

  • Deckel des Ölbehälters abschrauben (trägt meist eine Ölkanne als Symbol)
  • Motoröl langsam auffüllen
  • Abwarten, bis sich das Öl gesetzt hat (einige Minuten)
  • Ölstand messen

Achten Sie darauf, dass die Linie für den maximalen Füllstand nicht überschritten wird. Zu viel Motoröl schadet ebenso wie zu wenig Schmiermittel.

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6.4. Kaufberatung: Was ist unter der Motoröl-Viskosität zu verstehen?

Die Viskosität steht für die Fließgeschwindigkeit des Öles unter verschiedenen Temperatureinflüssen. Typische Viskositätsklassen für 2-Takt-Motoröl sind 10W-40 oder 5W-40. Die Zahl vor dem „W“ gibt dabei Aufschluss über die Fließeigenschaften bei Kälte. Anhand der Zahl hinter dem „W“ lässt sich die Stabilität bei hohen Werten erkennen.

Nahaufnahme der Produktbeschreibung auf einem goldfarbenen 5-Liter-Behälter von getestetem Motoröl.

In den schwarzen Feld auf diesem Castrol-Motoröl “Edge” erkennen wir Fahrzeuge, für die dieses Öl eine Spezifikation aufweist.

Folgende Übersicht verdeutlicht die Viskositätseigenschaften an ausgesuchten Beispielen:

Viskositätsklasse Kälteeigenschaften und Fließfähigkeit
Motoröl 0W-30 -40 °C / 9,3 bis 12,4 mm²/s
Motoröl 5W-30 -35 °C / 9,3 bis 12,5 mm²/s
Motoröl 5W-40 -35 °C / 12,5 bis 16,3 mm²/s
Motoröl 10W-40 -30 °C / 12,5 bis 16,2 mm²/s
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6.5. Wie ist Motoröl zu entsorgen?

Wenn Sie Ihr Motoröl 20W-50 selbst wechseln, kann schnell eine Menge in l anfallen, die Sie vor Probleme stellt. Motoröl-Tests zeigen auf, dass die anstehende Entsorgung nicht zum Problem werden muss. Es gibt beispielsweise eine Verordnung, die Verkäufer dazu verpflichtet, das Altöl zurückzunehmen. Wir von WELT.de können auch empfehlen, Produkte dieser Kategorie zu kommunalen Sammelstellen zu bringen. Sprechen Sie vor einem anstehenden Ölwechsel auch Tankstellen oder Autowerkstätten an.

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Im Video vorgestellt: Motoröl

In diesem YouTube-Video stellen wir das Produkt “Liqui Moly Top Tec 4100 5W-40 LL04” vor, eine hochwertige Motoröl-Formel für moderne Fahrzeuge. Erfahren Sie, wie dieses spezielle Öl die Leistung Ihres Motors verbessert und gleichzeitig den Verschleiß reduziert. Sie erfahren auch, warum dieses Produkt die LL04-Freigabe hat und für bestimmte Fahrzeugmarken empfohlen wird.

In diesem aufschlussreichen YouTube-Video dreht sich alles um das Thema Motoröl! Begleiten Sie uns auf eine spannende Reise, während wir den Fall eines Kunden untersuchen, der von Anfang an das falsche Motoröl benutzt hat. In einer detaillierten Motorüberprüfung zeigen wir Ihnen die Auswirkungen dieses Fehlers und geben wertvolle Tipps, wie Sie solche Probleme vermeiden können. Verpassen Sie nicht diese aufklärende und lehrreiche Erfahrung rund um das Wesentliche Ihres Motors!